Straßenrennfahrer braucht Hilfe beim Reifenkauf fürs MTB

Tim.B

Exiltiroler
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25. Oktober 2008
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Hallo Leute,

auch wenn ich mir sicher bin, dass gleich jemand ankommt um mir vorzuwerfen, dass es hier schon genug Reifenthreads gibt, möchte ich mich auf diesem Weg mit einer Frage an euch wenden. Ich habe mir einige Erfahrungsberichte durchgelesen, aber die Informationsflut ist einfach zu groß.

Ich bin Straßenfahrer und nutze mein MTB um bei schlechter Wetterlage meine Trainingseinheiten auf einer in der Nähe liegenden Halden-Landschaft zu fahren. Die Anreise erfolgt 5 Kilometer auf Asphalt, dann fahre ich mehrere EB's auf einer älteren Baustraße die Halde hoch. Es ist eine gewalzte Schotterstraße mit teilweise bis zu 6 Zentimeter Körnung. Oben angekommen wird locker runtergerollt, ich fahre eine kleine Scheife auf einer "Splitt-Autobahn" und dann beginnt das Spiel erneut.

Zur Zeit fahre ich einen Continental Explorer Draht 2,1" mit Schwalbe sV 13 Schläuchen. An und für sich bin ich damit recht zufrieden, weil wirklich unheimlich günstig (9euro der Reifen) und nie Platten, aber auch unheimlich schwer mit 720Gramm der Reifen und rollt auch nicht so geschmeidig.

Jetzt überlege ich, was ich als nächstes kaufen soll, wichtig ist mir dabei, da ich oft im Dunkeln fahren muss, dass eine gewisse Pannensicherheit vorhanden ist, und eine Laufleistung von 1500 Kilometer etc. ist rein für Trainingszwecke nicht akzeptabel, da ich MTB Reifen selber kaufen muss. Eine Markenbindung ist mir fürs MTB nicht auferlegt.

Ich dachte jetzt ein einen Conti Mountain King, oder Michelin Wild Grip. Aber ist das was gutes für mich, welche Größe und sollte ich mir eventuell überlegen nicht sogar schlauchlos zu fahren .... eventuell sogar mit so einem Explorer Draht .... ich habe keine Ahnung.

Ich bin davon inzwischen schon total genervt, das ist noch anstrengender als ein Notebook oder Fernseher kaufen. Bitte helft mir.

Timo
 
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Keine Angst, ;) dein "Problem" ist schon etwas spezieller.
Beim Continental Explorer ist "bekannt" das der sich schnell abfährst und auch der Mountainking hält nicht lange und ist eher was für Nässe und Schlamm.

Da du viel Schotter fährst empfehle ich dir einen breiten Reifen, so 2,2" bis 2,4", das fährt sich viel "komfortabler" mit wenig Druck.
Das hängt aber von deiner Felge ab. Wie breit ist die?

Der "übliche Verdächtige" wäre der (Fat) Albert Performance.
Oder lies mal im "Maxis Thread", der Highroller vielleicht?
 
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Würde mal einen 2,25" Fat Albert für vorn und einen 2,25" Smart Sam für hinten vorschlagen, beides in der Performance Variante, zwar nicht wesentlich leichter aber recht Pannensicher und von der Laufleistung den Explorer überlegen.
Ich finde persönlich den Rocket Ron in 2,25", vorn Evolution, hinten Performance recht ansprechend, habe damit auch noch keine Panne gehabt, ist aber sicher anfälliger als der oben genante, dafür aber um einiges leichter.
Evo = mehr Gripp, weniger Laufleistung, teurer
Perf = weniger Gripp, mehr Laufleistung, billiger

Wobei ich bei den breiten auf die Maulweite der Felge achten würde, bei 2,25" min 18mm ehr 19mm, falls du ne 17mm Maulweite hast max 2,1" nehmen, Vorteil der breiteren Reifen ist niedriger Reifendruck möglich = mehr Gripp.


MfG pseudosportler
 
Hey,

danke für eure Antworten. Meine Felge ist außen 26Millimeter breit ... denke also sie wird ehr eine 19mm Maulbreite haben.

So wie ich das lese werde ich bei den Schwalbe Fat Albert oder Smart Sam nichts verkehrt machen ... einzig bei der Frage Evo oder Performance bin ich mir noch unschlüssig, die Gewichtsersparnis reizt ja doch. Obs dann Smart Sam rundum oder eine Mischung wird ... keine Ahnung, höchstwahrscheinlich wird mich wohl jede Variante zufrieden stellen.

Meine Explorer sind ohne Stollen 44,2 Zentimeter breit ... entspricht das ungefähr den 22,5er Schwalbe? Weil wenn ich mir zum Beispiel Fotos von den Contis in 22" ansehe, dann sehen die nach Schlauchboot aus.
 
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Also meine Schwalbe Albert(nicht Fat Albert!) in 2,25" haben 59mm Breite.
Diesen Reifen kann ich dir übrigends sehr empfehlen.
Top allrounder,hat auf keinem Gelände schwächen und ist sehr Pannensicher.

Den Smart Sam wenn dann bitte nur als Falt mit Snakeskin etc. nehmen,mit der Drahtversion hatte ich am laufenden Band einen platten...
 
Also wenn ich jetzt auf ein anderes Modell wechseln sollte, dann nur auf einen Faltreifen, dann muss ich bei einem Platten nicht extra die Montagehebel rausholen.
 
entschuldige will dir nicht zu nahe treten ;)

aber meine erfahrung ist das Rennradfahrer mit Reifen über 2.1bar ein Problem haben (is mir zu wabbelig rollt schlecht) und pumpen die mit 4 bar tot

bei den meisten rennradfahrern zählt die geschwindigkeit und nicht der absolute Grip

wenn das für dich auch zu trifft ??

dann besorge dir nen michelin XCdry2 oder den Nachfolger Wildracer in 2.0
(der geht aber locker als 2.1er durch)

ist günstig rollt super und plattenunanfällig:daumen:
 
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Zur Zeit fahre ich mit 2,5 bar .... könnte sicherlich auch auf 2 runter, muss mich da aber noch drann gewöhnen, guck jetzt schon die ganze Zeit immer nach hinten weil ich glaube einen platten zu haben :)

Komplett auf Gripp verzichten möchte ich auch nicht, weil es am Ende des langen Wegs die Halde rauf schon mal vorkommt, dass ich mir die Frage stelle ob ich es noch schaffe genug Schwung und Kraft aufzubringen einen kurzen steilen Wiesenhügel zu erklimmen und da ist es schon ein zwei mal passiert, dass ich nicht mehr genug Grip am Hinterrad hatte. Ich bin also schon darauf angewiesen auch schwere Passagen hochfahren zu können.

Was wäre denn von dem Wild Grip'r zu halten?
 
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Also wenn ich jetzt auf ein anderes Modell wechseln sollte, dann nur auf einen Faltreifen, dann muss ich bei einem Platten nicht extra die Montagehebel rausholen.

Also wer RR-Reifen wechselt, der schafft fast jeden MTB-Reifen von Hand, es sei denn er hat DT Felgen...
Vergangenes Wochenende hatte ich seit langem mal wieder das Vergnügen mit 622x23.

Ich denke auch, mit einem moderat breiten Albert machst du nichts falsch - mein Wechsel von Conti Explorer auf Albert war ein Aha-Erlebnis. Auch wenns noch lustigere Reifen gibt.

Und um dich ein bißchen zu ärgern: warum willst du geringen Rollwiderstand, du willst doch trainieren? ;)
 
Den Reifen zu wechseln stellt für mich auch kein Problem dar, aber Faltreifen gefällt mir vom Kopf her einfach besser. Ich möchte einfach nur einen guten Reifen haben und dieser Explorer den ich jetzt drauf habe, dass ist irgendwie nur ein Klotz mit Noppen drann.

Was ist denn von Larsen TT 2,0" 70a oder Ignitor 2,1 70a zu halten, könnte ich beide für Kaffeekasse bekommen.
 
Bin den Ignitor in gleicher Größe (XC-Version) vorne und hinten gefahren. Auf Asphalt tritt er sich ein klein wenig schwerer als z.B. der Crossmark. Logisch. Ansonsten ein guter Reifen. Hat mich sicher durch leichte Schotterwege, hie und da trockene und feuchte Gebiete gezogen. Aber: Bei mir hat er sich hinten relativ schnell abgenutzt. Setzt sich nicht so zu, wie z.B. der Crossmark.
Dieser baut etwas breiter als der Ignitor, bei 2.1.
Der CM fährt sich mMn auf Asphalt besser, rollt schneller und bietet eigtl. genug (Seiten-)Halt. Fahre eine ungewöhnliche Kombo. Vorne CM 2.1 XC, hinten Ignitor 2.1 XC. Klappt bisher wunderbar.

Grüße
 
Mein Favorit für die genannten Einsatzbedingungen ist der Maxxis Ranchero in 62a. Er ist der direkte Konkurrent zum Smart Sam. Als Tourenreifen ist er pannensicherer und langlebiger als die genannten Rennreifen Larsen, Crossmark, Wildrac´r usw.
Läuft aber nicht so schwer wie die genannten Ignitor und Albert. Wenn Du im Prinzip nur (Schotter-) Straße fährst, brauchst Du einen so groben Reifen kaum.
Guckst Du z.B. hier:
www.silberfische.net
Die genannten Marathon Extreme oder auch der neue Marathon Plus MTB erscheinen mir jedoch auch eine gute Wahl.
 
Hallo Leute,

.....sollte ich mir eventuell überlegen nicht sogar schlauchlos zu fahren ....

Timo

Klar. z.B. Larsen TT 1.95 LUST. Direkt fahrbahr und pannensicher (runde, feste Karkasse), schnell rollend, sehr schmal (siehe Rennrad ;-)), leicht 550gr., präzise gefertigt, laut Maxxis besonders gut auf Schotter, ich kanns bestätigen. Verscheiß >1000km.
 
Auf Schotter und sonstigem Gelände ausser Asphalt greift die uralte RR Regel mit schmal und viel Luftdruck nicht. Auf Schotter läuft leicht (flexible Karkasse), breit und wenig Luftdruck besser und mit (für manche immer noch erstaunlicherweise) weniger Rollwiderstand.
 
Hallo Tim,

ich bin in der gleichen Situation: RR, ansonsten MTB (wobei sich meine Aktivität immer mehr Richtung MTB verlagert, im Wald und im Feld hat man einfach weniger Stress mit Autofahrern und die Luft ist so schön klar :))

Conti Race King 2.2 Supersonic

die hatte ich bisher auch drauf, hatte als Schnell-auf-Schotterwegen-Fahrer nie ein Problem damit, aber nach dem dritten Platten (nach 2.600km) schaue ich nach einer Alternative.

An diese ganze Milchgeschichte bzw. tubeless habe ich mich bisher noch nicht rangetraut, Rennradfahrer gelten ja auch als eher konservativ :D
 
Ok, dann will ich auch: Da es den Mythos wieder geben soll, würde ich diesen empfehlen. In Falt und mit Kevlar. Wiegt unter 600g, sehr pannensicher, rollt gut und hält wirklich lange. Meiner hat schon über 5000 km auf dem Buckel, Straße + Schotter. Kostet was bei 15 €. Was willste mehr?!

Gruß!
 
Hallo Tim,

ich bin in der gleichen Situation: RR, ansonsten MTB (wobei sich meine Aktivität immer mehr Richtung MTB verlagert, im Wald und im Feld hat man einfach weniger Stress mit Autofahrern und die Luft ist so schön klar :))



die hatte ich bisher auch drauf, hatte als Schnell-auf-Schotterwegen-Fahrer nie ein Problem damit, aber nach dem dritten Platten (nach 2.600km) schaue ich nach einer Alternative.

An diese ganze Milchgeschichte bzw. tubeless habe ich mich bisher noch nicht rangetraut, Rennradfahrer gelten ja auch als eher konservativ :D

ja, der Durchstichschutz bei den RK2.2 SS ist schon nicht so prall. Ich fahre meine aber mit sehr flexiblen Panaracer R-Air Schläuchen (Latexähnlich aber ohne alle paar Tage nachpumpen zu müssen) ->
http://www.veloplus.ch/AlleProdukte/SchlauchVelo/SchlauchVelo26Zoll/R-AIRSchlauchvonPANARACER.aspx

Damit hatte ich bisher noch keine Panne. Auch sollte der Luftruck wirklich tief gehalten werden, dann ist er auch durchstichresistenter, neben all den anderen Vorteilen, den der tiefe Luftdruck bei diesem Reifen mit sich bringt.
 
Nimm den IRC Mibro LD. Der rollt für einen MTB Stollenreifen echt super leicht, hat eine hohe Laufleistung, wiegt nicht allzuviel und hat akzeptablem Grip auf Smart Sam Niveau. Den reifen gibts mittlerweile wieder zu kaufen, z.B. bei HiBike.
 
Michelin Wildracer 2.15 oder wenn etwas mehr Kohle ausgeben willsr Conti Raceking 2.2 Supersonic. 2.00 wäre mir vom Volumen her mit zu wenig Pannenschutz. Beim Raceking hatte ich in 3000km keine Panne, Standard Schwalbeschläuche. Keine Ahnung, wo andere Leute immer fahren dasss die die kaputt bekommen *g*
 
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