wir braten uns einen Singlespeed Rahmen

ÄÄÄÄHHH!? Eisbär, meinst du mich? der sattel ist ein klassischer flite in ikea farben. gelb mit blauen ecken. aber mittlerweile ist da auch ein schwarzer flite dran. allerdings sieht das auf deinen bildern auch gut aus, vielleicht wechsel ich ja nochmal.

erste ausfahrt war absolut super, schnurrt wie mein kätzchen, tut was ich will und sieht gut aus. anbei nochmal ein bildchen als das rad zum ersten mal das sonnenlicht erblickt hat. im hintergrund der wilde kaiser.

@hügelflitzer: wo bleibt dein rad?

euer noch glücklicherer volker
 

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volker racho schrieb:
ÄÄÄÄHHH!? Eisbär, meinst du mich? der sattel ist ein klassischer flite in ikea farben. gelb mit blauen ecken. aber mittlerweile ist da auch ein schwarzer flite dran. allerdings sieht das auf deinen bildern auch gut aus, vielleicht wechsel ich ja nochmal.

Sorry, auf dem Bild sah's aus wie braun
 
Tach zusammen,

endlich ist das Teil einigermaßen fertig, und schon gibt’s exklusiv für Euch das erste Foto.
Habe das ganze Wochenende am Hinterbau gearbeitet. Meine Nachbarn werden mich jetzt zwar hassen, aber egal....
Da muß man einfach Prioritäten setzen.

Hinterbau ist dran und komplett verlötet. Stege sind auch drin - Reste der Sitzstreben. Freihand gefeilt und haben gepaßt -
bin richtig stolz auf mich. Canti - Sockel und Leitungsführung für die Magura sind angebracht. Zum einjustieren der
Canti-Sockel eignet sich übrigens hervorragend der Magura Brake-Booster. An dem kann man ganz einfach die Sockel
verschrauben, ausrichten und zum heften auf den Rahmen setzen. Auch die Klemmstücke fürs Tandemtretlager sind aufgelötet
und das Tretlagergehäuse ist per Säge mit dem Klemmschlitz versehen worden. Der Alu - Exzenter paßt übrigens auch noch
ganz gut ins Gehäuse.

Jetzt muß ich nur noch die Fillets vom Hinterbau nacharbeiten, dann kann das
Teil zum Pulverbeschichter. Übrigens: die Nacharbeit der Fillets ist mit die übelste Arbeit die man sich vorstellen kann.
Man verflucht wirklich jede Stelle, an der man mal eben einen Tropfen zu viel Lot aufgebracht hat .......
Momentan liegt der Rahmen erst mal ganz entspannt in der Badewanne - das Flußmittel muß runter.

Ach ja übrigens die CD:
Bin fleißig am schreiben. Da kommt ganz schön was zusammen. Derzeit sind schon so einige MB auf der Platte....

15867Rahmen_fertig.JPG
 
hügelflitzer schrieb:
Moin Olli,

tja Weihnachten steht vor der Tür.....

Ich habe mir vor einigen Jahren die Billigvariante aus dem Baumarkt zugelegt.
Da gibt es Sauerstoff / Mischgas Systeme mit Einwegflaschen. Marke "Rothenberger". Die Sache mit dem Mischags ist kein Problem (Dose kostet so um die 4.50€ und hält ewig), der Sauerstoff schon eher. Die Einweg Sauerstofflasche war immer sauteur und hat nicht so lange gehalten, weshalb ich dann auf eine weiderbefüllbare Flasche mit Druckminderer umgestiegen bin. Eine Kombi wie ich sie momentan verwende wird gerade bei Ebay vertickert -->hier: http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&category=19799&item=5923371860&rd=1

Wenn man nur mal probieren möchte, ist aber auch die Einweg Sauerstofflasche o.k. Für einen Rahmen reicht die Menge in der Regel aus....
Preis für die komplett Einweg Kombi, so um die 70-80€ ? Bin mir nicht mehr so ganz sicher - am besten mal im Baumarkt vorbeischaun.

Gruß

Dirk

Mal ne Frage zum Lötequipment:

Warum eins mit Sauerstoff&Acethylen und nicht einfach eines mit "Gas" (dieses Campinggas ... nicht die mit den Kartuschen, sondern mit den großen Campinggasflaschen)? Von der Temperatur her sollen die auch ca. 2100°C schaffen. Das sollte doch für Messinglot reichen, oder?

Markus
 
msp schrieb:
Mal ne Frage zum Lötequipment:

Warum eins mit Sauerstoff&Acethylen und nicht einfach eines mit "Gas" (dieses Campinggas ... nicht die mit den Kartuschen, sondern mit den großen Campinggasflaschen)? Von der Temperatur her sollen die auch ca. 2100°C schaffen. Das sollte doch für Messinglot reichen, oder?

Markus


Hi Markus,

nur Gasbrenner wird von der Temperatur nicht reichen. Die Temperaturangabe
ist auch immer etwas irreführend. Es mag zwar sein, daß die Flamme die Temperatur von 2100°C erreicht, es ist aber auch die Energiemenge entscheident, die aus dem Brenner/ Zeiteinheit kommt. Die Leistung also.
Und die kann mit nur Gas-Systemen meiner Meinung nach nicht erreicht werden.

Ein weiterer entscheidender Punkt: Nur - Gas Systeme erzeugen einen
großen, weiten Flammenkegel und der ist für das Auftragslöten nicht geeignet. Hier braucht man einfach eine kleine, heiße und spitze Flamme, um die Energie möglichst punktgenau einbringen zu können. Es soll ja nicht das
Ganze Bauteil über die Bearbeitungszeit auf der hohen Arbeitstemperatur gehalen werden, sondern nur die Stelle an der aktuell gelötet wird - tut dem Material nicht so gut.

Für das Löten von gemufften Rahmen könnte ich mir vorstellen, daß ein
Nur - Gas System noch funktionert. Die Temperaturen sind wesentlich niedreiger um die 600°C (Messing ca. 880°C) und hier benötigt man auch die
"flächige " Wärmeeinbringung.

Aber: Im Zweifelsfall einfach mal probieren. Dann hat man Gewißheit :)

Gruß

Dirk
 
hallo msp,

mit so brennern, die ähnlich einem bunsenbrenner funktionieren, also vorn aus der umgebungsluft den nötigen sauerstoff zugeführt bekommen, hat man meiner meinung nach keine chance vernünftige fillets hinzubekommen.
die flamme ist einfach viel zu wenig konzentriert und heiß. und eine solche flamme ist zum einen sinnvoll um den grundwerkstoff zu schonen, man braucht die rohre nur sehr kleinräumig und kurz auf löttemperatur bringen, zum anderen hilft eine heiße und konzentrierte flamme bei der kontrolle des flüssigen lotes (das lässt sich so viel besser dahin bewegen, wo man es haben möchte).
außerdem zählt nicht nur die absolute flammentemperatur, sondern auch die insgesammt bei der verbrennung freigesetzte wärmemenge. die ist bei der verbrennung von ace mit sauerstoff rund 4mal größer als von propan mit sauerstoff (pro vol gas/ zahlen aus einer lehrgangsmappe zum dünnblechschweissen vom dvs / deutscher verband für schweisstechnik)

ein bekannter hat mal an sein normales autogengerät propan angeschlossen. abgesehen davon, dass ich es für ein risiko halte solche experimente vorzunehmen, war das löten keine so große freude. ich hatte einfach den eindruck ewig auf eienr stelle rumheizen zu müssen, bevor da irgendwas ging, und nach spätestens 4min sind die aufgetragenen flussmittel hinüber, noch so ein grund für das schnelle löten.

wie schonmal geschrieben , vielleicht ist man ja in irgendeiner kleinen schlosserei bereit mal eine autogenanlage übers wochenende auszuleihen, anderenfalls gibts immer mal was bei ebay, oder in der zeitung. auf so ziemlich jedem landwirtschaftlichen betrieb steht was rum und ist so gut wie nie im einsatz, in der verwandschaft mal rumfragen. eigentlich sollten nur die flaschen ein problem darstellen, den rest bekommt man nachgeschmissen.

aber wie bei der löterei selber auch hier unbedingt vorher schlau machen, was die sicherheit (besonders bei ace) angeht. das ist nämlich nicht ganz ungefährlich, wenn man damit fahrlässig rumhantiert.

viel erfolg!

gruß
 
Danke für die Infos. Ich verstehe, ... Klingt logisch, kurz erwärmen, sonst leidet das Material.

Jetzt habe ich da als Unbedarfter noch ein paar Fragen:

- Acethylen/Sauerstoff scheint ja nicht ganz so ungefährlich. ... Gibt es da irgendwo gute Infos im Web auf was man da achten muss? Ich vermute mal, dass da ein Fehler u.U. der letzte jemals gemachte werden kann.

- Bzgl. der Geräte von Rothenberger gibt es recht unterschiedliche Meinungen, wenn man das Netz mal durchsucht. Im großen und ganzen kommen die nicht gerade gut weg (kommt wohl auch auf die Erwartung oder den geplanten Einsatzzweck drauf an). Wo liegen denn hier die Unterschiede oder sind die Rothenberger Teile gerade noch optimal um Fahrradrahmen zu bauen. .... Der Tenor den ich gelesen habe war, dass die Energie wohl auch nicht reicht die Werkstücke entsprechend zu erwärmen (Aber da ging es wohl auch eher um Schweissen und nicht um Löten). ..


Markus ... irgendwie fasziniert aber ohne Plan
 
hallo erstmal,

habe den thread mit viel interesse verfolgt, bin ebenfalls besitzer eines mehroderweniger eigenbaurahmens.
geo, gestaltung, bearbeitung by myself, geschweisst/gelötet von www.agresti.de

hügelflitzer schrieb:
Thema vorgebogene Sitz- und Kettenstreben. Beim EInkauf des Materials
fällt mir immer wieder auf, daß es relativ wenig AUswahl an vorgebogenen
Streben gibt. Leider sehe ich momentan keine Möglichkeit, die Streben in
Eigenregie zu biegen...... Danke und Gruß

Dirk

nun meine frage, nur um mich zu vergewissern:
die rohre werden kalt gebogen?

danke und gruss
smog
 
hallo msp,
ja, acetylen ist nicht ganz ohne. bei sachgemäßer handhabung und funktionstüchtigem handwerkszeug aber eigentlich ungefährlich.
wo man die wichtigsten grundregeln zu acetylen/sauerstoff gerätschaften im netz findet weiss ich nicht, notfalls mal bei ner schweisstechnischen kursstätte nach nem merkblatt fragen, bei messer griessheim, linde, basi, nem anderen gaslieferanten oder in der bücherei nach nem buch schauen.

ansonsten ein paar dinge die mir einfallen (ohne anspruch auf vollständigkeit, nicht, dass hier einer explodiert und ich bin schuld)

-augen schützen :cool:
-ace geht bei drücken über 2,5 bar hoch, deshalb wird es in azeton gelöst und in flaschen mit einer porösen masse gelagert, darin kann man das dann mit rund 20bar abfüllen.
- druck in den acetylenführenden leitungen darf nicht über 1,5 bar liegen, also der entnahmedruck am druckminderer (der ist eigentlich auch so aufgebaut, dass er den maximalen entnahmedruck begrenzt, außerdem gibts ne markierung auf der skala)
- buddeln nicht umschmeißen (kann hohlräume in der porösen masse geben und zu acetylenzersetzung führen) und acetylen nicht aus liegenden flaschen entnehmen, außerdem buddeln nur mit aufgeschraubter schutzkappe transportieren, wenn man das ventil kaputtmacht hat man unter umständen ne rakete
- schlauchanschlüsse dürfen nicht über 70% kupfer enthalten, gibts ne norm für und insofern sollten die dinger auch alle unbedenklich sein
- schlauchanschlüsse immer öl und fettfrei halten
- rückschlagventile (gebrauchsstellenvorlagen) sind für beide buddeln vorgeschrieben, die hängen dann am geschicktesten direkt vor dem druckminderer, da stören sie nämlich nicht am handgriff rum
- acetylen nicht ohne sauerstoff verbrennen, die dann rumfliegenden schwarzen rußflocken sind gar nicht gesund
- sauerstoffbuddeln nur ein ganz bisschen aufdrehen, so kann man sie im brandfall mit einer handbewegung verschließen
- sollte es aus irgendwelchen gründen (flammrückschlag in die flasche, äußere erwärmung o.ä.) zu ner acetylenzersetzung in der buddel kommen (merkt man an sich erwärmender flasche, qualmendem oder rußendem austretendem gas),
buddel sofort zudrehen, flasche stark kühlen (ist die flasche schon so heiß, dass man sie nicht mehr anfassen kann feuerwehr anrufen, evakuieren und dann hackengas!!)
flasche nicht mehr nutzen und hersteller benachrichtigen
- die stinkerei von den flussmitteln ist nicht gesund, schützen, oder zumindest sehr gut belüften
- mit cadmiumhaltigen silberloten sehr vorsichtig sein, ich trag ne gasmaske, zusätzlich zu ner eingesetzten schweissrauchabsaugung

naja, ich will keinem angst machen, aber ein bisschen aufpassen ist nicht schlecht und ordentlich informieren sowieso. günstigstenfalls mal wem über die schulter gucken, der sich auskennt.
hilft übrigens auch beim löten lernen ungemein. lauter kleinigkeiten auf die man achten muss, und am ende hängt ja die eigene gesundheit davon ab.

ruhig also den kurs beim hertel besuchen, obwohl der keine fillets modelliert, weil er neusilberlot nimmt und meint das reicht.
sieht dann so aus wie bei den alten motobecane oder peugeot rahmen, wo die rohre einfach aneinander stoßen und man sich wundert wie die wohl zusammenhalten (machen die ja erstaunlich gut).

bin gespannt von euren lötübungen und erfahrungen zu hören

viel erfolg und spass!
 
Bzgl. der Geräte von Rothenberger gibt es recht unterschiedliche Meinungen, wenn man das Netz mal durchsucht. Im großen und ganzen kommen die nicht gerade gut weg (kommt wohl auch auf die Erwartung oder den geplanten Einsatzzweck drauf an). Wo liegen denn hier die Unterschiede oder sind die Rothenberger Teile gerade noch optimal um Fahrradrahmen zu bauen. .... Der Tenor den ich gelesen habe war, dass die Energie wohl auch nicht reicht die Werkstücke entsprechend zu erwärmen (Aber da ging es wohl auch eher um Schweissen und nicht um Löten). ..


Markus ... irgendwie fasziniert aber ohne Plan

Hi Markus,
im wesentlichen liegts glaube ich an den Erwartungen.....
Erst mal vorab, wer eine akkurate Accetylen / Sauerstoff Autogenanlage gewöhnt ist, wird das Baumarktzeug von Rothenberger als absoluten Müll bezeichnen.
Das Autogenschweißen - auch von sehr dünnen Stahlblechen - ist meiner
Meinung nach damit nicht drin.

Aber und das ist ganz wichtig:
das Hartlöten - vor allem an dünnwandigen Rohren eines Fahrradrahmens -
funktioniert eigentlich ziemlich gut damit. Das Arbeiten mit Silberlot ist überhaupt kein Problem. Messing insofern kritisch, da es insgesamt energieaufwendiger ist --> die Einwegflaschen (O2) sind dann
ziemlich schnell leer. Aber auch hier gibt es ja wie bereits weiter oben
angemerkt Abhilfe......
 
Guten Tag zusammen,
ich bin heute das erste mal aktiv in diesem Forum und muss euch allen ein Kompliment machen. Es ist sehr interessant in eurem Bereich zu surfen. Ganz besonders toll, und das war der Grund für meine Anmeldung, waren die Ausführungen vom hügelflitzer und seinem neu erstellten Singelspeed Rahmen.

Auch ich werde mich jetzt mal damit beschäftigen, um vielleicht einen solchen Rahmen zu bauen.

weiterhin viel Glück, bis denne mal
 
brockenhammer schrieb:
- acetylen nicht ohne sauerstoff verbrennen, die dann rumfliegenden schwarzen rußflocken sind gar nicht gesund
...und das geht schneller als man denkt. Beim ausmachen IMMER das Acetylen zuerst zudrehen, sonst hat man ne Sekunde lang eine reine Acetylenflamme und sieht nix mehr, weil die Werkstatt voller schwarzer Flocken hängt
:lol:
 
Hi Supertuerk,

schickes Ausfallende. Auch die nachten offenen Ausfallenden sieht man nicht oft. Habe das ausgestellte Rad (Fixie mit dem kurzen "spitzigen" Mini Lenker) von Dir in Berlin gesehen und war da schon von der Verarbeitung begeistert.
Echte Klassiker, top schön gemacht.

Eine Frage: würdest Du Deine Materialbezugsquellen verraten?
Wo bekommt man denn solche Ausfallenden wie auf dem Bild?

Bis denn und Gruß

Dirk
 
Wer sich ernsthaft für das Thema interessiert, sollte sich mal die Werkzeuge und Rahmenbaulehren von Anvil Bikeworks anschauen.

2002_Master_Frame_Fixture.jpg


In der Gallery finden sich alle Rahmenbau-Produkte von Anvil.

Und hier ist noch ein Film mit der Funktionsweise der Rahmenlehre.

phaty
 
jaja, die anvil ist schon ein feines teil, gibt wenig was man besser machen könnte, aber für die meisten wohl nicht erschwinglich.
man kann sich aber recht einfach mit stranggepressten profilen behelfen, da kommt man dann mit ein paar hundert öre materialkosten hin.

beim löten weniger wichtig ist die zugänglichkeit von beiden seiten, dass ist fürs schweissen, zumindest wenn man dünnere rohre verwendet fast unerlässlich. daher kommt man beim löten auch mit recht einfachen mitteln, wie z.b. ner geraden platte mit distanzklötzchen hin, oder behilft sich wie hügelflitzer.
das fertigschweissen selbst wird von der lehre nicht beeinflusst, aber schon beim tacken (heften) ist schnell ein loch reingebrannt, wenn man nicht sehen kann, was man gerade macht, daher sollte eben ein vernünftiger zugang von allen seiten möglich sein.
ansonsten wird ja in der regel ohne lehre fertiggeschweisst, was ich auch für sinnvoll halte, denn die spannungen und damit evtl verzüge bekommt man auch ins material, wenn der rahmen fixiert ist. spätestens wenn man ihn aus der lehre befreit schwuppst ein schlecht geschweisster rahmen aus dem lot.
deshalb auf sinnige sequenzen beim schweissen achten, nicht einfach rum ums rohr, denn so sind verzüge vorprogrammiert. immer kurze abschnitte an gegenüberliegenden stellen schweissen, damit sich die verzüge gegenseitig kompensieren. ich persönlich schweisse eine rohrverbindung am hauptrahmen meist in 6 abschnitten.

aber wohl 99% werden die ersten stahlrahmen löten, da man hier mit weit weniger weniger kosten zu rechnen hat, sollte man sich neu einrichten.

was die lehren angeht. hier gibt es auch noch ein paar aufschlussreiche bilder auf der monfrey seite.

gruß
 
Aloah! Na, da hab ich wohl die Welt verpennt! So ein schönes Forum, bin sogar schon einige Zeit imatrikuliert, und jetzt flieg ich wieder drüber, weil ich am Suchen bin in Sachen SingleSpeed.
Wollte mir nämlich komplett eines bauen (löten), und denk mir "schaust mal, was du da soo findest...!"

Nicht, dass ich jetzt kalten Kaffee wieder aufwärmen will und nochmals alle bisherigen Träger des Threads ausgiebigst loben, aber ein paar Kleinigkeiten wollte ich zu dem Lehrgang in FFM noch beisteuern:
Ich hab hier ziemlich viel über die Ausrüstung (Autogenanlage,...) gelesen, bzw über den Umgang damit, und ihr habt hier ja schon gepostet, dass der Lehrgang in Theorie und Praxis gesplittet ist, deswegen denke ich, dass es Sinn macht, darauf hinzuweisen, dass der Kurs in Frankfurt nicht für Laien gedacht ist.
Es sind sowohl in Werkstoffkunde als auch in der Metallverarbeitung und im Fügen von Werkstoffen (Schweissen/Löten) Kenntnisse notwendig, ausserdem schadet es nix, etwas Grundkenntnisse der Fahrradtechnik zu haben, was Geometrien verschiedener Rahmenformen, Komponenten etc angeht.
Der Rahmen wird, natürlich mit Dietmars Hilfe, komplett in Eigenregie geplant, berechnet, gezeichnet, und dann mit den besorgten Rohren realisiert, was heisst, dass die von Euch abgelängt, gekehlt, entgratet und verlötet/verscheisst werden.
Dabei lässt Dietmar zwar alle an seinem immensen Wissen und seiner Erfahrung teilhaben, aber der Hauptanteil liegt schon noch bei euch, auch wenn die Zwischenschritte regelmässig kontrolliert werden.
Es ist also nix, wenn jemand nen Rahmen löten oder schweissen will, und noch nie geschwisst oder (hart-)gelötet hat. Und an nem Rahmen zu übern, der gefahren werden soll, wird schnell kostspielig und evtl. auch gefährlich, ausserdem kann es passieren, dass ein verbranntes Rohr in der zur Verfügung stehenden Zeit nicht nachbestellt werden kann, und das Projekt dadurch kippt.
Ich versuche jetzt mal, das Ergebnis meiner Braterei (Muffengelötet mit Columbus SLX Rohren und Silberlot) in nem Bildchen anzufügen.
Das Ganze sollte ein Crossrad werden (neudt: CycloCross), was auch superb gelungen ist, das Ding läuft wie ne Eins!
Trotz aller Erfahrung und Hingabe sind doch einige FauxPas passiert, an die weder Dietmar noch ich im Vorfeld gedacht haben: Die Züge sollten natürlich übers Oberrohr laufen, aber ich hab nicht dran gedacht, dass es keinen von oben gezogenen Campagnolo-Umwerfer gibt. Im Moment hält ne Dreigang-Umlenkrolle dazu her, den Umwerfer mit dem Zug von unten zu malträtieren, demnächst löte ich da mal noch ein Flaschenhaltergewinde ein, um die Rolle zu befestigen.
Ausserdem hab ich verpeilt, dass mit den Cantisockeln der Schaltzug nach hinten nicht oben auf der Sitzstrebe laufen dürfte. Zwei kleine Bohrlöchelchen schaffen hier den Durchbruch für den Schaltzug durch den rechten Sockel.
Ansonsten ist das Ding sooo genial, dass ich, wie einleitend schon bemerkt, mir noch nen SSPer bauen will, und froh bin, diesen Thread hier gefunden zu haben, um mir in Ruhe die geilsten Bauteile rauszusuchen... :) :daumen:
 

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