Bremsbelag: Kunstharz oder Metall

Aso hätte ja sein können ;)
Glaub mir ich war auch kurz davor das gleiche zuschreiben wie du, dabei hatte ich das erst vor ein paar Monaten im Studium, das widerspricht einfach den ersten Gedanken die man so dazu hat.
 
Immer diese neumodischen Physikalischen Gesetzt, zu meiner Zeit gabs das noch nicht. :D:D

na gut, dann bleiben eben noch zwei Möglichkeiten. ;)

Aber dann mal ne Blöde Frage. Was bringt mir dann ne 4 Kolbenanlage wenn die Fläche nichts ändert?
 
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die fläche ändert deshalb nichts weil bei gleicher kraft der druck pro fläche proportional zur vergrößerung der fläche abnimmt. Darum bleibt die verrichtete Reibarbeit gleich, da aber bei einer mehrkolbenbremse das bewegte Ölvolumen größer ist (demzufolge der druck bei größerer fläche größer, gleich oder zumindest überproportional größer im bezug zur fläche) ist auch die reibarbeit/zeit größer und damit die bremsleistung höher. Stimmt das so?
 
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Zum Thema:

- Bremse hat immer ohne Probleme funktioniert, bis Schnee lag
- Bremsbacken wurden nach dem Reinigen genauso wieder eingebaut, wie zuvor
- Bremskolben scheinen leichtgängig zu laufen

Seltsam ist die schwarze Schmiere jedesmal an den Bremsbelägen. Das ist wirklich eine richtig dicke Schicht. Ich glaub einfach, die Bremsbeläge werden durch irgendwas zerfressen.

Hab von meinem Fachfritzen 2Paar neue gratis bekommen, da er sich das auch nicht erklären kann ( hat sie ebenfalls nochmal gereinigt und begutachtet ). Ich hab erstmal 1Paar in den Bremssattel hinten eingesetzt und davor die Scheibe gereinigt. Sollte ich morgen wieder das selbe Spielchen auch hinten haben, tausche ich mal komplett auf andere Beläge.

Kann es sein, dass die Dichtungen im Bremssattel unter niedrigen Temperaturen vllt. nicht mehr richtig dichten, da sie zu steif werden? Seltsam ist wirklich, dass beide Bremsen gleichzeitig betroffen sind, und wenn das Salz nciht daran schuld sein soll, kann ich es mir beim besten Willen nicht erklären.

Bremsanlage ist übrigens eine "Tektro Auriga Comp" und verbaut sind die "Shimano B01S RESIN". Find die Bremsbeläge sonst eig. richtig gut.
 
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Wenn du mehr Biss haben möchtest, nimm die Sinter von Shimano.
Kann aber sein, dass die Quitschen wenn es nass ist.

Zur 4. Kolben- Bremse:
Wenn eine Bremse 4 Kolben hat, bedeuted das nicht automatisch, dass sie mehr Leistung hat!
Durch 4 Kolben versucht man die Kolbenfläche zu vergrößern, richtig.
Aber das würde man auch mit einer normalen 2 Kolbenbremse hin bekommen.

Man benutzt 4 Kolben, um die Anpressfläche richtig auf dem Belag zu platzieren.

Außerdem nimmt man gerne unterschiedliche Durchmesser.
Der kleine Kolben macht "Weg" und liegt schnell an.
Der große Kolben kommt nach und macht "Kraft".

Legt man den großen Kolben an die Stelle, wo die Scheibe in den Sattel läuft, so wird auch das "Auseinanderklappen" der Beläge verhindert.
 
Das Problem besteht weiterhin. Auch die neuen Beläge fangen an zu schmieren.

Wenn du mehr Biss haben möchtest, nimm die Sinter von Shimano.
Kann aber sein, dass die Quitschen wenn es nass ist.

Die Bremse hat für mich genug Biss. Selbst auf sehr steilen Passagen hier in der Stadt, höre ich wie mein Mantel vorn arbeitet, wenn ich die Bremse nur leicht ziehe. Biss hat sie, wenn sie eingefahren ist. Anfangs war das eher eine Katastrophe. :lol:

Mit den Belägen war ich bisher immer zufrieden, da die auch nur wirklich ganz hell quietschen. Man hört es zwar, aber es ist so hell, dass man es kaum wahrnimmt. Auch bei Regen quietschen sie nur lauter, wenn man gerade losfährt, aber nach 1-2Bremsungen war´s das auch.

Die Sinter-Beläge sind dann die metallischen Beläge, richtig? Solche waren anfangs an der Bremse verbaut, doch haben mich im Punkto Bremskraft nicht überzeugt, waren bei Regen sehr laut und sind mir andauernd verglast, trotz dass ich schon eine 180er Scheibe hinten nachgerüstet hatte. Mit den Kunstharzbelägen ist mir das noch nie passiert.
 
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klar kann es sein das die Dichtungen bei der Kälte schlapp machen aber dann müsste Bremsflüssigkeit an den Kolben oder der Verbindungsstelle der Sattel Hälften sein. Die würde ja dann nicht restlos verschwinden.

Edit:
Dein Schmierfilm ist aber nicht der Dreck der mit Sicherheit ja in den Öffnungen der Scheibe sitzt. Oder haste die auch mit richtig gebürstet?
 
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Naja, durch den Schnee sind die Kolben schon nass, und wenn man da mal durchwischt, ist es auch irgendeine schwarze Brühe, aber ob das nicht nur Dreck ist, ist fraglich.

Nein, hatte die Scheiben zuletzt sogar komplett demontiert und in warmen Spülwasser gereinigt. Wenn es so offensichtlich wäre, wäre ich sicher auch selber schon darauf gekommen. ;)

Tja, wenn sonst niemand eine Idee hat, hol ich mal ein paar SwissStop-Beläge und versuch es damit. Sollte das nichts bringen, schick ich die Auriga ein und hol mir zeitgleich eine Code.
 
Achso, stimmt. Da hast Du natürlich recht. ;)

Ich werde Sonntag genau nachschauen, wenn das Rad mal einen Tag in der Wohnung stand und nicht draußen bewegt wurde.

Danke für den Tip!
 
Ich glaube jetzt schon fast, dass es wirklich die Dichtungsringe sind. Ich hatte heute morgen 3x Verlust des Druckpunktes, was mir zuvor noch nie mit der Bremse passiert ist. Nach mehrmaligem Ziehen war der Druckpunkt dann wieder da. Ich werde, wenn ich aus der Uni komme, mal den AB öffnen und schaun, wieviel BF noch vorhanden ist.
 
Wenn du mehr Biss haben möchtest, nimm die Sinter von Shimano.
Kann aber sein, dass die Quitschen wenn es nass ist.

Zur 4. Kolben- Bremse:
Wenn eine Bremse 4 Kolben hat, bedeuted das nicht automatisch, dass sie mehr Leistung hat!
Durch 4 Kolben versucht man die Kolbenfläche zu vergrößern, richtig.
Aber das würde man auch mit einer normalen 2 Kolbenbremse hin bekommen.

Man benutzt 4 Kolben, um die Anpressfläche richtig auf dem Belag zu platzieren.

Außerdem nimmt man gerne unterschiedliche Durchmesser.
Der kleine Kolben macht "Weg" und liegt schnell an.
Der große Kolben kommt nach und macht "Kraft".

Legt man den großen Kolben an die Stelle, wo die Scheibe in den Sattel läuft, so wird auch das "Auseinanderklappen" der Beläge verhindert.

Vierkolben versus Zweikolben

So gut wie alle Vierkolben-Bremssättel haben in der Summe die gleiche Nehmerkolben-Fläche wie ihre Zweikolben-Kollegen aus dem jeweils gleichen Haus. So ist z.B. die Fläche unter zwei 13,5er plus zwei 16er Kolben einer Vierkolben-XT nahezu gleich groß wie die Fläche unter den zwei 21er Kolben einer aktuellen XT oder sonstigen Shimano-Bremse.

Anders ginge es ja auch gar nicht: Bei einem zu großen Unterschied der Kolbenflächen zwischen Zweikolben bzw. Vierkolben bräuchte es ja auch eine andere Bremspumpe - schließlich muss der Ausgleichbehälter groß genug sein, die Nachstellung großer Kolben zu kompensieren. Dass Formula genau dies bei der Kombination ihrer The One mit zwei 24er Kolben mit der R1-Pumpe, die für 22er Kolben ausgelegt ist, nicht berücksichtigt hat, führt ja dazu, dass ab ca. 70 Prozent Belagsverschleiß die Kolben nicht mehr nachstellen und die Leute mit stark nachlassender Bremsleistung den Berg runtereiern. Toll.

Vierkolbenbremsen haben folgende Eigenschaften:

1. Die Beläge werden in Längsrichtung betrachtet gleichmäßiger an die Scheibe gedrückt. Durch die Hintereinanderanordnung eines kleinen und eines großen Kolbens wird der "Reinkippeffekt" kompensiert. Das wird zwar seit geraumer Zeit bei allen Zweikolbenbremsen durch die außermittige Anordnung der Kolben ebenfalls realisiert, aber eben nicht so gut wie bei einer Vierkolben. Dies funktioniert allerdings nur, wenn die zwei hintereinander liegenden Kolben auf einen einheitlichen und nicht auf zwei getrennte Beläge (wie ehemals bei den frühen Hope- und Frank-I-Vierkolbenbremsen) drücken. Bei der aktuellen Hayes wurde vergessen, die Kolben unterschiedlich groß zu machen. Auch toll.

2. Durch den geringeren mittleren Abstand der Kolbenmitten (Kraftschwerpunkt) zur Brücke, die die rechte mit der linken Bremssattelhälfte verbindet (egal ob einteilig geschmiedet oder per Jochschraube verbunden), ist der Hebelarm, der den Bremssattel auseinander drückt, deutlich geringer und damit der Druckpunkt einer Vierkolbenbremse prinzipiell härter.

Deshalb sagen wir bei Trickstuff:

Die Bremskraft unserer Vierkolbenbremse ist gleich hoch wie die der Zweikolbenbremse. Der entscheidende Unterschied ist der Charakter des Druckpunktes: Vierkolben knüppelhart, Zweikolben ebenfalls klar, aber elastisch. Wer also lieber über den Hebelweg dosiert, nimmt die Zweikolben-Cleg, wer über die Fingerkraft dosieren möchte, nimmt die Vierkolben-Cleg.
Zumindest bei Cleg ist der Gewichtsunterschied zwischen Zwei- und Vierkolbensattel minimal: nur 9 Gramm.

Ähnliches gilt für den Vergleich bei den anderen Marken auch (vom Thema Gewicht mal abgesehen).

In diesem Sinne, Trickstuff-Klaus
 
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Danke auch von mir an Trickstuff, für die Erklärung. Es war zwar eig. nie das Thema das Threads, aber interessant zu wissen ist es dennoch. ;)

Thema: Habe heute den AB geöffnet, nachdem wiederholt der Druckpunkt weg war und seit heute sogar kein klarer Druckpunkt mehr am Hebel ist, und es sich irgendwie danach anfühlte, als ob ich Luft in der Leitung hätte. Der AB ist fast leer - passt ja auch nicht viel rein. Jedenfalls wird es wohl so sein, dass die Dichungen im Bremssattel bei den Temperaturen schlapp machen.
Ich schick Dir Bremse dann jetzt zur Reklamation ein.
 
Resin = Kunstharz, Metal Beläge sind zwar haltbarer, dafür quietschen die Dinger zuweilen,
und/oder schrubbeln etwas schneller die Disc runter, zumindest zerkratzen diese die Disc
gerne..was dann gerade bei teuren Rotoren optisch unschön aussieht.
 
Hallo,

ich fahre eine XTR Scheibenbremse mit Metallbelägen die ich demnächst auswechseln

möchte. Was empfehlt ihr mir jetzt im Winter soll ich Kunstharz nehmen und

falls ja welche. Ich habe keine Ahnung da ich erst seid kurzen dabei bin und würde

mich über einen Tip freuen.

LG
Stephan
 
Ich fahre die neue Saint seit 1,5 Jahren und kann folgende Info zu den verschiedenen Shimano- Belägen geben:

- Sinter ist bissiger sobald der Belag die Scheibe berührt
- Organische beläge "schmiegen" sich gefühlvoller an die Scheibe an
- hat der Sinter- Belag etwas Temperatur, nimmt das bissige Ansprechverhalten etwas ab
- Sinter hat etwa 10- 15% mehr Bremsleistung als Resin
- Scheibe wird bei Sinter schneller heiß und blau/ braun
- keine Probleme mit Fading bei Sinter (Organische beläge bekomme ich im Winter nicht auf die erforderlich Temeperatur)
- Sinter verschleißt wesentlich langsamer als Resin
- leichtes Kratzgeräusch beim bremsen (nicht störend) mit Sinterbelägen
- Sinter neigt bei Nässe zum Quitschen
- Sinter frisst die Scheibe ( mehr als 4- 5 Satz Beläge wird die Scheibe nicht überleben)
- wegen der Dosierbarkeit und dem Quitschen ziehe ich im Winter den Resin- Belag vor
 
@RockyRider66:

schön zusammengefasst. Kann ich mit meinen Erfahrungen alles bestätigen.
zwei Facts fallen mir noch ein:

- Sinterbeläge halten 3-4 mal solange wie Resinbeläge
- Sinter bremst auch nach langer "Standzeit" des Bikes sofort wieder gut. Resin muss erst wieder eingebremst werden.

und für die Insider noch:
KoolStop-Sinter bremsen besser als die original Shimano-Sinter.
 
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