Sommerzeit ist Tourenzeit, nur mit dem Berichte schreiben kommt man nicht nach. Also hier oben unterm Dach sind es auch jetzt noch lauschige 27°C

und da ich keinen Schlaf finden kann nun ein kurzer Abriss der Unternehmung Klingenfad alias S-Weg komplett vom vorletzten Sonntag. Ich hoffe mein Rechner fährt zwischenzeitlich nicht wegen drohender Prozessorschmelze runter
Eingefunden haben sich trotz wiedriger Bedingungen wie blauer Himmel, 28°C, staubigen Trails und der Aussicht auf literweise Blut und Schweiss:
Marco_Lev (Marco), roadrunner1 (Markus), Zachi (Michael), Pardus (Guido) und Badehose (Gene).
So half alles

nix und da die Mitfahrer umbedingt an den gesetzten Zielen und Eckdaten festhielten - sogar auf dem letzten Kilometer war keiner bereit auch nur einen Meter S-Weg auszulassen - mußte ich wohl oder übel die Tour durchziehen. Ja selbst die allerletzte Steilpassage wurde beinahe unter Drohungen erzwungen, auch wenn es den einen oder anderen über den aneroben Bereich hinaus trieb und Schlachtrufe, vergleichbar mit dem Geschrei einer angreifenden Horde Urmenschen durch den Wald fuhren und so manchen Wandersmann ins Mark fuhren
Direkt zu Anfang ging es also auf den unbekannten Teil des S-Wegs, von der Wipperaue durch Solingen Wiescheid und den Stadtwald nach Ohligs und am Itterbach entlang nach Gräfrath. Ziemlich grün die Großstadt und ziemlich leicht zu fahren, nach 20km und somit ca. 1/4 der Tour waren gerade einmal 300Hm zurückgelegt worden, so grauste es auch schon den ersten in Gedanken an die angedrohten 1,5Hkm.
Nachdem die Mitbiker so auf dem ersten Teil der Tour Luft genug hatten soziale Kontakte zu pflegen und Erfahrungen mit Schaltkomponenten, den Federkennlinien diverser Engergiezwischenspeicher oder einfach die besten Jagdgründe für alleinerziehende Mütter auszutauschen (An was für scheiss man sich nach 10 Tagen noch erinnert

) konnte es dann ja endlich losgehen

Von Gräfrath stürzten wir ins Tal und hielten uns nun an die Wupper, jedoch nicht auf deren Level und so sammelten sich im Speicher des Ciclo eine Reihe Lustiger peeks. Über Kohlfurth und die Papiermühle ging es so zur Müngstner Brücke und auf nunmehr den meisten Mitbikern bekannten Pfaden in stetigem Sturmsehgang durch das Grüne Meer der Wupperberge. Eine Einkehr mit Bergischen Waffeln hinter Müngsten kam gerade recht, um die aufgebrauchten Wassertanks zu füllen und so floss von nun an lecker gechlortes Poolgesöff durch so manchen
Camelbak, der so wenigstens vor Algenbewuchs geschützt wurde. Auch zu diesem Zeitpunkt lag das angepeilte Ziel noch unter Ferner Liefen, 40km und 750hm, aber endlich auf Kurs.

Wir umrundeten den Herrensitz des Grafen von Berg im respektvollen Abstand der umgebenden Höhen und füllten in Hünger die Camelbaks mit Trinkwasser auf.

Die Sengbachsperre war das nächste Ziel und ein langer Downhill führte uns bis nach Glüder. Hier hieß es dann die Kehren zum Pfaffenberg hinaufzuradeln, nur um dann auf schnellem Downhill über Treppen nach Balkhausen zu gelangen. Doch wer nun dachte es sei bald geschafft machte die Rechnung ohne Haus Hohenscheid und die Zusatzschleife über Solingen Widdert. Doch auch diese Prüfung wurde gemeistert und die letzten Hügel im verschärften Tempo genommen, schließlich galt es bis 17:30 zurück zum Auto zu kommen, roadrunner wollte schließlich noch Badminton spielen

Also mußte der Schnitt etwas angehoben werden. Bis dann kurz vor Ende der Knaller gezündet wurde:
Der S-Weg machte nach 1400Hm und nur 1km vor dem rettenden Auto nochmal einen kleinen Knick, leider steil bergan: Zwei Rampen mit je ca. 50hm und 20-30% Steigung, der Schreck der Waden, spätestens hier hörte man dann die ersten Fasern reißen

Der Rest der Tour endete dann im Auscheidungsrennen, als Roadrunner um 18:25 das Feld sprengte und allesammt über die Haasenmühle zum Auto hetzten, nur Zachi hatte noch 8km Radtour vor sich.
Gruß Manni
P.S. Von Donnerstag sind auch ein paar Bilder in meinem Album.