... das der kommt, war klar.
.... und deshalb kommen wir mal wieder zurück zum Thema!
Worldcup Offenburg - Elite Frauen
Deutscher Weltcup, also beginnen wir auch mal mit den Ergebnissen unserer deutschen Starterinnen:
Silke Schmidt arbeitete sich vom 44. Platz nach der Startrunde auf den finalen 32. Rang vor
Hanna Klein kam auf dem 26. Platz ins Ziel
Anja Gradl wurde 24.
Adelheid Morath beendete ihre Rückkehr in den Weltcup-Zirkus auf dem 23. Rang
Elisabeth Brandau kam mit 5 Minuten Rückstand als 22. ins Ziel
Sabine Spitz musste ihrem hohen Tempo zu Beginn des Rennens Tribut zollen und viel vom 3. Platz nach der Startloop auf Rang 12 im Ziel zurück
Es noch nicht lange her, da war die Strecke in Offenburg absolutes Kalentieva-Land, da Irina hier nahezu unschlagbar war. Dieses Mal machte ihr ein technischer Defekt einen Strich durch die Rechnung. Statt eines durchaus möglichen Platzes auf dem Podium verpasste sie die Top 10 und wurde Elfte.
Heather Irmiger kam verletzt aus England zurück. Um ihr lädiertes linkes Handgelenk zu schonen wurde an ihrem Superfly nur ein Kettenblatt montiert. Ob sie die Übersetzung kräftemäßig über die Dauer des Rennens nicht treten konnte oder die Verletzung zu schmerzhaft war ist nicht überliefert. Heather konnte das Rennen auf jeden Fall nicht beenden.
Ihre Teamkollegin Emily Batty wird nächste Woche 23. Als drittbeste von den U23-Fahrerinnen, die sich dazu entschlossen haben, in der Elite Klasse zu starten, wurde sie in Offenburg nach starker Leistung 15.
Zweitbeste der unter 23-jährigen wurde die Slowenin Tanja Zakelj. Sie schaffte als Neunte sogar den Sprung in die Top Ten.
Bleiben wir doch gleich in Slowenien: ihre Landsfrau Blaza Klemencic, unterwegs für das vor Ort ansässige Felt Ötztal X-Bionic Team der Scheiderbauers, schaffte als 7. ihr soweit mir bekannt zweitbestes Weltcup-Resultat.
Giorgia Gould war auf dem besten Weg, ihr Top-Resultat aus dem Vorjahr zu wiederholen. Sie war in der Verfolgergruppe unterwegs, als ihr die Kette absprang. Hektisch versuchte sie, die Kette wieder zu sortieren, doch bis ihr dies gelang war sie bis auf Rang 20 durchgereicht worden.
Teamkollegin Katerina Nash, der es sowohl in Pietermaritzburg, als auch in England in aussichtsreicher Stelle liegend jeweils den Hinterreifen von der Felge zog, wurde in Offenburg vom Defektpech verschont und konnte sich als 14. endlich mit einem zählbaren Resultat bis zum nächsten Weltcup abmelden.
Zwei, für die das Rennen in Offenburg enttäuschend endete: Lisi Osl kam nicht über einen 19. Platz hinaus und Gunn-Rita Dahle Flesjaa kam geschwächt durch eine Erkältung in der Vorwoche sogar noch 10 Plätz weiter hinter der Österreicherin ins Ziel.
Kommen wir zu den Mädels aus der Schweiz. Nathalie Schneitter´s Fanclub war wieder in Offenburg zugegen und musste mit ansehen, wie die Nati den 2. Platz in der ersten Runde nicht halten konnte und nach den 5 Runden nur 13. wurde.
Marathon-Weltmeisterin Esther Süss, die hier im letzten Jahr noch auf´s Podium fahren konnte, komplettierte die Top 10.
Katrin Leumann, amtierende CC-Europameisterin, gelang das Kunststück, die meisten Konkurrentinnen während des Rennens überholt zu haben. Sie kehrte lediglich als 41. aus der Startloop zurück und beendete ihren Vorwärtsdrang als Achte im Ziel.
Katherine Compton aus den USA, Neuling im Rabobank Giant Offroad Team, fand den Weg ins Ziel trotz zeitweise geschlossener Augen (Platz 16).
Annika Langvad, eine Woche zuvor noch sensationelle Zweite in England, kam in Offenburg irgendwie nicht von der Stelle. Nach dem Resultat aus der Vorwoche hatte sie sich sicherlich mehr erwartet als nur Platz 18.
Was machte eigentlich unsere hübsche Weltmeisterin aus Polen? Maja Wloszczowska fiel in der dritten von 5 Runden kurzfristig aus den Top Ten heraus, fing sich nach danach jedoch wieder und verpasste die Podiumsränge nur ganz knapp.
Und damit wären wir auch schon bei den Podestplätzen. Rang 5 belegte die Norwegerin Leny Byberg vom Specialized Factory Team, die auf einem speziell für Frauen entwickelten 29er Prototypen unterwegs war.
Platz 4 ging an die Kanadierin Marie Helene Premont, für die Offenburg offensichtlich ein gutes Pflaster ist, da sie hier regelmäßig eine der 5 Plätze auf dem Podium betreten darf.
Wie schon eine Woche zuvor im Dalby Forest gelang Eva Lechner in Offenburg erneut der Sprung auf´s Podium. Rang 3, den sie sich dank ihrer persönlich schnellsten letzten Runde noch sichern konnte, ist ihr bestes Weltcup-Resultat in dieser Saison.
Vorjahressiegerin Catherine Pendrel führte das Rennen zeitweise an und konnte sich bis zur vierten Runde immer in Schlagdistanz zur späteren Siegerin halten, musste jedoch 2 Runden vor Schluß einsehen, dass diese nicht zu halten war.
Von all dem völlig unbeeindruckt zeigte sich erneut Julie Bresset. Die junge Französin, die in der vergangenen Woche ihre 22. Geburtstag feierte, umrundete den Kurs in Rammersweiher in Julien Absalon´scher Manier. Im vorletzten Umlauf legte sie mit ihrer absolut schnellsten Runde den Grundstein für ihren zweiten Saisonsieg und ihre überlegene Führung in der Gesamtwertung.
Erneut forderten der Vollgaskurs in Offenburg und die vorherrschenden äußeren Bedingungen den Athletinnen alles ab, doch einige konnten kurz nach den Strapazen im Ziel auch schon wieder lächeln. Festgehalten wie immer in viel Bild und ohne Text:
Das Luna Pro Team wurde als bestes Damen-Team gewertet
Die Top 5
Wie es schien hatte Julie Bresset mehr mit den riesigen Champagnerflaschen zu kämpfen als mit ihren Konkurrentinnen auf der Strecke. Doch auch dieser Aufgabe zeigte sie sich schlussendlich gewachsen!
Keine Sorge, so wie sich das gehört kommen die Herren der Schöpfung ebenfalls in einem bidgewaltigen Upload. Ich lasse mir aber auch damit etwas mehr Zeit, denn mein nächstes Rennen wird vermutlich erst der Weltcup Mitte August in Tschechien sein und ihr wollt doch sicher nicht, dass sich hier über einen wochenlangen Zeitraum nichts tut, nicht wahr?