Andix - von Kolumbien nach Feuerland

_bergpeter_

radelt nur im gebüsch!
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Der zweite Tourenvorschlag startet 50km nörlich von Huaraz, also bevor du überhaupt vom Norden kommend nach Huaraz - Peru kommst. Die Stadt Yungay ist der Ausgangspunkt, diese ist bekannt von dem fatalen Gletscherbruch-Erdrutsch vom Huascaran nach einem Erdbeben der 1970 an die 20.000 Todesopfer forderte. Wir haben wiedermal die Strasse von der Ortschaft hinauf zur wunderschönen Laguna Lianganuco im Shuttlebus zurückgelegt, die insgesamt 2000Hm hinauf wären uns als Tagestour viel zu heftig gewesen. Von der Lagune fährt eine geschotterte Passstraße in 100 Kehren auf einen 4.710m hohen Andenpass. Von dort sind wir einen kleinen Pfad wieder runtergefahren, der Pfad ist aber ziemlich Hardcore, selten begangen und daher auch für mich nur zum kleineren Teil fahrbar. Die Laguna Lianganuca ist bei Sonnenschein aber unbedingt einen Besuch wert!
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@_bergpeter_
ich glaube er kann die gpx am besten per Mail (stefan at stuntz.com) gebrauchen - hat er irgendwann mal erwähnt.

Geile Bilder übrigens ;)
 

hasp

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Wenn mich nicht alles täusch seit ihr in der Ecke in der Ihr grad rumkurft mitten im Ecuadorianischen Nebelwald ...
 

stuntzi

alpenzorro
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25.06. 19:00 "El Ideal" im Dschungel Ecuadors, 800m


Weiter im Text: Wasser von oben, Wasser von rechts, ...


... Wasser von links...


... und Wasser von unten.


Haben den Zeitbedarf für die endlosen Holperpisten ein wenig unterschätzt, drum muss der Nahrungsvorrat umterwegs direkt aus dem Dschungel ergänzt werden.


Man könnte natürlich statt dessen auch im nächsten kleinen Dorf einkaufen, ...


... wenn der freundliche Mann mit dem Messer nichts dagegen hat.


Dschungeldiscopause.


Der Tag vergeht wie im Flug... Nieselregen... Matschpisten... und das erste Mal richtiger Dschungel in Ecuador. Glaub wenn man hier in einen Fluss springt, landet man irgendwan im Amazonas und später im Atlantik. Das Zelt wird jedenfalls mal wieder ziemlich nahe an einen Strand gebaut. Aber diesmal versichert uns die Besitzerin der kleinen Beachbar, dass in dieser Nacht keine Gefahr besteht. Darauf ein Bierchen... und dann ab in den Schlafsack. Oder eher nicht, wir sind zum ersten Mal seit Ewigkeiten wieder in dreistellige Höhen abgetaucht. Unter zwanzig Grad wirds kaum gehen in der Nacht, das ist zur Abwechslung auch mal ganz angenehm.
 

stuntzi

alpenzorro
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26.06. 20:00 Dorf bei Zamora, 850m


Heut passiert nicht viel: Hundert quasi flache, geteerte Kilometer, dh nur tausend Hömes insgesamt, ständig hoch und runter)...


... am Dschungelfluss entlang nach Süden. Man muss auch mal ein bisserl Strecke machen, sonst kommt Peru ja gar nicht näher. Außerdem gibts wohl keine Alternativen zur Teerstraße, außerhalb des kleinen bewohnten Streifens an den Ufern ist alles dicht bewachsen und undurchdringlich.


Hängebrücke zum Nachtlager.
 

stuntzi

alpenzorro
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27.06. 10:30 Zamora, 900m


Zweites Frühstück in Zamora, der Dschungelhauptstadt von Ecuadors Süden. Ab hier gehts wieder rauf in die Berge, ich glaub rüber nach "Loja" wartet jetzt ein Pass mit knapp 3000 Metern. Immerhin regnets heut mal nicht, das muss man ausnutzen. Aufi aufn Berg!
 

stuntzi

alpenzorro
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Wenn mich nicht alles täusch seit ihr in der Ecke in der Ihr grad rumkurft mitten im Ecuadorianischen Nebelwald ...
Kommt mir auch so vor... Nebel und Wald gibts hier jedenfalls jede Menge. Die dazu passenden Gorillas hab ich bisher allerdings noch nicht finden können.
 

stuntzi

alpenzorro
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Ein Kollege von mir ist Schweiz-Ecuadorianer und Bergführer an Cotopaxi etc. mit eigener Agentur. Sein Vater will ihm immer die Touristen abspenstig machen und erzählt ihnen, dass Ecuador zum Bergsteigen völlig ungeeignet sei, weil es immer regne.
Der Mann hat völlig recht!
 

stuntzi

alpenzorro
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@radlzersäger, kann mich nicht mehr so ganz genau erinnern... deutschland ist schon so lang her. aber ich glaub, mein bike war ziemlich neu für diesen trip (und den pre-trip in kalifornien). neu find ich gut :).
 

stony1951

retiered :-)
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zum Bild #743:
da kommt wohl die richtige Musik (amy macdonald) aus dem kleinen "Brüllwürfel" :daumen::D
 
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scylla

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Der zweite Tourenvorschlag startet 50km nörlich von Huaraz, also bevor du überhaupt vom Norden kommend nach Huaraz - Peru kommst. Die Stadt Yungay ist der Ausgangspunkt, diese ist bekannt von dem fatalen Gletscherbruch-Erdrutsch vom Huascaran nach einem Erdbeben der 1970 an die 20.000 Todesopfer forderte. Wir haben wiedermal die Strasse von der Ortschaft hinauf zur wunderschönen Laguna Lianganuco im Shuttlebus zurückgelegt, die insgesamt 2000Hm hinauf wären uns als Tagestour viel zu heftig gewesen. Von der Lagune fährt eine geschotterte Passstraße in 100 Kehren auf einen 4.710m hohen Andenpass. Von dort sind wir einen kleinen Pfad wieder runtergefahren, der Pfad ist aber ziemlich Hardcore, selten begangen und daher auch für mich nur zum kleineren Teil fahrbar. Die Laguna Lianganuca ist bei Sonnenschein aber unbedingt einen Besuch wert!
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Schöne Bilder, da kommt Neid auf!
Hoffentlich kriegt stuntzi auch mal ein wenig Sonnenschein ab, wenn er an der Laguna ist. Ein wenig Zeit hat das Wetter ja noch um es sich anders zu überlegen.
 

basti321

Schnellste Maus von Mechico
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Irgendwo im Inntal
@kartengucker, der link in meiner signatur auf den kompletten track bei gpsies.com funktioniert jetzt hoffentlich wieder. musste etwas kompliziert an diversen künstlichen limits von gpsies vorbeiprogrammieren, hoffentlich hält das ne weile. btw... ich glaub bei den höhenmetern übertreiben die um wenigstens 20%, die kilometer stimmen genau.

Viertausend sind geschafft:
http://www.gpsies.com/map.do?url=http://www.alpenzorro.de/andix/data/tourtracks.kmz
Grmbl, ...

"Track not found
Die Strecke bzw. die Seite konnte leider nicht gefunden werden.
The requested track or the page was not found on this server."

:confused: ...

lg basti
 

stuntzi

alpenzorro
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28.06. 08:30 Loja, 2600m


Eine etwas unspannende aber ewig lange Dschungelstraße führt aus der Amazonasprovinz bei Zamora über einen 2800 Meter hohen Pass zurück ins Andenhochland nach Loja. Der Verkeher hält sich erfreulicherweise in Grenzen, allerdings haben wir heute ein kleines Geschwindigkeitsproblem am Ende der 2300 zu kletternden Höhenmeter. Endlich oben am Pass, ists fast finster. Also wird eben direkt dort gezeltet. Zur Belohnung wütet nachts ein veritabler Sturm, der das dünne Tarptent gewaltig durchschüttelt. Hält aber alles dicht... das war der erste richtige Härtetest für später in Patagonien. Trotzdem sind mir windgeschützte Zeltplätze deutlich sympathischer, man schläft einfach besser.

Jetzt Frühstück in Loja, dann müssen ein paar Ersatzteile beschafft werden. Neues Kettenöl, eine Sattelklemmschraube hats zerissen, Gaskartusche, der übliche Kleinkram halt. Loja ist die letzte richtige Stadt vor der peruanischen Grenze, dann folgen wohl erst mal zehn Tage lang schlammige Einsamkeit.

Apropos Peru... nachdem das Handynetz von "claro movil" in Ecuador wohl als ziemlicher Reinfall bezeichnet werden kann, sollte ich in Peru vielleicht auf ein anderes Pferd setzen? Will jemand mal ein bisserl recherchieren, was er dort so gibt? Preise? Netzabdeckung? 3G? Usw?
 
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Hey Andenzorro, I did the mobile-research.
Also Movistar scheint das beste Netz da zu haben.
Claro auf Platz 2.
Die anderen beiden nicht mal erwähnenswert.
Hier zum Vergleich die 3G-Netzabdeckungskarten:
http://opensignal.com/networks/perú/claro-cobertura <- Claro coverage
http://opensignal.com/networks/perú/movistar-cobertura <- Movistar coverage

Beide sehen sehr lückenhaft aus.
Beide unterscheiden sich ein wenig in der Abdeckung.
Movistar scheint ein paar Prozent mehr insgesamt abzudecken.
Vielleicht ist eins besser an Deine Route angepasst.

Ansonsten schreiben noch viele das die WiFi-Versorgung in Hotels und der Zivilisation gut wäre.
 
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Das würde ich auch so deuten.

Hier nochmal, auch für Stuntzi, eine bessere, größere Übersicht.
http://opensignal.com/
, da einfach das gewünschte Land eingeben und staunen. Irgendwie hats ja trotz löchriger Versorgung in Ecuador auch geklappt.

edit: vielleicht noch den Haken bei 4g (was LTE ist) rausnehmen, je nach Geräteausstattung.
 

BlackLupo

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28.06. 08:30 Loja, 2600m


Eine etwas unspannende aber ewig lange Dschungelstraße führt aus der Amazonasprovinz bei Zamora über einen 2800 Meter hohen Pass zurück ins Andenhochland nach Loja. Der Verkeher hält sich erfreulicherweise in Grenzen, allerdings haben wir heute ein kleines Geschwindigkeitsproblem am Ende der 2300 zu kletternden Höhenmeter. Endlich oben am Pass, ists fast finster. Also wird eben direkt dort gezeltet. Zur Belohnung wütet nachts ein veritabler Sturm, der das dünne Tarptent gewaltig durchschüttelt. Hält aber alles dicht... das war der erste richtige Härtetest für später in Patagonien. Trotzdem sind mir windgeschützte Zeltplätze deutlich sympathischer, man schläft einfach besser.

Jetzt Frühstück in Loja, dann müssen ein paar Ersatzteile beschafft werden. Neues Kettenöl, eine Sattelklemmschraube hats zerissen, Gaskartusche, der übliche Kleinkram halt. Loja ist die letzte richtige Stadt vor der peruanischen Grenze, dann folgen wohl erst mal zehn Tage lang schlammige Einsamkeit.

Apropos Peru... nachdem das Handynetz von "claro movil" in Ecuador wohl als ziemlicher Reinfall bezeichnet werden kann, sollte ich in Peru vielleicht auf ein anderes Pferd setzen? Will jemand mal ein bisserl recherchieren, was er dort so gibt? Preise? Netzabdeckung? 3G? Usw?
Hi Stuntzi, Claro soll die beste Abdeckung haben, siehe beigefügte Karte.

Handynetz_Peru.jpg
 

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NEIN, Blacklupo, wenn man so weit rauszoomst wie Du , dann gewinnt Claro BR(asil). Welches Du größtenteils im Kartenausschnitt hast.

Liest Du Dich mal n bisschen weiter ein und beschränkst Dich im Zoom auf Peru gewinnt Movistar.

Abgesehen davon, hast Du meinen Beitrag überhaupt gelesen?
 
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stuntzi

alpenzorro
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28.06. 11:00 Loja, 2600m


Nach einiger Lauferei ist ein Bikeshop entdeckt, der tatsächlich sowas ähnliches wie Kettenöl führt. Leider viel zu viel und viel zu groß und viel zu schwer und überhaupt mag ich kein Spray, aber in der Not frisst der Teufel fliegen. Die nächsten Tage und Wochen hinter der peruanischen Grenze werden Gerüchten nach eine riesige Schlammschlacht im Dschungel, da sollte wenistens die Kette laufen.

Der Erwerb einer Gaskartusche verzögert dann den Tagesverlauf weiter: Der Eigentümer des Campingladens hat grad mal zugesperrt und ist kurz in ne andere Stadt abgezwitschert, so viel zumindest erzählen die Nachbarn. Vielleicht kommt er nachher wieder, vielleicht auch nicht. Ist eben so in Südamerika, Öffnungszeiten hin oder her. Die Uhren ticken hier halt ein bisserl anders. Mehr Zeit zum Kaffee trinken...
 

GrazerTourer

mit Alter-Lego-Ego
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Apropos Kaffe sag, @stuntzi, wie ist denn das so mit dem Bier in Südamerika? Du hast zwar immer schon gern Kaffeefotos gepostet, aber das ein oder andere Bierchen wir schon immer dabei. In Memoriam an deinen Heraklix zieh ich mir jetzt ein Mythos rein (nein, ich bin leider in AT weil unser Putzi im Bauch meiner Freundin heuer nicht nach Griechenland fliegen will, weil'S bald schlüpf. Nächstes Jahr wieder echtes Mythos!)
 
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