@CriCro: Danke für die Mühe und den Erfahrungsbericht
Alles nachvollziehbar. Wichtig neben den reinen Daten ist ja auch, wie es sich subjektiv anfühlt und wie komfortabel das ganze ist. Das darf man nicht unterschätzen.
Und was man ja auch immer wieder Hinterkopf haben muss: jeder hat andere Strecken und Anforderungen.
Wenn ich mehrere LRS ode Bikes habe, dann bestücke ich entsprechend mit den Spezialisten. Da braucht es den Kompromiss weniger.
Wenn nicht: dann nehme ich den Allrounder (also bspw. wie einen Thundero)
Wenn ich ne lange Strecke habe und Komfort brauche, dann nehme ich im Zweifel den Komfortableren
Reifen, weil ich die Strecke nicht über die Geschwindigkeit erreiche sondern durch Beharrlichkeit.
Auf meiner letzten Tour über 200km wieder gemerkt: da viel Asphaltanteil hatte ich spontan morgens die
Reifen mit ein klein wenig mehr Druck aufgepumpt.
War ein Fehler, Nacken meldete sich. Also wieder was abgelassen und schon war es wieder gewohnt angenehm.
Da bin ich ganz bei dir. Subjektiv war die XC Kombi am angenehmsten. Kurven konnte ich einfach durchbrettern. Die Dämpfung war angenehm und auf der langen Schotterabfahrt, traumhaft.
Dafür aber bei ordentlich Dampf auf dem Pedal natürlich mit viel Wippen gerade im Wiegetritt. Und immer das Gefühl, dass gerade auf schnellen Asphalt Passagen wirklich so ein Segel dabei ist und es auch nicht so richtig schnell rollt.
Es ist halt Gravel, und da fährt man wohl immer einen Kompromiss.
Besten Dank für deine Mühe und auch das Mitteilen der Ergebnisse! Klar, dass solch ein Test keine Laborbedingungen hat sondern auch viel persönliches Empfinden enthält. Aber das macht das ganze eigentlich viel aussagekräftiger. Die exakten Werte von RollingResistance sind schön und gut aber letztendlich zählt "wie fährt sich das ganze denn eigentlich jetzt..?"
Fazit "eigentlich sind wir nun so weit wie vorher" finde ich irgendwie lustig denn man hat es ja tatsächlich eigentlich geahnt. Interessant für mich ist, dass ich exakt diese
Reifen ebenfalls hier habe und mich noch nicht so recht entscheiden kann. Die "eher XC mässigen" Touren mit viel Trail und grobem Terrain fahre ich momentan ohnehin am liebsten mit dem Hardtail-Umbau da sind 2,4er Ardent Race drauf - nicht das schnellste Setup aber ich kann grundlegend wie mit einem MTB fahren habe aber die langen Transferpassagen auf Asphalt / Hardpack mit einer Dropbar Sitzposition.
Ich denke man muss abwägen in Bezug auf seine eigene Gegend / Routen - der Thundero ist ja eigentlich der beste Allrounder, bei dir evtl genau deswegen arbeitslos - bei jemand anderem evtl aber der beste Kompromiss. Sozusagen der
Reifen der alles kann, der für die Insel. Ich nehme ihn dieses Jahr wieder auf jeden Fall zum bikepacken oder wenn ich das Rad irgendwo hin mitnehme wo ich im Vorfeld nicht so genau weiss was ich fahren werde - ich kann auf ihm auch ne Rennradtour fahren aber auch einfach im Wald leichte Trails oder auf landwirtschaftlichen Feldwegen am Fluss entlang. Alpenpässe auf der Strasse sind dann nicht ganz so elegant wie mit dem Rennrad aber man kann es machen und hier evtl auch mit dem Druck bissl spielen.
Interessant finde ich die RK / TB Kombi da hatte ich noch gar nicht dran gedacht - das werde ich auch mal probieren. Ich habe zwei 2.1er TBs hier (650B) und ne Ladung gebunkerter RKs in 2.2 - das so zu kombinieren klingt stimmig.
Ich geh da komplett mit. Ich bin ja jetzt auch nur diese eine Tour gefahren. Meine Erwartung war halt, dass die langsamen
Reifen, die dafür mehr Reserven auf Schotter haben, den Zeitverlust auf Asphalt durch einen Zeitgewinn in der Abfahrt auf Schotter wieder reinholen. Das ist dann so nicht eingetreten, dafür müsste wohl der Schotteranteil grundsätzlich höher sein.
Mich hat es noch mal darin bestärkt, dass ich den
Reifen nicht auf die anspruchsvollsten Passagen auslege, gerade wenn diese zum Beispiel nur 10 % der Tour ausmachen, sondern eher auf die mittleren Bedingungen.
Hier bin ich mit dem Caracal Race gut unterwegs. Wenns denn nicht so nass ist, dass es zu matschig wird. Denn dann schmiert der
Reifen sprichwörtlich weg.
Und ich hatte hier erwähnt, dass ich hier direkt im Wäldchen fahren kann, 40km 800hm, viele Kurven, kurze Geraden, Rampen, bisschen Trails, Abfahrten. Und da ist der XC
Reifen einfach traumhaft. Geht auch mit den Caracal wenn es trocken ist. Der wird aber sicherlich langsamer sein, und ich passe dann auch mehr oder weniger bewusst die Strecke an und nehme eher die einfachen Waldwege.
Und es kommt tatsächlich auch darauf an wierum ich Touren fahre. Das hatte ich auch noch nicht so richtig erwähnt und ich denke es ist ganz schön wichtig. Wenn ich den Caracal fahre, dann versuche ich die Schotterpassagen eher bergauf zu fahren und die Asphalt Passagen bergab. Mit dem Thundero bin ich da „freier“.
Reifen kann schon kompliziert sein…und ja man kann es sich auch einfach machen und den Thundero fahren

(g one R Pro, Challenge Getaway,
Michelin Gravel, Pirelli Gravel, es gibt da ja eine große Auswahl).
Manchmal wünschte ich echt, ich hätte diesen verdammten Caracal nie getestet, der rollt einfach so unglaublich gut, so leichtfüßig und so schnell…
Mein dritter Platten am Thundero hinten. TL nicht abgedichtet, alles vollgesudelt
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Meine Geduld und Toleranz neigt sich dem Ende entgegen. Der Thundero - so gut er auch läuft, scheint nicht besonders durchstichfest zu sein. Und Peaty's scheint ja mal gar nix zu taugen *grmbl
Ich habe jetzt die Wahl: andere
Dichtmilch (welche?), die
100% abdichtet oder Umstieg auf Latexschläuche (welche? ->zuverlässig, wechselbares Ventil).
Den TPU Thread im anderen Forum hab ich verfolgt und das hat bei mir Haarausfall ausgelöst, muß ich mir nicht antun.
Bin früher gerne Latex gefahren, sowohl am Mtb als auch am RR. Der Luftverlust beim Rumstehen hat mir jetzt nicht so viel ausgemacht.
Mittlerweile sind alle Mtb und das GB tubeless, aber nur am GB mit dem Thundero hab ich permanent Schwierigkeiten.
Tip?
Die alte Silca klebt bei mir bis jetzt alles konsequent zu. Ich weiß nicht, wie’s mit der aktuellen aussieht