Al/C_29 'Scout' [A]ufgebaut und in Dienst gestellt...

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dichtung entfernen und nachfetten.
genau wie bei lagern in naben oder innenlagern.
Ich denke, das untere Lager ist nach der ganzen Fahrerei mit Carbon-Starrgabel einfach fertig (abgenutzt). Es wird ja selbst auf Feldwegen ordentlich durchgeprügelt, von meinen Touren mit vielen Singletrails gar nicht zu reden :)
Ob da eine neue Fettpackung wirklich noch was bringt und ob das Lager nach dem eigentlich nicht vorgesehenen Öffnen überhaupt noch halbwegs dicht ist :ka:
Wenn ich es austausche werde ich mal einen Blick reinwerfen und etwas dazu schreiben ;)
 
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Balu.

Singlespeedbär
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Ich denke, das untere Lager ist nach der ganzen Fahrerei mit ...-Starrgabel einfach fertig (abgenutzt). Es wird ja selbst auf Feldwegen ordentlich durchgeprügelt, von meinen Touren mit vielen Singletrails gar nicht zu reden :)
...

Den habe ich noch mit D-Mark bezahlt und seither mit nem Lappen und ein wenig Fett "gewartet"

2281754-j8c3ydcaole7-20160521_134745-large.jpg
 
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Spare Parts: Knick-Knack-Ab...

Auf den letzten Kilometern meiner Tour "Treten und getreten werden" hatte es sich schon mit einem leisen, aber stetigen Knacken angekündigt:
Eine der Sattelbefestigungsschrauben der Stütze war im Begriff sich zu verabschieden. Erst habe ich dem Geräusch keine so große Beachtung gezollt. Carbon-Teile spucken je nach Wetter und Temperatur ja immer wieder mal Töne. Als ich tags darauf in die Kellerwerkstatt ging, hing der Sattel auf halbacht. Eine der Edelstahlschrauben war durchgebrochen - nach über eineinhalb Jahren Dauereinsatz :ka:

Die spezielle Kugelkopfform musste ich erstmal im Internet suchen und dann bestellen. 2 Tage später waren neue Schrauben im Briefkasten. Diesmal in Titan. Eingebaut, ausgerichtet, wieder fahrbereit :daumen:

Den habe ich noch mit D-Mark bezahlt und seither mit nem Lappen und ein wenig Fett "gewartet"

2281754-j8c3ydcaole7-20160521_134745-large.jpg
Habe auch noch ein SYNCROS HARDCORE HEADSET von 1996(!) - Der Steuersatz hat von damals bis heute jeden jugendlichen Leichtsinn, harten XC-Einsatz und pflegearmes SSP-Dasein klaglos weggesteckt :D
 
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Reifen wechsel Dich!

Ein hierzulande eher selten vertretene Spezies: Pneus von Hutchinson. Ich fahre verschiedene Modelle des französischen Herstellers schon seit Jahren. Nach dem PYTHON 2 soll sich jetzt mal ein COBRA am Hinterrad in den Untergrund verbeissen.

Hutchinson COBRA 29er / 2,25" / 66 TPI / Hardskin Faltreifen



Typisch Hutchinson: Kein Leichtgewicht, dafür sehr robust. Das Aufziehen auf die Felge war mal wieder ein Kraftakt und erforderte stabile Reifenheber. Zusätzlich musste ich mit meinem Kompressor 4 bar draufgeben um den Mantel in die richtige Position knallen zu lassen. Das bin ich aber schon gewohnt ;)

Einen ersten Feldtest auf Mount Nast(y) und eine abwechslungsreiche Tour durch diverse Moselsteillagen hat der COBRA mit Bravour bestanden.


Bei 1,6 bar und knapp 100 kg Systemgewicht hatte ich sehr guten Antriebs/Brems-Grip und sehr guten Seitenhalt. An Testuntergründen gab es trockene und nasse Stein- und Felspfade, triefenden, morastigen Schlamm und knochentrockenen, harten Lehm, feuchten Waldboden, alten Asphalt, dazu Schotter- und Sandwege. Das Mittelprofil und die Seitenstollen meisterten alles ohne Probleme. Auf nassen, moosigen Wurzeln und Ästen muss man aber trotzdem aufpassen. Die Selbstreinigung war trotz der kleinen, engen Stollen sehr gut.
Der Rollwiderstand ist (gefühlt) höher als beim Vorgänger PYTHON 2. Das liegt aber wohl an Einzelstollen ohne durchgehende Mittellinie. Stört mich aber nicht, Asphalt versuche ich immer zu vermeiden.
Pannen gabe es keine. Die scharfkantigen Moselschieferfragmente konnten der dicken Gummihaut nichts anhaben. Durchstiche gab es auch keine - mit Platten habe ich aber sowieso keinen Ärger.

Bisher erfüllt der COBRA meine Erwartungen. Werde natürlich gelegentlich Updates posten.

Erster Feldtest auf Mount Nast(y)
https://www.mtb-news.de/forum/t/f_t_ls-ueberlandfahrten-meine-xc-touren.879307/page-6#post-15901639


Vielseitgkeit in den Steillagen der Mosel
https://www.mtb-news.de/forum/t/f_t_ls-ueberlandfahrten-meine-xc-touren.879307/page-6#post-15913790
 
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Servus, eigentlich hatte ich bei Google nur etwas zum Thema MT2 Bremsen gesucht, da ich da mit meinem Cannondale Bad Boy 1 ziemliche Probleme mit Geräuschentwicklung habe. Daher habe ich nach alternativen Bremsscheiben für die MT2 gesucht und bin dabei auf diesen Thread gestoßen. Allerdings hat mich das Thema hier dann so gepackt, dass ich alle 6 Seite durchgelesen habe und jetzt auch überlege mein Licht am Bad Boy aufzustocken :)

Zuerst einmal muss ich sagen: Hut ab! Ein sehr feiner Bericht und ein echt klasse Bike, was du dir da erstellt hast. Hat wirklich Spaß gemacht die gesamte Diskussion hier zu verfolgen.

Nachdem ich mit dem Licht aber angetriggert wurde hätte ich noch eine Frage dazu: Wie genau hast du die Auopro GTX an deinem Rad montiert und was genau ist da alles verbaut? Ich kann folgendes entdecken:
  • Auopro GTX
  • Trustfire HE01

Lässt sich bei der Trustfire die blaue Applikation an dem Carbonteil entfernen, um das Gesamtbilt nicht zu stören? Und wie genau habt ihr die Leuchte an der Halterung montiert? Wirklich nur mit O-Ringen oder noch auf andere Weise? Hätte sonst die Befürchtung, dass die Leuchte bei Unebenheiten wackelt/vibriert oder sind die Befürchtungen unnötig?

Danke im Vorfeld für die Antworten



:) Dran (werde noch andere O-Ringe kaufen, wenn die Geschäfte wieder offen haben. Erst mal ein Provisorium):



Let there be light :cool::

Sieht doch schon brauchbar aus :daumen:

Habe bei mir Sanitär-O-Ringe zur Vibrationsdämpfung dran. Die wulstigen Dinger funktionieren auch wenn es holprig wird am besten und passen gut zur Gesamtoptik des Rads.
 
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Ich denke, das untere Lager ist nach der ganzen Fahrerei mit Carbon-Starrgabel einfach fertig (abgenutzt). Es wird ja selbst auf Feldwegen ordentlich durchgeprügelt, von meinen Touren mit vielen Singletrails gar nicht zu reden :)
Ob da eine neue Fettpackung wirklich noch was bringt und ob das Lager nach dem eigentlich nicht vorgesehenen Öffnen überhaupt noch halbwegs dicht ist :ka:
Wenn ich es austausche werde ich mal einen Blick reinwerfen und etwas dazu schreiben ;)

Darf ich mal fragen, was überhaupt der Sinn dahinter ist, ein Bike in dieser Form aufzubauen, wenn man es dann über Feldwege und Singetrails "prügelt"? Ist die Gewichtseinsparung ggü. einer Federgabel derart relevant, dass man die enormen Komfort-Einbussen dafür in Kauf nimmt?
:confused:
 

bobons

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Darf ich mal fragen, was überhaupt der Sinn dahinter ist, ein Bike in dieser Form aufzubauen, wenn man es dann über Feldwege und Singetrails "prügelt"? Ist die Gewichtseinsparung ggü. einer Federgabel derart relevant, dass man die enormen Komfort-Einbussen dafür in Kauf nimmt?
:confused:

Kurz:
  • wartungsfrei
  • leichter
  • effizienter
  • schult Fahrtechnik und Linienwahl
  • günstiger
  • auf solchen Trails braucht man kein 160 mm-Bike
Solche Komforteinbußen hat man mit einer Starrgabel gar nicht.
 
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Ist die Gewichtseinsparung ggü. einer Federgabel derart relevant, dass man die enormen Komfort-Einbussen dafür in Kauf nimmt?
Gegenüber einer Federgabel spart man mit der Carbon Starrgabel etwa 1 Kilo ein.

Die "Komfort-Einbuße" ist mA beim MtB Fahren nicht relevant. mA darf&muß es beim MtB Fahren etwas huckeln.... weil, sonst könnte ich ja gleich Rennrad auf glatter Straße fahren... ;)

Auf meiner Hausstrecke war es für mich letztens kein großes Problem mit der Starrgabel bei den mit HT+Federgabeln voraus fahrenden mitzuhalten. Hat Spaß gemacht. :)
 
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Servus, eigentlich hatte ich bei Google nur etwas zum Thema MT2 Bremsen gesucht, da ich da mit meinem Cannondale Bad Boy 1 ziemliche Probleme mit Geräuschentwicklung habe. Daher habe ich nach alternativen Bremsscheiben für die MT2 gesucht und bin dabei auf diesen Thread gestoßen. Allerdings hat mich das Thema hier dann so gepackt, dass ich alle 6 Seite durchgelesen habe und jetzt auch überlege mein Licht am Bad Boy aufzustocken :)

Zuerst einmal muss ich sagen: Hut ab! Ein sehr feiner Bericht und ein echt klasse Bike, was du dir da erstellt hast. Hat wirklich Spaß gemacht die gesamte Diskussion hier zu verfolgen.

Nachdem ich mit dem Licht aber angetriggert wurde hätte ich noch eine Frage dazu: Wie genau hast du die Auopro GTX an deinem Rad montiert und was genau ist da alles verbaut? Ich kann folgendes entdecken:
  • Auopro GTX
  • Trustfire HE01

Lässt sich bei der Trustfire die blaue Applikation an dem Carbonteil entfernen, um das Gesamtbilt nicht zu stören? Und wie genau habt ihr die Leuchte an der Halterung montiert? Wirklich nur mit O-Ringen oder noch auf andere Weise? Hätte sonst die Befürchtung, dass die Leuchte bei Unebenheiten wackelt/vibriert oder sind die Befürchtungen unnötig?

Danke im Vorfeld für die Antworten

Vielleicht kann mir auch einer der Besitzer der Leuchten noch ein Maß von der originalen Leuchtenhalterung nennen.
Undzwar geht es darum, ob die Leuchte evtl. sogar in meinen Vorbau "eingesetzt" werden kann. Hier mal 2 Bilder, mit denen man hoffentlich erkennen kann was ich meine.
883307

883302


Mein Gedanke wäre es die Leuchte mittig im Vorbau so zu montieren, dass die unter dem Lenkrad ist. Das Maß zwischen den Streben des Vorbaus muss ich gleich Mal zu Hause ausmessen, dazu bräuchte ich noch das Gegenstück der Leuchte.

PS: Sorry für Off-topic an der Stelle.
 

basti321

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Vielleicht kann mir auch einer der Besitzer der Leuchten noch ein Maß von der originalen Leuchtenhalterung nennen.
...
@f_t_l ist ja bekanntlich der geniale Geist, welcher diese Lampenlösung für die Übergangszeit "erfunden" hat :daumen:. Meine Wenigkeit ist nur Nachahmer 8-). Habe die Halterung schnell ausgemessen (siehe Bilder):

20190710_172053.jpg


20190710_172113.jpg


20190710_172135.jpg


lg basti321
 
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Lässt sich bei der Trustfire die blaue Applikation an dem Carbonteil entfernen, um das Gesamtbilt nicht zu stören? Und wie genau habt ihr die Leuchte an der Halterung montiert? Wirklich nur mit O-Ringen oder noch auf andere Weise? Hätte sonst die Befürchtung, dass die Leuchte bei Unebenheiten wackelt/vibriert oder sind die Befürchtungen unnötig?
Hallo @WPhilipp . Ja, Das Blaue ist nur ein Aufkleber. Geht leicht ab. Danach bohrst du einmal mittig durch das (Plastik)Carbon-Teil (passende Größe für eine Stativschraube). Dann brauchst du nur die Lenkerhalterung von der Lampe abschrauben, die Lampe auf den Kopf stellen und mit der Stativschraube durch das aufgebohrte Carbonrohr am Lampengewinde befestigen. Die O-Ringe hatte ich anfangs drin, mittlerweile habe ich die Bohrung mittels Kegelbohrer noch etwas verfeinert, sind nun nicht mehr nötig.
 
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Darf ich mal fragen, was überhaupt der Sinn dahinter ist, ein Bike in dieser Form aufzubauen, wenn man es dann über Feldwege und Singetrails "prügelt"? Ist die Gewichtseinsparung ggü. einer Federgabel derart relevant, dass man die enormen Komfort-Einbussen dafür in Kauf nimmt?
Hallo @NobbyRalph : Sinn oder Unsinn, das ist hier die Frage :ka:

Bin halt in allererster Linie Minimalist und auch hart im Nehmen. Komfort ist nicht so mein Ding. Ich sitze sogar gerne auf kantigen Steinen...


Hauptgrund für das Projekt AL/C_29 ist aber der maximale Spaß. Mit einem Rigid wird jeder harmlose Trail zum Abenteuer. Man bekommt immer direkt Feedback vom Boden. Es holpert, aber es tut auch nicht weh. Und wo wenig dran ist, geht auch wenig kaputt.
Ich hatte früher technisch höher aufgerüstete Räder. Ist mir aber zu langweilig geworden und mehr Risiko durch mehr Thrill (Stolperbiken, Downhill, schnelles Enduro mit den entsprechenden Boliden) verbietet sich (bei mir) aus familiären und beruflichen Vernunftsgründen.

Probier doch einfach mal so ein "Rigid" aus o_O
 
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Riesen Dank für die schnelle Hilfe hier. Von den Maßen her sollte die Originalhalterung tatsächlich in den Vorderbau passen, einziges mögliches Problem ist die Schelle. Falls es da doch noch Probleme gibt oder die Originalhalterung nicht stabil genug ist, wird halt eure Variante realisiert.
Zum Herbst hin werde ich mich der Sache dann mal annehmen, wenn der morgentliche Weg zur Arbeit wieder dunkler wird.

Auf jeden Fall sehr schön zu sehen wie schnell und in welcher Qualität hier geholfen wird.
:daumen:

PS: Mein eigentliches Problem waren ja die MT2 von Magura. Dank den ersten Beiträgen hier, werde ich die kommenden Tage wohl mal die Alligator Windcutter/Apple bestellen und testen. Ich hoffe die unerträglichen Geräusche lösen sich dann in Luft auf.
 
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Hallo @NobbyRalph : Sinn oder Unsinn, das ist hier die Frage :ka:

Bin halt in allererster Linie Minimalist und auch hart im Nehmen. Komfort ist nicht so mein Ding. Ich sitze sogar gerne auf kantigen Steinen...


Hauptgrund für das Projekt AL/C_29 ist aber der maximale Spaß. Mit einem Rigid wird jeder harmlose Trail zum Abenteuer. Man bekommt immer direkt Feedback vom Boden. Es holpert, aber es tut auch nicht weh. Und wo wenig dran ist, geht auch wenig kaputt.
Ich hatte früher technisch höher aufgerüstete Räder. Ist mir aber zu langweilig geworden und mehr Risiko durch mehr Thrill (Stolperbiken, Downhill, schnelles Enduro mit den entsprechenden Boliden) verbietet sich (bei mir) aus familiären und beruflichen Vernunftsgründen.

Probier doch einfach mal so ein "Rigid" aus o_O
Was deine Einstellung zum Mountainbike fahren angeht, bin ich komplett bei dir, obwohl ich kein Rigid fahre. Auch bei mir bleiben die Stollenreifen aus familiären ( 2 Kinder) und beruflichen Gründen meist am Boden und trotzdem fahre ich seit vielen Jahren mit jeder Menge Spaß und Leidenschaft. Früher natürlich auch mal wilder, nach einem schlimmen Unfall im Bikepark mit diversen Wirbelbrüchen wird man aber ruhiger :daumen:.

Das eigentlich geile an diesem Thema hier, und der Grund weshalb ich folge, ist doch die Tatsache, das man auch mit kleinem Budget ein richtig gutes Fahrrad bauen kann, eben kein 08/15 Bike von der Stange.
(Wenn ich mir die Preise aktueller Bikes so anschaue , finde ich das schon irre . Bsp aktuelles Liteville MK 15 Werksmaschine 6200€ !)
Insofern klasse, das du regelmäßig über die Qualität und Langlebigkeit der Teile berichtest. Die Mavic Laufräder haben so auch den Weg an mein Bike gefunden und ich bin top zufrieden. :anbet:

Beste Grüße :bier:
 
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Verschleißteile I: SRAM NX-11fach-Schaltwerkrollen
Ein bisschen Geschraube war die Tage nötig. Angefangen hat es auf der letzten Tour mit einem Kettenabspringer an der unteren Schaltrolle des Schaltwerks. Dabei verklemmte sich die Kette im Käfig und blockierte. Auslöser war ein Schlagloch. Zuhause untersuchte ich nach dem Reinigen die Rollen genauer: Einlaufspuren durch die Kette waren deutlich zu erkennen, die Narrow-Wide-Zähne waren nur noch halb so dick wie ursprünglich und auch die Bögen zwischen den Zähnen ware um ca 15 % gewachsen. Nach fast zwei Jahren Dauereinsatz war es nun doch an der Zeit die Rollen auszutauschen. Ersatz ist recht günstig, aber nicht überall zu bekommen. Ein Set mit zwei Rollen + Laufschalen + Schrauben für 9 € habe ich dann bei BC bestellt und eingebaut.
Dabei muss man allerdings auf die Position der Narrow-Wide-Zähne zur Kette UND die Laufrichtung der Rollen (Richtung der Führungsschienen an den dicken Zähnen) achten. Ansonsten gibt es Schaltprobleme.
Auch wenn die Rollen nur eine Art primitiver Gleitlagerung haben, ist der Abrieb an den Achsen extrem gering ausgefallen. Da reicht einmal im Jahr ein bisschen Lagerfett und sie laufen.


Verschleißteile II: crankbothers premium cleats
Mal wieder wurden ein Paar Cleats von meinen Klickpedalen weggefressen. Das weiche Messing der Schuhplatten bietet dem harten Edelstahl der Crankbrothers Candy-Klickpedale nur eine begrenzte Zeit Widerstand. Das macht sich dann irgendwann mit einer leicht wackeligen Verbindung und einem undefinierten Auslösepunkt bemerkbar. Dafür ist das Ein- und Ausrasten sowie das Fahrgefühl im Normalzustand sehr angenehm. Die Bewegungsfreiheit ist mit 6 Grad sehr kniefreundlich, der Auslösewinkel kann je nach Einbau 15 oder 20 Grad betragen. In zwei Jahren Dauereinsatz der Pedale sind das jetzt die dritten Cleats, die positiven Eigenschaften sind mir den höheren Verschleiß aber wert.
 
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2-Jahresbericht Projekt Al/C_29
Seit zwei Jahren ist das Projekt Al/C_29 nun schon im Dauereinsatz. Die Zeit ist zwar wie im Flug vergangen, dafür ist aber auch viel passiert. Es wurden mittlerweile über 100 Touren und unzählige Feierabendrunden mit diesem selbst aufgebauten Rad gefahren. Ein paar Details wurden verbessert und Verschleißteile getauscht. Gravierende Defekte oder Funktionseinbußen gab es keine, dafür aber eine Ehrung zum Bike der Woche von MTB-News.



Rahmen:
Der Fun Works‘TwentNiner‘ (Gen. 1) aus 3-fach konifziertem 7005er Aluminium hat bisher alle Misshandlungen und Dauerbelastungen klaglos weggesteckt. Keine Dellen oder Ermüdungen feststellbar. Auch die matt-olivgrüne Pulverbeschichtung hat sich als sehr robust erwiesen. In der ganzen Zeit gab es noch kein nacktes Aluminium zu sehen.
Die Geometrie mag zwar heutzutage etwas altbacken daherkommen, aber für den Haupteinsatz Tour ist sie für mich sehr angenehm zu fahren.
An Ersatzteilen brauchte ich aufgrund eines Sturzes nur einmal ein neues Schaltauge.

Gabel:
Die Carbon-Starrgabel von BXT ist von Anfang an Bord. Ein extrem robustes Bauteil, die matte 3k-Oberfläche sieht immer noch aus wie neu. Steckachse/Buchsen, Schaftrohr und die einlaminierten PM-Bremsaufnahmen zeigen noch keinerlei Verschleiß. Ich mag das Direkte dieser Gabel. Bocksteif und kompromisslos. Es holpert, tut aber auch nicht weh. Rigid at its best.

Schaltgruppe:
Die SRAM-NX-1x11-Schaltgruppe (Trigger, Schaltwerk, Kassette, Kette, Kettenblatt, Innenlager, Kurbel) arbeitet zusammen mit dem SRAM SlickWire-Schaltzug immer noch knackig und präzise. Auch das Schalten unter Volllast im Berg oder unter extremen Schlammbedingungen funktioniert einwandfrei. Ein echtes Arbeitstier (POV-Video: shifting).
Das originale 32er-Alu-Kettenblatt habe ich wegen besserer Bergperformance und Haltbarkeit gegen ein 30er-Stahl-Kettenblatt (SRAM) ausgetauscht.
An Verschleiß gab es bisher zwei gelängte Ketten, 1 raues GXP-Innenlager und zwei eingelaufene Schaltwerksrollen.
Alle anderen Schaltkomponenten sind immer noch im Dienst. Hier hat mich vor allem die 11-fach NX-Stahl-Kassette positiv überrascht. Etwas schwer, dafür ultrarobust.

Bremsanlage:
Die Magura MT2 (mittlerweile heißt das Modell MT Sport) tut einfach ganz unaufgeregt was sie soll: Bremsen. Ein Finger reicht eigentlich für alle Verzögerungsumstände. Entlüftet wurde sie in den zwei Jahren nur einmal. Die originalen Magura-Bremsbeläge habe ich vor einiger Zeit gegen Kool-Stop-Beläge ausgetauscht. Das ergab doch ein bisschen mehr Biss.
Die zweiteiligen Alligator Windcutter-Bremsscheiben zeigen nur wenig Verschleiß. Auch sind sie gegen thermische Verformung recht unempfindlich. Mir gefällt übrigens die Kreissägenoptik immer noch sehr gut.



Laufräder:
Für mich und meine knapp 100 kg Systemgewicht auch ein positive Überraschung. Die Mavic Crossride FTS-X 29er Systemlaufräder halten bis dato alles aus was einem komplett ungefederten Bike so widerfährt: Nicht nur rumpelige Singletrails, sondern praktisch jeder Feldweg teilt Prügel Richtung Aluminiumfelgen und Stahlspeichen aus. Aber bisher keine Seiten- oder Höhenschläge, keine lockeren oder gebrochenen Speichen. Auch die Naben und der Freilauf halten bisher stand. Das Gesamtgewicht des Laufradsatzes von ca 2 kg finde ich für den günstigen Preis vollkommen in Ordnung.

Reifen:
Ich vertraue schon seit Jahren auf Hutchinson. Die Franzosen fertigen einfach stabile Reifen. Anfangs waren noch zwei Python 2 Pneus verbaut. Da der Trailanteil mit der Zeit aber immer größer wurde hat das Projekt Al/C_29 mittlerweile auf andere Modelle umgesattelt:
Den Bodenkontakt übernehmen vorne der grobstollige Hutchinson Taipan (29*2,25) und hinten der feingliedrige Hutchinson Cobra (29*2,25). Beide um die 800 g schwer, unkaputtbar und langlebig. Platten bisher bei beiden keine (Ich fahre die Exotenlösung Schlauch mit etwas eingefüllter Dichtmilch).
Der Antriebs/Brems/Seitengrip ist einwandfrei. Man kommt echt gut durch, das Haltegefühl in der Schräge ist vertrauenserweckend und die Bremse bekommt ihre Kraft auch auf den Boden übertragen.



Lenkung:
Vom anfänglichen 680er-Carbon-Flatbar auf mittlerweile 760er-Alu-Prügel mit Rise: Ein schwarzer Ritchey Trail Riser Bar thront jetzt an der Front. Auch wenn es mit solchen Breiten auf meinen Pfaden manchmal echt eng wird, möchte ich keinen schmaleren Lenker mehr haben.

Die Ritchey WCS True Grip Ergo Moosgummi-Griffe sind mittlerweile schon in der zweiten Generation auf dem Lenker. Die Erste wurde bei einem Sturz zerfetzt. Sie fühlen sich aber für mich so gut an, das sie durch das gleiche Modell ersetzt wurden.

Der Ritchey Trail 60 mm / 0 Grad Vorbau hat den ursprünglichen 80 mm BXT schon lange abgelöst. Die 20 mm weniger an Länge ergaben ein deutlich besseres Handling und mehr Steifigkeit.

Der integrierte Fun Works N-Light Steuersatz ist mittlerweile schon etwas angeschlagen. Die untere Steuersatzschale hat durch das permanente Bombardement von ungefederten Bodenunebenheiten einen etwas rauen Lauf. Auf Anraten hier im Forum habe ich schon mal die Abdeckung des Lagers geöffnet und nachgefettet. Über kurz oder lang wird aber eine neue Lagerschale nötig.

Pedale:
Candy, anyONE? Crankbrothers Klickpedale, die Version Candy One mit zähen, minimalistischen Plattformen aus Kunststoff, gefallen mir in Form und Funktion. Seit zwei Jahren absolut zuverlässig beim Ein- und Ausklicken. Die Lagerung mit null Wartung immer noch top.

Sitzgelegenheit:
Die Carbon(+Alu)-Sattelstütze und der Voll-Carbon-Sattel, beide von BXT, sind einfach klasse. Günstig, leicht, sehr robust. Selbst mehrere Stürze und häufiges Raus und Rein konnten den Komponenten wenig anhaben. Eine der Sattelbefestigungsschrauben ist nach einer Tour mal gebrochen, habe dann beide Edelstahl-Kugelkopfschrauben durch Titan ersetzt. Das irgendwann aufgetretene Knarzen der Carbon-Stütze im Alu-Sattelrohr hat ein Hauch mattschwarzer Sprühlack ausgemerzt. Mittlerweile ist die Stütze durch Schlammpartikel allerdings etwas angekratzt. Da muss dann doch mal etwas Neues her.
Btw, auch wenn man es dem ultradünnnen, ungepolsterten Sattel nicht zutraut, das Carbon-Konstrukt ist ausgesprochen bequem. Es ist aber auch im Falle eines Sturzes wegen der harten Kanten nicht ungefährlich. Darüber sollte man sich im Klaren sein…

Mein Resümee:
Skizziert, geplant, für 1150 € genau 10,4 kg Fahrradteile eingekauft und zusammengeschraubt. Rausgekommen ist ein spaßiger, ausdauernder Begleiter für meine Oldschool-XC-Touren. Kein Bling-Bling, keine Übertechnisierung, keine unnötiger Komfort. Die im Laufe der 24 Monate durchgeführten Anpassungen haben das ursprüngliche Konzept eines minimalistischen Rigids auch nicht verwässsert, sondern verfeinert.

Danke fürs Lesen. Meinungen sind natürlich wie immer erwünscht ;)

Zum Abschluss noch ein paar bewegte Bilder des Projekts Al/C_29
(Alle Videos auch in FullHD anwählbar)


Den kompletten Werdegang des Projekt Al/C_29 findet man übrigens hier in Aufbau- und Betrieb – Thread.

Don‘t believe the hype
Stefan :lol:
 
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Hi Stefan! Wollte mein Alltags/Stadt-MTB (auch Rigid) in mattoliv lackieren und bin dabei auf dein Rad gestoßen. Hut ab für die Arbeit und dieses geile, minimalistische Konzept. Mega Rad! Hoffe du hast noch viel Spaß mit deinem Bike. PS: Auf dem Foto besagtes Bike im Bikepacking-Modus an der Elbe.

Happy trails, rigid rocks!

Gruß
Janko
 

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Nach zwei Jahren Rumfahren habe ich auch nochmals meine Tool-Box bzw deren Inhalt aktualisiert.
Die mobile Werkstatt im Flaschenhalter hat zZ alles dabei was ich so auf meinen Touren brauche bzw gebraucht habe. Manches geht zwar sehr selten kaputt - wie die Kugelkopfsattelschraube oder das Schaltauge - aber mir ist es wichtig möglichst aus eigener Kraft wieder nach Hause zu kommen ;)

(Detailbeschreibung auf der Fotoseite)
 
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wofür werden transportsicherungen für die bremse benötigt?
warum kein richtiges kettenöl? das teflonzeugs braucht, damit es wirklich funktioniert, zeit zum verdunsten. so lange dies nicht passiert ist, ist die nutzung m.m.n. eher kontraproduktiv. öl füntioniert sofort.
 
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wofür werden transportsicherungen für die bremse benötigt?
Hallo @k_star Gelegentlich transportiere ich mein Rad schon mal im Auto mit mehr als 2 Leuten und ohne den Dachträger. Da sind die Dinger beim Laufradausbau ganz praktisch. Und in der Box hat man sie immer dabei.
warum kein richtiges kettenöl?
In der Ampulle ist Finish Line Keramik, ein synthetisches Kettenöl. Das schmiert direkt. Auf längeren Touren im extremen Schlammwetter etwas für die rasselnde Kette dabeizuhaben finde ich ganz nützlich :ka:
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Habe am Wochenende mal testweise eine Dropper-Post verbaut...
IMG_20191026_125330393-ANIMATION.gif


Mittels Remote und externer Zugverlegung läuft das Auf- und Ab stufenlos und recht intuitiv.
Die Anlenkung des Zugseils ist bei diesem Modell unten in der Nähe der Sattelklemme und somit sehr unauffällig.


Auf dem Trail hat sich die Stütze gerade beim Videodreh als sehr nützlich erwiesen.
Bei vielen Stellen spart man sich das Absteigen zum manuellen Nachjustieren der Sattelhöhe.


Ich werde die Dropper-Post jetzt mal eine Weile fahren und dann nochmals ausführlicher in einem Review berichten.
 
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bobons

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@f_t_l : hast Du keine Probleme mit der oberen Flaschenhalter-Mutter gehabt?
Bei der V3-Version stößt die 31,6 mm-Dropper so an, dass mein Kumpel 2 cm zu hoch sitzt. Ich muß ihn noch überreden, die Schraube abzusägen.
Stütze ist eine Magura Vyron mit 150 mm Hub. Alternative wäre eien 125er Version, das sollte dann genau passen.
 
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