Klettern und Bouldern?

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das wiederum erfüllt mein Klischee von Boulderern ... Man hätte "einen Sport" gerne exklusiv für sich. Bouldern ist aber mittlerweile Breitensport. Die Boulderhallen in meiner Umgebung freut das, die leben davon, dass sie der Masse Routen schrauben. In anderen Threads beschweren wir uns über Wanderer, die keine MTB´ler im Wald wollen.
Völlig falsch, Unsinn. Es geht weniger um die Quantität, sondern um die Qualität.
 
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Völlig falsch, Unsinn. Es geht weniger um die Quantität, sondern um die Qualität.
Bei dieser Logik wird dann jeder irgendwo ausgeschlossen ... es sei denn er / sie beherrscht alles.

Mit Beinen aus Malta kann ich keinen Fußball aus Brasilien spielen, das ist klar. Aber wer bouldern will, hat heute in den Hallen die Chance dazu, stürzt schlimmstenfalls auf die Matte und turnt sowieso nur bei grün-gelb herum. ... Am Fels ist das eine andere Sache und Selbstüberschätzung gefährlich, aber wem will man verbieten im Wald einen Fels hochzuklettern?
 
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Das Problem ist nicht, dass die Personen bouldern und klettern, sondern wie Sie sich draußen verhalten...

  • Sperrungen missachten
  • Feuer im Wald
  • wild campen wo verboten
  • Pflanzen und Tiere stören (zB Nachbouldern)
  • Müll hinterlassen

Das gilt natürlich auch für andere im Wald...
 
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Das Problem ist nicht, dass die Personen bouldern und klettern, sondern wie Sie sich draußen verhalten...

  • Sperrungen missachten
  • Feuer im Wald
  • wild campen wo verboten
  • Pflanzen und Tiere stören (zB Nachbouldern)
  • Müll hinterlassen

Das gilt natürlich auch für andere im Wald...
S-H-A redet oben aber von Qualität. Du jetzt von Quantität. Jedes Vergehen oben, traue ich grundsätzlich jedem zu, ob Profi, Amateur oder Sonntagskletterer. Die Masse macht das Problem halt sichtbar. Es sind ja nicht die Sonntagsfahrer, die ihre Trinkpäckchen in den Wald werfen, sondern die Möchtegern-Rennprofis.
 
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S-H-A redet oben aber von Qualität. Du jetzt von Quantität. Jedes Vergehen oben, traue ich grundsätzlich jedem zu, ob Profi, Amateur oder Sonntagskletterer. Die Masse macht das Problem halt sichtbar. Es sind ja nicht die Sonntagsfahrer, die ihre Trinkpäckchen in den Wald werfen, sondern die Möchtegern-Rennprofis.
Qualität der Leute!!!!! Egal wie schwer sie klettern. Das Klientel hat sich verändert.
 
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das wiederum erfüllt mein Klischee von Boulderern ... Man hätte "einen Sport" gerne exklusiv für sich. Bouldern ist aber mittlerweile Breitensport. Die Boulderhallen in meiner Umgebung freut das, die leben davon, dass sie der Masse Routen schrauben. In anderen Threads beschweren wir uns über Wanderer, die keine MTB´ler im Wald wollen.
Na ja schau dir Mal das Sicherungsverhalten in den Hallen und am Fels an, es geht ja nicht nur ums bouldern, sondern generell um das Publikum im Bereich klettern! Eigentlich wundere ich mich das es es nicht fast täglich Berichte über Unfälle gibt!
 

bronks

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Na ja schau dir Mal das Sicherungsverhalten in den Hallen und am Fels an, es geht ja nicht nur ums bouldern, sondern generell um das Publikum im Bereich klettern! Eigentlich wundere ich mich das es es nicht fast täglich Berichte über Unfälle gibt!
Ich sehe keinen Unterschied zu früher, also vor so 30 - 35 Jahren. Es ist erstaunlicherweise so ziemlich immer alles gut gegangen. Rückwirkend frage ich mich, wo das viele Glück nur herkam.

Das mit der Masse der Boulderer/Kletterer sehe ich wirklich positiv, denn es werden Boulderhallen gebaut. Fragwürdig bzw. eher nervig finde ich, dass sich die Alpenvereine in einen Sport einmischen, mit dem sie eigentlich nichts zu tun haben. Ich habe direkt vor dem Haus eine Alpenvereinshalle. Der Boulderraum ist klein und die Boulder/Routen werden von untalentieren Amateuren geschraubt. Das nennt man hier Ehrenamtliche. Zu dem haben Umschraubaktionen Seltenheitswert. Da freut man sich, dass es in der Nähe profitorientierte und privatfinanzierte Boulderhallen mit toller Qualität gibt.
 
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Ich sehe keinen Unterschied zu früher, also vor so 30 - 35 Jahren. Es ist erstaunlicherweise so ziemlich immer alles gut gegangen. Rückwirkend frage ich mich, wo das viele Glück nur herkam.

Das mit der Masse der Boulderer/Kletterer sehe ich wirklich positiv, denn es werden Boulderhallen gebaut. Fragwürdig bzw. eher nervig finde ich, dass sich die Alpenvereine in einen Sport einmischen, mit dem sie eigentlich nichts zu tun haben. Ich habe direkt vor dem Haus eine Alpenvereinshalle. Der Boulderraum ist klein und die Boulder/Routen werden von untalentieren Amateuren geschraubt. Das nennt man hier Ehrenamtliche. Zu dem haben Umschraubaktionen Seltenheitswert. Da freut man sich, dass es in der Nähe profitorientierte und privatfinanzierte Boulderhallen mit toller Qualität gibt.
Jo, und die Massen strömen zum Fels. Gebiete in denen es nie Ärger gab, stehen nun vor Sperrungen. Schwarze Schafe gab es schon immer, klar, doch die Zahl derer steigt heute überproportional zu der Masse der Kletterer. Man muss sich doch nur mit Leuten unterhalten die sich um die Gebiete kümmern. IG Klettern, PK, die ganzen "Hausmeister" in den kleinen Gebieten, die sich mit den Behörden verständigen. Es wird nurmehr konsumiert. Nach mir die Sinnflut.
Das ist keine Meinung, sondern ein düsterer Trend, den man seit einigen Jahren beobachten kann. Die Leute haben heute einen anderen Zugang. Klettern ist cooler Fitnesssport, der Fels das Fitnessstudio.
 

bronks

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Jo, und die Massen strömen zum Fels. Gebiete in denen es nie Ärger gab, stehen nun vor Sperrungen. Schwarze Schafe gab es schon immer, klar, doch die Zahl derer steigt heute überproportional zu der Masse der Kletterer ... Es wird nurmehr konsumiert. Nach mir die Sinnflut.
Doof, dass die Kletterhallen für Monate gesperrt wurden, aber sonst alles wie schon vor 30 Jahren. Zu den besonders edlen Leuten haben Kletterer doch noch nie gehört.

So z.B. der Weißenstein in Franken. Die Fotos von 1986 unterscheiden sich von aktuellen Fotos nur durch die bessere Qualität der Bilder. Sonst der gleiche Massenauflauf mit Lagerfeuer und Hängematten.
 
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Doof, dass die Kletterhallen für Monate gesperrt wurden, aber sonst alles wie schon vor 30 Jahren. Zu den besonders edlen Leuten haben Kletterer doch noch nie gehört.

So z.B. der Weißenstein in Franken. Die Fotos von 1986 unterscheiden sich von aktuellen Fotos nur durch die bessere Qualität der Bilder. Sonst der gleiche Massenauflauf mit Lagerfeuer und Hängematten.
Wenn du jetzt ernsthaft die Masse der Kletterer aus dem 80ern mit den aktuellen vergleichst, disqualifizierst du dich vollständig. Idioten gab es schon immer, natürlich. Nur nicht in solchen Ausmaßen.
 
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Ne, eben nicht...

Auch wenn es keine wirklichen Zahl gibt, wenn man sich nur die Zal der Hallen anschaut:

DAV schrieb:
  • 20 Anlagen im Jahr 1989
  • 180 Anlagen im Jahr 2000
  • 440 Anlagen im Jahr 2015
  • etwa 500 Anlagen bis Ende 2018
Quelle

Und die kommen nicht alle vom Fels...Idioten gab es immer, und wird es immer geben...ich nenne es mal Idiotendichte...nur hat die halt absolut zu genommen...Blöd nur, dass die Felsen, zumindest bei uns in der Pfalz nicht zugenommen haben...auch nicht die Routendichte...zumindest nicht in dem Maße, die Hochpunkt der Erschließungen war bei uns vor der "Hallenzeit", in den 80er und 90er Jahren...
 

bronks

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Wenn du jetzt ernsthaft die Masse der Kletterer aus dem 80ern mit den aktuellen vergleichst, disqualifizierst du dich vollständig. Idioten gab es schon immer, natürlich. Nur nicht in solchen Ausmaßen.
Früher waren die wenigen Kletterer in den wenigen Klettergebieten unterwegs. Heute sind mehrere Kletterer auf die Gebiete verteilt die auf mehreren hundert Seiten Kletterführern beschrieben sind. Die Dichte der Kletterer, die aus einfachsten Selbstverständlichkeiten eine Wissenschaft machen, hat sich wirklich deutlich erhöht.
 
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Früher waren die wenigen Kletterer in den wenigen Klettergebieten unterwegs. Heute sind mehrere Kletterer auf die Gebiete verteilt die auf mehreren hundert Seiten Kletterführern beschrieben sind. Die Dichte der Kletterer, die aus einfachsten Selbstverständlichkeiten eine Wissenschaft machen, hat sich wirklich deutlich erhöht.
So wird es sein. Danke für deine Weisheit.
 
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Heute sind mehrere Kletterer auf die Gebiete verteilt die auf mehreren hundert Seiten Kletterführern beschrieben sind.
Zumindest für die Pfalz stimmt das nicht...

Bis Mitte 2000er gab es den Daigger/Cron als vollständigen Führer für das gesamte Gebiet...dann kam etwa 2007 der Richter-Auswahlführer. Ob sich wie die Hallen die Zahl der Kletternden in D von 2000 bis 2018 um Faktor 2,5 vergrößert hat, lässt sich nur spekulieren, vermutlich in der Größenordnung aber passen.

In der Pfalz hat die Zahl aber vermutlich nicht in dem Maße zu genommen, wg dem schlechten Ruf...in anderen Gebieten sieht es wohl anders aus...bis zum März 2020...

Die Dichte der Kletterer, die aus einfachsten Selbstverständlichkeiten eine Wissenschaft machen, hat sich wirklich deutlich erhöht.
Den Satz verstehe ich nicht...ist mir zu kryptisch...
 
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In der Pfalz mögen die großen Massen noch nicht allzu stark eingefallen sein, dennoch werdet ihr es mit am schwersten haben. Ihr habt mehr zu verlieren. In der Pfalz herrscht eine gute Zusammenarbeit zwischen PK und Behörden etc., die seit vielen Jahren gut funktioniert. Dieses Verhältnis wird zunehmend belastet.
 

Mr. Svonda

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Übers weekend war ich im SAC-intensivkurs sportklettern in Berneroberland und es war sooo gut :cool: ich kann es kaum erwarten wieder an den fels zu gehen. Wir waren eine coole gruppe und hatten einen super bergführer, der uns von grund auf in das seilklettern am fels einführte.

Sicherungstechnik, toprope und vorstieg am kalkfels rund um Meiringen …


… mehrseillängen und abseilen auf den granitplatten am Steingletscher :love:




Vier intensive tage, viel gelernt und von morgens bis abends am klettern, es hätte ruhig noch ein paar tage so weitergehen dürfen und die erkenntnis, dass das sicherungsniveau mindest so hoch wie das kletterniveau sein soll. Wetterkunde, notfallpläne und routenplanung, draussen in den bergen gehört noch so vieles mehr dazu und dies macht es so spannend, jetzt bin ich vollends infiziert vom virus :D
 
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