Lector 2020

Dabei seit
14. Juli 2003
Punkte für Reaktionen
8
Standort
Bayersried(Bayern)
So, habe die letzten zwei schönen Tage ausgenutzt und das Bike ausgiebig getestet (ca. 200km). Allerdings bin ich keine allzu technische Trails gefahren da ich und wir alle momentan kein Risiko beim biken eingehen sollten, aufgrund der aktuellen Situation. Überwiegend waren es Wald und Schotterwege und ein paar flowige Trails. Ein paar Wurzelpisten waren auch dabei. Zunächst mal zu mir. Bin der klassische Cross Country und Marathon Fahrer und bike seit 25 Jahren. Ich bin 1,69m groß. Die letzten sechs Jahre war ich auf Ghost Hardtails unterwegs. (Htx und Lector). Mit dem Lector bin ich die letzten Jahre alles gefahren von 6 Std. Rennen, Marathons bis hin zur Cross Country DM. Finde das Bike immer noch hammermäßig. Nun bin ich das neue Lector gefahren und muss sagen Ghost hat fast alles verbessert was mir beim alten schon verbesserungswürdig vorkam. Die Sitzposition ist kürzer und aufrechter ( obwohl das Oberrohr länger ist als es beim alten Lector eh schon war). Man sitzt sehr zentral über dem Tretlager und bringt schön Druck aufs Pedal. Die Sitzposition empfinde ich, obwohl sehr bequem, dennoch geeignet um sportlich zu fahren. Das große Komfort-Aha, aufgrund des viel gepriesenen Superfit Konzepts blieb zunächst aus. Hab jetzt noch nicht herrausgefunden was das gegenüber anderen Marken bringen soll. Allerdings ist aufgrund der neuen Rahmenform deutlich zu merken, das Schläge und Vibrationen deutlich weniger in Rücken ankommen. Macht sich vor allem bei längeren Touren bemerkbar. Das neue Lector ist auch ein wenig wendiger in kurvenreichen Trails. Auf dem Hometrail gingen meine Problemstellen gefühlt etwas flüssiger. Und auch auf schnellen Schotterabfahrten liegt es wie ein Brett auf der Piste. Kein Wunder bei 2,35er Schlappen. Diese haben mächtig Grip, rollen aber merklich schlechter als z.B. Rocket Ron. Zudem sind die MAXXIS mit 680gr. sehr schwer. Wobei wir auch schon beim Manko des Lector Pro sind. Für ein Racebike dieser Preisklasse ist es deutlich zu schwer. Schätze mal über 11kg. Bergauf ist das deutlich zu merken gegenüber meinem alten Lector. Mit Blick auf die Part Liste aber logisch. Die Laufräder wiegen ca.1900 gr. die Kurbel ca.650 und die Stütze ist bestimmt auch kein Leichtgewicht. Finde das Preis- Leistungsverhältnis eher Mau, da bin ich von Ghost besseres gewohnt. Die billige Kurbel geht in dieser Preisklasse mal gar nicht. Da ich mit dem Bike Rennen fahren möchte ( wenn dies wieder möglich ist) werde ich um weitere Investitionen nicht rum kommen. Eigentlich könnte man von einem 4000 Euro Hardtail erwarten dass es einigermaßen Ready for Race ist. Bremse, Gabel und Schaltung funktionieren einwandfrei. Wobei da hätten es gerne auch X0 Trigger sein dürfen.
Was ich persönlich auf jeden Fall in den nächsten Wochen ändern werde sind Laufräder, Reifen, auf schlauchlos umstellen und Griffe. Kurbel wenn ich mal was günstiges finde.
Mein Fazit zum Lector Pro: Ein stylisches Bike mit moderner Geometrie das echt Spaß macht. Ausstattung funktionell bis hervorragend. ( Bremsen und Gabel). Wenn es ein bischen leichter wäre ein super Allrounder der von Touren, Race Bus zu Traileinlagen alles mitmacht. Wer ein günstiges Racebike möchte sollte sich für eins der anderen Lector Modelle entscheiden, da man die Laufräder eh tauschen muss und das andere nicht so entscheidend ist.

Viele Grüße Rene
 

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