Leistungsmessung Hardtails in der BIKE

Bruno M

Brain Specialist
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7. April 2006
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Ein Vergleichtest Carbonhardtails mit exakter Leistungsmessung. Super, endlich geht einer die letzten Geheimnisse, z.B. welchen Einfluss die Radgeometrie oder eine Unterschiedliche Dämpfung hat an!

Dachte ich.

Der betriebene Aufwand klingt ja wirklich vielversprechend: Zwei Profis, die gewohnt sind, konstante Runden zu drehen, Einteilung der Strecke in Sektionen (Uphill, Downhill). Aber der Teufel streckt mal wieder im Detail.

So ist etwa zu lesen, dass das Storck (der lahme Ackergaul) satte 18W mehr für den Uphill mit 15km/h benötigt als die Cannondale-Rakete. Bei näherem Studium fallen natürlich sofort die unterschiedlichen Reifen ins Auge: Ein Nobby Nic verbrät schon bei 20km/h und 50kg auf der Rolle 10W mehr als ein Furious Fred. Bei 15km/h und geschätzen 80kg sind das 12W. Da der Uphill sicher nicht auf ebenem Metall gefahren wurde kommt noch mal zusätzliche Walkarbeit dazu. Da sich das Verhältnis der Reifen nicht groß ändern wird mehr beim Nobby Nic. Der Unterschied ist also zum größten Teil nur durch die Reifen erklärbar.

Fazit: Es wurde mal wieder sehr schön bewiesen, welchen Einfluss Reifen doch haben können. Dafür hätte man aber auch den Nobby aufs Cannondale ziehen können. Und neu ist das Ergebnis auch nicht.

Eine Frage bleibt: Warum habe ich immer noch dieses Abo?
 
Irgendwie ist es schlußendlich halt doch nur ein ganz normaler KOMPLETTBIKE-TEST gewesen. Den restlichen Aufwand hätten sie sich dann wirklich sparen können.
Fairerweise hatten sie aber nicht die Sponsoren-Bikes der beiden Fahrer dabei. Welche Bikes wohl dann gewonnen hätten;)
 
Ich mag mein Abo. Und wie man an diesem Thread sieht kann man sogar echte Aussagen aus den Tests lesen, wenn man in der Lage ist kritisch die wirklichen Informationen herauszuarbeiten.
So!
Steinigt mich.
M
 
Ich schließe mich den Themenersteller an. Die ganze Pseudewissenschaft die dort betrieben wird geht mir auch en bisschen zu weit, und schon ganz wenn nicht einmal alle die gleichen Reifen fahren. Steifigkeit und Gewicht lassen sich einfach messen, alles andere ist in meine Augen umsonst. Auch Profifahrer haben gewissen Leistungsschwankungen, etc, etc, etc.

Ich lese auch die MBR, MB-UK, und verschiedene Holländische Zeitschriften, und größere unterschiede kann es kaum geben. Ich lese Fahrradmagazins dann auch hauptsächlich wegen Neuigkeiten und tolle Reisereports.

Gr, Jan
 
Ein Vergleichtest Carbonhardtails mit exakter Leistungsmessung. Super, endlich geht einer die letzten Geheimnisse, z.B. welchen Einfluss die Radgeometrie oder eine Unterschiedliche Dämpfung hat an!

Dachte ich.

Der betriebene Aufwand klingt ja wirklich vielversprechend: Zwei Profis, die gewohnt sind, konstante Runden zu drehen, Einteilung der Strecke in Sektionen (Uphill, Downhill). Aber der Teufel streckt mal wieder im Detail.

So ist etwa zu lesen, dass das Storck (der lahme Ackergaul) satte 18W mehr für den Uphill mit 15km/h benötigt als die Cannondale-Rakete. Bei näherem Studium fallen natürlich sofort die unterschiedlichen Reifen ins Auge: Ein Nobby Nic verbrät schon bei 20km/h und 50kg auf der Rolle 10W mehr als ein Furious Fred. Bei 15km/h und geschätzen 80kg sind das 12W. Da der Uphill sicher nicht auf ebenem Metall gefahren wurde kommt noch mal zusätzliche Walkarbeit dazu. Da sich das Verhältnis der Reifen nicht groß ändern wird mehr beim Nobby Nic. Der Unterschied ist also zum größten Teil nur durch die Reifen erklärbar.

Fazit: Es wurde mal wieder sehr schön bewiesen, welchen Einfluss Reifen doch haben können. Dafür hätte man aber auch den Nobby aufs Cannondale ziehen können. Und neu ist das Ergebnis auch nicht.

Eine Frage bleibt: Warum habe ich immer noch dieses Abo?

Genau diesen Text würde ich an deiner Stelle an die BIKE schicken!
Rubrik: LESERBRIEF des Monats
 
Der Test hat weder in der Durchführung noch in der Auswertung irgendetwas mit Wissenschaftlichkeit und professioneller Meßmethodik zu tun. Man sollte ihn daher für das nehmen, wofür er letztlich gemacht wurde: Zur leichtverdaulichen Unterhaltung einer zwar technisch interessierten, aber zu großen Teilen dann doch nur mit oberflächlichen Kenntnissen ausgestatteten Leserschaft.
 
Die fachkundige Frage ist, wieso hast Du überhaupt ein Abo abgeschlossen?

Gute Frage. Wenn man neben dem tatsächliche Biken auch noch Lust hat, sich theoretisch mit dem Thema auseinanderzusetzen bleiben eigentlich nur zwei Möglichkeiten:

- Die "Fachpresse" (die niemanden beißt der sie füttert)
- Das Internet (wo jeder jeden beißt ohne zu wissen warum)

Aus beidem kann man sich dann mit etwas Übung einen halbwegs akzeptablen Brei rühren...

Ach ja, Auszüge des Tests finden sich hier.
 
Ein Vergleichtest Carbonhardtails mit exakter Leistungsmessung. Super, endlich geht einer die letzten Geheimnisse, z.B. welchen Einfluss die Radgeometrie oder eine Unterschiedliche Dämpfung hat an!
Dachte ich.
vielleicht liegt ja darin der fehler.
wie kamst du zu der erwartung?


Fazit: Es wurde mal wieder sehr schön bewiesen, welchen Einfluss Reifen doch haben können. Dafür hätte man aber auch den Nobby aufs Cannondale ziehen können. Und neu ist das Ergebnis auch nicht.
das ist falsch.
das fazit muss lauten, dass sich verschiedene kompletträder in ihrer gesamtheit unterscheiden.
der einfluss der reifen wurde nicht quantifiziert.
was du bemängelst, ist ein anderes problem.


Der Test hat weder in der Durchführung noch in der Auswertung irgendetwas mit Wissenschaftlichkeit und professioneller Meßmethodik zu tun. Man sollte ihn daher für das nehmen, wofür er letztlich gemacht wurde: Zur leichtverdaulichen Unterhaltung einer zwar technisch interessierten, aber zu großen Teilen dann doch nur mit oberflächlichen Kenntnissen ausgestatteten Leserschaft.
ganz genau.
das ist der punkt.
aber das ist ja auch nicht gerade neu, ausser evtl. für leute wie bruno, mich-baeg und Lanoss.
 
So eine Zeitschrift lese ich um unterhalten zu werden. Das haben sie auch mit diesem Test ganz hervorragend geschafft. Und die Ergebnisse sind auch nicht von der Hand zu weisen, in der Runde in der Karl Platt die hoechste Leistung gebracht hat ist er auch am schnellsten gewesen. Ist doch ein schoenes Fazit: Ganz egal welches Rad, Hauptsache man trainiert genug.
 
So eine Zeitschrift lese ich um unterhalten zu werden. Das haben sie auch mit diesem Test ganz hervorragend geschafft. Und die Ergebnisse sind auch nicht von der Hand zu weisen, in der Runde in der Karl Platt die hoechste Leistung gebracht hat ist er auch am schnellsten gewesen. Ist doch ein schoenes Fazit: Ganz egal welches Rad, Hauptsache man trainiert genug.
Na ganz so steht das da aber auch nicht drin.
 
Der Test hat weder in der Durchführung noch in der Auswertung irgendetwas mit Wissenschaftlichkeit und professioneller Meßmethodik zu tun. Man sollte ihn daher für das nehmen, wofür er letztlich gemacht wurde: Zur leichtverdaulichen Unterhaltung einer zwar technisch interessierten, aber zu großen Teilen dann doch nur mit oberflächlichen Kenntnissen ausgestatteten Leserschaft.

so sehe ich das auch!
Wobei man den Eindruck bekommt, man will gar nicht zu genau vergleichen, da sonst wirklich echte Schwächen ans Licht kommen könnten und das kann doch keiner wollen!
 
so sehe ich das auch!
Wobei man den Eindruck bekommt, man will gar nicht zu genau vergleichen, da sonst wirklich echte Schwächen ans Licht kommen könnten und das kann doch keiner wollen!
Sie wollen sich nicht mehr als noetig der Kritik an ihrer Methodik aussetzen, das wuerde aber passieren, wenn sie auf dieser Basis einem Hersteller ein schlechtes Zeugnis ausstellen.

Sie testen mit zwei Fahrern. Damit was rauskommen kann brauechten sie 100. 1000 waeren besser...
 
Sie wollen sich nicht mehr als noetig der Kritik an ihrer Methodik aussetzen, das wuerde aber passieren, wenn sie auf dieser Basis einem Hersteller ein schlechtes Zeugnis ausstellen.
...
Aber genau das haben die letztlich mit dem Storck gemacht.

Meine Vermutung geht in eine andere Richtung: Wären an allen Rädern die selben Reifen montiert gewesen, hätten sich (bezogen auf die jeweilige Leistung) gar keine deutlichen Unterschiede mehr ergeben.
 
eben.
und mit was willst du dann die seiten füllen?

Na womit wohl, mit Reifentetsts:daumen:


Meine Vermutung geht in eine andere Richtung: Wären an allen Rädern die selben Reifen montiert gewesen, hätten sich (bezogen auf die jeweilige Leistung) gar keine deutlichen Unterschiede mehr ergeben.


So sieht´s aus, was ich aber nicht verstehe, ist die Komfortmessung, angeblich kann man mit dem Storck auch nicht im sitzen über Wurzelteppiche kurbeln:rolleyes: aber mit welchem HT geht das schon:confused: das konnte ich nichtmal mit meinem windelweichen Albuch Kotter Stahlrahmen von ´89.
Wenn man dann noch bedenkt daß 70-80% des "Federweges" durch die Reifen entsteht, ist es doch völlig unwichtig ob der Rahmen bei Belastung 2,9mm oder 3,7mm staucht:rolleyes:
 
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