Soweit waren wir auch schon, aber trotzdem danke für einen neuen Ansatz.
Denkt doch bitte, bitte etwas praktisch und nicht so theoretisch (jaja, ich habe Experimentalphysik studiert und nicht theoretische...)
Fakt 1.
Wir bringen mit unserer Muskelkraft das Bike zum Einfedern, welche Muskelenergie dafür notwendig ist, habe ich im letzten Thread berechnet (ohne Dämpfung beim Einfedern). Ohne Energie geht das nicht, das ist wohl allen klar. Es findet einfach eine Umlagerung statt, Muskelenergie wird in Federenergie gewandelt.
Fakt 2.
Jetzt haben wir also ein eingefedertes Bike und wir haben unsere Energie aufgeteilt in einen Teil, den wir zur Vorwärtsbewegung des Bikes benutzten und einen Teil, der jetzt in der Feder gespeichert ist (ja, ihr habt recht, die Energie ist noch nicht "verloren", sie steckt in einer anderen Form in der Feder).
Fakt 3.
Hätten wir die Feder nicht komprimiert, wären wir schneller vorwärts gekommen, da wir die gesamte Energie zur Vorwärtsbewegung hätten nutzen können.
Die Frage, die sich stellt und um die sich alles dreht ist doch:
Kann ich die in der Feder gespeicherte und unserm Körper gestohlene Energie für die Vorwärtsbewegung doch noch nutzbar machen?
Es ist mir und wohl den meisten hier klar, dass die Energie nicht verloren ist, solange sie nicht durch Dämpfung in Wärme umgewandelt wurde.
Es geht in diesem Thread ja nicht um die Energiebilanz des Systems, sondern um die Energiebilanz unseres Körpers, den interessiert es nicht, ob jetzt irgendwo noch Energie gespeichert ist, die aber dem Vortrieb nichts nützt.
Ich bin mit Tafkars nicht einverstanden, dass die potentielle Energie uns für den Vortrieb nützt. Weil:
Fakt 4.
Das ganze System inklusive Pedal und Bike und unserm gesamten Körper inklusive seinem Schwerpunkt

wird um eine Strecke z über den Sag angehoben, relativ zueinander ändert aber die Position von Fahrer, Beinen und Pedalen nicht, somit kann der Fahrer nicht irgendwelche potentielle Energie, die er vorher nicht besass, in den Antrieb sprich Kraft aufs Pedal bringen, weil er sich relativ zum Pedal nicht bewegt hat.
Somit ist die potentielle Energie im Moment des toten Punktes nach dem Ausfedern nicht für den Vortrieb nutzbar.
Ergo ist sie dem Fahrer entzogen worden, ohne für den Vortrieb von Nutzen zu sein.
Sie fristet jetzt ein elendes Dasein als herumgeschubste Energie, die zwischen potentieller und Feder-Energie wechselt, sie steckt also in der Schwingung, bis sie von der Dämpfung gnädig in Wärme umgewandelt wird (und zwar vollständig, es ist nur eine Frage der Zeit.
Somit haben wir für die Theoretiker den Energieerhaltungssatz erfüllt, es geht kein Quentchen Energie irgendwo verloren (das wäre ja gemein, wenn die Energie irgendwo einen Ausweg finden würde....

).
Jetzt könnte man natürlcih ein System erfinden, das in der feder gespeicherte Energie in Vortrieb umwandelt....
Gruss
Dani