Syncros Torque Wrench: Drehmomentschlüssel für Heimmechaniker

Syncros Torque Wrench: Drehmomentschlüssel für Heimmechaniker

Mit dem Syncros Torque Wrench hat der Spezialist für Fahrradzubehör einen exakten Drehmomentschlüssel für Heimmechaniker im Programm. Der in einem Bereich von 2 bis 24 Nm verstellbare Schlüssel kommt mit neun verschiedenen Bits, einem 25 mm-Aufsatzadapter, einer 75 mm langen Verlängerung und einem robusten Gehäuse.

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Syncros Torque Wrench: Drehmomentschlüssel für Heimmechaniker
 
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@Ganther Nimms mir nicht übel, aber wenn ich Räder in der Preiskategorie im Keller stehen hätte, würde ich auch beim Werkzeug nicht knausern und notfalls auch mehrere Hundert € in die Hand nehmen für das passende Werkzeug. Aber du hattest ja eh geschrieben, aufs Geld kommt es dir dabei nicht an und dann würde ich schon in die höhere Preiskategorie greifen. Gutes Werkzeug ist zwar in der Anschaffung teurer, aber in der Regel hält es am Ende auch ewig.
 

Downhillrider

Radfahrer
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Schön erklärt 👍
Leider bringt es einem user der 30nm mit einem 20-25nm Drehmomentschlüssel anziehen will nicht weiter 🤷🏻‍♂️ 😅

da ist die Lösung doch klar, einfach 2 x mit 15 Nm anziehen:D

ein Mechaniker mit Erfahrung würde wohl auf 25 Nm anziehen und mit einem starren Schlüssel ein paar Grad weiter drehen, das passt dann ungefähr und reicht für den Einsatzzweck am Fahrrad mit Sicherheit aus.
 
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Kann ich nachvollziehen. Ich komme mir, so wie ich mittlerweile das Thema zerdenke, auch irgendwie dämlich vor :D
Aber dennoch habe ich daheim Carbonräder mit Carbonhinterbau im Wert von fast 8000€ stehen. Und wenn dann auf der Schraube ein Nm-Wert drauf steht sagt mir mein Gehirn das diese Schraube auch mit diesem Drehmoment festgezogen werden soll.

Hier mal die Nm-Werte die bei meinem Rad (Trek Fuel Ex 9.7) auf den Schrauben stehen :
2
3
4
5,2
6-8
9
10
17
22
25
30

Für diesen Bereich versuche ich im Moment die wertigste und gleichzeitig akzeptabelste Lösung zu finden.
Wie schon oben (Post #85) fällt nur die 30Nm Schraube für die Hinterbauverbindung aus der Reihe.
Also bleiben mir 4 Möglichkeiten:
1. Nur den Wera oder jeden anderen in der Preisklasse mit 2,5-25Nm und die 30Nm nach Gefühl anziehen. Keine Ahnung ob das gut ist, da ich keine Erfahrung damit habe. Kosten ca. 100-115€
2. Nur den Wera oder jeden anderen in der Preisklasse mit 2,5-25Nm und für die 30Nm einen günstigeren (ev. Proxxon Microclick MC30) dazu kaufen. Kosten ca. 155-170€
3. 2 mittelpreisige Drehmomentschlüssel für den Bereich 2-30NM. Kosten ca. 120€?
4. Dieses komische Ding welches mir mein Bruder vorgeschlagen hat https://www.amazon.de/dp/B07VL47YCY...olid=1FAI5NIUE44TS&psc=1&ref_=lv_ov_lig_dp_it Kosten 45€

So für welche Variante würden sich die erfahrenen Fahrradschrauber unter euch entscheiden? Primär geht es mir nicht so sehr ums Geld. Ich wäre schon bereit die 170€ auszugeben. Nur gebe ich Geld nicht gerne sinnlos aus wenn sich eine andere Variante als ausreichend gut herauskristallisiert.
Wenn dann den Wera nehmen.

Die 30Nm am Hinterbau sind doch nicht so kritisch. Das hält vermutlich mit 25Nm genauso und auch bei 35Nm wird nicht gleich alles auseinanderfallen.
Ich würde die eine Schraube mit den 25Nm vom Wera anziehn und dann einfach nocht "etwas mehr" draufgeben.

Tatsächlich würde ich vermutlich an dem genannten Bike garkeinen Drehmoment nutzen.
Alulenker, Alustütze, seh da absolut keine kritischen Leichtbauteile...
Wenn Du nicht gerade komplett gefühllos bist...
 
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4. Dieses komische Ding welches mir mein Bruder vorgeschlagen hat https://www.amazon.de/dp/B07VL47YCY...olid=1FAI5NIUE44TS&psc=1&ref_=lv_ov_lig_dp_it Kosten 45€
Kann dich voll und ganz verstehen. N großen und n kleinen Drehmomentschlüssel lass ich mir ja noch eingehen, aber eigentlich brauchst 4 Stück um Fahrrad und Auto abzudecken und da hört's dann auf.

Nur kurz zu dem Amazon Ding:
"Accuracy Guarantee Range: 20-100% of maximum torque."
Was das Teil im Bereich von 0,3-6 NM (= Anzeigebereich) so veranstaltet ist großes Rätselraten. Außerdem ist am Fahrrad ein Auslösemechanismus über klicken und abknicken meiner Meinung nach angenehmer als piepsen.
 
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Ich weiß bei dem amazon Teil gar nicht was mich skeptischer macht, die lustige Google-Translate Übersetzung oder die mit einer alten Handykamera gemachten Produktbilder...
 
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Danke an euch alle für eure Einschätzung.
Die Überlegung hat jetzt vorerst durch eine glückliche Fügung ein Ende. Da ich auch ein mydealer bin :D kam gerade ein Angebot zum Syntace Drehmomentschlüssel 1-25Nm in der Testsiegeredition für 100,95€ inkl. Versand hereingeflattert. Der wird ja hochgelobt, wird von Wera hergestellt, eine kostenlose Kalibrierung ist auch dabei und er deckt den Großteil meines Einsatzbereiches ab.
Also passt erstmal soweit denke ich. Wegen der 30Nm Schraube werd ich es so handhaben wie einige sagen. Einfach mit 25Nm und dann ein bisschen mehr festziehen. Somit zerbreche ich mir wegen den 30Nm nicht mehr den Kopf.
 

Member57

Umwege erhöhen die Ortskenntnis
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Ich frage mich schon immer, ob angegeben Drehmomente für die Gewinde leicht geölt, gefettet, trocken oder gar mit Schraubensicherungslack angegeben werden.
Diese Frage stelle ich mir auch jedes Mal beim Radwechsel am Pkw.
Wer weiß mehr?

Da ich mich bisher nicht zum Kauf eines DMS durchringen konnte habe ich mir als Hilfe einen 5Nm Adapter gekauft, damit zumind. Vorbau, Lenker usw. ein mindestmaß an Anzugsmoment erfahren.
ziehe ich nach Gefühl an.


ziehe ich nach Gefühl an. Denn ob die Verbindung 15 oder letzluch 20 Nm hartn
 
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Ich frage mich schon immer, ob angegeben Drehmomente für die Gewinde leicht geölt, gefettet, trocken oder gar mit Schraubensicherungslack angegeben werden.
Diese Frage stelle ich mir auch jedes Mal beim Radwechsel am Pkw.
Wer weiß mehr?

Da ich mich bisher nicht zum Kauf eines DMS durchringen konnte habe ich mir als Hilfe einen 5Nm Adapter gekauft, damit zumind. Vorbau, Lenker usw. ein mindestmaß an Anzugsmoment erfahren.
ziehe ich nach Gefühl an.


ziehe ich nach Gefühl an. Denn ob die Verbindung 15 oder letzluch 20 Nm hartn

Am Fahrzeug auf jeden Fall trocken und keinesfalls fetten!!!

Bei Steck(schraub)achsen stell ich mir dann auch die Frage ob man darauf achten muss dass kein Fett ans Gewinde kommt. Beim Ersteinbau würde das ja noch gehen, aber wenn die Achse(n) regelmäßig hin und her schiebt (das Bike für den Transport "zerlegt"), wird das Gewinde auch fettig 🤔

Interessant ist auch in wie fern sich die Steifigkeit der Gabel ändet (z.B. bei einer Fox 36 die mit 15nm Drehmoment angegeben ist) wenn das Gewinde trocken bzw. fettig ist 🤷🏻‍♂️
 
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Bei Steck(schraub)achsen stell ich mir dann auch die Frage ob man darauf achten muss dass kein Fett ans Gewinde kommt. Beim Ersteinbau würde das ja noch gehen, aber wenn die Achse(n) regelmäßig hin und her schiebt (das Bike für den Transport "zerlegt"), wird das Gewinde auch fettig 🤔
wozu sollte man sie achse fetten?
 
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Bei Steck(schraub)achsen stell ich mir dann auch die Frage ob man darauf achten muss dass kein Fett ans Gewinde kommt. Beim Ersteinbau würde das ja noch gehen, aber wenn die Achse(n) regelmäßig hin und her schiebt (das Bike für den Transport "zerlegt"), wird das Gewinde auch fettig
wozu sollte man sie achse fetten?
Ich fisch mir jetzt nurmal den vermutlich größten Hersteller raus:

Rockshox schreibt in den Manuals der Steckachsen, dass die Gewinde gefettet ("Schmierfett") werden müssen. Die Drehmomentangaben beziehen sich dann natürlich auch auf diesen Zustand.
https://www.sram.com/globalassets/d...n/95-4318-014-000-user-manual-maxle-rev-a.pdf

Ähnliches steht z.B. auch im Manual meiner Extralite:
https://www.extralite.com/Manuals/BlackLock.pdf
"apply water proof grease"

Oft hilft also einfach ein Blick in die Manuals, dann weiß man auf welchen Zustand sich die Angaben beziehen.
 
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Ich fisch mir jetzt nurmal den vermutlich größten Hersteller raus:

Rockshox schreibt in den Manuals der Steckachsen, dass die Gewinde gefettet ("Schmierfett") werden müssen. Die Drehmomentangaben beziehen sich dann natürlich auch auf diesen Zustand.
https://www.sram.com/globalassets/d...n/95-4318-014-000-user-manual-maxle-rev-a.pdf

Ähnliches steht z.B. auch im Manual meiner Extralite:
https://www.extralite.com/Manuals/BlackLock.pdf
"apply water proof grease"

Oft hilft also einfach ein Blick in die Manuals, dann weiß man auf welchen Zustand sich die Angaben beziehen.

Fox schweigt sich darüber aus in der Manual 🤷🏻‍♂️
 
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da sitzt ganz klar die innere Lagerschale auf der Achse. Dazwischen sollte weder Bewegung noch Festfressen stattfinden. Fett auf der Achse hilft hier höchstens beim Stecken und Ziehen.
 
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Danke @danimaniac!

Noch mehr Fragen aus der 2x-Linke-Hand-Ecke:

Wie legen Hersteller eigentlich Soll-DM fest, zB fuer irgendeinen Daempferbolzen oder was auch immer?

Kann man nicht auch einfach pauschal sagen, dass fuer eine M8 zB 15Nm "ok" sind? Oder haengt das zB von der Gewindesteigung und Material der Schraube ab?

Was ist eigentlich das Ziel einer korrekten Verschraubung? Es geht doch sicherlich um irgendeine plastische Verformung. Sollen die Gewindegaenge irgendwie zB. im Idealen Bereich gespannt/gebogen werden?
 
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Die Verschraubung kann diverse Ziele haben. Meist ist es ja die Montage zweier Teile miteinander. Und zwar üblicherweise elastisch. Nicht Plastisch, denn das ist vereinfacht gesagt, schon kaputt. Ein klassisches Beispiel dafür wäre die 6-Loch Bremsscheibenverschraubung. Da willst du mit möglichst viel Vorspannkraft die Scheibe auf die Nabe "pressen". Das Drehmoment bemisst sich demnach daran, was die Schraube an Zugkraft aushält. Dabei kommt es aber natürlich auf die Schraube an, aber auch auf den Reibwert, wie schon erwähnt. Diese Maximalwerte kann man für die entsprechende Größe und Festigkeitsklasse der Schraube in der Regel einfach in Tabellen ablesen. Zum Beispiel (ohne Gewähr) HIER.

Andere Verschraubungen, vor allem bei Achsen im Rahmen oder dem Hinterbau, haben die Aufgabe die Lager Axial zu verspannen. Da will man gar nicht das Maximum, sondern den Wert, der für die Lager optimal ist. Also in der Regel viel weniger, als die Schraube an sich könnte.
Die Formel für die Berechnung (hatte glaube ich jemand mal nach gefragt) ist übrigens (aus dem Gedächtnis):
Anzugsmoment = (Vorspannkraft x Steigung) / (2 * PI * Reibwert).
 
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Funktioniert bei Shimano Kurbeln/HT2 Innenlagern seit vielen Jahren so.

Edit: Aber ich glaube ich weiß worauf Du hinaus willst. Das die Vorspannung und die eigentliche Verbindung getrennt von einander sein sollten?!
 
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Wenn die Lager über das Anzugsmoment der Schrauben vorgespannt werden sollen, ist das in meinen Augen eine Fehlkonstruktion.
Naja, ich wollte es nicht zu kompliziert machen. Definitiv ist es so bei Konuslagern. Und bei vielen anderen Lagern wird zumindest eine - meist innere - Lagerschale so fixiert. Und bei zu viel Vorspannung stimmen hier die Toleranzen nicht mehr, das Lager wird also wirklich "verspannt". So war es gemeint.
 
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