RockShox MegNeg Air Can Upgrade Kit

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Sehe ich wie Du MarKurte (letzter Absatz), aber grundsätzlich ist das natürlich auch ein Frage des Geldes. Sprich, wenn ich die Topausstattung eines bikes erworben habe, dann sind "wahrscheinlich" auch weniger Anpassungen (upgrades) notwendig, da die Dämpfer/ Gabeln über mehr Einstellungsfeatures verfügen.

In meinem Fall, habe einen deluxe R, kann man leider relativ wenig einstellen, demnach muss ich tunen. Kommen wir also wieder zur ursprünglichen Frage. MegNeg tuning oder gleich Coil Dämpfer, wenn das Gewicht keine Rolle spielt.
 
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Ich glaube, dass zu viele Leute ihr fahrwerks zu voreilig tunen lassen. Meiner Meinung nach sollte das immer das Letzte sein, was man macht. Sowohl die Hersteller der Dämpfer, als auch die Rahmenhersteller denken sich was bei der Entwicklung und beim Dämpfer tune.
nicht einverstanden. ich bin eher der meinung, tuning sollte das erste sein und technische upgrades das letzte. man muss sich nur mal überlegen, dass fahrer irgendwo zwischen 55 und 105 kg liegen. selbst wenn ein hersteller unterschiedliche setups je nach rahmengröße anbietet, ist das nicht optimal. und dann kommt noch speed. ein 16 jähriger shredder braucht ein anderes setup als ein etwas übergewichtiger trailfahrer mit schlechter fahrtechnik. und: die meisten leute sind meiner meinung nach nicht mal in der lage, sag und zugstufe einzustellen. was sollen denn da upgrades bringen.

und: tuning kostet ohne upgrades meist unter 50 € aufpreis zum service.
 
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nicht einverstanden. ich bin eher der meinung, tuning sollte das erste sein und technische upgrades das letzte. man muss sich nur mal überlegen, dass fahrer irgendwo zwischen 55 und 105 kg liegen. selbst wenn ein hersteller unterschiedliche setups je nach rahmengröße anbietet, ist das nicht optimal. und dann kommt noch speed. ein 16 jähriger shredder braucht ein anderes setup als ein etwas übergewichtiger trailfahrer mit schlechter fahrtechnik. und: die meisten leute sind meiner meinung nach nicht mal in der lage, sag und zugstufe einzustellen. was sollen denn da upgrades bringen.

und: tuning kostet ohne upgrades meist unter 50 € aufpreis zum service.
Sorry, aber das ist quatsch. Tuning kommt bei dir also vor dem Setup? Und du empfiehlst also jedem Anfänger, der nicht SAG und Zugstufe einstellen kann direkt ein Tuning? Diese Personen können meist nicht einmal hr Fahrkönnen einschätzen, geschweige denn dem tuner bildlich machen, was sie sich vorstellen.

Ja es gibt unterschiedliche Gewichtsklassen, fahrkönnen etc. Dafür gibt es in erster Linie sämtliche regler am Dämpfer inkl Luftdruck, tokens etc und sicher nicht ein Tuning.
Tuning macht Sinn, wenn die Einstellungen an die Grenzen stoßen, bspw. zu wenig/viel Compression oder Rebound oder man besondere ansprüche ans Fahrwerk hat, was mit den üblichen Reglern nicht realisiert werden kann.

Erst einmal sollten die Leute sämtliche Setups testen und schauen, ob ihr Optimum dabei ist, bevor sie überhaupt ans tunen denken.
Ich habe auch nicht gesagt, dass vor jedem tuning zwingend ein Upgrade gemacht werden sollte. Falls jemand jedoch mittensupport vermisst, ist es selbstverständlich sinnvoll zuerst megneg zu testen.

Du bist scheinbar der Meinung, dass ein tuning so gut wie immer notwendig ist, dabei können sich viele fahrer die Kohle sparen, da es schlicht nicht notwendig ist.

Möglicherweise reden wir aber auch aneinander vorbei und ich habe dich falsch verstanden :D

Edit: habe gerade gesehen, dass du mit tuning scheinbar auch due Beratung beim eigentlichen setup meinst. Für mich ist tuning Änderung an den shims. Daher kommt das Missverständnis
 
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Sorry, aber das ist quatsch. Tuning kommt bei dir also vor dem Setup? Und du empfiehlst also jedem Anfänger, der nicht SAG und Zugstufe einstellen kann direkt ein Tuning? Diese Personen können meist nicht einmal hr Fahrkönnen einschätzen, geschweige denn dem tuner bildlich machen, was sie sich vorstellen.

Ja es gibt unterschiedliche Gewichtsklassen, fahrkönnen etc. Dafür gibt es in erster Linie sämtliche regler am Dämpfer inkl Luftdruck, tokens etc und sicher nicht ein Tuning.
Tuning macht Sinn, wenn die Einstellungen an die Grenzen stoßen, bspw. zu wenig/viel Compression oder Rebound oder man besondere ansprüche ans Fahrwerk hat, was mit den üblichen Reglern nicht realisiert werden kann.

Erst einmal sollten die Leute sämtliche Setups testen und schauen, ob ihr Optimum dabei ist, bevor sie überhaupt ans tunen denken.
Ich habe auch nicht gesagt, dass vor jedem tuning zwingend ein Upgrade gemacht werden sollte. Falls jemand jedoch mittensupport vermisst, ist es selbstverständlich sinnvoll zuerst megneg zu testen.

Du bist scheinbar der Meinung, dass ein tuning so gut wie immer notwendig ist, dabei können sich viele fahrer die Kohle sparen, da es schlicht nicht notwendig ist.

Möglicherweise reden wir aber auch aneinander vorbei und ich habe dich falsch verstanden :D

Edit: habe gerade gesehen, dass du mit tuning scheinbar auch due Beratung beim eigentlichen setup meinst. Für mich ist tuning Änderung an den shims. Daher kommt das Missverständnis
du hast geschrieben, man solle sich erstmal die megneg holen und dann gucken ob man tunet. völlig falscher ansatz wie gesagt. man sollte die megneg oder andere upgrades als eines der mittel sehen, um ein gesamtsetup nach wunsch zu realisieren, wie ich vor ein paar seiten erläutert habe.

und ich muss mich immer totlachen, wenn der einwand mit der kohle kommt. man zahlt etwa 50 € für einen (!!!) bikepark tag oder 100 € pro saison an reifen. wenn man die service intervalle einigermaßen einhält, dann sind bei einer 3 jährigen haltedauer des bikes um die 300 € (konservativ gerechnet) für service fällig je federelement. wir reden hier über 50-100 € aufpreis, die je federelement fällig werden für die gesamte haltedauer. und du hast dann ein auf dich eingestelltes fahrwerk INKL. setup empfehlung vom profi, die dann KOSTENLOS angepasst wird, wenn es nicht passt. also wirklich

dazu kommt noch, dass viele federelemente vermurkst aus dem werk kommen (z.b. lagerspiel nicht richtig), diese dinge können von einem guten tuner ebenfalls behandelt werden.
 
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Es gibt bikes, da passt das setup ziemlich schnell. An meinem kenevo hab ich nur den rebound vom öhlins Stahlfederdämpfer einstellen müssen und alles passte. An meinem BioBike habe ich über 1 Jahr am Setup gespielt und war nie auch nur in der Nähe vom Stahlfederdämpfer. Ich war mir sicher, ich brauchte ein individuelles setup, von jemandem der mehr weiß, als ich. MST war meine Wahl und MegNeg war/ist ein weiteres Hilfsmittel, beides zusammen hat für mich funktioniert.
 
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du hast geschrieben, man solle sich erstmal die megneg holen und dann gucken ob man tunet.
Ich habe in diesem spezifischen Fall dazu geraten, da derjenige sich EXAKT das wünscht, was Megneg bietet.
Demnach habe ich es, so wie du erwähnt hast, als "Mittel angesehen, um ein gesamtsetup nach wunsch zu realisieren". Das heißt aber noch lange nicht, dass zwingend ein tuning notwendig ist.

Wie auch immer. Du bist großer Fan davon externe Hilfe vom Profi zu nehmen (wobei sich viele als Profi schimpfen) und ich empfehle es lediglich wenn es wirklich notwendig ist. Jeder hat seine eigene Sicht auf die Dinge ;)
Wir sind uns scheinbar immerhin einig, dass zu allererst versucht werden sollte ein setup zu finden. Und erst dann darüber nachdenken sollte ein tuning oder upgrade machen zu lassen. Darum ging es mir. Nicht ob man ein Upgrade dem Tuning grundsätzlich vorziehen sollte.

case closed
 
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Fekl

Radler
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Also bei dem was @Monsieur87 schreibt, hätte ich es erstmal noch mit mehr Token und danach ebenfalls mit der MegNeg probiert. Bei Durchschlag und -rauschproblemen hilft nur ne vernünftige Feder oder eben ein hydraulischer Durchschlagschutz. Viel HS Dämpfung machts nur bei anderen Dingen zu harsch, von daher kommt man hier mit Shimtuning allein wahrscheinlich auch nicht zum gewünschten Ergebnis. Vllt erstmal mit quasi kostenlosen Token probieren und alternativ mit der MegNeg. Die Dämpfung wird beim Deluxe R, genau wie bei den anderen Deluxe Dämpfern, natürlich trotzdem noch Potential aufweisen. Ich würde vllt mal gucken, ob du eine gebrauchte MegNeg irgendwo schießen kannst, falls Token nicht reichen. 2 Token sind jetzt halt auch nicht gerade viel ;) Wenn er eh zum Service muss und du das machen lässt, kannst du ihn natürlich gleich noch abstimmen lassen. Wenn nicht, wäre mir das für so einen günstigen Dämpfer zu teuer...
 
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Also bei dem was @Monsieur87 schreibt, hätte ich es erstmal noch mit mehr Token und danach ebenfalls mit der MegNeg probiert. Bei Durchschlag und -rauschproblemen hilft nur ne vernünftige Feder oder eben ein hydraulischer Durchschlagschutz. Viel HS Dämpfung machts nur bei anderen Dingen zu harsch, von daher kommt man hier mit Shimtuning allein wahrscheinlich auch nicht zum gewünschten Ergebnis. Vllt erstmal mit quasi kostenlosen Token probieren und alternativ mit der MegNeg. Die Dämpfung wird beim Deluxe R, genau wie bei den anderen Deluxe Dämpfern, natürlich trotzdem noch Potential aufweisen. Ich würde vllt mal gucken, ob du eine gebrauchte MegNeg irgendwo schießen kannst, falls Token nicht reichen. 2 Token sind jetzt halt auch nicht gerade viel ;) Wenn er eh zum Service muss und du das machen lässt, kannst du ihn natürlich gleich noch abstimmen lassen. Wenn nicht, wäre mir das für so einen günstigen Dämpfer zu teuer...
Dank dir für deine Meinung.

Der Dämpfer ist neu (trotzdem 2018er Modell, war ein Garantiefall), darum erscheint mir umshimmen aktuell unverhältnismäßig im Vergleich zu den 60€ für MegNeg.

Meine Fazit aus diesem Thread (korrigiert mich gerne): Der Zauber der MegNeg ist das Zusammenspiel aus verhältnismäßig stark vergrößerter Negativkammer und veränderter Position des Überströmkanals. Dies führt zu der lineareren Federkennlinie.

Durchschläge habe ich bei meinem aktuellem Setup (ohne MegNeg) nicht. Entsprechend würde das Einsetzen von mehr Tokens zu einer noch progressiveren Kennlinie führen und mein Thema im mittleren Federwegsbereich wohl nicht beheben.
 
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Ich nehme seit Jahren Castrol EP 80W-90 Getriebeöl für den Dämpfer. Es hat ähnliche Eigenschaften wie das Fox Fluid und kommt bei mir in alle Dämpfer. Es gab zu dem Thema vor Jahren mal einen Thread und dieses Öl war damals der Gewinner. Das Öl kostet in der 1l Flasche unter 10€ und hält ewig.
 

Pencilvester

Oooweee
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Ich nehme seit Jahren Castrol EP 80W-90 Getriebeöl für den Dämpfer. Es hat ähnliche Eigenschaften wie das Fox Fluid und kommt bei mir in alle Dämpfer. Es gab zu dem Thema vor Jahren mal einen Thread und dieses Öl war damals der Gewinner. Das Öl kostet in der 1l Flasche unter 10€ und hält ewig.
Stimmt, früher gab es ja mal eine Zeit lang kein Fox Fluid zu kaufen und wenn, war es sehr teuer.
Bei meinem Fox Dämpfer habe ich damals auch Getriebeöl genommen und zwar das Liqui Moly 75W90.
Habe sogar noch eine fast volle 500ml Flasche hier rumliegen falls wer Interesse hat. Ist allerdings schon was älter....
 
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Dank dir für deine Meinung.

Der Dämpfer ist neu (trotzdem 2018er Modell, war ein Garantiefall), darum erscheint mir umshimmen aktuell unverhältnismäßig im Vergleich zu den 60€ für MegNeg.

Meine Fazit aus diesem Thread (korrigiert mich gerne): Der Zauber der MegNeg ist das Zusammenspiel aus verhältnismäßig stark vergrößerter Negativkammer und veränderter Position des Überströmkanals. Dies führt zu der lineareren Federkennlinie.

Durchschläge habe ich bei meinem aktuellem Setup (ohne MegNeg) nicht. Entsprechend würde das Einsetzen von mehr Tokens zu einer noch progressiveren Kennlinie führen und mein Thema im mittleren Federwegsbereich wohl nicht beheben.
Beim 2017/2018er Modell des Super Deluxe lohnt nach Einsatz der MegNeg ein Tuning von MST in jedem Fall, da der Dämpfer sehr große Probleme mit der Zugstufe besitzt. Diese ist in der Regel zu langsam und vor Allem kaum stufenlos einstellbar. Bei mir z.B. ganz offen = OK, etwas zu schnell und 1 oder 2 Klicks in Richtung geschlossen so langsam, dass der nicht mehr fahrbar ist bzw. sogar bergauf nicht mehr komplett ausfedert. Mit der Überarbeitung 2019/2020 hat Rock Shox die Zugstufenprobleme gelöst. Die Probleme der 2017/2018er Generation behebt das Tuning von MST und steigert natürlich die Performance von Druck- und Zugstufe.

Viele Grüße,

Lars
 
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Schicke den Dämpfer zu MST, lass das Tuning machen und die MegNeg einbauen. Was Du wieder zurück bekommst, wirst Du nicht wieder erkennen. Ich war von dem Super Deluxe 2018 schwer enttäuscht, nach MST Tuning und MegNeg will ich keinen anderen mehr!
 
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Also mit der Zugstufe hatte ich bisher keine Probleme, lediglich mit dem durchrauschen.
Ich teste nun seit zwei Tagen schon mit der MegNeg, ist definitiv besser geworden :i2: Aber ganz zufriedenen bin ich noch nicht. Bisher ist noch kein Band drin, werde als nächsten Schritt mal noch welche einsetzen
 
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Welchen Dämpfer hast Du? Wenn es der kurze 185x5x ist, probiere mal gleich 4 Bänder auf einmal... Du wirst überrascht sein.
Ich habe mich von 0 Bändern zu 4 vorgearbeitet und das Ansprechverhalten wurde mit jedem Band besser. Von daher kann ich Sonnenstern28 nur zustimmen, setze alle 4 Bänder ein und freue Dich über Deinen neuen SuperDämpfer ...
 
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@MarKurte

Ich glaube Fekl meint mit dem Folgenden etwas anderes:


Die Losbrechkraft mit 0 Bändern ist am schlechtesten, da das große Volumen einen ausreichenden Druckanstieg zum Ausgleich der Kräfte im ausgefederten Zustand verhindert. Je mehr Bänder man nun montiert, desto schneller steigt der Druck in der Negativkammer und damit sinkt die Losbrechkraft.

Ich möchte an dieser Stelle noch einen weiteren Aspekt in den Raum werfen, den ich während des Testens mit verschiedenen Bändern festgestellt habe. Und zwar gleicher SAG beim Ändern der Bänderanzahl.

Ich bin die Megneg zunächst mit 0 Bändern und den Druckempfehlungen von RockShox gefahren und habe mich über den extremen Supportzuwachs gefreut. Später habe ich festgestellt, dass sich dadurch der SAG um 5% verringert hat. Bei exakt gleichem SAG bin ich dann auf 4 Bänder gewechselt und konnte keinen Supportverlust feststellen.
Im Folgenden habe ich mal eine überspitzte Skizze dargestellt warum eine Hohe Losbrechkraft den Support sogar verringern kann:

Anhang anzeigen 1191024
Gelb: Lineare Kennlinie
Rot: Kleine Negativkammer ohne Losbrechkraft
Grün: Riesige Negativkammer mit Losbrechkraft

Hier sieht man, dass bei gleichem SAG die grüne Kennlinie schlechteren Support liefert als die Rote, obwohl die Kennlinie deutlich linearer ist und viel weniger durchhängt ( größere Negativkammer). Natürlich ist das hier etwas extrem dargestellt, zeigt aber auch, dass Vorspannung oder eben keine Vorspannung eine große Rolle spielen kann. Ebenso ist mir bewusst, dass verschiedene Übersetzungsverhältniskennlinien ebenfalls unterschiedlich stark auf Vorspannung reagieren. So spielt es zum Beispiel bei sehr Progressiven Rahmen eine geringere Rolle als bei degressiven Rahmen (im ersten Drittel des Federwegs).

Ich kann nur empfehlen beim Vergleichen der verschiedenen Konfigurationen extrem penibel auf den SAG zu achten. Am besten sucht man sich einen bestimmten Ort und eine Körperpostition bei der man den SAG reproduzierbar messen kann. Bei mir ist das im Keller im Türrahmen. Ich balanciere das Rad dann so aus, dass ich lediglich Kraft auf die Pedale bringe ohne mich im Türrahmen oder auf dem Lenker abzustützen. So kann ich garantieren, dass ich immer die gleiche Gewichtsverteilung habe.

Bei den aktuellen Außentemperaturen ist auch wichtig das Rad immer bei der gleichen Temperatur einzustellen. Es macht einen riesigen Unterschied ob ich das Rad aus der kalten Garage direkt einstelle, oder vorher im warmen Keller daran rumgeschraubt habe.
Meiner Meinung nach entstehen 90% der kontroversen Aussagen hier im Thread durch das Problem fehlender Vergleichbarkeit durch verschiedene SAG Einstellungen bei verschiedenen Bänderanzahlen.


Und nun noch zu meinem speziellen Fall:
Ich habe die Megneg in meinem Commencal Meta TR 2019 mit RockShox Deluxe RT Dämpfer montiert. (Relativ linearer Hinterbau)
Ohne Megneg war ich etwas enttäuscht vom Hinterbau. Sobald es ruppig wurde fühlte es sich an, als würde der Hinterbau nicht hinterher kommen.

Nachdem ich die Megneg montiert habe bin ich zunächst mit 0 Bändern gefahren. Wie oben bereits geschrieben war der Support sehr gut, jedoch ist das Problem dadurch nicht verschwunden.

Nach ein paar Videoaufnahmen konnte ich das Problem dann auf das initiale Ansprechverhalten eingrenzen, da das Hinterrad doch extrem oft den Bodenkontakt verliert.

Die Ausführungen von Stefan haben mich dann dazu gebracht das Thema Ansprechverhalten der Megneg nochmal anzugehen. Durch das Fehlen eines Basevalves und dem starken Lockout im Mainvalve des Deluxe RT ist dem entsprechend auch ein extrem hoher IFP-Druck zu verzeichnen. Eine ganz grobe Messung der Losbrechkraft des Dämpfers ohne Luftkammer ergab ca. 20KgF, das nach einem Übersetzungsverhältnis von 2,6 immer noch eine Kraft von 75N, also 7,5KgF am Rad entspricht. Das bedeutet, dass jede Wurzel einen Schlag von 7,5kgF in den Rahmen einbringt ohne, dass sich der Dämpfer auch nur einen mm bewegt. Das beruht auf der Annahme, dass RockShox die Serienluftfeder so ausgelegt hat, dass im ausgefederten Zustand ein Kräftegleichgewicht herrscht. Ist dem nicht so, wird es tendenziell noch schlimmer. 0 Bänder haben genau diesen Effekt. Die Kammer wird zu groß für die Position des Ausgleichsports und somit Federt der Dämpfer gegen den harten Anschlag aus.

So habe ich also dann die Megneg mit 4 Bändern ausprobiert und siehe da, der Dämpfer lässt sich plötzlich unter 225psi Druck per Hand einfedern. Das war mit 0 Bändern bzw. mit dem Serien Airsleeve nicht möglich.
Wieder auf dem Trail kam dann die Überraschung. Der Hinterbau arbeitet auf einmal staubsaugerartig und Wurzelfelder die mich zuvor mit brutalen Schlägen in die Fußgelenke gestraft haben verschwanden förmlich.

Abschließend würde ich jedem der einen Deluxe RT besitzt das Megneg Upgrade empfehlen. Die Non-Piggyback Dämpfer haben einfach den riesigen Nachteil durch den hohen IFP-Druck eine enorme Losbrechkraft zu haben. Abstimmen würde ich dann immer so, dass man den Dämpfer per Hand möglichst kraftfrei bewegen kann. Dadurch, dass die Kennlinie im Ursprung beginnt generiert man so max. Sensibilität mit gutem Support ohne dabei Federweg am Anfang zu verschenken.
Kannst du uns eventuell noch sagen, wieviele Tokens du einsetzest?
 
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Kannst du uns eventuell noch sagen, wieviele Tokens du einsetzest?
Ich fahre momentan so ca. 4,5 Tokens. Habe mir einen großen Token 3D gedruckt, der in etwa das Volumen von 3,5 Tokens hat. Das hatte den Hintergrund, dass mein Meta TR von 2019 eine sehr geringe Progression hat. 5,5 Tokens waren dann allerdings etwas zu viel, sodass der Rebound nicht hinterher kam.
 
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Ok, danke Dir! Ich starte jetzt mal ohne tokens sowie 4 Bänder in meinem Decoy. Inwieweit spielt denn das Systemgewicht (bike + Fahrer) eine zentrale Rolle? Liegt es rein am bike oder muss beim ebike das Gewicht mitberücksichtigt werden?
 
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Ok, danke Dir! Ich starte jetzt mal ohne tokens sowie 4 Bänder in meinem Decoy. Inwieweit spielt denn das Systemgewicht (bike + Fahrer) eine zentrale Rolle? Liegt es rein am bike oder muss beim ebike das Gewicht mitberücksichtigt werden?
Das Systemgewicht + Fahrer, bestimmt wie hoch der Luftdruck sein muss, ist der SAG richtig eingestellt passt es in aller Regel. Token und Bänder wiederum regeln das Ansprechverhalten und die Reaktion des Dämpfers ...
 
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