BikeBergsteigen

Eine andere Frage: wer von den BBSlern bzw. euch allen ist eigentlich DAV oder ÖAV Mitglied? Was mich betrifft, ja.

Lg
Christoph


Ich nicht mehr. Aus folgendem Grund: Ich bekam immer diese Vereinszeitung zugeschickt und dort waren dann mal gehäuft mountainbikefeindliche Artikel veröffentlicht. Insbesondere die Radler, die nicht auf den offiziell freigegebenen Forstwegen unterwegs waren. Auf das hin war ich mir dann nicht mehr sicher, ob mein Versicherungsschutz, der für mich ausschlaggebend für die Alpenvereinsmitgliedschaft war, beim Trailfahren trotzdem greift. Ich habe dann den Alpenverein angeschrieben und bekam die Antwort: "Bis jetzt war es noch nie ein Problem". Ich frage, ob sie es mir garantieren könnten, was sie mir verneinten. Daraufhin bin ich zur Bergrettung übergetreten, die decken nämlich sämtliche Kosten ab.


Was wurde eigentlich bei der Diskussion "erdiskutiert"? Gibts da Neuigkeiten?


Grüße
 
zum thema aussenwahrnehmung:

Biker sind Wilderer

ich wusste doch all die jahre dass mich die jäger DESWEGEN nicht mögen.

cheers

:D ist noch nicht allzulange her, da gab es mal einen lustigen 3sat-film zum thema wilderer in österreich. porträtiert wurden zwei familien in einem kleinen kaff irgendwo in der steiermark glaub ich. die eine seit generationen förster mit jagdschein, die andere seit generationen wilderer. es waren interessante einblicke, die man da gewinnen konnte...

...und sogar mit bezug zum thread. denn wie bei bikern und wanderern wurde die feindschaft aus purer tradition am leben gehalten.
 
Bin ich auch dafür :).

Eine andere Frage: wer von den BBSlern bzw. euch allen ist eigentlich DAV oder ÖAV Mitglied? Was mich betrifft, ja.

Lg
Christoph

Ich!
- Mitglied DAV, Sektion München und Oberland (seit 24 Jahren)
- Mitglied DIMB, ausgeb. DIMB Trailscout (seit 3 Jahren) inkl. diverser Fortbildungen (bin aber weder Vereinsmeier noch ist meine Einstellung immer 100% konform...)

Thema Wilderer:
In Bayern wird das anders gehandhabt, guckt Ihr:
[nomedia="http://www.youtube.com/watch?v=VEw5TVGAC2E"]YouTube - Tramitz and Friends - Wuidurra[/nomedia]

Grüße, Anselm
 
Zuletzt bearbeitet:
Ja DAV und DIMB

Generell sollten wir uns in den Bergen als Gast bewegen, Fainess, Respekt und Rücksicht immer vor Spaß und Kick stellen und mit gutem Beispiel voran gehen.
Ständig Demut zu zeigen und sich zu unterwerfen ist aber nicht der Weg, der uns weiter bringt.
Uns Biker gibt´s jetzt seit ca. 25 Jahren, die BBSler seit vielleicht 10...die Entwicklung geht weiter und es bleibt spannend. Die zweite Generation ist bereits unterwegs, Väter nehmen Ihre Söhne und Töchter mit auf Tour... wir sind kein Fremdkörper mehr, sondern gleichberechtigter Gast in der Natur.
So viel Selbstbewußtsein dürfen wir inzwischen schon haben, zurecht!
 
Ich nicht mehr. Aus folgendem Grund: Ich bekam immer diese Vereinszeitung zugeschickt und dort waren dann mal gehäuft mountainbikefeindliche Artikel veröffentlicht. Insbesondere die Radler, die nicht auf den offiziell freigegebenen Forstwegen unterwegs waren.
Servus, wenn Du "Bergauf" meinst, also die Österr. Mitgliederzeitung... Der, der diese Artikel (die zuletzt eine Protestflut bei vielen Alpenvereinssektionen verursachten die aktiv Mountainbike Sport auch in der Jugendarbeit betreiben) verfasst hat, arbeitet nicht mehr beim OEAV, hat dort gekündigt.

Lg
Christoph
 
...
dass die Landwirte mit der Bewirtschaftung der Almen natürlich seit 100 Jahren einen kulturhistorisch immens wichtigen Auftrag erfüllen. Zur Bewirtschaftung einer Alm (und das ist ein hartes Leben von früh bis spät in die Nacht) gehört automatisch auch die Landschaftspflege.
Ohne Landwirtschaft / Bergbauern gäbe es die Kulturlandschaft in den Alpen die wir alle schätzen nicht.
Entspricht die heutige Realität denn überhaupt noch dem verklärt-romantischen Bild von der Almwirtschaft, welches gerne immer wieder zitiert wird? Seit dem EU-Beitritt Österreichs 1995 und Einführung der Subventionslandwirtschaft wird längst nicht mehr nur nachhaltig bewirtschaftet, sondern andere Kriterien gewannen die Oberhand.
Allein die Tatsache, dass Alpwirtschaft auch heute noch anstrengend und zeitaufwändig ist, rechtfertigt nicht automatisch eine zusehends schädliche Bewirtschaftung, die mit Merkmalen wie Überweidung die Natur nur noch ausnutzt und letztendlich zerstört. Holzfäller im Regenwald haben bestimmt auch einen harten Arbeitstag, hier kommt aber niemand auf die Idee, von Schaffung einer Kulturlandschaft zu sprechen. In den Alpen hat sich durch Folgen der Überweidung in vielen Regionen die Baumgrenze schon bis zu 300m abgesenkt. Es gibt keine Verjüngung des Altwaldes mehr, und die bunte Pflanzenvielfalt der legendären Alpenwiesen ist auch deutlich reduziert.

Mit ähnlich rhetorischen Kunstgriffen, wie die Bauern, inzwischen nachweislich noch vor der Industrie und den Haushalten, die größten Wasserverschmutzer, sich als Landschaftspfleger bezeichnen, sehen Jäger sich als Heger und Pfleger der Fauna, Anglervereine, die in Naturgewässern teilweise schon reine Fischmast betreiben, als Biotopschützer usw.
Das möchte ich jetzt nicht weiter bewerten, bin aber sicher, dass sich hier so Einigen die Nackenhaare sträuben.

Hat zwar alles nicht viel mit Bike-Bergsteigen zu tun, aber genau deshalb halte ich auch den o.g. Hinweis auf die Landwirtschaft für obsolet.

Wenn hier so viele DAV/ÖAV-Mitglieder sind, stellt sich mir die Frage, ob das Bike-Bergsteigen in Sektionstreffen schon mal erörtert wurde. Immerhin m.E. eine gute Möglichkeit, die Akzeptanz dafür abzuchecken oder Fachleute nach ihrer Haltung zu befragen. Bei der DIMB habe ich allerdings eher den Eindruck bzw. die Befürchtung, dass sie mit ihrer "Legalize"-Kampagne die gemeinen Rotsocken eher verschrecken dürfte, denn die Ausrichtung geht ja ziemlich klar in Richtung Freeride bis DDD.
 
Da die Versicherung selbst bei Sachen wie grober Fahrlässigkeit (etwa bei einem 5er Lawinenwarnstufe wo runtergefahren, und Lawine zerhaut Jungwald) zahlen muss, werdens kaum rumkommen bei Haftungszahlungen (und nur um die geht es ja) auch bei einem Mtbiker zu zahlen.

Nur ehrlich, was erwartet ihr euch an Zahlungen außer der Rettung noch für Zahlungen im Sommer? Stein auf Kopf/Körper von Biker/Wanderer ist für mich schon mehr oder weniger das Worst Case Szenario, und beim biken zum Glück noch deutlich unwahrscheinlicher wie bei begehen eines sehr steilen Klettersteigs/Klettern (die Klettersteige wo man noch mit dem Bike fährt, sind ja selten so dass die Gefahr groß ist, bzw wenn man das Bike trägt, dann ist es eh so als wär man Wanderer). Und zwecks Rettung, da müssen die Versicherungen bei viel dummeren Sachen zahlen (etwa Skifahrer missachtet superdeutliche Warnungen und Anzeichen von Gletscherspalten und fällt in eine herrein, trotzdem wird die Bergung bezahlt.).

Das viel wichtigere als die Zahlung der Rettung ist für mich die Haftpflicht, auch wenn die Wahrscheinlichkeit super gering ist, dass die je zahlen muss. Weil die 3000-6000€ die man für eine durchschnittliche Bergung berappen muss, die kann man schon irgendwie bezahlen. Aber muss man mal wirklich 1-2 Mio € zahlen wegen fahrlässiger Körperverltzung oder für Wiederaufforstung, dann ist dein Leben ohne Versicherung wohl voll ruiniert (selbst mit Versicherung wär das wohl ein harter Schock für den Verursacher wie auch Opfer...).

Bin quasi seit immer beim AV. Und unsere AV Sektion hat auch MTB Ausfahrten im Vereinsblattel drinne, und logisch dass da keine 2m Regel gibt...

Das gute ist, dass einfach mehr und mehr auch ältere Personen Mtbiker sind, und wir uns gerade im Alpinen Gelände nicht verstecken brauchen (und ich bin mir ziemlich sicher, Mtbiker brauchen pro Stunde im Gebirge seltener eine Bergung wie Wanderer, und das nicht nur weil es wenig über 70 jährige Biker gibt, sondern einfach weil wie bei Wetterumschwüngen meist schneller wieder unten sind. Ist doch mit Ski/Snowboard dasselbe. Wenn ich auf den Mont-Blanc im Frühling aufsteig und Ski mithab, und mich auch auf 50° Hängen bei hoher Geschwindigkeit sicher fühl, dann komme bin ich innerhalb von längsten 30min bei Wetterumschwung in sicherem Gelände - während ein Wanderer da zumindest 5-6 Stunden rechnen muss, und viel anfälliger für unerwartetes Wetter ist oder andere Probleme (mit einem gebrochenen Bein oder kaputtem Knie kann ich noch immer, zwar mit Schmerzen, auf einem Ski ins Tal fahren, selbst in sehr schwierigem Gelände. Mit einem gebrochenen Bein noch ins Tal zu gehen - traue ich mir kaum zu).

Und Mtbiken gefährlicher als Gebirgswandern sehe ich auch nicht. Ich gehe beim wandern gefühlt ans selbe Limit wie mit dem Bike, die Gefahren sind halt etwas anders. Wirklich riskieren tu ich nur dort, wo ich technisch so gut wie ausgereift bin - und dazu wird es bei mir weder am Bike noch zu Fuß je kommen. Ein sehr gutes Hobbyniveau ist halt doch vom Profiniveau meist weit weg wenn es um Extremsituationen geht.


Probleme mit Jagern oder Bergbauern die zu Fuß wo waren, hab ich noch nie gehabt. Nur mit Typus Jäger oder Bauer der mit seinem Geländewagen irgendwo rauffährt und sich maximal 20min zu Fuß davon entfernt....
Das ganze ist doch dasselbe wie mit Ausländern. Ausländerfeindlich wird vor allem dort gewählt, wo es kaum Ausländer gibt - aber aus Medien und Populismus das Bild des drogendealenden Negers, oder randalierenden jugendlichen Ausländern geschürt ist. Die Personen die mit Mtbikern am meisten Probleme haben und gegen uns wettern, sitzen eh fast nur zu Hause rum, und schaffen maximal einen 3-4 stündigen Sonntagsspaziergang... Aber klar ist, unter Mtbiker gibt es genauso wie unter Wanderern schwarze Schafe denen die Natur komplett egal ist.
 
Entspricht die heutige Realität denn überhaupt noch dem verklärt-romantischen Bild von der Almwirtschaft, welches gerne immer wieder zitiert wird?
Servus,
ist jetzt vielleicht off-topic, aber das hat mit Romantik nur bei der Tirol Werbung was zu tun ;), und ist im echten Leben harte Arbeit. Ich habe Bergbauern in der weiteren Verwandschaft, und die Erfahrung gemacht, dass im Montafon wo ich aufwuchs, steile und schwer zugängliche Almen die nicht mehr bewirtschaftet werden und schlimmstenfalls verfallen, sehr stark erodieren, bewirtschaftete aber nicht, da die Bergbauern ja darauf achten sich nicht selbst die Lebensgrundlage zu entziehen.
Ausserdem kannst mit dem was Du isst, ja auch einen Beitrag leisten, die Leute zu unterstützen die es versuchen richtig zu machen. Beispiele aus Tirol:
- Bio vom Berg
- MPREIS mit regionaler, nachhaltiger Nahversorgung

Herzliche Grüsse
Christoph
 
Bergbauer = Hobby. So einfach ist das. Leben kann man davon schon lange nicht mehr.
Würde nicht bewirtschaftet werden, würden große Teile der Flächen verwalden. Da muss nicht unbedingt ein Nachteil sein.
Viele Flächen verwalden sowieso. Ich empfehle das auch immer für Flächen, die nur schwer zu bewirtschaften sind. Ist es so steil, dass nicht mal mehr eine Kuh weiden kann, dann wird's problematisch. Vor allem dann, wenn dann trotzdem Kühe aufgetrieben werden.
Gerade in den fruchtbaren Almregionen sieht man immer wieder massive Trittschäden.
Wenn man sagt, man gibt den Landwirten Geld, damit sie ihre Flächen weiter bewirtschaften, dann sollten die das auch ordentlich machen. Um ehrlich zu sein, ich kenne mehr Almen die schlecht bewirtschaftet werden als gut.

Zum Thema Wilderer, auch wenn's off topic ist: http://www.pius-walder.at/
 
Die Beobachtungen durch Tyrolens kann ich leider mehr bestätigen als die Gegenbeispiele. Auch Öko- und Bio-Gütesiegel sagen heutzutage nicht immer viel über tatsächlich landschaftsschonende und nachhaltige Bewirtschaftung aus.

Auch wenn es jetzt wie Nestbeschmutzung bzw. wie ein Sakrileg gegenüber den "heiligen" und unantastbaren Almbauern klingt: Die Beweidung mit Kühen in entsprechenden Höhen- und Steillagen ist paradox und widersinnig. Entstanden aus alten, feudalistischen Erbhierarchien und z.T. taktischen Erwägungen. Das angestammte und optimale Weideland ist natürlich in der Ebene, aber weil dort nicht unbeschränkt Platz ist, bzw. dieser Weidegrund privilegierten Nutzern (Adel etc.) zustand, wurden die Bauern aus reiner Not in die Hochlagen vertrieben, und haben sich dort mit Zähigkeit und Erfindungsreichtum Weidegründe geschaffen. Auch fanden viele andernorts Verfolgte oder Unterprivilegierte wie die sprichwörtlichen Walser (in Südtirol Ladinier) nicht nur Zuflucht, sondern wurden von ihren neuen Landesherren auch dafür belohnt, dass sie die Hochregionen und Pässe begehbar machten.

Die damaligen Kühe (höchstens 300kg) waren aber auch erheblich kleiner und leichter als heutzutage (600-700kg); diese Tatsache, zusammen mit der heute ungleich höheren Anzahl, wobei Kälber noch nicht einmal mitgezählt werden, sorgen natürlich für erheblich höhere Trittschäden. Wer nicht blind durch die Gegend läuft, kann überall beobachten, wie aus Viehwegen mit anfangs noch einer Oberfläche aus verdichter oder zertretener Erde erst ein Schotterpfad und später ein Erosionsrinnsal wird. Das klassische und optimale Weidevieh für Hochregionen ist und bleibt dagegen das Schaf, je nach gewünschtem Offenhaltungsgrad der Landschaft auch kombiniert mit ein paar Ziegen. Hier findet zm Glück langsam auch in Österreich und Südtirol ein Umdenken statt, während in Frankreich und anderen Regionen Italiens die Beweidung durch Schafe schon lange etabliert und traditionell verbreitet ist. In der Schweiz, wo die Landwirtschaft nicht durch Subventionen nach EU-Vorbild geprägt ist, liegt eine andere Situation vor, hier gibt es tatsächlich noch Bauern, die am Existenzminimum kratzen würden, wenn sie nicht irgendwo noch ein Nebeneinkommen hätten. Hier erwägen viele Bauern die Stilllegung ihres Betriebes, weil rentables Bewirtschaften teilweise kaum noch möglich ist. Selbstredend macht sich da niemand seine Lebensgrundlage kaputt, indem er seine Almen überweidet.

Wenn schon Mountainbikefahrer als Belastung für das empfindliche Ökosystem Hochgebirge angesehen werden, dann sollten aber auch die heiligen Kühe der Almwirtschaft geschlachtet werden, und auch dort ein Umdenken stattfinden.
 
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Wenn schon Mountainbikefahrer als Belastung für das empfindliche Ökosystem Hochgebirge angesehen werden, dann sollten aber auch die heiligen Kühe der Almwirtschaft geschlachtet werden, und auch dort ein Umdenken stattfinden.


da hast ja sicher recht mit, aber irgendwie bringt das mit dem finger auf die anderen zeigen doch nicht wirklich was. ist ein bissi wie als kind wenn man gesagt hat 'aber der andere hat doch auch...'

mit dem kehren fängt man am besten vor der eigenen tür an, wenns dort sauber ist kann und darf man auch beim nachbarn kehren ;)
 
hm hm ... ich danke hier allen unterschiedlichen Sichtweisen ... Bestätigt mal wieder das alle (noch) nicht so einfach ist und wenn man ein Gefühl für die unterschiedlichen Sichten hat, kann man auch ein Gefühl dafür entwickeln, wie wichtig respektvoller Umgang mit Mensch und Natur da oben ist ... und wie wichtig es ist, das wir biker genau so wahrgenommen und am Ende vielleicht sogar geschätzt werden ... Wir haben das wirklich weitestgehend selbst in der Hand ...

Ich bin btw im DAV (ja auch DIMB ... frage mich gerade ob diese Frage hier wirklich jederbeantworten soll oder ob ich mal wieder mein special-umfrage-tool zücken soll ...) ... und werde beim Aktiven-Treffen heute abend sicher auch Anliegen eines Almbauern einbringen, der unglücklicherweise genau am Trail sein Hütterl hat und MTB'ler gar nicht mehr mag ...

Seit dem die Racer wieder auf Rennrädern sitzen und die Trailheizer in den Bikeparks schreddern und nicht mehr jeder gute Trail gleich in den Medien erscheint hat sich vieles wieder beruhigt. Und dieses Diskussionen hier sind m.E. wirklich das was am meisten bringt. Daher schätze ich z.B. auch die Beiträge vom "bronks" (auch wenn der mich evt. gar nicht leiden kann!?) ... Immerhin bringt er hier ungefiltert die "kritische Wahrnehmung"
der "Gegner" ein und das ist doch wertvoller Input!?

Unterm Strich befinden sich hier Leute, die sich Gedanken machen - und nicht nur "Helm auf und runter, weil ich darf das" - da fühl ich mich in guter Gesellschaft!

:daumen:
 
da hast ja sicher recht mit, aber irgendwie bringt das mit dem finger auf die anderen zeigen doch nicht wirklich was. ist ein bissi wie als kind wenn man gesagt hat 'aber der andere hat doch auch...'

mit dem kehren fängt man am besten vor der eigenen tür an, wenns dort sauber ist kann und darf man auch beim nachbarn kehren ;)
Du scheinst meine Intention nicht verstanden zu haben. Mir geht es keinesfalls um eine individuelle, lobbyistisch geprägte Sichtweise der Art "... meine Art, Bergsport auszuüben=gut/alle anderen=doof", schließlich teilen sich viele Nutzer unterschiedlichster Art die alpinen Naturregionen. Da ist es m.E. generell schädlich, seinen Focus nur auf eine bestimmte Nutzergruppe zu lenken und alle anderen draußen vor zu lassen.

Ich hätte, offensichtlich im Gegensatz zu bestimmten Bike- und anderen Bergsteigern, aber auch kein Problem damit besonders sensible und gefährdete Regionen des Hochgebirges gar nicht erst zu betreten. Ich bin nämlich nicht der Meinung, dass der Mensch auf der Suche nach immer neuen Kicks, auch wenn diese dann "Naturerlebnis im Grenzbereich" genannt werden, zu wirklich jedem Ort vordringen muss, zu dem es theoretisch möglich wäre. Manchmal ist weniger mehr, und es zeugt von charakterlicher Größe, manchem Gipfel sein Geheimnis, seine Magie, und den tierischen und pflanzlichen Bewohnern manch versteckten Tales ihre Ruhe zu lassen.

Fahrräder bis auf den Gipfel schleppen, einen großen Teil des Abstiegs zugegebenermaßen wegen mangelender Technik und des damaligen Materials auch wieder geschoben, das haben wir schon in den 90er-Jahren gemacht, aber zum einen nannten wir es damals nicht Bike-Bergsteigen und zum anderen hatten wir schon ein etwas seltsames Gefühl dabei.
 
Eben. Es ist wie es ist und wer die Augen nicht verschließt, der sieht das auch.
Soll ja nur zeigen, dass es bei Gott nicht auf der einen Seite die Guten gibt, und auf der anderen die Bösen.
 

dann wär das ja geklärt...es las sich so ein bissi wie die andern meckern über uns, sind aber selbst noch schlimmer, was ja vielleicht nicht mal falsch ist.

aber recht hast, am ende zählt nur das was zerstört wurde und es ist egal wer's war. will man daran was ändern, müssen alle unter ein dach und alle an einem strang ziehen. der dav ist so ein dach unter dem biker und auch wanderer zusammen sitzen könnten. inwieweit einfluß auf die bergbauern genommen, ob dieser überhaupt genommen werden kann, kann ich als jemand der aus dem rhein main gebiet kommt nicht beurteilen. das werden die jenigen die aus den alpen kommen sicher besser beurteilen können.

summa summarum liegts aber doch an uns, zumindest mit unserem handeln nicht für weitere schäden zu sorgen.
ob das bild von uns in der öffentlichkeit dadurch besser wird sei mal dahingestellt. da kannst noch so naturverträglich handeln, wenn die 'bild' schlecht über uns schreiben würde, könnt uns keiner mehr leiden. würde die bild aber schreiben Biker setzen sich für den erhalt und den naturverträglichen umgang mit den natur und den bergen ein, würds gleich anders aussehen.

es gibt also eigentlich zwei baustellen, die eine betrifft unser verhalten in den bergen mit der natur und den anderen bergsportlern, die andere wie wir dafür sorgen können das unser sport in den medien positiv dargstellt wird.
 
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... die andere wie wir dafür sorgen können das unser sport in den medien positiv dargstellt wird.
In welchen Medien bitte? Selbst wenn jemand nur die das Bikeheftl in die Hand nimmt muß den Eindruck haben, daß die Mountainbiker aggressionsgeladene Randalierer sind. So präsentieren Mountainbiker die Mountainbiker. Den Artikel, wo der Frischi auf einem Foto mit seinem Ransom den halben Berg abträgt hab auf die schnelle nicht gefunden. Deutlich harmloser ist der Titel der Bike 7/07: Wenn da noch jemand auf diese Weise 10x entlang fährt, dann bildet sich ganz schnell um diese Kurve ein Trapelpfad, weil dann niemand durch eine ausgefahrene Rinne latschen möchte. So ein Weg existiert seit Jahrzehnten oder schon Jahrhunderten, aber wehe ein paar Mountainbiker werden darauf aufmerksam.

Da kann ein Nichtradler nur meinen, daß Mountainbiker die Untergrundzerstörung extrem geil finden, wenn es schon auf dem Titelblatt gedruckt wird.
 
In welchen Medien bitte? Selbst wenn jemand nur die das Bikeheftl in die Hand nimmt muß den Eindruck haben, daß die Mountainbiker aggressionsgeladene Randalierer sind. So präsentieren Mountainbiker die Mountainbiker. Den Artikel, wo der Frischi auf einem Foto mit seinem Ransom den halben Berg abträgt hab auf die schnelle nicht gefunden. Deutlich harmloser ist der Titel der Bike 7/07: Wenn da noch jemand auf diese Weise 10x entlang fährt, dann bildet sich ganz schnell um diese Kurve ein Trapelpfad, weil dann niemand durch eine ausgefahrene Rinne latschen möchte. So ein Weg existiert seit Jahrzehnten oder schon Jahrhunderten, aber wehe ein paar Mountainbiker werden darauf aufmerksam.

Da kann ein Nichtradler nur meinen, daß Mountainbiker die Untergrundzerstörung extrem geil finden, wenn es schon auf dem Titelblatt gedruckt wird.

da geb ich dir voll und ganz recht, die wollen ihre zeitung verkaufen und dafür ist ihnen jedes mittel recht, diesen vorwurf müssen se sich gefallen lassen. es ist also auch wichtig die bikezeitschriften dahingehen zu überzeugen das es kontraproduktiv ist solche bilder abzudrucken, gibt genügend spektakuläre bilder für ne titelseite die nicht ein so schlechtes licht auf uns werfen.
 
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