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Einfedern trotz Lockout (seit kurzem)

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Servus, hab heute bei einer kleinen Wintertour festgestellt, dass meine Federgabel (RockShox Judy Gold RL Air) trotz Lockout-Position neuerdings deutlich einfedert, nicht ganz wie in der geöffneten Position, aber einige Zentimeter kann ich sie ohne großen Aufwand komprimieren nur durch Drücken mit den Armen (ohne auf dem Bike zu sitzen). Bis vor kurzem war dies definitiv nicht machbar, da war zwar minimale Bewegung möglich, aber mehr nicht. Was könnte die Ursache sein bzw wie kann ich es genauer diagnostizieren? Kann ev. nur die niedrigen Temperaturen aktuell ein Grund sein?

kurze Hintergrundinfo: die Gabel ist an einem Hardtail verbaut, welches ich aber quasi ausschließlich für Touren auf Schotterwegen nutze, quasi ein besseres Gravelbike. Ich fahre damit keine Trails und ich kann mich auch an keinerlei harte Schläge auf die Federung in den letzen Monaten erinnern. Standrohre werden quasi nach jeder Wochenendtour mal abgewischt und bekommen etwas Federgabel-Spray.
 
Falls du ein Remote-Lockout hast, kann es auch sein, dass der Zug nicht mehr richtig gespannt ist und den Lockout dadurch nicht richtig schließt.
 
Servus, hab heute bei einer kleinen Wintertour festgestellt, dass meine Federgabel (RockShox Judy Gold RL Air) trotz Lockout-Position neuerdings deutlich einfedert, nicht ganz wie in der geöffneten Position, aber einige Zentimeter kann ich sie ohne großen Aufwand komprimieren nur durch Drücken mit den Armen (ohne auf dem Bike zu sitzen). Bis vor kurzem war dies definitiv nicht machbar, da war zwar minimale Bewegung möglich, aber mehr nicht. Was könnte die Ursache sein bzw wie kann ich es genauer diagnostizieren? Kann ev. nur die niedrigen Temperaturen aktuell ein Grund sein?

kurze Hintergrundinfo: die Gabel ist an einem Hardtail verbaut, welches ich aber quasi ausschließlich für Touren auf Schotterwegen nutze, quasi ein besseres Gravelbike. Ich fahre damit keine Trails und ich kann mich auch an keinerlei harte Schläge auf die Federung in den letzen Monaten erinnern. Standrohre werden quasi nach jeder Wochenendtour mal abgewischt und bekommen etwas Federgabel-Spray.

Das kann mehrere Ursachen haben bei deinem Problem, beispielsweise:

  • Öl nach unten ins LowerLeg gelaufen (Spürst du wenn du beim Einfedern einen harten Anschlag hättest)
  • Öl nach oben (wenn du den Versteller abmachst)
  • Druckstufe defekt (Dann funktioniert der Lockout aber meistens gar nicht mehr)
  • Zug bei Remote gelöst

Ich würde am besten Mal die Druckstufe rausschrauben und den Ölstand kontrollieren. Das ist erstmal der schnellste Weg.
Durch die niedrigen Temperaturen werden die Dichtungen härter, dies sollte aber normalerweise nicht zu größerem Ölverlust führen.

Zum Thema Federgabelspray würde ich vorsichtig sein. Da kommt es teilweise zu Rissen in den Dichtungen/Staubabstreifern.
 
Zuletzt bearbeitet:
Typisches Problem, das im Winter auftritt, weil hier O Ringe hart werden.
Da gibts rechts ein Plasteding/Führung der Kolbenstange mit zwei O Ringen, die die Ölmengen in Position halten.
Das Öl oben läuft dann runter ins Casting.
=> Das Öl ist noch drin, nur an der falschen Stelle.
Man kann jetzt oben quick and dirty öl ergänzen, dass der Lockout wieder funktioniert. Irgendwann ist aber zu viel Öl unten drin, wo dann die Tauchrohre aufs öl auflaufen. Öl lässt sich nicht komprimieren => Federweg fehlt.

=> Gabelservice
Das Casting muss dazu ab. Ich würde die Öle neu machen, rechts die Plasteführung mit Dichtungen, Gabelsimmerringe und Schaumringe.
Luftkammer muss man meiner Meinung nach nicht zwingend machen. Oder nicht jedes Mal.
Das Teil heißt glaub ich "Zugstufenschaftdurchführung".
 
Zuletzt bearbeitet:
Da fehlt Öl. Du kannst die Gabel dedshalb komprimieren weil Luft in der Ölkammer ist. Du musst quasi entlüften.
Entlüften? Hä?
Natürlich ist da Luft drin - sonst könnte die Gabel nicht federn, weil die Kolbenstange/Zugstufenmechanik Volumen verdrängt.
Wenn dann die Einheit rechts oben aufs öl aufläuft und zu gemacht wird, ist sie gelocked. Trotzdem ist oben ein Luftpolster. Wenn du das entlüftest, haste ne Starrgabel.

Es fehlt einfach nur eine geringe menge Öl - bzw das Öl fehlt nicht, es ist nur wo anders.
=> Nicht entlüften, sondern die richtigen Ölmengen wieder herstellen.

Da für die Funktion des Lockouts der wirksame Durchmesser der dünnen Kolbenstange von der Zugstufe greift (oben wird ja nur zu gemacht), wirkt das wie eine hydraluische Übersetzung. Bereits wenig fehlendes Ölvolumen führt hier zum Problem. Gleichzeitig ist ungünstig hoher druck auf der System wenn der Lockout aktiviert ist. Auch auf der Durchführung und den O Ringen.
Man sieht das deutlich bei abgenommener Einheit rechts oben: Der Ölstand steigt nicht gleich mit dem Federweg, sondern aufgrund des eindringendes Volumens der dünnen Stange der Zugstufe. Also viel langsamer.
Lass es 10ml sein, die fehlen, das reicht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Besten Dank schonmal für die Rückmeldungen, werde das Bike dann wohl mal zu einem Gabelservice bringen.

Typisches Problem, das im Winter auftritt, weil hier O Ringe hart werden.
Da gibts rechts ein Plasteding/Führung der Kolbenstange mit zwei O Ringen, die die Ölmengen in Position halten.
Das Öl oben läuft dann runter ins Casting.
=> Das Öl ist noch drin, nur an der falschen Stelle.
Man kann jetzt oben quick and dirty öl ergänzen, dass der Lockout wieder funktioniert. Irgendwann ist aber zu viel Öl unten drin, wo dann die Tauchrohre aufs öl auflaufen. Öl lässt sich nicht komprimieren => Federweg fehlt.

=> Gabelservice
Das Casting muss dazu ab. Ich würde die Öle neu machen, rechts die Plasteführung mit Dichtungen, Gabelsimmerringe und Schaumringe.
Luftkammer muss man meiner Meinung nach nicht zwingend machen. Oder nicht jedes Mal.
Das Teil heißt glaub ich "Zugstufenschaftdurchführung".

In meinem Bikeshop sind aktuell nicht geringe Wartezeiten, daher die Frage ob man mit diesem Problem dann noch etwas fahren kann (wie gesagt, kein Trail-Einsatz, vielleicht 3-4 Ausfahrten) oder das Bike komplett stillegen sollte?

Und was ist das Problem mit solchem Federgabel-Spray? Ich nutze es eigentlich nur aufgrund Empfehlung einer Werkstatt, damit der Dichtring nicht ganz so schnell spröde wird. Dachte ich bisher zumindest
 
Du kannst so weiterfahren.
Wenn die Gabel eingeschickt wird, rechne im Winter mit zwei Wochen Wartezeit und im Sommer mit vier.

Was ist "Federgabelspray"?
Meinst du dieses Gabeldeo von Brunox?
 
Besten Dank schonmal für die Rückmeldungen, werde das Bike dann wohl mal zu einem Gabelservice bringen.



In meinem Bikeshop sind aktuell nicht geringe Wartezeiten, daher die Frage ob man mit diesem Problem dann noch etwas fahren kann (wie gesagt, kein Trail-Einsatz, vielleicht 3-4 Ausfahrten) oder das Bike komplett stillegen sollte?

Und was ist das Problem mit solchem Federgabel-Spray? Ich nutze es eigentlich nur aufgrund Empfehlung einer Werkstatt, damit der Dichtring nicht ganz so schnell spröde wird. Dachte ich bisher zumindest
Ich kann dir nicht genau sagen was da genau verwendet wird an Sprays. Es kam jedoch teilweise bei der Benutzung von solchen Sprays zum Spröde werden von Dichtungen (bzw. dass diese langfristig angegriffen werden). Das gleiche gilt für viele Reiniger. Stattdessen soll zum Beispiel Seifenwasser benutzt werden.

Normalerweise muss da an den Staubabstreifern nichts extra geschmiert werden wenn du die 50h/200h Service einhaltest. Das sollte zum Schutz der Bauteile sowieso gemacht werden, da trotz der Staubabstreifer Dreck ins innere gelangen kann.
Wenn du noch nichts davon feststellen konntest, wird das bei dem vermutlich kein Problem darstellen.
 
Ob das Spray gegen verspröden hilft? Eher nicht.
Wahrscheinlicher ist, dass Lösemittel den Prozess beschleunigen.
Ich würde dir nicht empfehlen, unter die Simmerringe zu sprühen. Da gibts ja Anleitungen im Youtube.
Das verdünnt das Öl drunter und schadet mehr, als es nützt.
Draufsprühen, einfedern und abwischen kann man machen.
Meine Empfehlung wäre Ballistol, ist sogar von Rock Shox und Fox freigegeben.
Oder das Silikonspray von Ballistol.
Oder du nimmst nen Tropfen Gabelöl oder Motoröl.
Öl bindet natürlich wieder staub und schummelt sich unter die Dichtung und reibt an der Beschichtung.
=> Regelmössig putzen und hin und wieder muss einfach das Casting ab.

Bei der Gabel sind ölgetränkte Schaumringe drunter. Wenn man die Gabel umgedreht stehen lässt, kann das Öl nach oben.
 
Kurze Frage zu diesem Thema (hänge ein, da bereits hier thematisiert)

Mein Bike weist einen Push-to-open-Lockout auf (Gabel und Dämpfer). Aus meiner Sicht vorteilhaft im Einsatz, da man die Gabel so immer in den offenen Modus bekommt (auch wenn der Remote Hebel nicht so gut funktioniert).

Nun die Frage zur "Lagerung": Blockierter Hebel öffnet die Dämpfungselemente, jedoch bleibt so der Remote "gespannt". Was ist hier langfristig das kleinere Übel? Geschlossene Dämpfer oder geschlossener Remote?
 
2 Dinge die ich auch nutze um die Gabel geschmeidig zu halten.
Langzeittest habe ich an einer Fox Talas aus 2012. Habe nach oder vor jeder Fahrt die Rohre geputzt und Ballistol Silikonspray genommen. Nur auf nen Lappen gesprüht und den durchgezogen. Einfedern und abwischen. Simmerringe sind noch saftig.
Die Simmerrineg hatte ich damals an der neuen Gabel 2012 neu gemacht, weil ich Mist gebaut hab.
Das Silikonspray macht nicht so nen Siff wie Öl.
Ich habe gerne einen leichten Film drüber. Wahrscheinlich an ner Gabel mit Ölbad nicht nöig.

An ner Suntour haben die Simmerringe gebremst/gequietscht, wenn ich die nicht regelmässig geplegt hatte.
Da ist unten nur Fett drin, keine Schaumringe oder ähnliches.

Meiner Erfaheung nach schadet Sonne den Dichtungen.
Wenn das Bike lange Zeit im Schaufenster stand, oder wenn es nur draussen steht.
 
Aus meinem hiesigen Fahrradkeller wurden leider in letzter Zeit 2-3 Bikes wohl gestohlen, daher stelle ich dort nur noch meinen Stadtesel ab. Und die "guten" Bikes dauerhaft in der Wohnung abzustellen nimmt zu viel Platz weg. Wenngleich man sich dann immer wieder an seinem Schmuckstück erfreuen kann, wenn er frisch gewaschen neben einem steht.

Daher bleibt mir aktuell nur, die Bikes auf den Balkon zu stellen aber zumindest immer so eine Fahrradplane drüber zu stülpen, eben um die Sonne so gut es eben geht fern zu halten. Hilft nur leider nicht gegen die kalten Temperaturen oder im Sonne die Hitze.

Den Tipp mit Balistol werde ich dann wohl in Zukunft nutzen, da müsste auch irgendwo noch ein Fläschchen rumstehen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Nimm "gewöhnliches" Silikonspray, das ist mindesten halb so teuer wie das Balistol.
Hab ich sowieso und der Baumarkt gegenüber hat Ballistolprodukte und die sind gut.
Das ist so wie mit WD40, ich hatte immer eine Dose stehen, seit ich aber Ketten wachse, habe ich seltenst Verwendung für.Ich habe das tatsächlich nur für die Kette genommen. Für Staubabstreifer habe ich es nicht genommen, weil es nicht gut füe Gummi ist.
Und eigentlich macht WD40 ausser putzen nicht viel Sinn am Rad.
Trotzdem gehört das aber irgendwie ins Regal.

Was jetzt auf diesem Federgabelspray steht "Pflegt und schützt Dämpfergelenke" würde ich nicht empfehlen. Es verdünnt das vorhandene Fett und führt evtl zu Knarzen.
Dämpfer und Hinterbaugelenke würde ich wenn dann warten/neu fetten.
Kann man machen, ist sicher besser, als wenn man nichts macht und das Bike regelmässig abkärchert.
Hab ich früher auch gemcht, weil ich dachte ich tue was gutes.
 
Da kam früher immer ein netter Vertreter auf Arbeit ca 70 war der. Der hat jedes Mal Ballistol in den Mund gesprüht und erzählt, dass er das gegen alles nimmt, Helsschmerzen und für den Hund und Pferd etz ungiftig und ohne Lösemittel etz. Also das normale Ballistol.
Und der Nachfolger meinte, dass er das bei jedem Kunden gemacht hat :D der hat das Zeug gesoffen.
 
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