HH Tourbericht: Geesthacht am 31.5.2002

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8
Ort
Geesthacht (Hamburg)
Freitag, 31.05.2002. Beppo rief auf zur Erstürmung seines "Hometrails" und es folgten diesem Aufruf:

Rabbit, Bodo, Doris "IBC-Steenfat", Offline-Stephan, Offline-Jörg und natürlich Beppo himself.

Zunächst einmal schien es so, als würde die geplante Tour mal wieder in's Wasser fallen. Nicht weniger als 30-45 min. vorm geplantem Start um 16:00h gingen heftige Schauer mit zum Teil verbundenen Donner und Blitzen nieder.
Dies führte natürlich unweigerlich zu einer Diskussion im entsprechendem Thread hier im Forum.
Eine kurze telefonische Rücksprache mit Tourguide Beppo, bei welcher er mir mitteilte die Crew aus Norderstedt um Rudelführer ;) Bodo sei bereits unterwegs, "Wetter ist S*c*h*e*i*ßegal" (O-Ton Bodo), verwarf sogleich jeden Zweifel.

Als Beppo und ich gegen kurz nach Sechzehnhundert am vereinbarten Treffpunkt eintrafen wartete dort bereits Offline-Stephan auf uns. Es hatte zwar mittlerweile aufgehört zu Gewittern aber hier und da tröpfelte es doch immer noch.
Nachdem auch der Rest der Truppe in Ihrem Raumer, gesteuert von Jörg, einschwebten und sich für die Tour fertiggemacht hatten brachen wir nun gegen 1620 bei leichtem Regen unter führung von Beppo auf.

Beppo führte uns zunächst entlang den Geesthängen auf leicht geschwungen, sowohl in der Horizontalen als auch der vertikalen, Trails vorbei am "Heidbergring" und um Geesthacht in Richtung Osten.
Teilweise mußten wir hier und da auch einige Straßen kreuzen bzw. kurz befahren bevor es hinter Geesthacht wieder in den Wald ging.

Kurz vorm Pumpensperrwerk konnten wir dann den ersten leichten Sturz auf das Konto von Doris verbuchen, der ihr auch gleich eine kleine Wunde am rechten Knie einbrachte.
Vom Regen, der sich mittlerweile auch völlig einstellte hat kaum ein Teilnehmer etwas bemerkt. Zum einen sicherlich wegen der doch recht rutschigen Bodenverhältnisse, zum anderen wohl auch wegen der bisher sehr schönen Trails.

Am Pumpensperrwerk auf 76m Höhe konnten wir das erste mal den Blick auf die unten dahinfließende Elbe schweifen lassen.
Hier beginnt aber auch Beppos sogenannte Trainingsstrecke. Die bisher erarbeiteten Höhenmeter wurden nun zunächst auf einem breiterem Wanderweg schnell wieder zu nichte gemacht um sie gleich im Anschluß auf einem Trail hoch zum Pumpensperrwerk nochmals zu erarbeiten.
Beppos Kommentar zu diesem Trail: "Hier habe ich mal Gabi getroffen, die mir zeigte, daß man diesen Trail auch hochfahren kann" :D
Im Anschluß durften wir diesen dann aber zur Belohnung auch wieder herunterfahren.

Unten an der Elbe angekommen fuhren wir nun bis Lauenburg den Elbuferwanderweg. Einige Stellen waren noch im Frühjahr nicht fahrbar, da sie derzeit noch unter Wasser standen. Entsprechend schlammig zeigten sich dann auch einige Passagen und auf einer dieser war unser Tourguide der wohl der Meinung uns eine Showeinlage bieten zu müssen.
Ein nicht gestandener, ungewollter Nosewheelie bescherte ihm einen dicken blauen Fleck und wohl auch einen Schaden am Bike, wie sich später herrausstellen sollte.

Es folgten auf dem Weg nach Lauenburg auch noch einige Zuckersandstücke, auch Elbstrand genannt und bedingt hierdurch dauerte es nicht lange bis es bei allen Teilnehmern nur noch knirschte, knackte und hakte im Getriebe. Besonderst starke, unangenehme Geräusche drangen jedoch von Beppos Schaltwerk an die Trommelfelle der Teilnehmer.
So wurde kurzerhand beschlossen eine kurze Pause einzulegen und diese u.a. dazu zu nutzen, die Kassette und das Schaltwerk zu reinigen. Hierbei ließen die Teilnehmer nun ihrer Kreativität freien Lauf.
Währen die einen versuchten, ihre Getriebe mit dünnen Stöcken zu reinigen taten es andere mit dem an dieser Stelle rumliegenden, getrockneten Schilfhalmen. Beppo meinte jedoch seinem Bike gleich eine Komplettreinigung verpassen zu müssen und legte es kurz ganz in die Elbe. Unsere Warnungen bezüglich des Salzgehaltes des Elbwasser wurden hierbei von ihm ignoriert, hoffte er doch sein Schaltwerk so wieder flott kriegen zu können.

Wie sich aber dann nach genauerer Betrachtung beim Trocknen der Kette mit einem Lappen zeigen sollte schien diese in so großem Maße in ihrer Gelenkigkeit eingeschränkt worden zu sein, daß sie nur noch widerwillig durch die Schaltröllchen lief.
Eines der Glieder wies sogar einen mechanischen Schaden auf und so mußte also eine Notreparatur durchgeführt werden. Kurzerhand wurden von mir zwei Glieder entfernt und die Kette wieder genietet.
Zwar brachte die Reparatur nicht den 100% Erfolg aber so konnten wir unsere Tour noch fortsetzten.

Mittlerweile hat sich sogar die Sonne wieder durchgesetzt und wir erreichten bei herrlichem Wetter unser Ziel Lauenburg.
Nach einer kurzen Pause wurde beschlossen die Getränkevorräte an einer Tankstelle oben im Ort aufzufüllen und dann im anbetracht der doch jetzt recht fortgeschrittenen Uhrzeit, es war bereits 19:30h, einen schnellen Rückzug einzuleiten.

Auf Forstwegen nun etwas oberhalb der Elbe erreichten wir recht schnell den Ortsteil Tesperhude von Geesthacht wo wir nun einen Großteil der Strasse vorbei an der alten Dynamit-/Sprengstofffabrik nutzen um wieder zum Pumpensperrwerk zu gelangen.

Ab Geesthacht folgte dann die letzten 3-4 km nochmal ein herrlich zu fahrender Singletrail der bereits schon jetzt kaum noch als solcher erkennbar ist. Im nächsten Monat wird dieser vermutlich nur noch unter zuhilfenahme einer Machete nutzbar sein :D

Auf jeden Fall eine geniale Tour :daumen:

Es folgen in gewohnter Weise die Daten zur Tour.

Fotos gibt es in der Galerie:
Beppos "Hausrunde"

Hier das Overlay:
 

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Und das Höhenprofil darf natürlich nicht fehlen!
 

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Ein paar feine Rampen habt ihr da an der Elbe! Ist denn der Elbdeich so hoch, um Hamburg vor Wassereinfall bei der gemeinen Springflut zu schützen, oder habt ihr da tatsächlcih Hügel??

Original geschrieben von Rabbit
Hierbei ließen die Teilnehmer nun ihrer Kreativität freien Lauf.
Währen die einen versuchten, ihre Getriebe mit dünnen Stöcken zu reinigen taten es andere mit dem an dieser Stelle rumliegenden, getrockneten Schilfhalmen.
>Das kann man sich richtig schön bildlich vorstellen, wie ihr dasitzt und mit Stöckchen bewaffnet versucht, Zuckersand aus der Kassette zu friemeln. :lol:
 
Moin Moin,

Und ich sage : ja, ich war dabei.....:lol:

Harry, wie immer hast Du durch Deinen Bericht die Stimmungen sehr gut eingefangen und nochmals lebhaft zum Ausdruck gebracht. Lob Lob Lob...

Ich könnt´schon wieder. Aber ich habe mir eine Erkältung mitgenommen und diese hüte ich noch ein wenig.

Du hast ja auch geschrieben, dass die letzten Single-Trail-Km schon stark zugewuchert sind.
Habe ich nicht in einem Forum gelesen, dass bei Lübek, Biker den Wald umgestaltet haben um sich dort eine Rampe zum Spielen zu bauen?
So ist es dann nicht weit hergeholt, wenn wir mir Sensen und Macheten bewaffnet "unseren" Trail sichern? Save the Trails.
Dauert nur ´n paar Stunden...

Nichts desto trotz, läßt sich auch ohne Forstkorrekturen der Trail das ganze Jahr über befahren. ( Nur wenn einer neben der Strecke fährt, den find´st das ganze Jahr nicht wieder...)

Bis dahin,
Gruß an alle

Beppo
 
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