Laufradbau für Scheibenbremse

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Hat jemand eine genaue Bauanleitung, oder kennt ihr einen link zum Laufradbau?

Ich möchte mir gerade einen LRS aufbauen mit Magura Pro und Rigida Felgen, 3fach Kreuzung -also alles ziemlich konventionell.

Beim Einspeichen ist mir aber aufgefallen, daß die Belastung bei einer Scheibenbremse eigentlich anders auftritt als bei einer Felgenbremse. Wenn ich richtig Überlegt habe ist die Belastungsspitze in der Nähe der Nabe.

Wird trotzdem genauso eingespeicht wie bei einem konventionellem Laufrad, oder müssen die Speichen in die Gegenrichtung vorgespannt werden - gemeint ist das verdrehen der Nabe nach den ersten 8Speichen.

-Vielleicht ist heute einfach schon zu spät-
:confused:

Rüdiger
 
wird ganz normal gemacht, wie du das klaufrad drehst nach den ersten acht speichen is doch egal, kommen ja noch ma 8 auf jeder seite rein.

Das einzige worüber man nachdenken kann sind spezielle speichen die für scheibenbremsen gedacht sind, z.B. die "super competition" von DT, kannst aber auch normale 2,0-1,8-2,0er oder durchgängige 1,8er nehmen, hängt aber vom gewicht und einsatzzweck ab.
 
da sollte man tatsächlich was beachten, und zwar tauschen beim VR auf beiden und am HR auf der disc-Seite Zug- und Druckspeichen die Richtung.

Auf Deutsch, die Speichen mit dem Bogen nach aussen zeigen hier nach vorne und nicht nach hinten.

Zu der Speichenstärke kann ich nur sagen mindesten 2,0-1,8-2,0 oder durchgehend 2,0mm nix darunter, das hält auf Dauer nicht vor allem nicht am HR, genauso sind Alu-Nippel mit Vorsicht zu geniessen, bei vielen hab ich da schon ausgerissene Nippel wechseln müssen.

Ausserdem ist eine gleichmässige und hohe Speichenspannung wichtig. Und dann auch auf jeden Fall Nachzentrieren auch bei mehrfachen Abdrücken ist das unerlässlich.

So denn!
 
halt ich für quatsch.

Die super competition sind ausdrücklich scheibenbremsspeichen...extra dafür wurden sie entwickelt, durchgehende 2,0er halten auch nicht unbedingt ewig, hatten wir hier aber auch schon öfter...

@locke...kommt ganz klar drauf an was du damit machen willst, ich bin jetz ma von nem cc-laufradsatz ausgegangen bei normalem fahrergewicht, und da reichen auch 100%ig durchgängige 1,8er, fahr ich jetz selbst seit april 01 und jeder der n komplettes rcc06 oder 07 fährt, hab diesbezügl. noch keine klagen gehört.

alunippel sind n thema für sich, gibts auch viele einungen hier im forum

zug und druckspeichen??? alle speichen ziehn, drücken tut da eigentlich auch keine...egal.

Wichtig wäre halt zu wissen wofür der lrs sein soll, also einsatzgebiet, fahrweise und fahrergewicht
 
Danke euch beiden,

ich bin mir relativ sicher, daß die Magura Nabe (Hügi) mir ausreicht. Etwas gespannt bin ich auf die Rigidafelge (Taurus), optisch ganz o.k. ich hoffe nur das sie nicht so anfällig bezüglich Reifenverrrutschen ist.

Bisher hatte ich ein Hügi/ Mavic 217 Laufrad auf dem "Alpen-Tourer" und wollte nur gleichwertig auf Scheibe umsteigen. Ich hab mich übrigens für DT Comp 2,0/1,8/2,0 entschieden!

@hugo:
Den Tip von -locke mit der Speichenverlegung habe ich gesucht. Vielleicht macht es keinen Unterschied, allerdings ist es eine recht logische Erklärung und bringt kein zusätzliches Gewicht.


:bier:

Grüße auch Bayern
Rüdiger
 
ok, überredet, das kann ich mir sogar vorstellen war nur von den zug und druckspeichen bissi verwirrt, kann mir ma jemand in prozent sagen um wie viel ne innenliegende speiche mehr zugkraft aufnehmen kann? nur so grob geschätzt...
 
Oh Oh, hier jibts mal wieda die echten Expärten:mad: (ich bin zwar auch keiner...aber das schreit hier nach Korrekturstift)

Generell halten DD-Speichen besser als normale Speichen (durchgehend gleicher Durchmesser), da sie im Mittelteil federnd sind. Daher besonders bei den hohen Belastung der Scheibenbremsen zu empfehlen. 2mm durchgehende Speichen reißen eher, als 2/1,8/2mm Speichen.

Alu-Nippel sind nur dann zu empfehlen, wenn sie wirklich zu den Speichen passen, besser noch Nippel und Speichen sollten vom gleichen Hersteller sein. Wichtig auch einen passgenauen Nippeldreher verwenden. Es spricht dann nichts gegen Alu-Nippel, es sei denn du jumpst gerne von Garagendächern o.ä.

Innenliegende Speichen die auf Zug belastet werden, können weniger Kraft aufnehmen, da sie sich nicht wie die außenliegenden Speichen am Flansch "abstützen" können. Daher Zugbelastete Speichen auf der Scheibenbremsseite außenliegend! Hier noch ein Bild aus der Anleitung der Louise-Bremse von Magura:
 

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hat mich auch gewundert mit den innenliegenden speichen, bei mir sind die "zugspeichen" nämlich auch aussen.

Das mit den speichen und auch alunippeln is hier inzwischen auch schon 100ma breit getreten worden...muß man halt ma suchen.

udn das wichtigeste problem is dass immer noch niemand ausser rüdiger weiß was damit geschehn soll
 
Original geschrieben von ritzelflitzer


[...]

Innenliegende Speichen die auf Zug belastet werden, können weniger Kraft aufnehmen, da sie sich nicht wie die außenliegenden Speichen am Flansch "abstützen" können. Daher Zugbelastete Speichen auf der Scheibenbremsseite außenliegend! Hier noch ein Bild aus der Anleitung der Louise-Bremse von Magura:

hmm, na ok - aber läge die besagte speiche innen, dann läge sie doch "näher am kraftfluss"; sprich: die lage der speiche entspricht nun mehr der belastungsrichtung

oder gehts hier darum das der gekröpfte speichenkopf bei einer außenliegenden speiche weniger stark belastet wird?

erklär doch mal bitte...
 
Inzwischen ist das Laufrad fertig, der Hinweis anders als Standardlaufrad hat mir ausreichend geholfen. Bei mir sieht es jetzt so aus wie bei der Grafik von Ritzelflitzer.

Ich hab einfach, nachdem die ersten 8 Speichen auf der Scheibenbremsseite eingehängt waren die Drehung der Nabe nicht gegen die Laufrichtung sondern in Richtung der Laufrichtung verderht und dan die zweite Seite eingespeicht. Vielleicht erklärt das etwas besser meine erste Frage, .......Zug-Druckspeichen sagen mir überhaupt nichts, ich denke aber das einfach die Speichen, die durch den Bremsvorgang am stärksten belastet werden die 8 Speicen der linken Seite sein sollten, die den Kopf nach innen haben - ob da wirklich viel Unterschied ist glaube ich auch nicht, ich muß sowas ja auch nicht berechnen.

Ich kann nur berichten, so wie beschrieben gehts gut und scheint auch keine Unruhe ins Laufrad zu bringen.

Ich hab logischerweise auch Messingnippel benutzt, da ich bei dem tourer mit der Scheibe keine gewichtsrekorde anstrebe.


Danke an alle nochmal!

:bier:
Wer von Euch mal hier am Alpenrand vorbeikommt bekommt ein Weißbier spendiert!

Rüdiger
 
Original geschrieben von volksfrontjudäa
...
oder gehts hier darum das der gekröpfte speichenkopf bei einer außenliegenden speiche weniger stark belastet wird?

erklär doch mal bitte...

Nicht nur der Speichenkopf, sondern die gesamte Speiche wird mit aussenliegendem Bogen nicht so stark beansprucht, wie mit innenliegendem Bogen.
Denn je weiter die Speiche nach innen rückt, umso härter muss sie gespannt werden, um das Laufrad im Gleichgewicht zu halten.
Dies ist sehr deutlich am Hinterrad zu sehen. Die steil stehenden Speichen der Ritzelseite sind deutlich härter eingespeicht als die Speichen der linken Seite, und Speichenbrüche hab ich bisher nur hinten rechts erlebt.
 
klingt logisch...

das mit dem weißbier ließe sich eventuell einrichten:D :D

Dann nutz die letzten Tage, an denen es etwas sonne gibt, und genieß sie auf ner schönen tour...das wochenende steht vor der tür...also ab auf den sattel :bier:
 
Original geschrieben von Martin M


Nicht nur der Speichenkopf, sondern die gesamte Speiche wird mit aussenliegendem Bogen nicht so stark beansprucht, wie mit innenliegendem Bogen.
Denn je weiter die Speiche nach innen rückt, umso härter muss sie gespannt werden, um das Laufrad im Gleichgewicht zu halten.
Dies ist sehr deutlich am Hinterrad zu sehen. Die steil stehenden Speichen der Ritzelseite sind deutlich härter eingespeicht als die Speichen der linken Seite, und Speichenbrüche hab ich bisher nur hinten rechts erlebt.

was du sagst gilt für die seitensteifigkeit des laufrades. diesen unterschied würde man wohl am stärksten bei einem radial gespeichten rad bemerken, da man hier alle speichen nach außen legt...

die verdrehsteifigkeit (zwischen nabe und felge) steigt jedoch, je paralleler die speiche zur felgenebene ist. für sich betrachtet, verhindert eine innen liegende speiche (bei gleicher vorspannung) das verdrehen von felge zu nabe stärker als eine außenliegende.

aber wenn, wie du sagst, die innenspeichen stärker vorgespannt sind (macht man das so? ok) dann würde es sinn machn die brems-zug-speichen nach außen zu legen weil diese ja im normalzustand (ungebremst) geringer belastet sind.

nagut, damit kann ich leben :D
 
Original geschrieben von volksfrontjudäa
...die verdrehsteifigkeit (zwischen nabe und felge) steigt jedoch, je paralleler die speiche zur felgenebene ist. für sich betrachtet, verhindert eine innen liegende speiche (bei gleicher vorspannung) das verdrehen von felge zu nabe stärker als eine außenliegende....

hä?:confused:

Bei einem mehrfach gekreuzt eingespeichten Laufrad gibt es dein Problem der "Verdrehsteifigkeit zw. Nabe und Felge" einfach nicht. Und selbst bei radial eingespeichten Laufräder würde ich da keinen Unterschied sehen, ob die Speiche innen oder außenliegend ist. Außenliegend ist bei Radial immer besser, für die Gesamtstabilität des Laufrades. Aerodynamikkünstler würden natürlich innenliegend verbauen, um den Luftwiderstand ein Schnippchen zu schlagen:D

Ritzelflitzer
 
bei radial wärs schon "verdrehsteifer" stell dir vor die speichen wärn nciht am flansch sondern in der naben mitte, dann könntste die nabe drehn, die speichen würden sich verbigen und die felge würds nciht kratzen.

klar is nciht so, aber das soll die sache ja auch nur veranschaulichen.

je weiter aussen die speichen liegen desto grösser der entsprechende hebel...

is ja auch egal, die laufräder sin gebaut, wenn mans so macht wie auf dem bild wirds kein ärger geben und gut is

in diesem sinne:bier:
 
Original geschrieben von volksfrontjudäa


was du sagst gilt für die seitensteifigkeit des laufrades. diesen unterschied würde man wohl am stärksten bei einem radial gespeichten rad bemerken, da man hier alle speichen nach außen legt...

die verdrehsteifigkeit (zwischen nabe und felge) steigt jedoch, je paralleler die speiche zur felgenebene ist. für sich betrachtet, verhindert eine innen liegende speiche (bei gleicher vorspannung) das verdrehen von felge zu nabe stärker als eine außenliegende.

aber wenn, wie du sagst, die innenspeichen stärker vorgespannt sind (macht man das so? ok) dann würde es sinn machn die brems-zug-speichen nach außen zu legen weil diese ja im normalzustand (ungebremst) geringer belastet sind.

nagut, damit kann ich leben :D

Ist ja alles soweit korrekt, was du schreibst.
Disc-Naben haben ja auch Speichenflansche mit recht großém Durcmesser, um die "Verdrehsteifigkeit" zu verbessern.

Aber auch die Seitensteifigkeit wird bei Discs härter beansprucht, da man ja schon mal mit seitlich belastetem Laufrad bremst.
 
Die Sache ist doch prima anschaulich. Hängt am "Umschlingungsgrad".

Stellt Euch mal vor, Ihr hängt an einer Reckstange an 2 Fingern (gut, kann vielleicht nicht jeder, aber stellt es Euch mal vor). Man hängt um so leichter, je mehr der Finger um die Stange "gewickelt" ist. Nun der Transfer auf das Rad: die Speichen mit dem Kopf innen umschlingen den Flansch mehr (nach Ritzelflitzer: abstützen auf dem Flansch).

Gruß Philipp
 
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