Sattelüberhöhung...

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Hallo,

ich habe in letzter Zeit Probleme mit meinem Rücken und überlege nun einen steileren Vorbau zu montieren. Ich fahre hauptsächlich Touren, aber auch mal ne schnelle Feierabendrunde und 1-2 Marathons im Jahr.
Wieviel Zentimeter sollte der Sattel dafür höher sein und wie groß ist bei euch der Niveauunterschied zwischen Lenker und Sattel bei diesem Einsatzbereich??? Bei mir sind es momentan ca. 7cm!
Ich weiß, daß es auch immer von der jeweiligen Körpergeometrie abhängt. Aber es gibt doch bestimmt iregndwelche Richtwerte!?


Ciao

Chris
 
Also wenn das Oberrohr lang genug ist (und der Lenker breit genug (mind. 60cm)) dann brauchst Du auf dem Fully eigentlich kaum eine oder gar keine Sattelüberhöhung. (Du hast doch ein Fully? -> Avatar...)

Aber ob durch einen höheren Lenker die Rückenprobleme besser werden? Ich denke nämlich nicht, daß die was mit der Lenkerposition des Rades zu tun haben, sondern eher was mit dem Muskelapparat ders Fahrers....
 
Ja, ich habe eine Fully!
Dass die Rückenprobleme mit meinem Muskelapparat zusammenhänegen weiß ich (..hat mir ja auch der Arzt so gesagt ;) ).
Ich will deswegen meine Sitzposition aufm Bike ein bissl komfortabler gestalten, auch weil ich bei längeren Touren meinen Rücken spüre!
Wollte nur mal interessehalber wissen wie es mit der Sattelüberhöhung bei anderen so aussieht!

Zur Info noch: Rahmengröße L; Lenkerbreite 635mm; Körpergröße 186 cm



Chris
 
Ich weis nur, dass ich bei meinem Cannondale von 130mm und 10° auf 100mm und 20° umgestiegen bin, noch zusätzlich einem breiten Riserlenker. Seit dem geht es meinem Rücken trotz Hardtail wunderbar, mit der alten Konfiguration konnte ich mich nach ner 60km-Tour gar nicht mehr aufrichten, weil mir meine Lendenwirbel so geschmerzt haben. Ohne Spaß, ich hab gedacht ist sterbe als ich mich "geradegestreckt" habe.

Nun ist Schluss damit, und das Rad fährt sich auch viiiieeell besser ;)

gruß,
reno
 
Ic hatte am Anfang an meinen Bike gar keine Sattelüberhöhung und hatte bei über 2Std. biken Rückenschmerzen. Dann hab ich alle Spacer entfernt und den Vorbau umgedreht, So das ich auf 6cm sattelüberhöhung komme.
Die ersten paar Touren hatte ich nach ca 2 Std. starke Rückenschmerzen. Danach leichte Schmerzen hin und wieder. Und jetzt gar nicht mehr.

Hört sich komisch an ist aber so.

Vermute mal das sich durch die "racigere" Sitzposition wohl die Rückenmuskulatur gestärkt und die Beinmuskulatur entlastet wurde. Zusätzlich lastet wohl jetzt auch mehr Gewicht auf dem Armen.

Ich fahr nen 18 Zoll Rahmen bei 177cm.

Aber Rückentraining und nen kürzerer Vorbau sind normalerweise die Lösungsmittel. Manchmal hilft auch die Neigung des sattels zu Verstellen.
Ein schwerer Rucksack kann auch zu Problemen führen.

Ich hab uach mal gehört, das Rückenschmerzen durch wenig trainierte Beine beim biken entstehen können. Denn straffe Oberschenkel und Arschmuskel stützen den Rücken. Wenn diese nach der Anstregung erschlafen muß die Rückenmuskulatur logischerweise noch mehr arbeiten.

Gruss Pevloc
 
Hehe. Würde ja nicht auf mich zutreffen, hab absolute Mädels-Oberarme, aber Beine wie ein Ochse... ;)


gruß,
reno
 
Hallo, ich bin 1,88cm groß und fuhr auf meinem alten Fully eine Sattelüberhöhung von 11cm. Das war eine Qual für meinen Rücken, also habe ich den Vorbau gewechselt und kam dann auf 7cm. Mittlerweile fahre ich 3-5 cm Sattelüberhöhung an meinen Tourenbikes.
Grüße,
Bartenwal
 
Gleiche Grösse (1,86 m), Fully, Vorbau 100 mm, 6°, Sattelüberhöhung 5 cm. Wenn dir das weiterhilft!? Habe aber ziemlich lange Arme.
 
die sattelüberhöhung ist mE eine reine gewöhnungssache. wenn man mehrere wochen auf dem bike verbracht hat (zB nch wenig raining im winter), gehen normalerweise die Probleme weg.
da ich rr und mtb fahre, habe ich selbst gemerkt, dass es nur eine anpassung ist. natürlich ist die gestört, wenn deine rückenmuskultaur zu schwach ist.
was ich außerdem gemerkt habe:
wenn man den sattel um wenige mm (weniger als 10 an der hinterkante) nach vorne scwenkt, hat das rieige auswirkungen auf das wohlbefinden des rückens. konnte es kaum glauben. dann noch sattel gewechselt und 100km, teils in aeroposition (mit waagerechtem rücken), sind kein problem.
vorher hatte ich 2mal schin nach 30km so starke schmerzen, dass ich die tour abkürzen musste. das lag aber wie gesagt nicht an der überhöhung, sondern an der sattelpsition.
 
die Überhöhung (die bei MtB ohnehin nicht mehr als Handbreite betragen sollte) ist dafür fast nie der Grund, sondern fast immer die zu getreckte Position, d.h. sattel idR zu weit hinten und/oder Vorbau zu lang

experimentier damit mal rum und du wirst sehen ich hab recht :daumen:
 
Ich bin spät dran mit meinem Post, aber bei uns ist's grün und deshalb noch perfekt zum Biken.

Einige Dinge wurden ja schon genannt.
Die Rückenschmerzen kommen nicht nur von dem Thema Sattelüberhöhung:

1) Liegt das Lot von Deinem Knie auch über der Pedalachse? (Viele haben den Sattel zu weit hinten und in Kombination mit dem flacheren Sitzrohrwinkel beim MTB und Deiner Sattelüberhöhung führt das dann zu einem "Klappmessereffekt" in der Sitzposition, und das muss der Rücken wegstecken.

2) Wenn der Sattel paßt, wie lange ist Deine Länge vom Sattel bis zum Lenker?
Maß, horizontal gemessen von der Sattelspitze bis zum Lenker auf der Verbindungslinie zwischen den Griffen (nicht bis zur Vorbauklemmung, damit ist die Biegung des Lenkers berücksichtigt:ein 9° nach hinten gebogener Lenker verkürzt die effektive Vorbaulänge ca. um 15mm)
Als erster Anhaltspunkt ist die Länge ideal, die Du erreichst wenn Du deinen Ellenbogen an der Sattelnase anlegst und die gestreckten Finger auf den Vorbau legst, dann noch drei Fingerbreiten (Zeige bis Ringfinger quer) dazu addierst bis zum Lenker (Mitte Griffe).
Natürlich hat die Sattellänge einen geringen Einfluss und Racer sitzen etwas länger als Enduristen, aber fürs erste ist das ein guter Wert.

3) Jetzt kommt die Sattelüberhöhung dran: Ich würde empfehlen bei einem Touren-Bike ca. 3-5 cm zu nehmen, weniger ist natürlich bequemer (und besser für den Rücken)
Wichtig ist die Einstellung der Sattelnase!
Sie sollte schon etwas nach unten zeigen, da bei absolut horizontaler Einstellung die Biegung der Wirbelsäule im unteren Bereich zu stark ist, und bei einem Mountainbike dann die Schläge auf die ohnehin schon belasteten Bandscheiben und Stützmuskulaturen gehen.
Hier ist dann etwas Balance gefragt zwischen der Belastung von Schulter/Armen/Händen und dem unteren Rücken.

Zu guter Letzt empfehle ich noch einen Lenker wie oben beschrieben 9° oder noch besser 12° Biegung nach hinten (z.B. Syntace) mit entsprechenden Barends (z.B. Ritchey WCS Ergo mit stärkerer Biegung um die Lenkerneigung zu kompensieren).
Wenn die Armauflage unergonomisch ist, wie bei vielen flatbars mit geringer Biegung, versucht man unbewußt oder bewußt den Druck von den Händen wegzubekommen, und das geht immer auf den Rücken! Durch die Barends hat man mehrere Griffpositionen.

Die beste Sitzposition nützt aber nichts, wenn die Rückenmuskulatur nicht trainiert ist.

Viel Spaß beim Basteln und Grübeln!
Frohe Weihnachten und einen guten Start in die Bikesaison 2007
 
Vermute mal das sich durch die "racigere" Sitzposition wohl die Rückenmuskulatur gestärkt und die Beinmuskulatur entlastet wurde. Zusätzlich lastet wohl jetzt auch mehr Gewicht auf dem Armen.
:lol:
Altes Ammenmärchen, dass Rückenschmerzen von schwacher Rückenmuskulatur kämen. In aller Regel (soweit man das so verallgemeinern darf) sind es eher die Bauchmuskeln, die zu schwach sind. Und da können schon 5-10 Minuten am Tag Übungen helfen, die Rückenschmerzen einzudämmen. Soweit wenigstens meine Erfahrung zum Thema (bei ca. 10cm Sattelüberhöhung).
 
Das stimmt. Durch schlechte Bauchmuskulatur ist das Becken etwas gekippt und man bekommt Rückenschmerzen. In den meisten Fällen liegt es wirklich an den Bauchmukies. Sportärzte bestätigen das. Man kann bei denen ein Test machen und die Stärke der einzelnen Muskelgruppen testen. rücken und Bauch sollten gleich sein. Ist aber in den wenigsten Fällen so.
 
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