Trotz Training schlechter geworden: Was mach ich verkehrt?

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Hallo zusammen,

habe dieses Jahr erstmals angefangen, Grundlage zu trainieren (bin vorher immer ohne Pulsuhr drauflosgefahren). Habe nun nach etwa 7 Wochen festgestellt, dass ich auf einer Hausrunde schlechter geworden bin.

Mein Training dazwischen sah folgendermaßen aus:
Montag Krafttraining (Oberkörper)
Mittwoch GA1 auf dem Ergometer, 1 Stunde
Donnerstag Krafttraining (Oberkörper)
Samstag GA1-Training, 1,5 bis zwei Stunden
Sonntag eine normale Tour, ca. 2 Stunden

Was mach ich falsch?

Anbei mal die Vergleichsdaten der gleichen Strecke vorher, nacher:
Dauer: 1:41 Stunden, vorher 1:36. Der Durchschnittspuls war zwar mit 136 nur einen Pulsschlag geringer. Lediglich die Herzfrequenzbereiche sind etwas günstiger geworden.

medium_VergleichHerzfrequenzbereiche.JPG
 
Vergleiche mal über einen längeren Zeitraum.

Den Faktor Ernährung nicht vergessen, macht eine Menge aus. Seit ich bestimmte Lebensmittel meide, fühle ich mich wie Bombe, auch im Alltag! Stichwort Übersäuerung des Körpers, google mal darüber, auch im Zusammenhang mit Milchprodukten.
 
Weglassen ist übertrieben.....aber zumindest stark einschränken bei allem rein tierischen Ursprungs, inbesondere Milch. Stattdessen viel Obst/Gemüse, viel stilles Wasser trinken, viel essen was Mineralien aller Art hat....wirkt 10mal besser als Kohlenhydratbunkerei.
 
Die paar minuten sagen da mal nix aus. Bei der nächsten Tour bist de 3 Minuten schneller... und dann sagt uns das!?
Genau nämlich garnix.

Dazu sind die Grundlageneinheiten für jemanden halbwegs trainierten Menschen nicht besonders lang (oder was sagen andere dazu).

Noch dazu bist du bei der 2. Tour laut deinem Diagramm oben mehr im GA1 deutlich mehr im GA2 und weit weniger im EB Bereich unterwegs gewesen.... sofern man das ganze irgendwo ernst nehmen kann, also das Diagramm meine ich.
 
Hey Schurwald Biker,
dein Diagram zeigt erstmal nur dass du Deine Hausstrecke mit weniger intensität gefahren bist als das erste mal.
Weniger intensiv heißt erstmal weniger Tempo. Wenn du mit den selben intensitäten gefahren wärst, wäre es evtl. vergeleichbar und dann kannst du auch die Zeiten vergleichen.
Wie kommen die Trainingsbereiche zustande? Durch eine Leistungsdiagnostik?
Wie ist Dein Training denn aufgebaut? 4 Wochen ist ja ein recht kurzer Zeitraum.
Da müssen noch mehr Sachen hinterfragt werden um dazu was sagen zu können.
 
Adaption ist nun mal spezifisch, dh. faehrst du bergauf, wirst du vornehmlich besser im berauffahren. Machst du Klimmzuege, wirst du vornaemlich besser beim Klimmziehen. Faehrst du dauernd langsam, ... u get it.
 
Hey Schurwald Biker,

ich weiss Dein Alter nicht aber ich würde das Training immer mal wieder anders verteilen und im Laufe der Zeit intensivieren. Ausserdem halte ich Dein Kraftraining für recht einseitig. Nimm mal das Kippelbrett oder Kissen und mach mehr Stabiübungen.

Dadurch setzt Du mehr Reize..z.B.:

Montag: 60min. auf dem Ergometer (GA1)...anschliessend Krafttraining (Oberkörper)
Dienstag: Ruhe
Mittwoch: GA1 + GA2 auf dem Ergometer, min. 90min. (Fahrtspiel/Intervalle 3*10min)..anschliessend Training (Rumpf/Stabi)
Donnerstag: Ausgleichssport wie Schwimmen oder kurzer Lauf (5km) ..ist gut für den Kopf....
Freitag: Pause
Samstag GA1-Training, 1,5 bis zwei Stunden. Eventuell andere Schwerpunkte setzen. (3*5min EB, kleine Sprints)
Sonntag eine normale Tour, ca. 3 Stunden (andere Runde, Anstiege Kette rechts!..langsam starten und locker beenden)

have fun...
Gruß
Sven
 
Lass bei dem geringen Umfang gezieltes Grundlagentraining komplett weg. Fahr Touren, so dass Du Spaß hast und bau da gelegentlich mal bewusst höhere Belastungen rein. -->"Fahrt(en)spiel"

Grüße,
Jan
 
Lass bei dem geringen Umfang gezieltes Grundlagentraining komplett weg. Fahr Touren, so dass Du Spaß hast und bau da gelegentlich mal bewusst höhere Belastungen rein. -->"Fahrt(en)spiel"

Grüße,
Jan

Hab ich auch schon überlegt. Macht es aber nicht Sinn, zumindest verstärkt im aeroben Bereich zu trainineren? Mein Ziel wäre es schon, meine Leistung im Aeroben Bereich - oder meinetwegen auch an der Schwelle - zu verbessern.
 
Wenn Du nicht schnell wirst wirst du nicht schneller. Ich würde frühestens bei mindestens 4-5 Radeinheiten und mehr als 8-9 Stunden pro Woche mit gezielten Grundlageneinheiten anfangen. Diese sollten dann auch eher länger (>1,5-2 Std. sein).

Durch dynamischeres Fahren (Fahrtenspiel) wirst Du erstmal relativ deutliche Fortschritte machen.
 
Wenn Du nicht schnell wirst wirst du nicht schneller. Ich würde frühestens bei mindestens 4-5 Radeinheiten und mehr als 8-9 Stunden pro Woche mit gezielten Grundlageneinheiten anfangen. Diese sollten dann auch eher länger (>1,5-2 Std. sein). Durch dynamischeres Fahren (Fahrtenspiel) wirst Du erstmal relativ deutliche Fortschritte machen.

Wie geht denn das "Fahrtenspiel"? Macht die Verbesserung der Leistung im aeroben Bereich nicht auch bei 4-5 Stunden Training pro Woche Sinn?
 
Mir hat der Conconi-Test sehr geholfen. Das reicht für einen Hobby-Rennfahrer. Dann kennst Du deine anerobere Schwelle und kannst damit die anderen Bereiche einstellen. (besser als 220 minus Lebensalter) Mit gutem Grundlagenträining und Intervalltrainingseinheiten in den EB hinein läßt sich die Schwelle leicht nach oben schieben. Ein weiterer Trainingindex ist die Zeitdauer zwischen Höchstpuls bis Normalpuls. Je kürzer die Zeitdauer bis zum Normalpuls desto besser ist man "trainiert".
 
Das schaffst Du ohne Probleme. Es ist nur einfach nicht zielführend (und meiner Meinung nach wenig spaßig) dich mit Grundlageneinheiten rumzuquälen.
 
Unterschätze das Ergometer mit Wattanzeige nicht, darauf kann man prima Intervalle fahren und die Trainingszeit wird zu 100% effektiv genutzt. Nach 70-80min bin ich zum Beispiel mit Intervalltraining dort fertig. Habe den Winter fast nur indoor trainiert und das hat ne Menge gebracht.
 
Was es gebracht hat, ich war im Herbst völlig ausser Form, hatte auch einen Sturz mit dem MTB, Halswirbelsäule gestaucht + 3Wochen krank. Hab im Dezember angefangen zu trainieren gerade aufm Ergometer. Seitdem ist die Leistung gestiegen und ich bin besser in Form wie letztes Jahr im Februar. Ich fahre zur Zeit, weils Wetter so gut ist, mit dem Rennrad so eine topfebene Standardstrecke und ich merke rein subjektiv, ich fahre selbst bei GA1 mit mehr Druck und objektiv ist es auch bestätigt, die Durchschnittsgeschwindigkeit ist auch höher. Mit dem Mtb kann ich schlecht Vergleiche führen, weil ich ja auch fast 10kg abgenommen habe und somit am Berg eh schneller bin. Leistungszuwachs kann ich aber genau am Ergo messen, seit Trainingsbeginn ist meine ftp um 25Watt gestiegen.
 
eins vorweg: ich möchte hier niemanden angreifen!

das was im ersten post als training bezeichnet wird, würde ich als ganz normales rumgegurcke ansehen.

ich versuche wenigstens 2 tage am stück "radtraining" zu machen.
gut, das was ich an training mache, darüber lachen meine üblichen begleiter zu den rennen nur.

an deiner stelle würde ich mal versuchen mir eine kleine runde zu suchen die in beide richtungen abfahrbar ist.
sowas habe ich hier auch. in die eine richtung gehts nur bergauf, und dann stufenweise bergab. auf dem hinweg kann ich mich warmfahren und dann an der steigung rundenweise abschießen.
in die andere richtung gehts stufenweise rauf und runter. da kann man die anstiege ordentlich ballern und sich in den kurzen abfahrten, und der langen am schluß, ausruhen.
als grundlageneinheit fahre ich bis jetzt meist zwichen 65 und 85 km im flachen. meist auf radwegen, über schotter und wiesen.

mal sehen obs was bringt.
 
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