Lupine, wieviel Licht braucht es denn wirklich?

Gestern Abend habe ich eine 5-Stündige Rennradtour am Abend mit der Lupine Wilma R 3200 am Lenker und der Piko 1500 R am Helm, (und dem Lupine Rücklicht) absolviert. Ich bin am Abend, wo es schon früh dunkel wurde mit Licht losgefahren und in der Stockfinsternis voll durchgefahren. Beide Lampen waren meist auf mittlerer Stufe (1800 und 900 Lumen), immer mal wieder zwischendurch auf höchster Stufe (auf dem Land, und bei nervigen, hupenden, aufblinkenden, ärgernden Autofahrern).

Völlig rücksichtslos und dazu noch gefährlich! Es hat einen Grund warum diese Leuchten nicht für den Straßenverkehr zugelassen sind! Selbst das Fernlicht beim Auto hat durch den Lichtkegel ja eine gewisse "abblendende" Wirkung für den Gegenverkehr und eine Piko/Wilma ist im Vergleich viel heller. Ist ja schön das DU viel gesehen hast, aber du kannst dir sicher sein, dass dein Gegenverkehr komplett BLIND unterwegs war.
 
In der Tat, rücksichtslos und dumm. Wenn ich lese was er danach noch so geschrieben hat scheint es auch ein intellektuelles Problem zu sein.
 
Ja danke, genau so, jetzt muss es nur noch billier sein als mit eigenem Akku aus China in der Bucht.

Krass...

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Lampe 1 und Lampe 2

Die hab ich mir mal über die Bucht aus dem fernen Osten zukommen lassen, beide jeweils knapp unter 10€. Sind diese Woche gekommen. War gerade mal damit draußen im Garten den Himmel ausleuchten. Beide haben mehrere Helligkeitsstufen, einen zentrierten Strahl nach vorne und leuchten drumherum auch noch deutlich schwächer aus, aber immer noch ausreichend. Lampe 1 kann darüber hinaus noch auf 3 verschiedene Weisen blinken. Hell genug sind beide, Lampe 1 kann das aber stärker. In voller Helligkeit gibts da nen fetten Strahl in die Wolken, es ist aber gerade ein bischen nebelig, so dass ich nicht sagen kann, wie weit. Aber ein Hausdach in ca. 50 Meter Entfernung konnte ich mit einem vielleicht 10 Meter breiten Lichtkegel ausleuchten. Lampe 2 reicht nur bis zum Ende des Gartens, etwa 25 Meter. Aus der Nähe direkt in die Lampen reingucken ist keine dolle Idee. Beide habe ich an zwei Powerbänken getestet, die größere (10Ah) kann 2A, die kleinere (2,6Ah) 1A, sie funktionieren mit beiden mit gleicher Helligkeit, aber sicher mit unterschiedlicher Laufzeit. Besser nur einschalten wenn kein Gegenverkehr kommt...
 

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Was ich so gesehen habe, so trickst man bei den Billig-China-Teilen öfter mal ziemlich kräftig.

Trick 1: es werden irre hohe Lumenzahlen angegeben, die schon im Bereich einer Lupine Betty liegen sollen, aber tatsächlich bringen die Lampen dann nur bescheiden viel Licht.
Trick 2: manche haben eine ziemlich kalte Lichtfarbe, die durch diese 'andere Erscheinung' mehr Licht suggerieren, als auf dem Trail dann tatsächlich vorhanden ist.
Trick 3: der Lichtstrahl wird so stark fokusiert, um wenigstens auf eine gewisse Helligkeit zu kommen, sodaß der wichtige Randbereich drumherum oder der Bereich direkt vor dem Rad weitgehend im dunkeln bleibt. Braucht man auf dem Trail eine Spotlampe? Wen interessiert eine Leuchtweite, wenn man auf dem Trail allenfalls nur bedingt etwas sieht?
Trick 4: die Akkus haben oftmals wenig echte Kapazität, die ausreichen würde, um wirklich bei voller Lichtstärke und auch noch bei Kälte eine Tour lang durchzustehen. Gedimmt bringen die Lampen dann noch weniger Licht, als das bescheidene vorher schon.

Die Qualität der Elektrik kann sich jeder bei so einer Billig-Lampe selber vorstellen, ganz zu schweigen dann die Ausfallsicherheit und Wasserdichtigkeit, wenn's überraschend mal feuchter werden sollte.
 
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Was ich so gesehen habe, so trickst man bei den Billig-China-Teilen öfter mal ziemlich kräftig.

Die Qualität der Elektrik kann sich jeder bei so einer Billig-Lampe selber vorstellen, ganz zu schweigen dann die Ausfallsicherheit und Wasserdichtigkeit, wenn's überraschend mal feuchter werden sollte.

Mit den aufgeplusterten Lumenzahlen werden die technischen Mängel überdeckt.
 
Auch schoen, mit China Lampe beim Nightride oder 24h Rennen mitfahren und sich über nicht mehr funktionierende Zeitmessung freuen weil das Ding den Transponder massiv stört :D Reihenweise überraschte Gesichter bei den Teilnehmern.

(Nix gegen die Chinalampen, habe selbst auch eine YinDing und die Lampe funktioniert auch, meine Lupine mag ich aber deutlich lieber). Wäre ja auch schlimm, wenn dem saftigen Preis nicht auch was geliefert werden würde.
 
Klar muss es nicht immer gleich eine Lupine sein, aber eine Lampe in der mittleren Preislage (um 200 €) aus europäischer Produktion mit wenigstens der CE-Prüfung/Zulassung wäre klar die bessere Wahl, im Gegensatz zu irgendwelchen No-Name Billig-China-Lampen die nie eine europäische Prüfung auch nur gesehen haben.
 
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Klar muss es nicht immer gleich eine Lupine sein, aber eine Lampe in der mittleren Preislage (um 200 €) aus europäischer Produktion mit wenigstens der CE-Prüfung/Zulassung wäre klar die bessere Wahl, im Gegensatz zu irgendwelchen No-Name Billig-China-Lampen die nie eine europäische Prüfung auch nur gesehen haben.

Sehe ich auch so. Deswegen war meine Einstiegslampe eine Niteye B20. Die läuft immer noch, aber wenn man einmal bei Lupine gelandet ist...
 
Klar muss es nicht immer gleich eine Lupine sein, aber eine Lampe in der mittleren Preislage (um 200 €) aus europäischer Produktion mit wenigstens der CE-Prüfung/Zulassung wäre klar die bessere Wahl, im Gegensatz zu irgendwelchen No-Name Billig-China-Lampen die nie eine europäische Prüfung auch nur gesehen haben.
Hellena von Out-led
Made in Germany mit CE
 
CE sagt was aus hinsichtlich Produktqualität? Genau. Nichts.
Da wird auch nichts geprüft, sondern lediglich schriftlich bestätigt, dass die relevanten Normen und Vorschriften eingehalten werden.
Sorry, aber der Beitrag hat einen Widerspruch in sich.

Wenn für das CE-Siegel europäische Normen und Vorschriften eingehalten werden müssen, dann sagt genau das etwas aus über die Produktqualität.
Bei einem Produkt ohne CE-Siegel wurde nie von irgendjemandem irgendetwas bestätigt und man hat dann möglicherweise ein für den Verbraucher schädliches Produkt in der Hand, z.B. wegen Mängeln in der Elektronik, oder wegen fehlender Strahlungsabschirmung, wegen giftiger Bauteile, etc.
 
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Wenn für das CE-Siegel europäische Normen und Vorschriften eingehalten werden müssen, dann sagt genau das etwas aus über die Produktqualität.
Hast Recht. Aber da bewegen wir uns auf dem Niveau absoluter Minimalanforderungen.
Die erfüllt auch das Rockrider von Decathlon für 199 Euro oder das gleichpreisige Zündapp (McKenzie gibts ja nicht mehr) vom Real.

CE heißt "darf in der EU verkauft werden". Mehr nicht.
 
Wenn Du Dich da mal nicht täuschst, mit den Minimalanforderungen. Ohne diese CE-Nom könnte sonst jeder Hinterhofbaubastler irgendwelchen lebensgefährlichen Schrott auf den europäischen Markt bringen.

Wenn jetzt so einige meinen, sie könnten sich an jeglichen europäischen Prüfungen vorbei super billig irgendetwas von irgendwelchen Bastelbuden von sonst woher beschaffen, dann dürften diejenigen dann auch selbst verantwortlich sein für alles, was solche Produkte an evtlen gesundheitlichen und anderen gefährlichen Folgen für sich und anderen Leuten nach sich ziehen könnten.

Darüber müsste man sich vielleicht auch mal im Klaren sein.
 
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Wenn Du Dich da mal nicht täuschst, mit den Minimalanforderungen. Ohne diese CE-Nom könnte sonst jeder Hinterhofbaubastler irgendwelchen lebensgefährlichen Schrott auf den europäischen Markt bringen.
Letzteres ist unbestritten. Ich bin dennoch der Auffassung, dass die gestellten Anforderungen ein Mindestniveau definieren. Es gibt immer noch genug Schund mit "echtem" CE.
 
Wenn Du Dich da mal nicht täuschst, mit den Minimalanforderungen. Ohne diese CE-Nom könnte sonst jeder Hinterhofbaubastler irgendwelchen lebensgefährlichen Schrott auf den europäischen Markt bringen...
Dann hast Du Dich mit der CE Norm aber nicht sehr intensiv befaßt;) Der in Umlaufbringer muß nur eine Konformitätserklärung vorlegen, d.h. es reicht, daß er glaubt, daß die Sache den CE Anforderungen genügt. Tests sind nicht zwingend vorgeschrieben...
 
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