Lithium Akkus ... welche und vor allem wie?

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Meine alte Lampe, eine 20 Watt IRC, fahre ich derzeit noch mit einem selbst verlöteten Li/Io Akku (2p, 4s) spazieren. Geladen wird mittels Labornetzteil. Dank einer günstigen Be- und Entlade-Elektronik funktioniert das ganze völlig unkompliziert und problemlos.

Jetzt hat mich mal wieder das Bastelfieber gepackt und ich möchte auf LED Technik umrüsten. Nur was nehme ich da am besten?
Li/Io ... oder Li/Po ????

Die Li/Pos scheinen mir auf Anhieb einfacher und günstiger. Wo ist denn da der Haken?

Mit welcher Spannung ich basteln möchte weiß ich noch nicht. Ist auch nicht so wichtig, man bekommt ja alle Spannungen (4,2 - 16,8 Volt) schon fertig bis 5 Ah .... das sollte reichen.

Was ist denn jetzt besser geeignet für den LED-Lampenbau??
 
LiPos haben eine optimale Betriebstemperatur ab ca 20°C. Darunter fällt die Entladekurve deutlich flacher aus. Das ist schonmal der Hauptgrund, warum sie für Bikeeinsätze gerade in der kalten Jahreszeit eher ungeeignet sind. Darüber hinaus sind die Zellen bauartbedingt anfälliger gegen mechanische Belastung wie Stöße, Druck und spitze Gegenstände.

LiIo-Akkus sind temperaturunempfindlich, kommen ähnlich wie Batterien im festen Metallbecher daher und sind daher für den täglichen Bikeeinsatz besser geeignet. Einziger Nachteil: Sie sind bei gleicher Leistung etwas schwerer.
 
Wie sieht es denn mit den LiPos aus wenn ich sie gut einpacke, zwecks Isolierung?

Es fahren doch auch einige mit Lipo-Packs, was sagt ihr denn dazu?

Was würdet ihr empfehlen?
 
Die Li/Pos scheinen mir auf Anhieb einfacher und günstiger. Wo ist denn da der Haken?


Erst einmal: Ich fahre fast nur noch mit LiPos (mein Größter LiPo ist ein 29,6V mit 10 Ah) und bin höchst zufrieden.

Aber zum Zitat: Wenn Du diese wirklich billigen China LiPos kaufst, hast Du glück wenn die Dinger auch nur ansatzweise taugen. Ich habe mal ein paar billig-LiPos gekauft und die Teile waren einfach nur unbrauchbar. Generell sind gute LiPos deutlich teurer als LiIon. Und das ist der Haken!

Gruß
Thomas
 
Nimm doch deinen jetzigen Akku. Die KSQ die für dein Projekt passt, dürfte doch günstiger sein als ein neuer Akku.
Ansonsten BP941 / 945 von Giseke.de ohne weiter die Lithiumtechnik zu betrachten.
Alternativ: LiFePO4. Die sind nahezu "unkaputtbar", haben aber nur 3,2 Volt Nennspannung.
 
Mein jetziger Akku ist nicht entbehrlich, den brauche ich noch für meinen Halogenstrahler, auf den ich nicht verzichten möchte.

Ich suche einen kleinen Akku für meine Helmlampe. Maximal 2 Zellen (8V) und min. 4 Ah ...... und da wäre doch so ein Lipo-Pack eine handliche Geschichte .... dachte ich zumindest.
 
Maximal 2 Zellen (8V) und min. 4 Ah ...... und da wäre doch so ein Lipo-Pack eine handliche Geschichte .... dachte ich zumindest.

Ist es auch. Wenn Du etwas richtig gutes suchst (zu einem recht stolzen Preis):

http://www.stefansliposhop.de/liposhop/SLS/SLS-ZX-25C/4C-V33/SLS-ZX-4200mAh-2S1P-74V-25C-50C::38.html

Die Dinger haben auch bei 40 A Entladestrom noch locker über 4 Ah! Von den Zellen habe ich einen 8s2p-Pack mit insgesamt 10Ah bei 29,6V. Absolut top, die Spannung fast bis ganz zum Schluß über 3,7V/Zelle. Die Teile werden von den Modellbauern teilweise sogar den Kokam-Akkus vorgezogen. Und die neuen Zellen können 4C Ladestrom ab.


Gruß
Thomas
 
Mein jetziger Akku ist nicht entbehrlich, den brauche ich noch für meinen Halogenstrahler, auf den ich nicht verzichten möchte.

Ich suche einen kleinen Akku für meine Helmlampe. Maximal 2 Zellen (8V) und min. 4 Ah ...... und da wäre doch so ein Lipo-Pack eine handliche Geschichte .... dachte ich zumindest.

Alternativ den 2 Zelligen Lion 7.4V/2.4Ah inkl. Haltematerial und Ladegerät. Der dürfte noch sehr gut an einen Helm zu packen sein
http://www.bike-components.de/products/info/p16848_Iion-Pro-Set.html

Den Akku mit Halteriemen alleine gibt es auch. Laden kann man den auch am Labornetzteil I:ca.700mA UMax:8.42V
http://www.bike-components.de/products/info/p16834_Iion-Black-Edition-Akku.html
 
Recht hast du, der Preis ist wirklich stolz!!

Sind denn die Qualitätsunterschiede so heftig? Irgendwo im Netz habe ich für 20 €, 2 Stück mit vergleichbaren Werten gesehen. Plus Versand wäre das gerade mal die Hälfte ....
 
Die Erfahrungen mit den ganz billigen LiPos sind sehr verschieden. Fakt ist, das meist Zellen für Tragbare Unterhaltungselektronik verbaut sind, teilweise mit Nennkapazitäten deutlich unter den gelabelten Wert. Entladung (meist 10C oder mehr angegegeben) dieser Zellen ist eigentlich nur mit C/2 spezifiziert. Wenn Du Pech hast, driten die Zellen extrem auseinander. Kurzum: mit viel Glück hast Du halbwegs brauchbare Zellen unter LiIon-Niveau, oft bekommst Du ein Paket mit Sondermüll.

Es gibt auch billigere Akkus, die für Deine Zwecke reichen, aber so 30 Euro für einen Pack sollte man investieren. Oder eben doch die 18650 LiIon aus hochwertigen Camcorderakkus (hier schon oft diskutiert), Kosten für einen 6,5Ah-Pack etwa 40 Euro. Ich finde die schlanke Bauform der LiPos eben auch sehr praktisch...


Gruß
Thomas
 
Das wird es dann wohl auch werden, ein Camcorderakku. Die sind halt nur nicht so schön flach. Aber selbst das lässt sich ja recht einfach ändern :D

Gruß
Jörg
 
Keine Angst vor China-Böllern! *g* Die Zippies von www.hobbycity.com z.B. sind durchweg solide Akkus, die bei entsprechender Behandlung (Ladegerät mit Balancer, konservative Abschaltspannung) auch lange halten. Hochleistungsakku a la Kokam, oder die handgebastelten von http://www.stefansliposhop.de find ich persönlich für den Lampenbau völligen Overkill.

Wenn das C-Rating der Billigakku nicht reicht, packt man einfach noch einen weiteren parallel dazu, hat doppelte Laufzeit, halben Strom und zahlt trotzdem immer noch nen Bruchteil eines Premium-Akkus. Mit dem Unterschied, dass der Schaden geringer ausfällt, wenn man dann eben doch mal nen Akku versehentlich tief entlädt, denn der 100€-Kokam ist dann genauso kaputt wie der 20€-Zippy.

Gerade im Lampenbau, wo es im Gegensatz zum RC-Modellbau nicht auf das letzte Quäntchen Leistung ankommt, kann ich diese "China-Böller" also wirklich empfehlen, wenn man mit den im zweiten Post genannten Nachteilen eines LiPos leben kann oder diese eben so gut es geht umschifft.
 
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