Eurobike: Nicolai 2016 – ION GPI und das vielleicht längste Hardtail der Welt

Eurobike: Nicolai 2016 – ION GPI und das vielleicht längste Hardtail der Welt

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Neues aus Lübbrechtsen: Nachdem wir das ION GPI bereits vorab gesehen und getestet hatten, gab es am Stand einen Blick in eine mögliche Zukunft der Hardtails sowie verbesserte Komplettbikes zu sehen. Viel Spaß mit radikalen Geometrien, Getrieben und Zahnriemen.

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Eurobike: Nicolai 2016 – ION GPI und das vielleicht längste Hardtail der Welt
 
Bild nummer 1
Wenn man sich vorstellt das die montierten reifen 20" sind, an was erinnert euch das bike dann?

Also mich erinnert es an mein erstes richtiges bike.
Es hat ne rücktritt bremse damals noch gehabt und um den stark gekröpften lenker war ein schaumstoffschutz;)

Echt greisslig, das ding, aber das ion schaut echt gut aus
 
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Demnächst werden die Vertrider von Nicolai gesponsert? :D

Interessanter Ansatz, da traut sich endlich mal jemand, was radikales zu bauen :daumen: Das Hardtail erinnert ein bisschen an die Geometrie von BTR.
Mir persönlich wär's too much. Mit 63° Lenkwinkel und langem Reach am HT hab ich schon experimentiert und für die Mittelgebirgs-Feierabendrunde für übertrieben befunden. Das macht eigentlich nur noch auf selektierten Abfahrten Laune, auf 08/15 Trails ist es mir zu sperrig. Würde ich in den Alpen wohnen, fänd ich's geil.
 
Das HT sieht ehrlich gesagt aus, als wäre es ironisch gemeint und Nicolai's in Alu geschweißte Verarsche der aktuellen Trends. o_O

Das Ion gefällt mir, aber auch da frage ich mich langsam, wie flach denn noch? 1280er Radstand in M, WTF! Ein GT Fury in L (!) ist kürzer... :spinner:

Sei's drum, jedem sein Ding, man kann ja zum Glück auch eigene Geo-Wünsche ordern bei dem Laden. :bier:
 
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Irgendwie lustig... Ich schraube mir ein einen 1,5 Grad Winkelsteuersatz ans ICB um den Lenkwinkel steiler (irgend etwas um 66 Grad) zu bekommen und die bauen ein Hardtail mit 63 Grad in Serie. :confused:
Für spezielle Einsatzbereiche wie Vertriding sehe ich das ja ein (dann braucht sich der ein oder andere kein Custom-Rahmen mehr schweißen lassen ;)), aber ich ahne schon, dass hier in den nächsten Jahren vermehrt Leute hier aufschlagen, die sich über zu wenig Druck am Vorderrad und "unhandliches" Fahrgefühl beschweren.
Insbesondere in Kombination mit einen langen Reach ist so eine Geo meiner Meinung nach keineswegs massenkompatibel. Da braucht es schon eine sehr aktive/agressive Haltung auf dem Rad...

Gruß Marc
 
Das hängt vor allem von der Kettenstrebenlänge ab - und die meistens zu kurz. Aber bei Speci stört das ja auch niemanden. Insofern...
 
kein farbiges Elox mehr.
Aha...aber jahrelang den Mist anbieten und sich aus der Gewährleistung schleichen.
Typisch für Nicolai.
Aber vielleicht wollen die jetzt als Versand-Händler nicht den Ärger ausfechten, den bisher die Händler für die Qualitätsschwankungen abbekommen haben....
 
Frag mich echt ob das ganze flach und lang, highspeed- und gerade ausgeballer mal ausgenommen, noch spass macht. Mir waaay too much. Aber die "normalen" modelle gibts ja wenigstens auch noch.

Ich kuck mir jetzt ganz nostalgisch die guten alten AMTrial 1-3 Vids auf den Helius AM's an :) Das waren noch Zeiten ;)

Kein farbiges Elox mehr??

Sehr traurig

Dennoch, bG :)
 
Mit 62° Lenkwinkel vernünftig vertriden? Na dann viel Spaß beim Hinterrad umsetzten. Ne, im Ernst, ist dafür auch nicht wirklich geeignet.

aber ich ahne schon, dass hier in den nächsten Jahren vermehrt Leute hier aufschlagen, die sich über zu wenig Druck am Vorderrad und "unhandliches" Fahrgefühl beschweren.

Gruß Marc

Zu wenig Druck auf dem Vorderrad ist bei der Geometrie mit dem ellenlangen Reach eigentlich ausgeschlossen. Aber das ist auch das Problem des Bikes. Mit der starken Vorverlagerung des Fahrers bekommst den Druck nämlich gar nicht mehr vom Vorderrad aufs Hinterrad, selbst wenn du Ihn nur da haben willst.
Wenn dir bei der Kiste in einer blöden Situation doch mal das Vorderrad wegrutscht, dann macht man auch garantiert nichts mehr, außer auf die Schnauze zu fliegen, dafür ist man schon viel zu weit nach vorne gestreckt. In so einer Situation den Druck aufs Heck zu nutzen und Fuß raus, dürfte sehr schwierig werden. Ohne es gefahren zu sein halte ich die Geo ehrlich gesagt fast schon für gefährlich und außer drüberrumpeln kann man damit auch nicht mehr all zu viel. Mit Fahrspaß hat das denke ich wenig zu tun. Da können manche Tests des Bikes noch so viel beschreien, dass es bei gewissem Tempo sich sogar handlich anfühlt, aber das ist Blödsinn. Es mag sich durch das ebenfalls lange Heck vielleicht ausgewogen anfühlen, aber wendig und mit Fahrspaß gesegnet sind schon deutlich kürzere Bikes, die eine ähnliche Geometrie verfolgen, nicht mehr.
Ich finde am ION GPI den Antrieb super, bis auf den Drehgriff. Wenn Pinion endlich einen Schalthebel bringen würde, wäre das Getriebe was. Dann wäre der Antrieb auch für DH Bikes sehr interessant.
Aber ein Bike mit der Geo würde ich nie kaufen. Kann Herr Porter noch so viel erzählen.
 
Mit 62° Lenkwinkel vernünftig vertriden? Na dann viel Spaß beim Hinterrad umsetzten. Ne, im Ernst, ist dafür auch nicht wirklich geeignet.

frag mal den thomas_h. ;)

Das geht schon. Es braucht halt idealer Weise ordentlich Gefälle, damit sich das vernünftig fährt. Vor allem, wenn man nicht nur singulär einen superflachen Lenkwinkel hat, sondern auch noch einen langen Reach dazu. Im etwas flacheren Gelände hängt man dann halt wie ein Affe aufm Vorderrad und muss mit Gewalt nach vorne holzen, damit das Hinterrad überhaupt mal steigt. Auch in etwas schnelleren Kurven braucht es ordentlich Nachdruck am Vorderrad, und etwas "kipplig" lenkt es sich obendrein. Daher hat es mir diese Art von extremer Geometrie auch nicht so getaugt und ich bin lieber wieder zurück zu "mittelmäßig flach" und "mittelmäßig lang". Dabei hatte ich das noch sehr zahm gehalten im Vergleich zu dem Nicolai.
Es braucht halt insgesamt eine sehr agressive und aktive Fahrweise um so einen lang-flach Bock vernünftig unter Kontrolle zu bekommen. Einfach nur in "Grundposition" über die Pedale stellen funktioniert überhaupt nicht. Mal zwischendrin gemütlich hinten rein stellen und das Rad machen lassen ebenso wenig. Daher bedingter Widerspruch von mir in dem Punkt, dass diese Geometrie "fast schon gefährlich" ist und man außer "drüberrumpeln" nichts damit machen könnte: ja, für jemanden, der sich eher passiv aufs Rad stellt, mag das zutreffen. Nein, ein aktiver Fahrer kommt damit sehr wohl bestens zurecht, wenn er sich darauf eingestellt hat und diese Fahrweise dann auch durchzieht, auch wenn er nicht nur stumpf geradeaus bolzt.

Ich finde es deswegen aber nicht verkehrt. Es kommt halt einfach darauf an, wo man wohnt und was man hauptsächlich fährt. Ich hab halt leider das Pech im Mittelgebirge zu wohnen und da gibt's halt nur wenige wirklich steile und sehr technische Trails, den Rest der Zeit ist man vorwiegend auf flachen aber durchaus manchmal verwinkelten Flowtrails unterwegs wo eine spritzigere und kürzere Geometrie mehr Spaß macht (mir zumindest).
Wie gesagt, für einen Alpenbewohner, der haufenweise steile Wanderwege vor der Haustüre hat, macht das einfach deutlich mehr Sinn. Insbesondere auch dann, wenn man gerne technisches Gehakel fährt. Sobald es steil genug ist, wenden sich alle "Nachteile" zum Vorteil, und mit "fehlendem" Gewicht aufm Vorderrad hat man dann eh kein Problem mehr.
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Geometrie macht meiner Ansicht nach (und ich kenne auch noch ein paar Leute, die das ähnlich sehen würden und viel vertriden) im Vertriden keinen rechten Sinn. Durch den langen Reach bekommt man sein Gewicht nicht hinter und gerade beim starken Lenken in steilem Gelände hängt man dann dermaßen weit vorne, dass das gereade in dem Einsatz komplett kontraproduktiv ist. Und ich wüsste auch Leute denen sind Lenkwinkel unter 65,5° für Stolperbike zu flach, weil zu sehr abkippend. Mir würde es da ähnlich gehen. Mein Enduro hat auch 63,5° LW, allerdings mit deutlich kürzerem Reach als die Nicolais. Aber es ist nicht gerade das Wunderbike, wenn es um umsetzen und steile 180° Kehren im Schritttempo im Steilen Gelände. Wenn das mein bevorzugter Einsatzbereich wäre, wäre ich auch auf einem anderen (steileren) Rad unterwegs.
Chris Porter hat für die Geo auch einen anderen Einsatzbereich im Sinn. Allerdings kann man auch das sicherlich in Frage stellen.
 
Ich sehs ähnlich wie foreigner. Mir wärs auch im alpinen zu flach und der reach zu lang.

Wobei andere leute anscheinend mit sowas klar kommen, wie der von scylla angesprochene thomas.

66' ist für mich und meine fahrweise momentan das optimum.

Will man ein solch extremes rad aktiv/spielerisch fahrn brauchts enormen körpereinsatz.

Ist einem dies zu anstrengen so verkommt man sehr schnell zum (passiven) passagier.
 
frag mal den thomas_h. ;)
Wie gesagt, für einen Alpenbewohner, der haufenweise steile Wanderwege vor der Haustüre hat, macht das einfach deutlich mehr Sinn. Insbesondere auch dann, wenn man gerne technisches Gehakel fährt. Sobald es steil genug ist, wenden sich alle "Nachteile" zum Vorteil, und mit "fehlendem" Gewicht aufm Vorderrad hat man dann eh kein Problem mehr.
Na ja, aber auch da muss man sagen, was für krasse Berge braucht man da vor der Tür? Selbst die härtesten Innsbrucker Locals werden kaum jeden Tag 70-Prozenter runterballern. Auch in den Alpen sind die meisten Trails von „normalem“ Gefälle mit vielleicht mal ein paar steileren Schlüsselpassagen, aber dafür pack ich mir doch nicht so ein extrem überzüchtetes Spezialteil unter den Hintern. Das läuft auch mit „normalen“ Geometrien, dann wird’s eben kurz mal etwas kniffliger, aber dafür sind die restlichen 90% des Trails viel spaßiger.

Mir drängen sich Vergleiche zum aktuellen Geschehen im Wintersport auf, wo sich im Zillertal jetzt alle die 150er Megabreit-Latten einpacken, um zwischen zwei Pisten 50m Powder besser mitnehmen zu können…
 
...aber dafür pack ich mir doch nicht so ein extrem überzüchtetes Spezialteil unter den Hintern. Das läuft auch mit „normalen“ Geometrien, dann wird’s eben kurz mal etwas kniffliger, aber dafür sind die restlichen 90% des Trails viel spaßiger.

genauso geht's mir ja auch. Daher fahre ich ein ganz normales Rad, das auf meinen Hometrails (90% der Radfahrzeit übers Jahr gesehen) Spaß macht, und die extrem-Geometrien überlasse ich anderen die mehr damit anfangen können. Bisher hab ich damit auch in den Alpen und auf steilen Abschnitten überlebt, auch wenn es vielleicht für exakt sowas noch bessere Räder gäbe. Man kann einfach nicht für jeden speziellen Anwendungsfall ein ganz spezielles Rad haben, irgendwo muss man für sich einen Kompromiss machen.
Ich wollte nur sagen, dass ich durchaus eine sinnvolle Anwendung für diese Art von Geometrie sehe, und es durchaus Leute gibt, für die sowas definitiv einfach passt. Auch wenn ich sie selbst nicht brauche/will.

Die Geometrie macht meiner Ansicht nach (und ich kenne auch noch ein paar Leute, die das ähnlich sehen würden und viel vertriden) im Vertriden keinen rechten Sinn.

wie gesagt, frag mal den @thomas.h
Der fährt genau so eine Geometrie, und zwar genau in dem was man landläufig wohl "Vertride-Gelände" schimpft. Der kann das sicher besser erläutern, warum sowas durchaus Sinn machen kann.
http://www.mtb-news.de/forum/t/stellt-eure-raeder-vor.516772/page-17#post-12854502
 
Ein paar Worte von Moritz aus dem Fotoalbum zum Mojo ION 16 (Ion16 - R A K E T E N F A H R R A D):
Das Fahrverhalten ist ziemlich geil
wink.gif.pagespeed.ce.-M5svKU0W4.gif

Man muss sich schon auf das Bike einlassen, weil es so verdammt lang ist. Das Timing beim Richtungswechsel umstellen, Oberkörper viel weiter nach hinten bringen beim Bunnyhop, der Sattel ist plötzlich nicht mehr da, wo man ihn gewohnt war...
Die erste Fahrt war ich eher Fahrgast als Fahrer...
Wenn man sich mit dem Apparat angefreundet hat, wird man mit viiiiiiiiiiiiel Grip belohnt. Das Ding liegt einfach nur satt aufm Trail und man ist viel schneller als man vermutet. Das merkt man spätestens wenn man vor der nächsten Kurve viel stärker bremsen muss als gewöhnlich.
Während der 10 Jahre alte Fiat Punta bei 120 auf der Autobahn auseinander zu reißen droht, ist das Mojo eher der 2015er Audi A8, der mit 200 über die Piste schwebt!
Man hat sehr viel Platz für Schwerpunktwechsel auf dem Rahmen. Im Wiegetritt geht das Bike super nach vorn.
Selbst wenns in Kurven zu rutschen beginnt, einfach Druck aufm Seitenstollen halten und es fängt sich wieder. Bei der Kurvergeschwindigkeit geht noch so einiges. Das muss ich nur noch in meinen Kopf bekommen.

Unterm Strich muss ich mein Fahrkönnen um ein vielfaches verbessern, um das Potenzial des Bikes auszunutzen.
Und ich glaube, dass mir dieses Bike dabei hilft, weil es mich zwingt aktiver zu Fahren und trotzdem durch den sehr breiten Grenzbereich viel Sicherheit bietet. Außerdem macht es einfach nur Bock !!!

Die Agilität ist wunderbar und hängt meiner Meinung eher von Hinterbau, LRS und Reifen ab.
Dass das Ding mit 1,27m nicht besonders wendig ist, sollte klar sein
wink.gif.pagespeed.ce.-M5svKU0W4.gif
man muss es schon mit Nachdruck in Kurven legen. Ein Bike mit 160mm Federweg sollte mMn möglichst sicher bei hoher Geschwindigkeit sein, sonst braucht man auch nicht den Federweg...
Ich bin176cm.

Schneller macht das Rad nicht unbedingt, aber es bringt einen besser durch brenzliche Situationen
wink.gif.pagespeed.ce.-M5svKU0W4.gif
Ich finde das Konzept für mich und für den Einsatz in den Alpen (Endurotouren + Bikeparks) durchaus interessant. So wie es aussieht lässt es sich durch den steilen Sitzwinkel und das durch den langen Reach trotzdem lange Oberrohr zusammen mit den langen Kettenstreben gut steil bergauf fahren, gerade auch für große Fahrer. Steil bergab bietet das weit vor verlagerte VR Sicherheit und der lange Radstand Laufruhe. Im Flachen wird dann etwas Grip am VR fehlen wenn man sich nicht nach vorn lehnt, durch den langen Reach kann man das aber auch. Ob das ganze dann auch noch auf engen Alpentrails funktioniert ist natürlich fraglich. Mit einem 29er kann man allerdings angeblich auch nicht mehr auf Alpentrails fahren - ich konnte da bisher keine nenneswerten Einschränkungen feststellen. Ich bin auf jeden Fall an einer Probefahrt interessiert.
 
Also beim Lesen von Berichten zu der flachen Geometrie waren bisher alle, die es tatsächlich gefahren sind positiv überrascht. Ich hoffe sowas auch mal testen zu können...Das Low Fat hätte ich gern mit 100 oder 120mm Heckfederung als Trail-Spaßgranate.
 
66° beim Hardtail ist doch nix! Wenn man 25% Sag einer 160ziger Gabel abzieht, bleiben bereinigt etwa 67,5°-68° übrig.
Fahre seit nem guten Jahr mein Argon AM TM mit 64°/160ziger Pike bei nem Rech von 397mm / Grösse "S" und das fährt sich weder kippelig, noch wie ein Roadtrain. Und obwohl ich das Tretlager auf -10mm habe anheben lassen. Fährt sich im technisch steilen, wie auch auf schnellen Trails satt und ruhig.

edit: 26"
 
Mit 62° Lenkwinkel vernünftig vertriden? Na dann viel Spaß beim Hinterrad umsetzten. Ne, im Ernst, ist dafür auch nicht wirklich geeignet.



Zu wenig Druck auf dem Vorderrad ist bei der Geometrie mit dem ellenlangen Reach eigentlich ausgeschlossen. Aber das ist auch das Problem des Bikes. Mit der starken Vorverlagerung des Fahrers bekommst den Druck nämlich gar nicht mehr vom Vorderrad aufs Hinterrad, selbst wenn du Ihn nur da haben willst.
Wenn dir bei der Kiste in einer blöden Situation doch mal das Vorderrad wegrutscht, dann macht man auch garantiert nichts mehr, außer auf die Schnauze zu fliegen, dafür ist man schon viel zu weit nach vorne gestreckt. In so einer Situation den Druck aufs Heck zu nutzen und Fuß raus, dürfte sehr schwierig werden. Ohne es gefahren zu sein halte ich die Geo ehrlich gesagt fast schon für gefährlich und außer drüberrumpeln kann man damit auch nicht mehr all zu viel. Mit Fahrspaß hat das denke ich wenig zu tun. Da können manche Tests des Bikes noch so viel beschreien, dass es bei gewissem Tempo sich sogar handlich anfühlt, aber das ist Blödsinn. Es mag sich durch das ebenfalls lange Heck vielleicht ausgewogen anfühlen, aber wendig und mit Fahrspaß gesegnet sind schon deutlich kürzere Bikes, die eine ähnliche Geometrie verfolgen, nicht mehr.
Ich finde am ION GPI den Antrieb super, bis auf den Drehgriff. Wenn Pinion endlich einen Schalthebel bringen würde, wäre das Getriebe was. Dann wäre der Antrieb auch für DH Bikes sehr interessant.
Aber ein Bike mit der Geo würde ich nie kaufen. Kann Herr Porter noch so viel erzählen.

Da hatte ich in der Tat einen Denkfehler :wut:. Langer Reach sorgt für mehr Druck auf dem VR. Danke für die Aufklärung. :daumen:

Nichts desto trotz bleibe ich vorerst dabei, dass MIR so eine Geo nicht gefällt, da ich bereits Räder mit weitaus weniger agressiverer Geo bereits gefahren habe und für meinen Einsatzbereich (normales Enduro-/Trailgeballer) nicht als optimal erscheinen.

Gruß Marc
 
Bringt nur mehr Grip, wenn auch Körper nach vorne gelegt wird,

Was zu denken geben muss: Es gibt keine DH Bikes mit extremen Reach Werten.
 
66° beim Hardtail ist doch nix! Wenn man 25% Sag einer 160ziger Gabel abzieht, bleiben bereinigt etwa 67,5°-68° übrig.
Fahre seit nem guten Jahr mein Argon AM TM mit 64°/160ziger Pike bei nem Rech von 397mm / Grösse "S" und das fährt sich weder kippelig, noch wie ein Roadtrain. Und obwohl ich das Tretlager auf -10mm habe anheben lassen. Fährt sich im technisch steilen, wie auch auf schnellen Trails satt und ruhig.

edit: 26"

Mein Versuch in die Richtung hatte 63° und gut 2cm mehr Reach, was für meine Körperproportionen ziemlich lang war. Das fuhr sich auf schnellen Trails geradeaus supersatt, auf steilen Trails geil, aber auf flachen und etwas winkligen Trails war's mir halt letztendlich zu mühsam.
Beim HR-Versetzen im flachen Gelände hatte ich zudem das Problem, dass so viel Gewalt nötig war, dass ich es kaum richtig dosieren konnte.
Mein persönliches Fazit aus dem Versuch: langer Reach ja, flacher Lenkwinkel auch ja. Aber nicht mehr in Kombination von beidem, eins reicht. Oder halt beide Werte einfach "mittelmäßig".
Die andere Alternative wäre in die Alpen ziehen. Leider nicht so einfach :(

Da hatte ich in der Tat einen Denkfehler :wut:. Langer Reach sorgt für mehr Druck auf dem VR. Danke für die Aufklärung. :daumen:

Theoretisch schon. Praktisch nur bedingt.
Problem 1: wie Tyrolens schon sagt, man muss sich eben dazu auch wirklich nach vorne beugen. Viele Biker stellen sich eh schon zu weit hinten rein. Macht man das auf so einem lang-flach-Fahrrad, kriegt man nur noch weniger Druck aufs Vorderrad. Schlecht. Meiner Erfahrung nach passiert das automatisch bei den ersten Metern auf so einem Fahrrad: man macht eher die Arme lang und steht dabei "gewohnt" aufrecht überm Tretlager. Bis man merkt, dass das so nicht geht, weil einem gleich mal das Vorderrad abhaut. So ein Rad fordert "attack position" und zwar dauerhaft. Ist halt anstrengend.
Problem 2: im eher flachen Gelände reicht der durch den langen Reach "erzwungene" Druck aufm Vorderrad nicht mehr. Bedingt durch den dazu kombinierten flachen Lenkwinkel, der das Vorderrad nochmal ein beträchtliches Stück nach vorne setzt. In schneller gefahrenen Kehren hat man ziemlich schnell Gripverlust am Vorderrad, wenn man sich nicht ziemlich stark übern Lenker hängt.

Wenn man das alles tut, also aggressiv/aktiv nach vorne geht (oder je nachdem auch aktiv nach hinten), ist alles total prima. Man muss es halt machen. Und das ist meiner Erfahrung nach einfach ein bisschen anstrengender als auf einem 08/15 Bike. Daher wird so eine Geometrie wahrscheinlich nie massenkompatibel sein.
 
Bringt nur mehr Grip, wenn auch Körper nach vorne gelegt wird,

Was zu denken geben muss: Es gibt keine DH Bikes mit extremen Reach Werten.

Aber nur wenn man auch mit Gewicht auf den Lenker drückt. Widerspricht dann nur eben Brian Lopez "heavy feet - light hands" Mantra. Und wenn man nur die Beine belastet, kann man sich soweit nach vorne Lehnen wie man will. Ohne Druck auf dem Lenker, geht das Gewicht/der Druck/der Schwerpunkt dann nach wie vor durchs Tretlager...sonst würde man ja nach vorne Kippen.
Bissl stützt man sich allerdings wohl immer am Lenker ab, gerade wenns steil wird.

Deswegen bin ich da deiner Meinung. Ich glaube die aktuellen Bikes fahren sich eher durch absoluten Radstand und das Verhältnis zur Kettenstrebenlänge sicherer als noch vor 5 Jahren als über den Reach an sich.

EDIT: Und ein langer Reach zwingt einen natürlich eher in die Attackposition, also fährt man schon ganz automatisch mit besserer Haltung, als bei einem kurzen Bike
 
Zuletzt bearbeitet:
Der Körperschwerpunkt liegt ja ziemlich genau beim Becken.
Das sagt einiges aus.

Essentiel ist damit die Kettenstrebenlänge. Durch den Trend, hier kurz zu werden, muss man das nach vorne raus kompensieren. Irgendwo sind da dann halt auch die Grenzen erreicht, vor allem bei flachem Lenkwinkel.
 
Habe noch auf ein paar News gehofft von dene man noch nichts wußte :(
Stattdessen muß man hören das es kein farbiges Elox mehr gibt :eek: :eek: :eek: ...jetzt schauen bald alle Nicos so aus wie meine :D

G.:)
 
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