3 Monate Neuseeland - welches Zelt?

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Hallo,

über einen guten Freund bin ich auf dieses Forum gekommen und habe auch schon einige gute Infos mitnehmen können. Nun bräuchte ich aber mal bitte eure Hilfe.

Ich werde von November 2013 bis mitte Februar 2014 eine 13-wöchige Radtour durch Neuseeland machen.
Das Bike (Cube LTD CC 2013) und die anderen Sachen (Schlafsack, Ortliebtaschen, etc...) sind bereits vorhanden.

Nun geht es eigentlich nur noch darum, dass ich das passende Zelt brauche. Wie beim Rest der Ausrüstung sind auch beim Zelt ein kleines Packmaß und geringes Gewicht die Hauptkriterien. (Ich habe bereits einige Modelle mit einem Gewicht von ca. 1,5kg gefunden)
Das Zelt muss nicht besonders komfortabel sein, oder einen großen Innenraum bieten. Schön wäre es, wenn beide Ortliebtaschen in das Vorzelt und der Rucksack (Deuter TransAlpine 30) mit ins Innenzelt reinpassen.

Preislich will ich bis ca. 150 / 170 Euro ausgeben.

Ich habe natürlich auch schon im Internet gesucht und das Snugpak Ionosphere entdeckt. Dieses Zelt würde eigentlich alle Anfoderungen erfüllen.

Hat Jemand Erfahrungen mit diesem Zelt, bzw. gute Alternativen?

Gruß und Danke schonmal!
Patrick
 

stuntzi

alpenzorro
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Guck auch mal überm Teich: Das tarptent contrail ( http://www.tarptent.com/contrail.html ) kostet derzeit 199 USD * 1.31 (12% Zoll und 19% Einfuhrumsatzsteuer) + Versand. Ist etwas über deinem Wunschpreis, wiegt dafür aber unter einem Kilo. Gewicht durch Bikeparts einsparen ist deutlich teurer :).

Platz ist durchaus ausreichend, auch im "Vorzelt" und innen drin. Meine Erfahrungen damit auf mehrmonatigen Mountainbiketouren waren durchweg positiv.
 

Pizzaplanet

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Und über die USA fliegen.
Die andere Richtung ist weniger Gepäck drin und ein 2. Teurer.

Willst du die 3 Monate radeln? Was hast du vor?
Ich war 2009 von März bis Mai da, vielleicht kann ich dir noch ein paar Tipps geben.
Ich beneide dich jetzt schon, aber nicht dafür das du mit dem Rad reisen willst :)

Die paar die ich da unten getroffen hatte die das Land per Rad bereist hatten, die waren ganz schön fertig.
Für uns sind die großen Abstände zwischen den orten sehr ungewohnt.
Stuntzi kennt das ja, für andere ist es nicht einfach.

PS: der Wechselkurs ist zwar nicht mehr so gut aber du kannst vor Ort recht günstig kaufen.
Katmandu heißen die Outdoorshops dort.
 
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Ich war letztes Jahr drei Wochen in Neuseeland mit dem Womo und hab beide Inseln abgeklappert- und so einige Radfahrer überholt. Meinen Respekt hast Du schon mal. Dort hat man manchmal wirklich alle vier Jahreszeiten an einem Tag und der Wind ist partiell schon sehr, sehr heftig.

Das von Dir gewählte Zelt ist eine tolles Ding. Aber stell Dir mal vor nach 8h radeln bei 9° Außentemperatur und Regen (den wirst Du definitiv oft erleben), baust du deine Dackelgarage auf und freust Dich auf deinen warmen Schlafsack. Wie kommst Du trocken in dein Zelt? Klamotten draußen ausziehen? Wohin mit den nassen Klamotten? Wo kochst Du, möchtest Du auch mal sitzen? Die Campingplätze in Neuseeland haben zwar meist tolle Gemeinschaftsküchen, mit Sitzplätzen aber manchmal möchte man halt auch allein sein.

Ich hab ein ähnliches Zelt von Vaude (Hogan UL). Super kleines Packmaß und leicht. Toll bei kurzen Unternehmungen mit wenigen Nächten, aber kein "Wohnraum" für mehrere Monate.

Ich hab noch ein Pyramidenzelt (Nemo Pentalite) daß ist deutlich praktischer. Viel Platz im Innenraum, man kann sich stehend, wenn auch gebückt umziehen, die Ausrüstung hat Platz... Ist halt schwerer und steht nur abgespannt mit Heringen.

Eine weitere Möglichkeit ist die Kombination aus einem großen Tarp und dem Contrail oder Snugpak. Mit dem Tarp kannst Du einen trockenen Platz zum kochen, Ausrüstung aufbewahren, Umziehen etc. schaffen und das Zelt darunter aufstellen. Dann kannst Du dein Zelt auch immer weitestgehend trocken einpacken- hat auch seine Vorzüge.
 
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Danke schonmal für die Antworten und Tips.

starten werde ich in Auckland, dann geht es mit dem Bus soweit wie möglich nach Cape Reinga hinauf, von dort starte ich dann die Tour Richtung Süden. Es geht dann über beide Inseln bis ganz in den Süden nach Steward Island und von dort zurück nach Christchurch, wo die Tour enden wird. Insgesamt habe ich ca. 4200 km mit dem Bike und etwa 500km mit dem Bus geplant.
Pro Tag sind es zwischen 50 und 90 km. Ich habe auch einige "reisefreie" Tage eingeplant.

Ich war bereits im Februar 2012 für einen Monat in Neuseeland und habe mir da das Land schon ein bisschen kennengelernt. Leider habe ich damals zu wenig gesehen. Es hat aber gereicht, um das Wetter kennenzulernen. Vorallem in Bereich Wellington ist es teilweise sehr (bis extrem :) ) windig.
Bei starkem Regen habe ich einen Poncho dabei (von Tatonka), der Schlafsack ist in einer Ortliebrolle verstaut und für den Rest nehme ich 2 Ortliebtaschen.

Die Flugroute steht auch schon. Ich werde von München über Dubai und Sydney nach Auckland fliegen. Auf dem Rückflug werde ich noch 4 Tage halt in Dubai machen.
Letztes Jahr bin ich auch mit Emirates geflogen. Da kann ich 30kg mitnehmen und bei vorheriger Anmeldung des Bikes kann es dann auch ein Sperrgepäckstück und ein normales sein. Es dürfen nur nicht mehr als 30kg werden. Wobei ich nach bisheriger Planung auch damit hinkomme.

Momentan tendiere ich zu dem Zelt, welches Stuntzi vorgeschlagen hat. Wenn ich dieses Zelt bei Bedarf noch mit einem Tarp kombiniere, dann wäre es eigentlich eine ganz gute Lösung.

Auf solche Sachen wie Kochuntensilien werde ich (wahrscheinlich) komplett verzichten, da die Campingplätze ja ganz gut ausgestattet sind. Für den Gewichtsvorteil nehme ich auch mal 1-2 Tage das Risiko in Kauf, dass ich keine warme Mahlzeit haben werde.

Gruß
Patrick
 

stuntzi

alpenzorro
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Ich hatte keinen Tarp zu dem Zelt, da geht ja die ganze schöne Gewichtsersparnis den Bach runter. Hab auch nix vermisst. Klar ist das dann nix um "gemütlich drin zu wohnen" und sich "ein Festmahl zu kochen", aber zum schlafen oder mal ner Lesepause im Regen reichts allemal. Mit ein paar Verrenkungen kann man sich und seinen Krempl auch bei Dreckswetter trocken halten. War letztens sechs Wochen in Schottland und weiss wovon ich spreche :).

Wenns am Morgen schifft, wird das Zelt einfach patschnass eingepackt. Man kanns ja später in der Mittagspause trocknen, das dauert mit ein bisserl Sonne oder Wind keine zehn Minuten.
 
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Fährst du vornehmlich auf Straßen oder versuchst du dem Asphalt weitmöglichst zu entgehen? Beides möglich, bedingt aber entsprechende Planung bzw. permission bei den Farmern/Stations.....
 
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Ich will überwiegend auf der Strasse fahren. Wenn es notwendig ist, fahre ich natürlich auch auf anderen Strassen.
Die Hauptroute steht schon. Ich plane gerade die Details, wie Tagesetappen und den genauen Routenverlauf.
Ich habe natürlich vor so wenig wie möglich wild zu campen. Vor allem, da es in Neuseeland ziemlich teuer werden kann. Das werde ich natürlich auch nur machen, wenn ich mal keinen Zeltplatz erreichen kann. Dann versuche ich natürlich eine Erlaubnis einzuholen.

Auch die Zeltfrage ist so gut wie geklärt.
Auch wenn es etwas teuerer ist, als ich es vorgehabt habe, wird es entweder das Tarptent Contrail oder das Tarpent Moment.
Das Moment hat an der Seite ein bisschen mehr Stauraum und ist ein bisschen höher. Die knappen 100g Mehrgewicht nehme ich dann gerne in Kauf.
 
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100g hin oder her werden dich nicht umbringen. Bei deinem Pensum liegt der Fokus auf Komfort!!!
Werde übrigens zur gleichen Zeit (Mitte Dez-Mitte Jan) auch wieder unten sein, aber mit WoMo und Kayak, das Bike wird wohl zu Hause bleiben....
Wenn du deine Route fertig hast, poste sie mal, kenn fast jeden cm in Kiwiland....
 

Pizzaplanet

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Wildcampen war 2009 noch so verboten das
selbst die Polizei uns die besten Plätze beschrieben
oder gar gezeigt hat.
Genau das zelten in den wobwobs war
das geilste überhaupt.
 
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