Welcome to the (Surly) Bridge Club - Brauche Rat bzgl. Ausstattung

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Hallo zusammen,

Ich bin ja eigentlich eher so der stille Mitleser, aber jetzt bräuchte ich doch mal euren fachmännischen Rat. Kurz zu mir: 38 Jahre alt, 1,76 m groß, seit 23 Jahren auf MTBs unterwegs, quasi keine Ahnung von anderen Bike-Gattungen.

Ich fahre derzeit ein billiges Trekkingrad von Velo De Ville das ich sowohl zum pendeln, als auch für gelegentliche Radreisen mit Zelt & Schlafsack nutze. Außerdem packe ich bei gutem Wetter schon mal meine Tochter auf den Kindersitz oder hänge den Hunde-Anhänger dran. Mit der Zeit ist ein Schwung hochwertigerer Komponeten ans Rad gekommen, so zB ein Tubus Cargo Evo, HS33 und der Shimano XT 2x10 Antrieb der von einem MTB übrig war. Da mir der Rahmen aber ein Stück zu lang ist (620 mm horizontale Oberrohr-Länge), der etwas zu breite Hinterbau den Ein- und Ausbau des Hinterrades zur Geduldsprobe werden lässt, er keine Disc-Aufnahme hat und mir die max. Reifenbreite von ca. 1.5” (momentan fahre ich 1.45” mit ein wenig Freiraum) für schlechte Straßen und unbefestigte Wege zu wenig ist, bin ich auf der Suche nach Ersatz. Dieser Ersatz soll dann den Einsatzbereich auch noch um schnelle Runden auf der Forstautobahn erweitern.

Auf der Suche nach einem geeigneten “All Road Touring Bike” ohne Federgabel und mit Flat Bar bin ich dann auf das Surly Bridge Club gestoßen, also stehen die Chancen nicht schlecht dass ich mir ein Bridge Club selber aufbaue. Selber aufbauen möchte ich zum einen weil es mir einfach Spaß macht, und zum anderen würde ich gerne ein paar Komponenten vom jetzigen Bike übernehmen.

Da das Surly auch mal wo abgestellt wird soll der Aufbau zwar relativ hochwertig, aber nicht edel werden. “Zweckmäßig” wäre glaube ich das passende Wort. Und weil ich eben wie eingangs erwähnt wenig Ahnung von Nicht-MTBs habe dachte ich mir ich teile meine Gedanken zur Ausstattungsliste mal mit euch und hoffe auf die eine oder andere gute Idee. Berechtigte Kritik ist auch willkommen falls ich mir an dem einen oder anderen Punkt Bullshit zusammenreime.

Dann wollen wir mal:

Rahmen / Gabel: Klar, Surly Bridge Club. Bei meinen 1,76 m wohl in Größe MD. Macht 595 mm horiz. Oberrohrlänge, das sollte meine Handgelenke freuen. Farbe wahrscheinlich Illegal Smile.

Antrieb: Shimano XT 2x10 vom jetzigen Rad. Das ist noch alles gut in Schuss, und die Verschleißteile habe ich kürzlich erst erneuert. Ob der Umwerfer passt wird sich zeigen, zum Glück sind die Dinger ja nicht teuer.

Laufräder: Hier wird es schwierig. Nabendynamo muss sein. Ein Son wäre zwar schick, ist mir aber zu teuer. Der Shimano XT ist deutlich günstiger. Am Hinterrad dann passenderweise die XT Hinterradnabe (Das Bridge Club hat die alten Standards von 10x100 mm vorne und 10x135 bis 10x141 hinten). In Sachen Custom Laufräder habe ich gute Erfahrungen mit Actionsports gemacht, da gibt es den XT Dynamo zB mit der Stan’s Arch MK3 Felge. Die Felge habe ich an einem meiner MTBs und sie kommt mir recht weich/komfortabel vor, könnte fürs Bridge Club passen. Alternativ die Funworks Atmosphere 25 mm, spart 60 Euro. Oder sind die Felgen für so ein Rad schon zu “fett”, da “zu MTB-ig”? Beide wiegen um die 420 g pro Stück (in 27.5”), und die Innenbreite von 25 bis 26 mm passt glaube ich eigentlich ganz gut zu den angedachten Reifenbreiten (mehr dazu im nächsten Absatz).

Reifen: Boah, keine Ahnung... Nur Tubeless ist gesetzt. Wie gesagt, die jetzigen 1.45” sind mir zu schmal. Spontan würde ich beim Bridge Club auf 2.1” bis 2.2” gehen, gerne mit der Option bis 2.4” oder 2.5” zu erhöhen. Deshalb Felgen mit 25 bis 26 mm Innenweite. Da das Bike viel auf der Straße bewegt werden wird sollten sie gut rollen. An den MTBs habe ich gute Tubeless-Erfahrungen mit Schwalbe gemacht, also würde ich mal die Schwalbe G-One in den Ring werfen. Vielleicht G-One Bite oder G-One Allround?

Bremsen: Die HS33 kann und will ich nicht übernehmen. Wenn sie mal eingestellt sind und funktionieren sind sie ja unauffällig, aber wehe da muss mal Hand angelegt werden... (Kleine Anekdote am Rande: Vor ein paar Jahren habe ich mit drei Freuden eine zweiwöchige Radtour durch den sommerlichen Altschnee Norwegens gemacht. Wir vier hatten jeder einen anderen Bremsentyp: Shimano Scheibenbremsen, V-Brakes mit Parallelogramm, V-Brakes ohne Parallelogramm, und ich hatte mir ein paar Monate vor der Tour noch extra die HS33 gekauft weil sie ja so wartungsarm sind. Der einzige der wiederholt Bremsenprobleme hatte war ich...) Da ich an meinen MTBs gut mit Shimano Scheibenbremsen klar komme und sämtliches Zubehör zum Warten und Entlüften im Keller habe könnte ich mir am Surly die SLX vorstellen. Nicht zu teuer, Einfinger-Hebel, klingt gut.

Cockpit: Meine Wühlkiste gibt noch einen 70 mm Vorbau und einen MTB Lenker aus einem Canyon Spectral Komplettrad her. Der Lenker ist auf 720 mm gekürzt und hat relativ viel Backsweep, ich schätze 10° bis 12°. Ich denke die Kombination probiere ich erst einmal aus um bei Nichtgefallen ungefähr abschätzen zu können wie ich die Sitzposition stattdessen haben möchte.

Sattel: Gesetzt, der Brooks B17 vom jetzigen Bike. Über viele Tausend km eingefahren passt er perfekt an meinen kantigen Arsch. Wenn ich mich draufsetze kann ich fast ein leises “Klick-Klack” hören, wie bei einem Klickpedal...

Sattelstütze: Schwarz, schnörkellos, nicht zu schwer, nicht zu teuer, kein Setback. Ritchey?

Pedale: Gesetzt, die Crankbrothers Double Shot II vom jetzigen Bike. Fast perfekt für den Weg zur Arbeit in Sportschuhen und die große Tour mit Clickies. FAST perfekt weil die Click-Seite etwas höher ist als die flache Seite und die Sattelhöhe somit nicht für beide Seiten optimal passt. Irgendwas ist ja immer...

Gepäckträger: Gesetzt, der Tubus Cargo Evo vom jetzigen Bike, zumindest solange ich bei 2.1” bis 2.2” Reifenbreite bleibe. Offiziell kann der max. 2.0” bei 28” Laufrädern. Dann sollte 27.5” mit 2.2” doch auch passen.

Lichtanlage: Gesetzt, Busch+Müller vom jetzigen Rad.

Schutzbleche: Steckschutzbleche zur optionalen Verwendung, in erster Linie zum pendeln. Mal gucken was der Markt da so her gibt, “schöne” oder “tolle” Lösungen gibt es da glaube ich eh nicht.

Steuersatz: Für mich eines der unemotionalsten Bauteile... Cane Creek 40 habe ich an beiden MTBs, macht keine Probleme, kostet nicht die Welt, könnte ich mir auch hier vorstellen.

Ständer: Kleines Bauteil, großes Kopfzerbrechen. Ein Ständer muss sein, allein schon um die Tochter auf den Kindersitz zu heben oder den Anhänger anzukoppeln. Aber auch sonst bin ich kein Freund vom “irgendwo gegenlehnen oder ablegen”. Bei den MTBs ok, die werden auf die Seite gelegt, aber vor dem Supermarkt oder wenn Taschen dran sind will ich das Bridge Cub nicht auf die Seite legen. Nun ist der Rahmen aber nicht für die Verwendung von Ständern vorgesehen. Ein Kunde fragte in den FAQs von Surly mal nach Adapterplatten, aber diese gibt es nicht. Mittelständer passen (bei genanntem Kunden in Rahmengröße S zumindest) nicht zwischen Sitzrohr und Kettenstreben, und für Hinterbauständer ist der Rahmen a) nicht zugelassen und b) wird das wegen des Bremssattels eh eng. Habt ihr Erfahrungen mit Ständern für solche “Problemrahmen”?

Puh, ganz schön viel Text geworden. Was meint ihr zu meinen Ideen?

Grüße, Alex
 
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Hi Armin, das ist ja interessant, ein Hinterbauständer der vor den Bremssattel auf der Kettenstrebe passt... Sowas bräuchte ich wohl auch. Da schaue ich morgen mal gezielt nach. Mein jetziger Hinterbauständer würde wohl AUF dem Bremssattel sitzen.

Alternativ müsste ich mir evt einen Mittelständer selbst anpassen (wobei Mittelständer meiner Erfahrung nach nicht gut mit schweren Taschen am Heck funktionieren) oder mit einem Ständer für die Montage an der Hinterachse leben, was wiederum nicht mit dem Anhänger funktionieren würde.
 

friederjohannes

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Reifen würde ich den G-one jetzt nicht unbedingt empfehlen, die sind nicht gerade als Langläufer bekannt. Zum pendeln mit tubeless eher Marathon Almotion, gibt's auch in 55-584, was so ziemlich deine Zielgröße ist, oder? Wesentlich breiter würde ich für hauptsächlich Straße nicht machen.

Schutzbleche gibt's imho schon schicke Lösungen, aber nicht zum Stecken. Gilles Berthoud, Velo Orange, SKS edge al. Für mich gehören feste Schutzbleche auf jeden Fall an ein Alltagsrad.
 
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Hmm an die mögliche Laufleistung hatte ich gar nicht gedacht... Ich habe mit 27.5" geplant weil es hier eine große Auswahl an Gravel- und leichten MTB Reifen gibt. Gibt es Erfahrungswerte wie Land ein G-One so hält? Mit meinem Trekkingrad mache ich momentan so 2000 bis 2500 km pro Jahr, derzeit auf dem Continental Contact Travel.

Den Marathon Almotion scheint es in der Kombination 27.5" und tubeless nicht zu geben. Das Profil wäre mit für unbefestigte Wege auch zu zahm.

Ja, bzgl Schutzbleche war ich auch erst unschlüssig. Einerseits sind feste Schutzbleche beim Pendeln echt praktisch, andererseits habe ich mir auf Touren schon oft gewünscht keine dran zu haben. Die Entscheidung wurde mir dann letztenendes von Surly abgenommen: Das Bridge Club ist nur für Steckschutzbleche geeignet. Ich nehme an dass die Ösen und Gewinde an der Gabel und an den Sitzstreben fehlen.
 

friederjohannes

inverses Heinzelmännchen
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Das Bridge Club ist nur für Steckschutzbleche geeignet. Ich nehme an dass die Ösen und Gewinde an der Gabel und an den Sitzstreben fehlen.

Das kann ich mir fast nicht vorstellen, und wenn ich auf die Surly-Seite schaue, sehe ich zumindest die Ösen an der Gabel und den hinteren Ausfallenden, sowie an der Sitzstrebenbrücke. Die Gabelkrone hat auch eine Bohrung, unklar ist nur die Kettenstrebenbrücke. Ich würde nicht mehr auf trockene Füße am Pendelrad verzichten wollen, aber am Ende musst du es machen wie es dir gefällt. Das Rad ist auf jeden Fall sehr schick, gute Entscheidung!
 
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Ja, bei genauerem Hinsehen... Auf den Produktfotos bei HiBike sieht man auch dass das Gewinde für die untere Schraube des hinteren Schutzbleches vorhanden ist, also an jenem Steg zwischen den Kettenstreben. Im "Bridge Club Frame Sheet" von Surly heißt es hingegen: "NOTE: This frame is only compatible with quick-release fenders."
Das steht allerdings unter dem Punkt Tire Clearance, vielleicht bezieht sich das auf die Reifenfreiheit, da man davon ausgeht dass feste Schutzbleche mehr Reifenfreiheit kosten als Stechschutzbleche. :ka:
 
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Also der Hinterbauständer von "asco1" aus dem oben verlinkten Disc Trucker ist auch eine Bastellösung, da werde ich wohl nicht drum rum kommen :(

Nochmal zu den Reifen & Felgen: Mal über den Schwalbe-Tellerrand hinweg gesehen, was gibt es in dem Bereich noch für Reifen? Das Bridge Club Komplettrad kommt teilweise mit WTB-Reifen. Da habe ich überhaupt keine Erfahrung mit, nicht einmal Hörensagen. Was taugen zB die Modelle Riddler oder Nano?

Und zu den Felgen: Gibt es da was empfehlenswertes aus dem Reise / Trekking Bereich in 27.5" und ca. 25 mm Innenweite?
 

friederjohannes

inverses Heinzelmännchen
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Jo, das finde ich auch in Ordnung. Ich hatte von deutlich geringeren Laufleistungen gehört, das waren aber eventuell die OEM-Performance Reifen, da sollte man wenn dann zu den Evolution greifen. Ansonsten gibt es im Cyclocross Forum reichlich Lesestoff, unter anderem zu den WTB Reifen:


 
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Frechen
Das wären dann bei mir zwei Jahre für's Hinterrad, das ist in Ordnung. Kannst du den Reifen insgesamt empfehlen?

@basti: Gute Fahrt :daumen:
Ich habe den G-one zum Graveln,Asphalt und zu Radreisen eingesetzt,ist eben ein Allrounder der auf der Straße gut funktioniert.Zum reinen Pendeln gibt es sicherlich Reifen die mehr Pannenschutz bieten,im schnitt hatte ich hinten alle 2k eine Platten vorne aber nie.
Für mich bisher absolut okay.
 

nightwolf

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Hi Alex, was Deine Reifenwahl anbetrifft ...
Ich kann den Marathon Mondial waermstens empfehlen, und zwar die faltbare, teurere Version.
Durch extreme Haltbarkeit (ich fahre einen am HR seit ueber 21.000 km ohne Platten, Groesse ist bei mir 55-559, staendig auf schlechten Wegen unterwegs) macht er sich aber IMHO auf jeden Fall bezahlt.
Mit etwas Geduld duerfte Tubeless gehen, es gibt bei Youtube ein Video von einem Ami, der das gemacht hat.
Ich hatte das in diesem Beitrag schonmal verlinkt.
'Offiziell' ist der Mondial (noch) nicht als TL-Ready gelabelt.
Erhaeltlich unter anderem in 50-584
 
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Boah, der Mondial ist aber schon ein Klopper in Sachen Gewicht. Als ich vom Schwalbe Marathon Plus Tour auf den Continental Contact Travel gewechselt habe war das wie eine Offenbarung, ca 300 Gramm weniger pro Reifen... In Sachen Reifen bin ich echt unschlüssig. Werde mich da mal die Tage in Ruhe einlesen.

Wie dem auch sei: Meint ihr 2.0" bis 2.1" Breite funktionieren auf 25-26 mm Felgen-Innenweite überhaupt? Meine Überlegung, zumindest bei Reifen wie dem G-One Bite, war dass ich dadurch eine steilere Reifenflanke bekomme und auch bei wenig Seitenneigung in Kurven (wie man halt mit Gepäck so fährt) noch die höheren Seitenstollen in den Boden bekomme. Für den Alltagsbetrieb würde ich denken dass das recht egal ist wo die Seitenstollen sich befinden.
 
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Nee das ist schon klar, ich hatte mich missverständlich ausgedrückt: Ich habe nur Erfahrungen mit dem Marathon Plus Tour (890 Gramm) und dem Contact Travel (ich glaube 580 Gramm). Der Mondial aus deinem Link liegt dann mit 780 Gramm in 27.5" näher am Plus Tour als am Contact Travel. Ich denke ich muss mir überlegen welchen Kompromiss aus Pannensicherheit, Laufleistung und Leichtgewicht ich eingehen will.

Die Mavic Tabelle ist super :)
 
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Ich fahre zwei Reifen (also vier...): Damit es alltags vorwärts geht Conti Speed Ride Protection, 42-er Breite, läuft gut, gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Sitzt bestens auf einer Felge mit 25-er Maulweite. Sehr gut marschiert auch der Marathon Supreme.
Für die Tour wechsel ich dann auf Mondial in 50-er Breite, mit dem geht einiges auch abseits des Asphalts. Mit Gepäck sehr gut, im Alltag zu träge.
Frohes Fest!
 

nightwolf

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au-dela de Grand Est
(...) ich muss mir überlegen welchen Kompromiss aus Pannensicherheit, Laufleistung und Leichtgewicht ich eingehen will.
Ja das ist richtig. Bei einem Reiserad wuerde ich aber die pannensicheren Reifen bevorzugen, auch wenn sie am Gesamtbike 1/2 kg mehr Gewicht bedeuten.
Gewicht sparen kann man eher indem man auf ein Zelt verzichtet.
Oder auch durch genaue Planung z. B. 'Wann kann ich wo einkaufen'. Wenn ich weiss, dass ich um ca. 18:00 nochmal einen Supermarkt erreiche, dann brauche ich nicht schon morgens die Gutenachtbierdose einkaufen usw.
Also gerade bei meinen Touren in duenn besiedelten Regionen Frankreichs, da fuhr ich <frueher> oft sonstwieviel Naturalienvorrat durch die Gegend, weil man ja nicht wusste, wo man das naechste Mal was bekommen kann.
Das kann man heute mit GPS und OpenStreetMap Karte besser abchecken, da sind dann die Supermaerkte drauf, das war auf der 1/200.000er Michelinkarte nicht der Fall ?

Die Mavic Tabelle ist super :)
Ja, hab ich ja nicht ohne Grund gepostet. Das ist aktuell der Dauerbrenner: Welche Felge passt zu welchem Reifen usw.
Kommt gefuehlt jeden zweiten Tag ?
 
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Ja nee, auf das Zelt verzichten geht nicht ? Für uns gehört das zu einer Radreise einfach dazu: Abends ein ruhiges Plätzchen suchen, Zelt aufbauen und einrichten, dann zusammen kochen... Darauf möchte ich nicht verzichten. Das mit den Supermärkten halten wir tatsächlich ähnlich: Die "Grundversorgung" nehmen wir mit, und beim mutmaßlich letzten Supermarkt wird dann nach Möglichkeit noch frisches Gemüse, Eier, Käse und das Feierabenbierchen gekauft.

Zurück zu den Reifen: Ich glaube ich werde es halten wir Karsten Berg oben sagte: Zwei Paar Reifen je nach Einsatz. Fürs Pendeln und die Runden durch den Wald / Forst fange ich vielleicht erst einmal mit einem G-One Bite oder einem leichten XC-Semislick an, und wenn im Frühjahr / Frühsommer die nächste Tour ansteht (wahrscheinlich das "Grüne Band" an der ehem. innerdeutschen Grenze) schaue ich nach etwas robusterem. Mit Tubeless ständig wechseln ist zwar blöd, aber bei zwei großen Touren pro Jahr hält sich das in Grenzen. Vielleicht schaffe ich es ja die Milchwechsel-Intervalle passend zu timen.

Vittoria hat tatsächlich nette Reifen, hatte ich gar nicht auf dem Schirm. Der Terreno (unter Cross Country) hätte mir gefallen, aber den gibt es nur in 29". Die Gravel-Reifen sind mir mit unter 2" wiederum zu schmal.

In Sachen Felgen lande ich immer wieder bei den Stan's Arch MK3. Sie scheinen ein guter Kompromiss aus niedrigem Gewicht und Stabilität bei passender Breite zu sein. Zudem passt das niedrige Profil bestimmt optisch gut zu dem schlanken Stahlrahmen. Und da ich die Felgen wie gesagt ja schon an einem meiner MTBs habe weiß ich dass die Aufkleber tatsächlich nur Aufkleber sind und nicht drauflackiert, die sollten sich leicht entfernen lassen (sieht dann glaube ich besser aus).

Bei den Naben bei Actionsports finde ich es seltsam dass es den XT Nabendynamo NUR mit Centerlock Aufnahme gibt und die passende Hinterradnabe NUR mit der Sechsfach-Verschraubung. Das sieht dann ja zusammen doof aus. Vielleicht muss ich da mal anrufen...
 
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Mit den Reifen mache ich es eher anders herum: Zum Pendeln was pannensicheres, nichts ist lästiger, als morgens früher los zu müssen, falls man Platten reparieren muss, oder halt zu spät zu kommen. Auf längerer Tour ist Flicken kein grosses Drama, da kommt es mir nicht auf 10min an, aber auf Komfort und Leichtlauf. Langlebigkeit in beiden Fällen, auf Tour einen neuen Reifen suchen ist kein besonderer Spass.
Ein weiterer unbekannter, aber sehr guter Reifen ist der Maxxis Overdrive Excel, leider nur in 26" und 28". Maxxis-typisch leicht zu montieren und läuft sofort rund (im Gegennsatz zum Schwalbe).
Bei den Naben ist meine Empfehlung immer SP-8 Dynamo vorne und Novatec hinten, beides mit 6-Loch.
 
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Bei den Naben ist meine Empfehlung immer SP-8 Dynamo vorne und Novatec hinten, beides mit 6-Loch.

Du meinst sicher den Shutter Precision PD-8? Kann es sein dass der baugleich ist mit dem Fun Works Generator 3Way? Bzw. dass der Fun Works ein umgelabelter Shutter ist? Ich habe von Shutter Precision noch nichts gehört, finde auf Anhieb aber nur sehr widersprüchliche Aussagen zur Lebensdauer sowie die Info dass die Lager nicht getauscht werden können. Die Leistung soll aber sogar ähnlich gut wie bei einem SON sein.

Bei der HR-Nabe tendiere ich inzwischen zur DT Swiss 350. Die ist zwar deutlich teurer als die Shimano XT, hat aber den bewährten (und ebenfalls nicht zu lauten) Zahnscheiben-Freilauf und hat vor allem diesen 10x135 mm Thru Bolt, dem ich spontan mehr Steifigkeit zutraue als einem ollen Schnellspanner oder einer dünnen Schraubachse die anstelle des Schnellspanners verbaut werden kann.

Wie laut sind denn Novatec Naben? Ich bin eigentlich ein Freund von Leisetretern...
 
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