Lago di Garda...

Aus der Lektüre des italienischen Bikeforums wird auch nicht 100%ig klar ersichtlich, wo sich der Unfall genau abgespielt haben soll.
Aller Wahrscheinlichkeit nach auf dem schmalen Weg von der Bocca de Larici (Kreuzung mit Hubschrauberlandeplatz) zum Aussichtspunkt Punta Larici.
Diesen Weg sind wir wahrscheinlich alle schon dutzendemale gefahren (oder gegangen). Die letzten Meter hinauf zum Aussichtspunkt sind relativ steil, so dass ich meistens absteige und die paar Meter hoch schiebe. Es ist auch der Bereich, der bereits etwas schmal und ausgesetzt wird. Die letzten Meter zum Aussichtspunkt und die Umgebung um diesen selbst sind dann absolutes ausgesetztes Steil- und Absturzgelände. Wer da (für ein Foto oder aus anderen Gründen) nochmal auf den Sattel steigen möchte, tut das auf sein eigenes Risiko. Ich würde es nie tun. Mir reicht der Blick in die Tiefe und über den See und auf ein Heldenselfie auf FB kann ich getrost verzichten. Man muss aber auch festhalten, dass in allen möglichen und unmöglichen Medien immer wieder Fotopostings von dieser Stelle suggerieren, da wäre ein Trail oder irgendwas Fahrbares vorhanden.
Das Unglück ist tragisch, für mich aber auch folgerichtig und konsequent. Es musste irgendwann an dieser Stelle passieren.
Für mich kein Grund, über irgendwelchen Sperrungen oder Verbote zu diskutieren. Am Monte Brento wenige Kilometer nördlich verbietet man es auch keinem, sich im Basejump in die Tiefe zu stürzen.
 
Es bleibt unklar.
Nach dieser Quelle soll es auf dem "Senter de Palaer" (422B) passiert sein.
Keine Ahnung, welcher damit genau gemeint ist. Es existiert in der Tat eine direkte Verbindung vom Passo Rocchetta nach Osten über den Grat des Monte Palaer zur Bocca Larici - auch mit "Creste de Reamol" auf der OSM bezeichnet. Ist aber eigentlich ziemlich klar ein ausgesetzter Gebirgssteig, auf dem man mit Bike definitiv nichts verloren hat.
Auf den Fotos der SAT Riva ist ein drahtseilversicherter Steig erkennbar. Könnte allerdings auch die direkte Gratverbindung zwischen Pregasina und der Punta Larici sein (der östlichste, ausgesetzte Wegsteig über dem See). In jedem Fall auch dieser definitiv nicht zum Fahren geeignet.
 
"definitiv nicht zum Fahren geeignet" ist aber eine weit dehnbare Abgrenzung.
Ein 50jähriger fast-Local sollte schon gewusst haben was er tat. Das Risiko fährt IMMER mit - ob dort oder am Freefall oder 218.
Da reicht ein schwacher Moment.

Ist zur Zeit vielleicht nicht mehr so angesagt, aber als Harald Philipp das Video vom 122 brachte, wollten da auch alle runter (ich nicht).
Zu dem Weg Rocchetta-Punta Larici gab es einen Bericht in der Freeride vor ca 10Jahren (?)
 
Zuletzt bearbeitet:
Unfall ist auf 422a passiert, Sentiero delle Creste... Bocca Larici am Grat entlang Richtung Pregasina, kennt so gut wie keiner, alter Kriegssteig stellenweise mit Drahtseil gesichert und sehr ausgesetzt. Der Journalist des Artikels im L'Adige kennt sich a) gut bis sehr gut aus und b) arbeitet professionell c) hat seine erste Aussage in der ersten Berichterstattung nach Recherche berichtigt.
 
Unfall ist auf 422a passiert, Sentiero delle Creste... Bocca Larici am Grat entlang Richtung Pregasina, kennt so gut wie keiner, alter Kriegssteig stellenweise mit Drahtseil gesichert und sehr ausgesetzt. Der Journalist des Artikels im L'Adige kennt sich a) gut bis sehr gut aus und b) arbeitet professionell c) hat seine erste Aussage in der ersten Berichterstattung nach Recherche berichtigt.
Kann man das irgendwo nachlesen? Hast du 'ne Quelle für die Ortsinfo?
 
Nur oldway (auf Papier) pubbliziert worden... War die Ausgabe vom Montag nach dem Unfall.
Ich hab das hier noch gefunden: http://www.ladige.it/territori/riva...pregasina-quel-sentiero-doveva-avere-cartelli

Finde es beschämend, wie die SAT auf dem Rücken eines tödlich Verunglückten die Gelegenheit ergreift, die tragische Sache auszuschlachten, Politik zu machen und mit Vorwürfen gegenüber den Verantwortlichen im Tourismus einen "Schuldigen" an den Pranger zustellen.
Im Artikel wird behauptet, dass der Weg beschlossenermaßen zu den vom Arbeitskreis als "verbotener" ausgewiesen, aber nie ein Verbotsschild montiert worden sei. Weiß jetzt nicht, ob das stimmt, müsste aber leicht nachzuvollziehen sein, da es ja eine entsprechende Verordnung der Provinz gibt und auch alle Verbotsmarkierungen im Web-GIS der Provinz lokalisiert sind.
Seien wir mal ehrlich: das Verbotsschild würde genau wieviele Biker davon abhalten, den Weg zu fahren?
Und, es würde wohl kaum ein Leben retten.
Aber wenigstens wäre die Verantwortlichkeit klar geregelt.
Jetzt so zu tun, dass wegen eines fehlenden Verbotsschilds ein Mensch sein Leben lassen musste, ist mehr als schäbig.

Edit: mir liegt die erste Verordnung der Provinz von 2016 vor (keine Ahnung, ob es mittlerweile Ergänzungen gab), mit der entsprechenden Aufstellung der Verbotspositionen. Da ist nur von einem Verbot am 422B die Rede. Das müsste der am Passo Rocchetta sein.
An der Bocca oder Punta Larici ist da nichts vorgesehen.
Auch der Blick ins WebGIS zeigt nur das Verbot am Passo Rocchetta. https://webgis.provincia.tn.it/wgt/services/resolve/eFR7tTyX7fu
 

Anhänge

Zuletzt bearbeitet:
Das kann man interpretieren wie man will. Sache ist, dass die neue Regelung man kann überall fahren außer auf gesperrten Wegen genau so wenig funzt, wie die vorherige, da natürlich nur durch Kontrollen abschreckende Wirkung erzielt wird. Mit dem Unfalll hat es sonst nichts zu tun, das Papier vom SAT war bereits im Mai fertig und der Unfall nur der ungeschickte Aufhänger an die Öffentlichkeit zu gehen. Wobei ich gar nicht weiß, ob der SAT oder die Presse die Pubblikation des Papiers hinausgezögert haben.
 
Intrumentalisieren wir den Vorfall nicht auch wenn wir den Steckensperrern beschämende Ausschlachtung unterstellen?

Die Verantwortung ist doch eigentlich klar, ob da nun ein Schild steht oder nicht. Den armen Kerl wird schon niemand geschubst oder abgedrängt haben. Bleibt doch folgerichtig nur: selbst verantwortlich für das eigene tun. Ich glaub, da liegt das eigentliche Problem. Selbstverantwortung traut uns keiner zu, alles muss geregelt sein. Und am besten werden Regeln für andere aufgestellt, dann muss man sich selbst nicht dran halten.
 
Intrumentalisieren wir den Vorfall nicht auch wenn wir den Steckensperrern beschämende Ausschlachtung unterstellen?
Ich denke gerne mal über deine Frage nach.

Das mit der Selbstverantwortung sehe ich als Trend der letzten Jahrzehnte. Vermutlich unumkehrbar. Dem Individuum wird zugunsten einer Gesellschaftsräson immer mehr Entscheidungsfreiheit genommen. Das mag Vorteile für die Masse haben, hat aber Nachteile für das Individuum. Keiner wird bestreiten, dass eine den Verkehr regelnde rote Ampel an einem Verkehrsknotenpunkt einen Sicherheitszugewinn für alle darstellt. Also beachten sie (fast) alle. Die selbe Ampel an einer Kreuzung ohne Verkehr ist indes vom logischen Gesichtspunkt her betrachtet völliger Unsinn. Dennoch wird man so konditioniert, dass sie auch dort von (fast) allen beachtet wird.
Aus meiner individuellen Sicht wünschenswert wäre es, wenn diese Ampel von niemandem beachtet würde, sondern jeder seine Sinne schärfen und eigenverantwortlich entscheiden würde, ob er die Kreuzung passiert oder nicht. Von Staats wegen wünschenswert ist es, wenn jeder die rote Ampel beachtet, unabhängig davon, ob es real eine Gefahrensituation gibt oder nicht.
In diesem aktuellen Widerspruch leben wir (gefühlt seit etwa 40 Jahren) und er wird jeden Tag mehr zugunsten der Aufgabe der individuellen Freiheiten und Selbstbestimmung und für mehr Einfluss der Gemeinschaft auf alle gleichgeschaltet.
Sorry fürs OT.
 
Du meinst Ampeln sind so was wie Verbotsschilder für MTBiker...? Erinnert mich iwie an meine erste Fahrt durch das nächtliche Mailand 1978 auf dem Rücksitz eines Fulvia GT.
Da gibt es ja den Ansatz "wenig Kontrolle aber drastische Strafe" (IT) vs. "viel (auch soziale) Kontrolle bei lächerlicher Strafe" (D).
Oder " digitale Komplettüberwachung mit 1 Jahr Arbeitslager"...(China)? Ließe sich mit Strava doch easy realisieren.
 
Hallo liebe Lago Fahrer,

kleiner Bericht der letzten 2 Wochen... (nichts Wildes, eher ruhiger Familienurlaub)
Wir sind nun seit einigen Tagen wieder daheim, haben mal wieder 2 schöne Wochen hinter uns, leider wie immer zu schnell rum...
Früher waren wir zu zweit am Lago, alles erkundet was es nur gab, Egal ob mit dem Bike, am Seil, oder mit Wanderschuhen - nun seit dem der Nachwuchs da ist, wurde es doch ruhiger um uns. Aber nun hatten wir diesmal Zeit uns viele historische und kulturelle Sachen anzuschauen, auch das hat seinen Reiz dort unten! ;-)

Hinfahrt wie schon seit Jahren über den Reschenpass mit Frühstück um 05:30 am Kirchturm....
877618



Angekommen und einquartiert in Torbole /
Ein häufiges Ziel, über den Radweg gut zu erreichen... die Ponto Romano
877619



Auch die Burg Drena ist gut mit dem Bike und Kind zu erreichen, schöner Aufstieg, tolle alte Anlage, sehenswert!
877624



Festungsanlagen am Monte Brione, wahnsinn wie groß! Aussicht auf Riva
877625



Weiter Bergauf, der Monte Brione mit Aussicht auf Torbole
877621


877623



Sowie die abendliche kurze Runde für den Vater, die offizielle 770 !
877622


Und dazu das entstandene Video....


Da es uns so gut gefällt ist die Wohnung für 2020 schon reserviert ;-)
Hoffe euch gefallen die Bilder dazu, Grüße aus dem Sauerland,
Martin
 
Hallo liebe Lago Fahrer,

kleiner Bericht der letzten 2 Wochen... (nichts Wildes, eher ruhiger Familienurlaub)
Wir sind nun seit einigen Tagen wieder daheim, haben mal wieder 2 schöne Wochen hinter uns, leider wie immer zu schnell rum...
Früher waren wir zu zweit am Lago, alles erkundet was es nur gab, Egal ob mit dem Bike, am Seil, oder mit Wanderschuhen - nun seit dem der Nachwuchs da ist, wurde es doch ruhiger um uns. Aber nun hatten wir diesmal Zeit uns viele historische und kulturelle Sachen anzuschauen, auch das hat seinen Reiz dort unten! ;-)

Hinfahrt wie schon seit Jahren über den Reschenpass mit Frühstück um 05:30 am Kirchturm....
Anhang anzeigen 877618


Angekommen und einquartiert in Torbole /
Ein häufiges Ziel, über den Radweg gut zu erreichen... die Ponto Romano
Anhang anzeigen 877619


Auch die Burg Drena ist gut mit dem Bike und Kind zu erreichen, schöner Aufstieg, tolle alte Anlage, sehenswert!
Anhang anzeigen 877624


Festungsanlagen am Monte Brione, wahnsinn wie groß! Aussicht auf Riva
Anhang anzeigen 877625


Weiter Bergauf, der Monte Brione mit Aussicht auf Torbole
Anhang anzeigen 877621

Anhang anzeigen 877623


Sowie die abendliche kurze Runde für den Vater, die offizielle 770 !
Anhang anzeigen 877622

Und dazu das entstandene Video....


Da es uns so gut gefällt ist die Wohnung für 2020 schon reserviert ;-)
Hoffe euch gefallen die Bilder dazu, Grüße aus dem Sauerland,
Martin
Sehr schöne Bilder. Hach ja, vielleicht sollte ich auch dieses Jahr nach Torbole fahren, denn so gut gefallen hat es mir auch schon letztes Jahr. :)
 
Zurück