Möchte ich ein Downhill-Bike oder habe ich einen Denkfehler?

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weiss nicht ob es schon geschrieben wurde. Nur so grundsätzlich
1.) wenn du regelmässig fährst wirst du leichter (sollte schon das Ziel sein).
2) dein Hügel in allen Ehren, aber was glaubst du wie schnell das langweilig wird. Ergo- Du suchst in der Umgebung neue Strecken-> das ist dann aber weiter weg-> bike muss rollen
3)Ich bin Jahrelang DH bikes gefahren. Die Technik hat sich einfach weiterentwickelt. Ich würde das nur noch empfehlen wenn man DH-Rennen mit Siegambitionen fährt oder direkt neben einem DH Bikepark wohnt (also nicht Flowtrail Bikepark)
 
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Eingestiegen bin ich mit dem Gedanken, mir ein DH-Bike zu kaufen, beim Händler gehen die - soweit ich gesehen habe bei 2,500€ los.
Verdoppeln sollte es sich nach Möglichkeit nicht, aber einen festen Betrag eingeplant habe ich nicht.

Wenn sich für mich herausstellt, das ein Teil sein Geld wert ist, dann darf es dieses Geld auch Kosten.
Andersrum möchte ich natürlich sparen wo es (sinnvoll) geht, so steht bei mit Leichtbau jenseits von Alu auf der Nein-Liste.

Gerade Mittelfristig würde ich gerne Aufbau / Wartung / ... selber machen woll - dann hat man ein anderes Gefühl dafür was die Technik kann und wo sie Zuwendung braucht.

Auch auf Grund der Kosten eilt das Projekt für mich nicht - wenn es dieses Jahr dauert, die Teile dann alle zusammenzubekommen dann wäre das halt so.

Ich ahne, das mich "fertige Lösungen" nicht unbedingt vollends zufrieden stellen werden - angesichts meiner Proportionen und Vorstellungen. Frankensteins Enduro müsste ich also wahrscheinlich eh am besten selber bauen ;)
Das es was fertiges vom Händler wird mag ich aber auch noch nicht völlig ausschließen. Ebenso kann ich mir ein Gebrauchtrad (ggf. auch nur als Ausgangspunkt) vorstellen.

Aber ganz wichtig: Erstmal angucken, was es gibt und wie mir das gefällt!
 

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Sog. Cappucinobikerin
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@hochschieber : Prima, daß Du Dir ein MtB kaufen möchtest.
Du hast hier schon viele wertvolle Hinweise bekommen, trotzdem möchte ich etwas ergänzen:
Man kann tatsächlich mit einem DH Bike in der Ebene oder sogar bergauf fahren! Das darf ich schreiben, denn ich mach dies mehrmals die Woche o_O komme gerade von einer Runde zurück.
ABER - natürlich kommt ein "aber" - dies funktioniert nur mit einer kleinen Körpergröße (kurze Beine gelten auch ;-) also wenn Du die Sattelstütze nicht zu weit rausziehen mußt, um nicht über dem Hinterrad zu sitzen. Dann bieten sich dafür etwas ältere Downhiller an, da ihre Geometrie eher heutigen Enduros ähnelt. Zudem solltest Du eine verstellbare Sattelstütze haben (diese mit dem "M. Jackson-Griff" ;-), dann kannst Du die gesamte Sattelkombo schnell gegen einen kurze Stütze austauschen wenn Du mal wirklich nur runter fährst.
Mein Demo habe ich darüberhinaus auf 1x11 umgerüstet, das ist natürlich von der Kettenführung in den äußeren Gängen nicht ganz optimal aber es funktioniert seit vielen 1000 Kilometern, der Verschleiß ist natürlich größer.

Also wenn es unbedingt ein DH Bike sein soll, kauf Dir ein Gebrauchtes so ab 2012 bis 2015, die sind gemäßigter, dann versenkst Du auch nicht soviel Geld und wenn Du dann nach bestimmter Zeit weißt wohin die Reise geht, dann stellst Du Dir dein Traumbike zusammen.
Aber Du brauchst Jemanden, der Dir die Federung passend auf Dein Gewicht abstimmt, damit Du nicht im Negativfederweg versinkst.
 
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@hochschieber : Prima, daß Du Dir ein MtB kaufen möchtest.
Du hast hier schon viele wertvolle Hinweise bekommen, trotzdem möchte ich etwas ergänzen:
Man kann tatsächlich mit einem DH Bike in der Ebene oder sogar bergauf fahren! Das darf ich schreiben, denn ich mach dies mehrmals die Woche o_O komme gerade von einer Runde zurück.
ABER - natürlich kommt ein "aber" - dies funktioniert nur mit einer kleinen Körpergröße (kurze Beine gelten auch ;-) also wenn Du die Sattelstütze nicht zu weit rausziehen mußt, um nicht über dem Hinterrad zu sitzen. Dann bieten sich dafür etwas ältere Downhiller an, da ihre Geometrie eher heutigen Enduros ähnelt. Zudem solltest Du eine verstellbare Sattelstütze haben (diese mit dem "M. Jackson-Griff" ;-), dann kannst Du die gesamte Sattelkombo schnell gegen einen kurze Stütze austauschen wenn Du mal wirklich nur runter fährst.
Beim Betrachten der diversen Rahmengeometrien und der Tatsache, bisher immer alle Sattelstützen fast bis runter geschraubt zu haben hatte ich sowas schon fast vermutet. Wäre ein mögliches Ergebnis beim Probesitzen ;)
Nachtrag: Heute hatte ich irgendwo im Forum den Vorschlag gelesen, statt einer teuren und schweren Variostütze, doch lieber eine Zweite - nebst Sattel - zum wechseln mitzunehmen (das wäre billiger und leichter).
Die Idee fand ich auch interessant: wäre ein Teil das gerne kaputt geht weniger...
Ist ein Detail um das ich mich später kümmere...

Also wenn es unbedingt ein DH Bike sein soll, kauf Dir ein Gebrauchtes so ab 2012 bis 2015, die sind gemäßigter, dann versenkst Du auch nicht soviel Geld und wenn Du dann nach bestimmter Zeit weißt wohin die Reise geht, dann stellst Du Dir dein Traumbike zusammen.
Danke für den Hinweis! Wäre eine Option - je nach Ergebnis beim Räder gucken / probieren.
Den Zeitrahmen finde ich sehr Interessant.
Aber Du brauchst Jemanden, der Dir die Federung passend auf Dein Gewicht abstimmt, damit Du nicht im Negativfederweg versinkst.
Das mit dem "Sag einstellen" klang für mich nicht so furchtbar kompliziert - wenn die Federung aus einer Stahl- statt einer Gasdruckfeder kommt muss man da halt die passende besorgen.

Ich muss mir das aber alles mal live angucken.
 
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Lord Shadow

Grober Supersplasher
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Mit einem Downhiller wirst du niemals einen Berg hochfahren, selbst wenn du es wolltest. Selbst strecken auf der Ebene sind mit den Dingern eine Qual. Das sind reine Park/Race Bikes.

Blabla. Hier zeigt sich mal wieder, dass Aussagen mit "niemals" quasi immer falsch sind, insbesondere im MTB-Forum. Ich habe über die Jahre einige Leute kennengelernt, die sich DHer mit langen Stützen / Telestützen als Touren-Downhiller aufgebaut haben. Klar gewinnt man damit nicht die Bergwertung, aber es geht und es tötet nicht.
Ich bin jahrlang 60km Touren mit 210mm Federweg am Heck gefahren.

Trotzdem: Norco Shore.
 
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Servus,

da ich selbst etwas mehr wiege und auch aus Thüringen komme, möchte ich auch mal meinen Senf dazu geben.

Also erstmal, in Thüringen „braucht“ man für gar nix einen Downhiller, es sei denn du willst bspw. in Oberhof oder Steinbach DH-Strecken volle Granate runterballern, was man wohl bei deinen bisherigen Posts ausschließen kann. Mir erschließt sich auch nicht ganz, warum du unbedingt berghoch schieben willst, kauf dir doch eins, mit dem du auch den Berg hochfahren kannst. Der Gewichtsverlust wird sich auch im Downhill positiv bemerkbar machen, mal ganz abgesehen von der konditionellen Kompetente her.

Was die Singletrail-Skala angeht, ich kenn deinen Hügel zwar nicht, der dürfte aber wahrscheinlich eher bei S0 bis max. S1 liegen, nur mal so als kleiner Realitätscheck 😉

Und was die Gewichtszulassung angeht, da würde ich mir jetzt nich einen ganz so Harten machen. Ich fahre selber bei nem Systemgewicht von ca. 130 kg, mit nem Spindrift (Enduro bzw. Freerider) im Park und bin auch nicht der langsamste. Keine Ahnung was das für ne Freigabe hat, aber selbst mein Vorgängerbike nen Fritzz (ebenfalls Enduro), hatte nur ne Zulassung bis 115 und mit dem gings auch ohne Probleme.



Summa summarum, kauf dir ein Bike mit dem du deinen Hügel auch hochgefahren kommst und trotzdem deinen Spaß Berg runter hast, also sprich ein Enduro bzw. Freerider.

Btw. Schließe ich mich auch der Fraktion an, die der Meinung sind, dass man auch mit nem Downhiller die Berge hochkommt. Ich fahre ja selbst mit Freeridern hochalpine Touren um die 50 km oder über 100 km Touren hier in Thüringen. Geht alles…..
 
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Was die Singletrail-Skala angeht, ich kenn deinen Hügel zwar nicht, der dürfte aber wahrscheinlich eher bei S0 bis max. S1 liegen, nur mal so als kleiner Realitätscheck 😉
Gut möglich. Mir fehlen da einfach die Vergleichswerte.

Spannend wirds nur, wenn der vermutete Trail runter mal wieder an einem Hochsitz endet und man etwas kreativer werden darf, wenn man nicht wieder ein gutes Stück hoch will.
Passiert mir zu Fuß immer mal (und dann gehts halt querwaldein), mit dem bisherigen Rad blieb mir dann aber nix anderes übrig als umzudrehen, die Möglichkeiten sollen sich da jetzt erweitern.
Und bei ganz unbekanntem Terrain hab ich dann doch lieber reichlich Reserve im Fahrwerk...


Was das Hochfahren angeht, finde ich interessant jetzt so gegenteilige Meinungen zu den ersten Posts zu bekommen.

Zum Gewicht mache ich mir auch nicht so den Kopf, mein bisheriges MTB ist auch nur bis zu 120kg Systemgewicht (!) zugelassen, und dann auch noch Hardtail.
Ich hab jetzt bisher ein mal das hintere Laufrad (die Nabe) kaputt bekommen, daher der Wunsch jetzt nach "etwas robusterem" - dann sehe ich das aber auch gelassen, zumal es hier (mit dem Gewicht) auch bereits abwärts geht.
Die Hersteller haben halt auch alle ihre Schlipsträger die sich absichern wollen, gerade auch in der US-Jurisdiktion.
Der Wartungsaufwand steigt halt mit der Belastung, das sollte man dem Rad dann lieber etwas häufiger gönnen.
 
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Blabla. Hier zeigt sich mal wieder, dass Aussagen mit "niemals" quasi immer falsch sind, insbesondere im MTB-Forum. Ich habe über die Jahre einige Leute kennengelernt, die sich DHer mit langen Stützen / Telestützen als Touren-Downhiller aufgebaut haben. Klar gewinnt man damit nicht die Bergwertung, aber es geht und es tötet nicht.
Ich bin jahrlang 60km Touren mit 210mm Federweg am Heck gefahren.

Trotzdem: Norco Shore.
Eisdiele 30km entfernt?
Ne Mal im Ernst, mit nem halbwegs modernen Downhiller ist das einfach unmöglich.
Die haben alle nur noch 7 Gänge. Zudem sind die realen Sitzwinkel so flach, dass du mit einer ausgefahrenen Sattelstütze schnell Mal die 700+mm Oberrohrlänge knackst.
On top kommen auf den flachen Sitzwinkel eine kurze Sitzrohrlänge und dadurch eine lange Sattelstütze. Bei dem Hebel und über 130kg Fahrergewicht...

Also ich bleib dabei: wenn du dir nicht gerade nen 10 Jahre alten downhiller Holst, kannst du das hochfahren vergessen. Zudem kommt der TE noch nicht einem mit dem HT den Berg hoch (no front)...


Außerdem finde ich abgesehen von den Stabilitätsgründen selbst ein Enduro viel zu viel für den Einsatzzweck. Ein stabiles Trail oder AM Bike sollte bei dem Einsatzzweck völlig ausreichend sein.
 
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Schnegge

Hardtailschluchtenwürfler
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Jetzt geb' ich auch noch meinen Senf dazu...
Grundsätzlich kann ich ja den Ansatz verstehen, dass eine bike das für härteren Einsatz gedacht ist auch mehr aushält...
Nur sehe ich bei dem Einsatzgebiet einen Downhiller sowohl hoch als auch runter als vollkommen fehl am Platz. Über zum Spot hineiern und ob hochfahren oder -schieben kann man lange diskutieren... ...aber soll ja jeder machen wie er will... wurde ja auch schon ausreichend diskutiert... ..hier nimmt der TE ja auch die Pros und Kontras auf, und will sich ein eigenes Bild dazu machen... ...aber das Ganze, um dann mit ewig langem Radstand und extraflachem Lenkwinkel auf klassischen Mittelgebirgstrails sich wieder runter zu quälen? Ein Dohnwiller braucht ordentlich Speed und 'ne gute Fahrtechnik um das Potential auch zu nutzen. Bei langsamer Geschwindigkeit ist ein Downhiller einfach nur träge und möchte in jeder Kurve einfach nur geradeaus fahren... Zum dem will der TE scheinbar auch erstmal, im wahrsten Sinne des Wortes, am Boden bleiben und nicht meterweit durch die Luft segeln.
Ein Rad das bis rund 130 - 140 kg freigegeben und für den Einsatz bis Kategorie 4 oder 5 freigegeben ist, wird bei 'nem Anfänger der 10 - 20 kg mehr auf den Rippen hat und eher langsam unterwegs ist, sicher nicht zusammen brechen. Bis der TE so weit ist, dass er das bike bestimmungsgemäss einsetzten kann, sind sich sicherlich auch Fahrergewicht und zulässiges Gesamtgewicht deutlich näher gekommen. Ein Lenker oder 'ne Federgabel die bei einem bike 150 kg aushält wird sicherlich auch nicht an einem bike plötzlich zusammenbrechen, nur weil der Hersteller das bike für weniger freigibt. Grösstes Problem werden aber sicherlich die Laufräder sein. Tendenziell sind hier 27.5 stabiler. Ich würde hier aber einfach beim Kauf gar nicht gross auf die Laufräder achten. Ich würde einen Laufradsatz aufbauen lassen und den originalen sofort ausbauen und ungebraucht verkaufen. Gute Laufradbauer gibt es einige die hier im entsprechenden Unterforum unterwegs sind.

Ich empfehle für den Einsatz nicht mehr als 150 mm Federweg, tendenziell eher etwas weniger. Und 'nen Lenkwinkel von nicht unter 65°, eher 66 - 67°. Zu den Federelement und Hinterbauten wurde ja schon viel Sinnvolles geschrieben. Hier könnte es auch empfehlenswert sein, sich mal mit 'nem Fahrwerkstuner wie z.B. mst in Verbindung zusetzten...

Noch kurz hierzu:
...
Spannend wirds nur, wenn der vermutete Trail runter mal wieder an einem Hochsitz endet und man etwas kreativer werden darf, wenn man nicht wieder ein gutes Stück hoch will.
Passiert mir zu Fuß immer mal (und dann gehts halt querwaldein), mit dem bisherigen Rad blieb mir dann aber nix anderes übrig als umzudrehen, die Möglichkeiten sollen sich da jetzt erweitern.
Und bei ganz unbekanntem Terrain hab ich dann doch lieber reichlich Reserve im Fahrwerk...
BITTE NICHT!!!
Wir sind biker und bleiben auf den Wegen und Pfaden. Wenn man mal ausnahmsweise irgendwo ungewollt in der Sackgasse landet, kann man sich sicherlich auch langsam und vorsichtig durch das Unterholz 'nen Ausweg suchen. Aber bitte nicht einfach nach dem Motto "mein Bike ist ja dafür ausgelegt" da durchpflügen... Wir biker kämpfen jetzt schon an allen mögliche Orten darum auf MTB-gerechten Strecken fahren zu dürfen. Die Fahrverbote schiessen gerade überall wie Pilze aus dem Boden. Wenn wir in Zukunft nicht nur noch in Ghettos fahren wollen, dann sollten wir der Natur den angemessenen Respekt entgegenbringen und nicht querfeldein fahren.
 
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Ich empfehle für den Einsatz nicht mehr als 150 mm Federweg, tendenziell eher etwas weniger. Und 'nen Lenkwinkel von nicht unter 65°, eher 66 - 67°. Zu den Federelement und Hinterbauten wurde ja schon viel Sinnvolles geschrieben. Hier könnte es auch empfehlenswert sein, sich mal mit 'nem Fahrwerkstuner wie z.B. mst in Verbindung zusetzten...
Da bin ich absolut deiner Meinung.
Meine Empfehlung wäre tatsächlich, wie am Anfang schon einmal erwähnt, das Nicolai Saturn 14 ST. Das hat 130mm bzw 138mm Federweg, ist in 27,5" verfügbar, ist bezahlbar und hat sogar eine Bikeparkfreigabe.
 
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Eisdiele 30km entfernt?
Ne Mal im Ernst, mit nem halbwegs modernen Downhiller ist das einfach unmöglich.
Ich glaube mit genug Selbsthass ist fast alles machbar :D
Das wäre bei so einer Tour aber der einzig funktionierende Antrieb den ich mir - anhand der bisherigen Schilderungen - vorstellen kann :p

Die haben alle nur noch 7 Gänge.
Für die Ebene sollten die aber langen...

Zudem sind die realen Sitzwinkel so flach, dass du mit einer ausgefahrenen Sattelstütze schnell Mal die 700+mm Oberrohrlänge knackst.
On top kommen auf den flachen Sitzwinkel eine kurze Sitzrohrlänge und dadurch eine lange Sattelstütze. Bei dem Hebel und über 130kg Fahrergewicht...
Guter Punkt, ist notiert.

Also ich bleib dabei: wenn du dir nicht gerade nen 10 Jahre alten downhiller Holst, kannst du das hochfahren vergessen. Zudem kommt der TE-Ersteller noch nicht einem mit dem HT den Berg hoch (no front)...
Ausgangsfrage war ja: "Ich will damit nur runter fahren".
Mit meiner aktuell bewährten Methode sollte ich da alles bis 35 Kilo (zwei Kisten Bier) das Räder hat und sich schieben lässt hochbekommen - ohne die Pedale zu berühren (das tut sonst immer im Schienbein weh :p )
Ohne Räder dran geht auch, dauert dann aber etwas länger :p

Außerdem finde ich abgesehen von den Stabilitätsgründen selbst ein Enduro viel zu viel für den Einsatzzweck. Ein stabiles Trail oder AM Bike sollte bei dem Einsatzzweck völlig ausreichend sein.
Na wenn wir jetzt die Stabilitätsgründe weglassen würden, dann wäre ich ja mit meinem HT fast glücklich und gut versorgt (und würde nur mal bessere Bremsen einbauen). Die Idee "DH-Bike" war ja gerade aus dem Gedanken geboren, das Problem (die Technik könnte aufgrund der großen Belastung Bergab kaputt gehen -> ganz böse aua) hier mit einer völlig übertriebenen Lösung totzuerschlagen.
Mal gucken was jetzt in der Realität draus wird, wenn ich mal auf den entsprechenden Geräten drauf saß.


Grösstes Problem werden aber sicherlich die Laufräder sein. Tendenziell sind hier 27.5 stabiler. Ich würde hier aber einfach beim Kauf gar nicht gross auf die Laufräder achten. Ich würde einen Laufradsatz aufbauen lassen und den originalen sofort ausbauen und ungebraucht verkaufen. Gute Laufradbauer gibt es einige die hier im entsprechenden Unterforum unterwegs sind.
27,5 waren auch bisher meine Präferenz, da vorhanden.
Das das Stabilitätsmäßig Sinn macht, leuchtet mir jetzt ein, also: Danke - ist notiert!
Ich empfehle für den Einsatz nicht mehr als 150 mm Federweg, tendenziell eher etwas weniger. Und 'nen Lenkwinkel von nicht unter 65°, eher 66 - 67°.
Danke auch hier für die Zahlen!

Mal gucken was rauskommt, wenn ich am Ende ein paar Eindrücke hab und mal zusammenrechne...
 

Lord Shadow

Grober Supersplasher
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Ne Mal im Ernst, mit nem halbwegs modernen Downhiller ist das einfach unmöglich.
Die haben alle nur noch 7 Gänge. Zudem sind die realen Sitzwinkel so flach, dass du mit einer ausgefahrenen Sattelstütze schnell Mal die 700+mm Oberrohrlänge knackst.
On top kommen auf den flachen Sitzwinkel eine kurze Sitzrohrlänge und dadurch eine lange Sattelstütze. Bei dem Hebel und über 130kg Fahrergewicht...

Also ich bleib dabei: wenn du dir nicht gerade nen 10 Jahre alten downhiller Holst, kannst du das hochfahren vergessen. Zudem kommt der TE noch nicht einem mit dem HT den Berg hoch (no front)...


Außerdem finde ich abgesehen von den Stabilitätsgründen selbst ein Enduro viel zu viel für den Einsatzzweck. Ein stabiles Trail oder AM Bike sollte bei dem Einsatzzweck völlig ausreichend sein.

Was interessieren die Welt deine Grenzen? Man muss sich halt den passenden Rahmen suchen. Und 11/12 Gänge töten auch niemanden. Spezielle Wünsche erfordern halt Anpassungen.
 
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Hallo,

ich wohne am Thüringer Wald und habe im letzten Jahr das Fahrrad für mich wiederentdeckt, bisher ein einfaches Hardtail-MTB.
Ich habe mich jetzt mehrfach dabei ertappt, dass ich (ca 1-2km) zum Sockel der hiesigen Hügel radele, das Rad den Berg hochschiebe und dann mit dem Fahrrad (über mehr oder weniger geeignete Wege) wieder runterfahre (ca 300-350 Höhenmeter, bisher meist mit 1-2 Bremsen-Abkühl-Pausen).

Mein Problem dabei: Ich habe gegenüber meinem bisherigen Rad ein schlechtes Gewissen:
Ich hab doch das ein oder andere Kilo zu viel auf den Rippen und hätte gerne ein Rad, das diesen Belastungen besser gewachsen ist, als mein bisheriges MTB und das von der technischen Auslegung (z.B. Dimensionierung der Bremsen) und vom Fahrkomfort "bergab" (Vollfederung und Sitzgeometrie) dieser Anforderung besser gewachsen ist.
Meine Überlegung war daher jetzt: Warum kein Downhill-Rad? Wenn da "normale" Leute mit runterbrettern und rumhüpfen können, dann müsste das für meine Anforderungen (wie gesagt: "etwas" mehr Fahrermasse) bei etwas konservativeren Strecken und Geschwindigkeiten ebenfalls recht gut (zumindest bestmöglich) geeignet sein.
Als Nebeneffekt könnte ich mir Vorstellen das mit der Fahrermasse mittelfristig besser in den Griff zu bekommen ;)
Aktuell spiele ich das Spiel mit einem Schlitten - aber der Schnee wird ja nicht ewig liegen.

Die schlechtere Performanz "auf der Straße" (wie gesagt: 1-2 km, mehr nicht) und das Mehrgewicht beim hochschieben (Ich spare lieber 10 Kilo bei mir ein :p ) würde ich billigend in Kauf nehmen. Das MTB wäre dann nur noch bei seinen "Im Wald geradeaus" (<50 Höhenmeter)-Strecken im Einsatz. Hochfahren zu können/wollen würde ich für mich erstmal ausschließen.

Habe ich dabei einen groben Denkfehler drin?
(Hat jemand einen hilfreichen Rat für mich?)


Zwischenergebnis:
Ich würde sagen, dass ein Enduro besser ist in Deinem Fall, weil Du mit dem irgendwann auch mal hochfahren kannst. Wenn Du mit dem Hardtail bereits runterfahren kannst, ist ein Downhill Bike total übertrieben und mit dem hochzufahren ist nicht unbedingt bequem.
 
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Lieber hochschieber,

ich habe den Thread aufmerksam mitgelesen.

Aufgrund deines geplanten Einsatzbereichs liegt ein Trailbike oder maximal Enduro absolut auf der Hand! Alles andere steht nach einem Monat verstaubt im Keller. Und das will hier keiner von uns!

Deine Hauptbedenken gelten der Stabilität, deswegen lässt du dich partout nicht vom Downhiller abbringen. Heutige Trail und Enduro Bikes werden häufig mit identischen Teilen wie Downhiller ausgestattet. Stabile Räder, starke Bremsen, grobe Reifen etc. und kaum ein normaler Hobby Pilot schafft es diese Bikes an ihrem Limit zu fahren. - schau dir die Austattungen der Bikes mal genau an & du wirst sehen wie ähnlich die Bikes zum Dhler schon sind. Als Fahrradmechaniker darf ch an vielen aktuellen Bikes schrauben und die sind echt hart im Nehmen. Denen darf viel zugetraut werden.
Häufig sind die Rahmengewichte bei gut 4kg (alu) da sind sogar einige Dh Rähmen leichter..
Schau dir mal die Bikes von Commencal, Transition und Banshee an. Auch ein Trek Slash würde keine schlechte Figur machen. Die Einsatzmöglichkeiten sind dermassen viel grösser mit diesen Bikes. Ich würde mich sehr freuen über einen weiteren Biker auf der Welt und wünsche dir die selben Freiheitsgefühle, welche uns alle so süchtig machenü!

Noch was: Für die Knie ist ein Downhiller eine grosse Belastung. Aufgrund der Sitzposition ist nur schon die Fahrt zum Lift echt nicht mega prikelnd. Als würde man mit einem Skisprung Ski die Piste runterfahren wollen. Bitte setze dich baldmöglichst auf ein DH Bike und du wirst sehen was ich meine.

Noch noch was:
E - Bikes machen nicht ohne Grund über 50% von unserem Umsatz aus! Dreh unbedingt eine Runde mit einem aktuellen Ebike. Deine Kondition lässt sich damit sehr effizient und schonend aufbauen. Just my 2 cents

Noch noch noch was:
Geh zu Händlern und fahre alles Probe was du in die Hände bekommst. Eine Parkplatzrunde sagt mehr als 1000 Beiträge hier.

Weiterhin viel Glück auf der Suche!
 
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… inzwischen sind das hier über hundert Beiträge :rolleyes:, die allesamt in die gleiche Richtung gehen - aber anscheinend braucht es "noch mehr Runden" , um den TE zu überzeugen :D ...
 
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… inzwischen sind das hier über hundert Beiträge :rolleyes:, die allesamt in die gleiche Richtung gehen - aber anscheinend braucht es "noch mehr Runden" , um den TE zu überzeugen :D ...
Ich bin doch längst überzeugt, das ein DH-Rahmen einige Nachteile mit sich bringt, und daher keine kluge Investition darstellen würde. Ich will das unbedingt nochmal selber "erleben" (Beim Händler mal auf eins setzen) - aber ein "reines" aktuelles DH-Rad ist erstmal raus. (Die Kommentare "Früher war DH mehr das heutige Enduro" schließen das auf dem Gebrauchtmarkt nicht völlig aus, wobei da 26" und ähnliches das auch unwahrscheinlich machen).

Es kann sein, das das fertige Projekt DH-Teile enthält - das kann ich zumindest noch nicht sicher Ausschließen. (Bremsen, Gabel, Dämpfer,...) Hier sind die Bike-Kategorien aber ja auch fließend und es wurde ja auch mehrfach angemerkt das das eine absolut valide Option darstellt.

Noch was: Für die Knie ist ein Downhiller eine grosse Belastung.
Danke, das war noch nicht ausgesprochen, aber das ein zu niedriger Sitz über den Pedalen hier für Schmerzen und Fehlbelastung sorgt, habe ich auch schon praktisch festgestellt.

E - Bikes machen nicht ohne Grund über 50% von unserem Umsatz aus! Dreh unbedingt eine Runde mit einem aktuellen Ebike. Deine Kondition lässt sich damit sehr effizient und schonend aufbauen. Just my 2 cents
  • Ich unterstelle einfach mal, das man die Rahmen mittlerweile dafür ausgelegt hat, trotzdem stellt zusätzliche Gewicht durch den Antrieb eine weitere Belastung für das Rad dar.
  • Mit meinem aktuellen Gewicht machen 250W nicht den Spaß, den sie bei einem 80kg-Fahrer machen. Wenn ich Freie Hand hätte, wäre das Ergebnis kein Fahrrad mehr...
  • Ich habe keine Steckdose im (Fahrrad-)Keller
  • Die Akkus halten leider nicht ewig - selbst wenn man die Zellen gut behandelt macht gerne das BMS (bzw. die Leistungselektronik darin) nach ca 5 Jahren schlapp. Dann bricht man den Akku auf und tauscht MOSFETs und Kondensatoren...
  • Die Ladegeräte gehen auch gerne kaputt und sind dann nicht mehr lieferbar. Dann sitzt man mit einem Labornetzteil da. (Hab ich in der Familie, ist ganz toll wenn man das einem technischen Laien erklären muss).
  • Es fehlen echte Standards. Man ist seinem Hersteller und seinen Preisvorstellungen Schutzlos ausgeliefert. (Akku, Ladegerät, Motor, Steuergerät,...)
  • Ich schaffe mir einen Haufen Komplexität an Teilen, die kaputt gehen können.
  • last but not least: Habe ich mich den Berg hochgekämpft, habe ich das gemacht, und niemand kann sagen "Ja du hast ja ein eBike, da kann das ja jeder"
Das Ganze hat seine Anwendungsgebiete und ich will auch niemandem sein eBike schlecht reden.
In der Familie sind eBikes der verschiedenen Generationen vorhanden, auch ein aktuelles eMTB, das ich auch schon mal probegefahren bin. Das macht durchaus Spaß, ist aber nicht, wonach ich suche.

Geh zu Händlern und fahre alles Probe was du in die Hände bekommst. Eine Parkplatzrunde sagt mehr als 1000 Beiträge hier.
Das ist der Plan :)
 
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Es kann sein, das das fertige Projekt DH-Teile enthält - das kann ich zumindest noch nicht sicher Ausschließen. (Bremsen, Gabel, Dämpfer,...) Hier sind die Bike-Kategorien aber ja auch fließend und es wurde ja auch mehrfach angemerkt das das eine absolut valide Option darstellt.
Da spricht ja gar nix gegen. An meinem 26" Stahl Hardtail habe ich auch einen DH LRS (Hope DH + Maxxis DHR/DHF) und dicke Bremsen (Code RSC + TS Dächle).
Wenn Du mit dem Hardtail bereits runterfahren kannst, ist ein Downhill Bike total übertrieben
Naja, in diesem Fall vllt richtig. Aber mit einem potentem Hardtail (und Fahrtechnik) kann man eine Menge fahren. Nur ist man auf vielen Trails mit dem Downhiller anders unterwegs als mit einem HT. Spass macht trotzdem beides.
 
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Ich war heute die ersten Händler abklappern, bevor da der große Ansturm wieder losgeht.

Ich durfte mal auf ein DH-Rad (Scott Gambler 910 - als Carbon damit eigentlich raus, aber die DH-Geometrie hat es). Die hier vorhergesagten Probleme beim pedalieren konnte ich soweit zu 100% nachvollziehen, das ging nur im Stehen und die (in dem Fall auch noch zu weiche) Federung hat vom treten im stehen gut Energie vernichtet. Hat sich dadurch weniger wie Fahren angefühlt, mehr wie schweben :D

Ein Trek Slash 7 in Größe M/L habe ich außerdem mal probiert. Fahrwerksmäßig sollte das auch für alles reichen, was mir im Wald hier normalerweise begegnen wird. Auf einer entsprechenden Vario-Sattelstütze saß ich zum ersten mal, das hat mir in der Praxis ganz gut gefallen, von der Haltbarkeit her muss ich mir aber noch überlegen ob ich mich mit dem Konzept anfreunden will.
Schau dir mal das Trek Slash 8 an.
@BenMT: Hast du eventuell mehr Überblick als ich, was da noch der Unterschied ist?
Das 7er scheint die 2021er Variante zu sein - mit einer gedrungeneren Form?

Ich schau mal, dass ich noch ein paar Probefahren angeleiert bekomme...
Mehr Eindrücke zu bekommen, kann sicher nicht schaden.
 
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Das Slash 8 hat eine bessere Ausstattung als das 7er. Alleine wegen der GX Eagle und der Code würde ich das 8er nehmen.
 
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...die Lösung wäre der Protoyp vom Nukeproof Giga: er kauft sich ein 2019er Dissent gebraucht, schmeißt die Doppelbrücken Gabel raus, eine Lyrik oder eine günstige ZEB rein, Dropperpost und andere Schaltwerk/Kassette Kombi, et voila ;-)
 
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