Abflachende Lernkurve mit zunehmender Erfahrung

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  1. frogmatic

    frogmatic Quak!

    Dabei seit
    10/2006
    Müsste vor ein paar Jahren an Ostern in der Pfalz gewesen sein; vermutlich hatte ich noch das 301, evtl. aber auch ein graues Cotic BFe...

    Ich war am WE mit meinem Sohn zur DH-Strecken-Erkundung.
    Er ist im Wesentlichen der Rennfahrer, meine Wenigkeit ist dieses Jahr nur für ein Rennen in der Hobbyklasse gemeldet.

    Ich freue mich einfach über jeden Fortschritt, z.B. bin ich wieder etwas sicherer bei höheren Geschwindigkeiten und größeren Sprüngen geworden.
    Aber ich bin natürlich ein paar Tage älter als du und freue mich, dass es überhaupt aufwärts geht :D

    Wenn du ganz konkrete Dinge wie Manual lernen willst musst du halt üben, bis du ihn kannst.
    Am besten mit Leuten die wissen wie es geht - muss kein Coach sein, schadet aber sicher auch nicht. Ich habe noch nie einen formellen Kurs besucht, habe innerhalb der Gruppe(n) immer genug Feedback bekommen (und gegeben).
    Manche Dinge nimmt man selbst nicht wahr, sieht sie aber von außen.

    Wie gesagt, ich habe da eine lockere Einstellung, ich radle auch gerne mal eine Tour mit den Kumpels und wir steuern lecker Kaffee & Kuchen an, einfach zum Spaß.
    Heißt nicht, dass ich keinen Ehrgeiz hätte - letzten Winter etwa habe ich so weit in das mir neue Alpinski-Fahren gefunden, dass ich auch schwarze Pisten kontrolliert runterkomme; ich nehme meine Fortschritte an wie sie kommen und habe keinen Drang, sie zu erzwingen.

    Wenn es mal scheinbar nicht vorwärts geht habe ich zumindest was getan, und bin nicht auf dem Sofa fetter geworden :lol:
    Es gab letztes Jahr in den news ein Interview mit Pierre Edouard Ferry, einem Franzosen der auch bei der Rampage dabei war. Grobes Fazit ist, dass man mit Spaß an der Sache weiter kommt...

    Last not least - mehr Räder schaden nie 8-)
     
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  3. Bonvivant

    Bonvivant

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    03/2011
    Ich würde gerne "hilfreich" und "gefällt mir" gleichzeitig vergeben :)
     
  4. Tyrolens

    Tyrolens unfahrbar

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    03/2003
    Das sagt auch Loic Bruni in gefühlt jedem dritten Satz. Scheint so eine französische Sache zu sein. Den Spaß nicht verlieren...
     
  5. Oldie-Paul

    Oldie-Paul

    Dabei seit
    08/2011
    Ersetze das modewort spaß durch die alte begeisterung oder faszination, dann sagt die hirnforschung nichts anderes.
    :bier:
     
  6. Tyrolens

    Tyrolens unfahrbar

    Dabei seit
    03/2003
    Bei mir funktioniert nur intrinsische Motivation.
    Fluch und Segen zugleich.
     
  7. ExcelBiker

    ExcelBiker

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    08/2012
    Ich würde das auch eine Lernkurve nennen. Klar, mit mehr Risiko kommst du erst mal schneller weiter, weil du eher die Grenzen kennen lernst. Aber auf Dauer ist das nicht gesund. Ich würde mal darauf tippen, daß bei dir (altersbedingt) die Lernkurve eher in Richtung "Sicherheit" geht. Das schaut zwar erst mal wie ein Rückschritt aus (weil niedrigere Geschwindigkeiten), dafür lerrnst du, Situationen besser und sicherer einzuschätzen.

    Was mir richtig schwer fällt, ist das Abgewöhnen von falschen Bewegungsmustern. Es ist leichter, etwas völlig neues zu lernen, als etwas falsch eingelerntes zu ändern. So könnte es bei dir mit den Sprüngen sein. Die hast du als falsches Bewegungsmuster drin ("wegdrücken"), und tust dir damit schwer, davon wieder weg zu kommen. Bei mir ist es z.B., daß ich zu viel Gewicht nach hinten verlege. Aber auch solche Bewegungsmuster kann man umlernen, da waren in meiner Zeit mit dem Radl (so etwa seit Mitte der 80er) genügend falsche dabei, die ich dann auch wieder ändern mußte (und konnte). Wichtig ist dabei, sich den falschen Bewegungsablauf bewußt zu machen und entsprechend bewußt auch dagegen zu steuern, und wenn's erst mal bei total mickrigen Situationen ist. Bei dir mit den Sprüngen wäre das eine 10 cm Bodenwelle, die halt nicht reflexmäßig weggedrückt, sondern ganz bewußt zum springen genützt wird. Mit der Zeit wird der Reflex weniger, dafür werden die Sprunggelegenheiten höher und größer. Das dauert seine Zeit, ich weiß, aber anders wüßte ich nicht, wie es gehen soll.

    Wheelie und Manual halte ich für harte Nüsse, weil sie einfach viel Übung erfordern. Beim Wheelie geht z.B. eine Übungszeit von ca. 15 Stunden um, bis man den kann. Und die 15 Stunden kommen nicht nebenher zusammen. Das wären 1/2 Stunde jden Tag ein Monat lang, oder 10 min jeden Tag 3 Monate. Ehrlich, wer übt konsequent 10 min am Tag, jeden Tag? Übrigens, auch manche Profis können Wheelie oder Manual nicht, Jerome Clementz hat mal in einem Interview verraten, daß er das auch nicht kann.
     
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  8. frogmatic

    frogmatic Quak!

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    10/2006
    Do-or-die bringt einen nicht wirklich weiter - wer heil bleibt, kommt öfter zum biken...

    Und Unsicherheit muss nicht negativ sein, das kann auch bedeuten dass dir klar wird, dass bestimmte Bewegungsmuster nicht funktionieren.
    Sieh es als Chance. Wie der werte Vorposter schon anmerkte, eine knifflige Herausforderung.

    Mit was für Leuten bist du denn unterwegs, inwieweit gebt ihr euch Rückmeldung? Und wo?

    Mir hat z.B. fürs Springen geholfen, sehr klein anzufangen. In Albstadt gibt es eine Linie mit wirklich niedrigen Sprüngen (Doubles die aber fast Tables sind) die vielleicht 40cm hoch sind. Die konnte ich irgendwann ungebremst und aktiv(!) springen, und dann kam ich auch bis in die Landung. Von da habe ich mich in nur wenigen Jahren sehr langsam weitergearbeitet, und mittlerweile springe ich auch wesentlich größere Tables als Pilot, nicht Passagier.
    Mein Augenmerk war weniger auf das äußerliche, die Größe der Sprünge, gerichtet, sondern auf ein sicheres Gefühl, aus einer sinnvollen Bewegung heraus zu springen.
     
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  9. Bonvivant

    Bonvivant

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    03/2011
    Das stimmt auch, ich bin tatsächlich bisher von bösen Verletzungen und/oder bleibenden Schäden verschont geblieben. Wegen der eingespielten Bewegungsmuster überlege ich einen Coach zu nehmen, der mir genau die wichtigen Ansatzpunkte bewusst macht. Das muss nicht der beste Fahrer sein sondern jemand, zu der ich einen Zugang habe. Spannend das mit Jerome, das wusste ich gar nicht :)

    Mit solchen Beknackten wie @DerandereJan@DerandereJan. Leuten die meist ohne Sponsoring fahren aber ihr Leben um das baiken gebaut haben, viel mit Fahrtechniklehrern (BunnyHop Tours) und ganz wenigen (DH-)Rennfahrern. Leute, die sich nicht mehr über die geilste Technik sondern die Bodenverhältnisse und geile Moves unterhalten...jedoch weniger gegenseitig Feedback geben. Wenn ich jetzt darüber nachdenke, ist das und in Heidelberg zu wohnen ein sehr gutes Standortargument. Ich werde das mehr nutzen:p
     
  10. DerandereJan

    DerandereJan Bonvivant

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    08/2008
    Falls das ein Kompliment war... :love: :D
     
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  11. Tyrolens

    Tyrolens unfahrbar

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    Mir wurde jetzt auch schon von vielen Seiten empfohlen, einfach mal etwas anderes zu machen.
    Abwechslung bedeutet ja auch Adaption und das ist etwas Gutes.
    Muss man nur noch etwas finden, was das Feuer wieder entfacht. ;)

    Fahrtechnik ist halt echt so zähes Thema. Es geht ja nicht darum, den Bunnyhop zu beherrschen, sondern muss man den dann auch so beherrschen, dass man zb sicher über ein Wurzelfeld kommt.
     
  12. Oldie-Paul

    Oldie-Paul

    Dabei seit
    08/2011
    Vor allem etwas, was nicht will, einmal konsequent zu lassen. "use it or loose it" zeigt da seine positive seite. Fehlverknüpfungen bauen auch wieder ab. Und dabei ist intensive beschäftigung mit anderen themen sehr hilfreich. Keine ähnlichen bewegungsmuster üben in der zeit.
     
  13. Tyrolens

    Tyrolens unfahrbar

    Dabei seit
    03/2003
    Darum habe ich mich jetzt erst mal für eine Woche in den Wald zum Brennholz Machen verabschiedet. ;)

    Es ist die menschliche Psyche halt schwer zu durchschauen. Dass ich es nie in die Top 10 schaffen werde, muss ich auch erst mal so hin nehmen. In unserer Generation (1979 geboren) gilt ja vor allem ein Satz: "You can get it, if aou really want".



    Das ist schon stark romantisiert.
    Ist ja auch klar. Würde jeder in die Top 10 fahren, gäb's nur 10 Teilnehmer. ;)

    Das Krasse bei mir ist ja die absolut fehlende Konstanz. Das wird bei @Bonvivant@Bonvivant auch so sein.


    Kommende Woche habe ich mal Sölden im Visier. Mal bisschen die ach so verhassten Flow Trails fahren. ;)