Die theoretisch stärksten Bremsen?

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Ich hatte ja bei Cascade mal angefragt ob sie mir die Kurve vom Cam set verraten. Leider nicht. Ich teile die antwort tortzdem mal mit euch:

Hi,

Since we put a fair bit of testing into figuring out the specific curve for the cams we're going to play that one close and not share the exact curve. How it differs from the stock cam is it ramps to make contact with the pads faster and then backs off to keep required finger force for maximum braking similar to what it was before. If you were to plot finger force required as a function of braking force, the finger force is higher at the start of stroke in order to move the pads quicker and then returns to what it normally is for higher braking forces.
Thanks,
Cascade Components team
 
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Anfrage ist mal gut, aber dass die so eine Konstruktionsinfo nicht einfach herausgeben, ist verständlich. Ein dünner PVC-Schlauch (ca. 2mm/1mm zu gewaltigen 0,35€/m) ist auf dem Weg und dann schauen wir mal, wie so ein Test wie in den Anfangsseiten des Threads beschrieben, funktioniert. Zunächst geht aber nur ein Geber der alten MT8, eventuell dann noch ein Shimano BL-T6000, aber MT5/MT7 oder andere liegen hier nicht einfach rum. Mal sehen, was geht.
 
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Hab einen Dominion Geber geerbt.
Mal gucken ob ich dazu komme. Kleines bisschen Schlauch bräuchte ich noch. Medikamentenspritze könnte helfen.
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Anfrage ist mal gut, aber dass die so eine Konstruktionsinfo nicht einfach herausgeben, ist verständlich.
Ja ich dachte ich probiers mal, ist ja im prinzip nichts anderes als die progressionskurven ihrer Hinerbau-anlenkungen.
Da sind die Kurven ja auch auf der Website :)

Ein dünner PVC-Schlauch (ca. 2mm/1mm zu gewaltigen 0,35€/m) ist auf dem Weg und dann schauen wir mal, wie so ein Test wie in den Anfangsseiten des Threads beschrieben, funktioniert. Zunächst geht aber nur ein Geber der alten MT8, eventuell dann noch ein Shimano BL-T6000, aber MT5/MT7 oder andere liegen hier nicht einfach rum. Mal sehen, was geht.
Bin gespannt wie das klappt. MT7 geber hätte ich aber probier erstmal ob das verfahren Idiotensicher ist :lol:
 
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Ergebnisse mit dem Verfahren aus Beitrag #152:
MT8-1.Gen-Griff, montiert am Lenker, Griffweitenverstellung auf max., Geberkolben 10mm, Nehmerkolben 22mm (für Rechnung, nicht beim Test vorhanden), Griffvorschub je um 5mm lotrecht zum Lenker, außen wo etwa 1-Finger-Bedienung wäre, ca. 10cm Bremsleitungsansatz mit Olive/Pin/Überwurfmutter, in die den PVC-Schlauch dicht als "Verlängerung" eingeschoben. Dünner PVC-Schlauch mit innen 1,03mm (über Füllvolumen gemessen), vertikal auf Zollstock befestigt. Das ergibt "Verstärkungsfaktor" zum Ablesen von (10mm/1,03mm)**2 = 94,3, also die Geberkolbenbewegung wird fast um den Faktor 100 nach außen gedehnt.
Die Tabelle enthält die daraus errechneten Werte:
Vorschub des Griffes / resultierender Geberkolbenweg (alle Rechenstellen mal stehen gelassen) / mech. Übersetzung für diesen Schritt.
00 - 05mm / (0,1273mm) / (39,3)
05 - 10mm / 0,6154mm / 8,12
10 - 15mm / 0,6366mm / 7,85
15 - 20mm / 0,6897mm / 7,25
20 - 25mm / 0,7958mm / 6,28
25 - 30mm / 0,8700mm / 5,75
30 - 35mm / 0,9019mm / 5,54
35 - 40mm / 0,8488mm / 5,89
40 - 45mm / 0,8064mm / 6,20
Hinweise dazu mal so aus dem Bauch:
Der ersten Wert wird durch die Schnüffelbohrung verändert, weil sich zwar der Geberkolben bewegt, aber es wird nur wenig in die Leitung gefördert, sondern in den AGB. Es wird ja der Geberkolbenweg über das Fördervolumen in die Leitung gemessen. Und das ist in der PVC-Leitung nicht zu sehen, deshalb kommt für die gerechnete, mech. Übersetzung ein viel zu großer Wert heraus. Bei montiertem Bremssattel wahrscheinlich noch weniger in die Leitung, weil sich die Membran leichter bewegen lässt als die Nehmerkolben, das wäre dann echter "Leerweg" des Kolbens, also komplett ohne Ölförderung in die Leitung.
Mal grob geschätzt bewegt sich der Geberkolben ab 5mm Hebelweg nach der Schnüffelbohrung und bis 25mm hat sich der Geberkolben ungefähr 2,7mm nach der Schnüffelbohrung vorbewegt. Dabei schiebt er Öl in die Leitung und zu den zwei Nehmerkolben (22mm). Die hätten sich dann je um 0,28mm vorbewegt und den Lüftspalt überbrückt, so dass die Beläge anliegen.
Ab ca. 25mm würde das System dann Druck aufbauen und bei allen Teilen macht sich Elastizität bemerkbar (Hebel, Griffbefestigung, Leitungen, Beläge, Zange). Das ist in der Tabelle nicht zu sehen, weil das System bei dem Test komplett drucklos ist. Der Hebel muss dann etwas näher zum Lenker gezogen werden, um das gleiche Ölvolumen zu verschieben und sogar noch ein Stück weiter, weil ja etwas mehr Öl in die gedehnte Leitung, Zange und komprimierte Beläge geschickt werden muss.
Der obige Griff hat mMn keine sehr ausgeprägte Veränderung der mech. Übersetzung über den "Hebelwegbereich", was aus der Hebelanordnung auch zu sehen ist und somit Absicht. Wenn im Hebelwegbereich mit hohem Druck die mech. Übersetzung hoch ist/wird, dann wirkt das Ganze weich und teigig oder extrem starre Konstruktion von Hebel, Lagerung, Griffschellen, .....
Die Griffweitenverstellung (bei allen Bremsen?) verschiebt die Übersetzungskennlinie, weil die gegenseitige Ausrichtung der ganzen Hebelmechanik verändert wird.
Die Messung zeigt wirklich gut das Verhalten des Bremsengriffs drucklos, aber schon eine ziemliche Fummelei beim ersten Versuch. Am schwierigsten war das Griffinnere entlüftet zu halten, obwohl die Leitung offen ist.
Eine aktuelle MT8/MT7 hat andere Konstruktion, eventuell kommt etwas anderes heraus.
 

xMARTINx

Echter (Ex) Nordhäuser!
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plus 50% kolben sind auch 50% mehr mögliche fehlerquellen.
6 Kolben bremsen bringen am mtb einfach keinen echten vorteil.
Die übersetzung ist sowieso limitiert, da sonst der druckpunkt zu schwammig wird. aber das wurde ja schon diskutiert.
 
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