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GALERIE unterwegs Trekking-/Reise-/Lasten-/City-...Bikes

Gestrige Fahrt in den Sonnenuntergang
Mittags noch alles nass vom Regen und gegen Abend allerbestes Wetter
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Mutter, nehm mich wech vonne Zeche ! Ich kann dat Schwatte unter die Fingernägel nich mehr sehen !

Für alle, die auch eine anstrengende Woche hinter sich haben: ein kleines "Plauderstündchen" von Micha.....

Von Jugend an, haben mich 2 Dinge immer fasziniert : Radfahren und Fotografieren ! Auf etwas gemütlicheren Touren lässt sich beides schön kombinieren.

Was soll nun dieser Thread-Titel ???

User, die mich hier schon länger kennen, verdrehen evtl. schon die Augen.....ja , jetzt fängt der olle Micha wieder an zu erzählen.....

Aber warum auch nicht ? Man kann das Hobby doch auch leicht "literarisch" begleiten.....😉

Nun denn......eine kleine Plaudereinlage zum Abschalten -

Teil 1

Wenn man in Norddeutschland aufgewachsen ist und seine Kindheit und Jugend dort erlebt hat, ist man in der Regel an den "weiten Blick" gewöhnt. Wer einmal am Weserstrand oder der Weserpromenade stand, wer sich die leisen Wellen der Ostsee um die nackten Zehen spülen liess, der weiss, was ich meine.

Wohlig erinnere ich mich an eine Kindheit ohne Handy; eine Kindheit zu der wir am Wasser spielten, an kleinen Bachläufen Dämme bauten oder auf scheinbar bis zum Horizont reichenden Wiesen und Feldern Drachen steigen liessen......

Aber das Leben geht seine Bahn und wenn man als Mensch des Nordens beruflich in den Ruhrpott gespült wird, dauert es lange lange Zeit, bis man diese Umstellung geschafft hat. Manch einer schafft es auch nie !

Anfangs vermisst man vor allem den freien Blick, den Geruch des Salz- oder wenigstens Brackwassers, den Schrei der Möwen.........zuweilen erinnert mich das an eine Passage im "Herr der Ringe" wo die Waldelben durch den Schrei der Möwen verführt werden, ihre Wälder zu verlassen und zu den grauen Anfurten zu pilgern. Oh, hast Du einmal den Schrei der Möwen gehört ......!

Und doch : mit der Zeit gewöhnt man sich und entdeckt auch hier im Ruhrgebiet immer wieder überraschend schöne Ecken, oft da, wo man sie gar nicht vermutet - und oft sind es nicht immer die großen High-lights, sondern eher die kleinen Entdeckungen am Wegesrande, die das alte Herz erfreuen......

Nachdem ich die letzten Tage an meinem neuen Fund, einem alten Indian Iowa Trekkingrad, gebastelt hatte, kam heute die erste etwas längere Probefahrt.

Freilich noch als ziemlich "nacktes" bike - ich weiss noch nicht genau, wohin der Weg geht : sportlicher, nackter 28" Hybrid oder soll es doch ein gemütlicher Tourer mit GT und Schutzblechen werden ?

Wie dem auch sei, erst mal einfahren die Kiste ! Man wird meinen Bildern anmerken, dass ich mich schon etwas in dieses Rad verguckt habe - man möge es mir verzeihen !

Das verblüffende am "Ruhrgebiet" ( zumindest, wenn man an dessen Rande wohnt ): Du startest deine Tour zwischen vielen Häuserschluchten, die dir den Blick versperren und ganz plötzlich entdeckst Du kleine Pfade, die dich schnurstracks in eine hübsche Natur entführen können !

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Raus gehts aus dem Ortskern...
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Das Holzbrücken-Foto darf natürlich nie fehlen 😄

und rasch ist man auf einem Weg, den in einer anderen Zeit und einer anderen Welt vielleicht auch der gute Bilbo gewählt hätte !
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Vorbei sind die Zeiten, wo der Micha beim Toilettengang, seine Haarpracht hochbinden musste..🤣
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Aber ab einem gewissen Alter ( und körperlicher Statue ) ist es auch mal ganz vorteilhaft und angenehm, sich nicht in hautenge Rennrad-Team-Trikots werfen zu müssen !😂

Weiter gehts durch Wiesen und Felder....manche Türen sind ganz schön groß !
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Schnell ist man raus aus dem verträumten Datteln und erreicht die Nachbarstadt Oer-Erkenschwick. Zur Erinnerung : hier wuchs "der Fahnder", Klaus Wennemann auf ! Was habe ich diese Fernseh-Serie geliebt !

Hier wo einst das Grubengold gefördert wurde........
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Mittlerweile befinden sich auf dem Gelände einige Lokalitäten und Kleinbetriebe...

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weiter gehts zu Teil 2.....
 
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mit Impressionen vom Zechengelände
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fährt man dann weiter, durch so eine typische "Pott"-Ortschaft, gibt es auch wieder die Bilder, wo man eigentlich denkt "och nö..."
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und doch tauchen auch hier wieder die kleinen Dinge auf, die einem, sofern man kein kaltes Herz hat, doch wenigstens ein Schmunzeln ins Gesicht zaubern...

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und weiter führt der Weg......

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zu Teil 3
 
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der Herbst malt die schönsten Farben, so dass man die Motive nicht suchen muss. Sie kommen von ganz alleine....
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Das Leuchten dieses Baumes in der Abendsonne kann das Foto leider nur schwach wiedergeben...
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Ob wir Bilbo noch einholen ??

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Wenn der Micha sich mit so vielen Fotos aufhält...sicher nicht !

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Und dahin will er sicher nicht.......vielleicht eher die andere Richtung ?

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Da steht schon wieder diese Karre im Weg !!

Wandern/fahren wir mal weiter zu Teil 4...
 
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Teil 4

der Weg, der mich fortführte endet wieder an meiner Tür......bald...

Aber erst noch mal tief Natur einatmen.
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während ich fuhr, waren andere Hände noch fleissig...

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und dann wieder so'ne Ecke .....menno !!😆
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Kommt noch was ?
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Kontrastprogramm : der gute alte Landmann vor dem modernsten Kohlekraftwerk. Eigentlich ein Widerspruch in sich....
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Was würden Mulder und Fox hier finden ??

Daheim die spannende Frage : was für Drogen hat der Micha eigentlich in der Flasche gehabt ?
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Es war tatsächlich nur Apfelschorle !!! Der Typ redet immer so wirres Zeuch !!:D

So, und wenn wenigsten einer von euch geschmunzelt hat - war es ein guter Tag !

Schönen Abend noch !

Micha
 
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Meine Wenigkeit ist wieder mal mit meinen beiden Lieblingsfrauen gen Italien gefahren.

Erst per Bahn nach Villach, dann auf einer alten Bahntrasse nach Grado und von dort quer durch die Macchia nach Triest.

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Udine von oben:

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Halbwegs brauchbarer Sonnenuntergang in Grado:

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Weil die Küstenstraße Grado - Triest zu stressig war, haben wir einfach mal dieses Gravel ausprobiert

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Wo einen das GPS überall hinführt..

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Irgendwann sind wir dann doch noch in Triest angekommen. Schön war's!

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Schönen Wochenende euch allen!
 
Dieses WE geradezu "Luxus" : wir können theoretisch mal komplett "chillen" ! Kein Besuch hat sich angekündigt, ich muss nicht arbeiten, es kommt kein gelber Mann mit irgendwelchen Paketen .....Ruhe pur. Tut auch mal gut !
Wenn ich die ganze Woche um 5 raus muss, gönne ich mir am WE den Luxus mal länger zu murmeln, so auch heute.

Irgendwann muss man ja aber doch raus und nachdem Mule mich/uns heute Morgen mit ihrem lauten Schnarchen aus den Federn trieb...erstmal gemütlich gefrühstückt.

Danach wieder aufs Ratt - heute aber kein "Sport" sondern einfach nur Bewegung und.....

Besuch bei Menschen, die man nicht vergisst.
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Klingt vielleicht morbide, aber der Friedhof ist landschaftlich sehr schön angelegt und lädt mit vielen kleinen, verträumten Ecken und Bänken zum Verweilen, Nachdenken und Spazieren ein.

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Nach einer stillen kleinen Zwiesprache mit Mutter, ließ ich mich auf der obigen Bank nieder und war etwas in Gedanken verloren.....plötzlich fand ich in meiner Jackentasche DAS...:eek:

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Auf Friedhöfen passieren zuweilen seltsame Dinge, denn als ich 2 Sekunden später nochmal hinschaute, war das Ding weg !o_O

Ich vermutete zunächst, dass sich ein magisches Zeitportal geöffnet hätte und das Marzipnstückchen quasi in ein anderes Raum-Zeit-Kontinium verbannt wurde !

Natürlich kann es aber auch sein, dass ich es gedankenverloren einfach in den Mund gesteckt habe. Obwohl diese Lösungsvariante eigentlich höchst langweilig wäre......bleiben wir also lieber bei dem Zeitportal !:D

Weitere Impressionen....


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Doch irgendwann müssen wir auch wieder ins Hier und Jetzt zurückkehren, den Staub der Unendlichkeit von uns abschütteln und nach Hause radeln......mit kleinem Schlenker am Dorfteich vorbei..

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Hab ich schon gesagt, dass ich dieses Rad sehr mag ?? Ja....Micha....du hast es schon 38x gesagt, halt jetzt einfach mal den Mund !o_O
 
Wetter heute war erstaunlich mild und fast windstill.
Arbeitsbeginn erst ab Nachmittag, also bin ich eine lange und flache Runde angetreten mit kaum Asphalt.
Beste Entscheidung.

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Also nochmal Knusperschotter, denn bald schon grüßt der Wintermodder.


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Zehn Minuten vor zu Hause dann noch ganz entspannt den Bänkchenopa gemimt.
 
Meine Pläne waren wie so oft hochfliegend gewesen, aber alle erlitten eine harte Landung: für über den Grossen St. Bernhard lag zu viel Schnee, via Simplon nach Venedig war mir zu neblig, und von Bremen an die Ostsee zu weit weg. Der heisseste Kandidat blieb die Provence – aber als sie für den ersten Pass zwar Sonnenschein, aber nachts -14°C und tagsüber -5°C ansagten, sowie für die Folgetage Regen und Mistral, verging mir auch da die Lust.
Zugleich meldete sich in meinem Herzen eine feine Stimme welche meinte, dass ich es auch mal ein bisschen ruhiger und sozialer angehen könnte, im Stil von "weniger Kilometer, mehr Freunde".

Und so mache ich am Freitagmittag von der Haustür aus auf den Weg. In den Bergen liegt schon ordentlich Schnee.
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Ich sause an die Rhone und kämpfe dort auf dem Damm gegen den Gegenwind.
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Über dem Rhoneknie sehe ich eine Wolkenwand – was mich dort wohl erwartet? Vielleicht weniger Wind, dafür mehr Niederschlag?
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Es erwartet mich – ein Schneesturm!
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Normalerweise gehe ich ja mit dem Cutthie auf Mehrtagestour. Aber ich erwarte viel Salz auf den Strassen und habe ordentlich Gepäck dabei, darum muss das Alpenchallenge ran. Eigentlich hatte ich es nach dem letzten Winter bereits abgeschrieben: der Antrieb und die Bremsen sind von den harten Wintereinsätzen total hinüber, und besonders komfortabel fand ich es auch nie.
Am Vortag habe ich noch all meine Schrauberkünste aufgewendet: einen neuen Schlauch vorne und ein bisschen Öl auf die Kette. Zudem habe ich den Sattel gewechselt: jetzt kann sich mein Gesäss gleich abstützen wie vor vier Jahren auf dem Weg nach Nizza. Nach den ersten paar Dutzend Kilometern denke ich mir, dass ich dieses Modell nicht ganz ohne Grund vom Cutthie verbannt habe 😅
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Jedes Mal wenn ich an der Abbaye von Saint-Maurice vorbeikomme, nehme ich mir vor, diese mal zu besichtigen – aber auch heute ist die Zeit zu knapp.
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Weiter geht's, immer der Rhone nach.
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Der Walliser Teil des Chablais ist stark industriell geprägt.
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Am Lac Léman angekommen erblicke ich rechts unter dem Gipfel mein Tagesziel.
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Château de Chillon.
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Noch ein paar Kilometer dem See entlang, und ich erreiche Vevey.
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Durch die Rebberge des Lavaux steige ich sehr steil Richtung Mont Pélerin, wobei teilweise Glatteise die Fahrt erschwert. Dank den Wintertour-Reifen von Veloplus ist das aber kein grosser Problem.

Es wird Nacht, und nach einer Weile komme ich bei den Gebetsfahnen an.
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In Rabten Choeling gibt es dieses Wochenende Unterweisungen. An diesem Abend erzählt uns Gesche Buga aus dem Leben des tibetischen Meisters Gesche Jampa Khedrub. Dieser wuchs zu Beginn der 20. Jahrhunderts in der osttibetischen Region Kham auf und studierte danach viele Jahre in der Hauptstadt Lhasa. Nach seiner Rückkehr nach Kham übernahm er die Leitung des Klosters Trehor Dhargye.
Die Menschen aus Kham sind bekannt für ihre Freiheitsliebe und Raubeinigkeit. Zu Beginn seiner Aktivität im Kloster musste denn Gesche Jampa Khedrub klarstellen, dass der Besitz von Waffen nicht mit den Mönchsregeln vereinbar ist, und dass auch das Halten von Pferden nicht zu den Aufgaben eines Klosters gehört. Zudem verbannte er dauerhaft anwesende Frauen aus den klösterlichen Mauern.
Ich find's sehr schön, gedanklich in die tibetischen Weiten aus der Zeit vor der chinesischen Besatzung einzutauchen 🙏
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Sonnenaufgang über dem Lac Léman und Rabten Choeling 🥰
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In Les Tassoneyres wird der neue Stupa mit heiligen Objekten befüllt.
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Bei den heutigen Unterweisungen erzählt Gesche Buga von der chinesischen Besatzung Tibets. In deren Verlauf wurden die Mönche in Umerziehungslager oder ins Gefängnis gesteckt. Gesche Buga war damals als Schüler des Klosters Trehor Dhargye selber betroffen, zeigt jedoch während seines Vortrags keinerlei Bitterkeit über die Zerstörung seiner Kultur. Auch sein Meister Gesche Jampa Khedrub nutzte die Zeit in Haft, um seine buddhistische Praxis zu vertiefen.
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Waadtländer Alpen.
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Dazu inspiriert, die vergleichsweise kleinen Herausforderungen in meinem Leben mit mehr Gelassenheit und Gleichmut anzugehen, erkunde ich nach den Unterweisungen noch die Umgebung von Rabten Choeling.
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Ob uns der Schnee erhalten bleibt?
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In der Nacht hat der Wetterumschwung eingesetzt. Hinter dem Catogne leuchtet golden das Wallis.
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Dents du Midi.
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Es tut gut, Freunde zu treffen und auch einfach mal nichts zu tun (ausser vielleicht zwischendurch mal auf den Auslöser zu drücken 😅).

Am Mittag leuchtet der See.
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Es hat schon seinen Grund, warum die Mönche und Nonnen von Rabten Choelign den Catogne, die Pyramide in der Mitte, als heilig betrachten: ich kenne keinen anderen Berg, der trotz seiner geringen Höhe die umliegenden hohen Berge dermassen dominiert.
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Was mich bei buddhistischen Unterweisungen immer wieder fasziniert: wenn man Dharma-Texte liest, kann das bereits sehr inspirierend sein. Wenn man aber die Unterweisungen eines Lehrers vor Ort hört, spürt man die jahrelange Erfahrung und die grosse Güte dieser buddhistischen Meister, und man erahnt, dass die Dharma-Praxis weitaus vielschichtiger und tiefer berührend ist, als es ein blosser Text vermitteln könnte.
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Am Ende des Tages ist es defintiv vorbei mit dem schönen Licht – und auch für Velotouren durch die Westalpen ist es für die nächsten paar Monate vorbei.
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Morgen sehe ich noch ein paar Stunden im Sattel vor – aber eben, es geht nicht in die Westalpen 😅
 
Das Wetter hat definitiv gedreht, und der See versinkt im Nebel und Regen.
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Nicht gerade bestes Radelwetter, aber ich habe trotzdem Lust, mich zu bewegen und die Welt zu entdecken.
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Ich ziehe nordwärts.
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Ein Hauch von Sonne über leicht prekären Strassenverhältnissen 🥰
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Ein Baum in der Freiburger Landschaft.
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In Chénens kehre ich für das Mittagessen ein. Danach muss ich noch an einem Online-Meeting teilnehmen; dafür ziehe ich mich den ruhigen, aber ungeheizten Saal des Restaurants zurück. In meinen nassen Kleidern friere ich erbärmlich, und ich hoffe, dass meine Arbeitskollegen mein Aufwärmgezapfel nicht mitkriegen 😅
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Ich überquere die Saane. Diese quillt unterhalb des Col du Sanetsch aus dem Berg und ist daher eigentlich ein Savièser Fluss.
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Ein Kreuz auf einem Findling.
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Ein Baum auf einem Hügel.
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Seit der Saane hat der Regen wieder zugenommen, und als ich die Sense überquere, bin ich froh, ist es nicht mehr weit.
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Nach 80 Kilometern treffe ich im Büro eines Freundes in Schwarzenburg ein. Ach, nach einem Tag in der Kälte und Nässe tut eine warme Dusche und trockene Klamotten unglaublich gut 🥰
Und es tut vor allem gut, einen alten Freund zu sehen. Martin tickt ähnlich wie ich, ist aber nicht ganz so sehr ein Anti-Auto-Taliban. Und so sausen wir in seinem Firmen-Saab nach Guggisberg zum Nachtessen. Morgen werde ich sicher bestreiten, jemals sowas gedacht, gesagt oder geschrieben zu haben: aber auf einem geheizten Autositz durch die kalte Nacht zu fahren hat schon auch was 😅

Am nächsten Morgen gibt's lecker Frühstück, und dann nehme ich die letzten Kilometer der Tour in Angriff.
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Bäume unter blau-grauem Himmel.
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Nach 20 Kilometern parkiere ich vor dem Berner Kinderspital, und es fängt es an zu schütten. Da trifft es sich gut, dass im Spital ein Lieblingsmensch unterhalten werden will: die perfekte Ausrede, um hier die Tour zu beenden und ein paar vergnügliche Stunden mit der kleinen Patientin zu verbringen 🥰

Am späteren Nachmittag geht es zu einem der besten Plätze Berns: den Bahnsteig, an dem der Intercity ins Wallis fährt 😅
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Nur 180 km in fünf Tagen – daür viele schöne Momente mit lieben Menschen 🥰
 
Frohe Weihnachten euch allen!

Bevor das Jahr vorbei ist, muss ich hier noch schnell ein paar Bilder meiner letzten größeren Fahrradtour loswerden. Begonnen hat die Geschichte schon Ende März, aber leider hock ich nicht so gern vorm Computer und sortiere Fotos - immerhin waren es über 4000 in 4 Monaten. Erwartet euch bitte nicht zu viel - ich hab nur ein billiges Smartphone.

Also los: am 27. März von Wien via Istanbul nach Samarkand, die Räder haben wir wieder mal frech als 'normales' Gepäck aufgegeben

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So sieht das ganze ausgepackt aus:

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Die Temperaturen waren um die 0°, also machten wir ein paar Tage Stadtbesichtigung. Zu sehen gab es jedenfalls genug:

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Nach ein paar Tagen wurde es endlich wärmer, außerdem hatten wir genug von der großen Stadt. Damit Ihr euch ein Bild von der in Usbekistan gefahrenen Strecke machen könnt, voilà:

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Landschaftlich war es es nicht wahnsinnig spannend (für Tiroler Augen zumindest)

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Dafür gab's kaum Verkehr..

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und wenn, dann interessante Fahrzeuge:

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Abseits der Straße war Vorsicht geboten:

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Dicht besiedelt ist die Gegend nicht gerade, aber es gab immer wieder mal irgendein Kaff mit einem Basar zum Proviant fassen

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Nach 4 x schlafen kamen wir in die Hauptstadt Tashkent. Leider gab es da vor 60 Jahren ein arges Erdbeben, das praktisch die ganze Stadt platt gemacht hat. Dafür gibt es ein paar Sowjet-Klötze:

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und eine U-Bahn mit sehenswerten Stationen

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Seidenstraßenarchitektur gibt es auch, allerdings nur Neubauten

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Bis zur kasachischen Grenze waren es nur ein paar Kilometer, dahinter ging die Reise erst so richtig los.

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Fortsetzung folgt.

Schöne Feiertage noch!
 

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Willkommen in Kasachstan, dem größten Binnenland der Erde!

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Leere Straßen ohne Ende. Aber wehe, wenn ein Auto kommt! Die Kasachen sind nämlich ein wildes Reitervolk und mögen keine Regeln. Die fahren prinzipiell soviel wie die Karre hergibt. Zum Glück hört man sie schon von weitem.

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Bis die Russen kamen, lebten die Kasachen nomadisch in Jurten, größere Siedlungen gibt es erst seit ca. 100 Jahren. Daher gibt es außer Landschaft kaum Sehenswürdigkeiten. Außer das übliche Sowjetzeug:

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Imitierte Seidenstraßenarchitektur gibt es auch - Madame mit farblich passender Jacke :-))

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Die wenigen Dörfer glänzen gern mit originellen Ortsschildern

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Sehenswert waren auch die Nutzfahrzeuge - sogar damit wird gefahren, dass die Fetzen fliegen

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Irgendwann hatten wir genug von röhrenden Motoren und versuchten Asphalt zu meiden

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Die Berge im Hintergrund bilden die Grenze nach Kirgistan und sind bis über 5000 m hoch. Entsprechend kalt waren die Nächte - das auf der Rahmentasche ist leider kein Babypuder, sondern Reif.

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Campieren darf man in Zentralasien überall. Falls man entdeckt wird, bringen einem die Leute Obst, warmes Cola und Alkohol.

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Es gibt nirgendwo Zäune, aber überall Pferde, die scheint's selber wissen, wie weit sie gehen dürfen

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Je näher man nach Kirgistan kommt, umso schöner wird die Landschaft

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Fast vergessen, die gefahren Strecke:

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Danach fuhren wir ein Stück weit durch Kirgistan, dann wieder nach Kasachstan, usw...
Fortsetzung folgt.

Schönes Wochenende euch allen!

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