Alutech Armageddon-Projekt – Teil 3: Der Fahreindruck im MTB-News-Test

Alutech Armageddon-Projekt – Teil 3: Der Fahreindruck im MTB-News-Test

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Aufwändige Freakshow oder ernstzunehmender Lerneffekt – wir haben das Alutech Armageddon getestet. Sind 57° Lenkwinkel überhaupt noch fahrbar, wenn es enger wird? Wie schnell ist das Bike im Geradeauslauf? Hier ist Teil 3 mit den Testeindrücken zum spannenden Lockdown-Projekt von Alutech-Chef Jürgen Schlender.

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Alutech Armageddon-Projekt – Teil 3: Der Fahreindruck im MTB-News-Test
 
Das glaube ich bei Vollprofis einfach nicht. Nie und nimmer..... Wenn da einer wie Hirscher mit seinem Team anfangen würde zu optimieren, würde das einige Plätze bringen. Da bin ich mir ganz sicher. Es geht da um Nuancen. Die Topfahrer sind so gut, dass die das über den Winter schon raus testen könnten. Da musst du halt dann wirklich Aufwand betreiben. Wenn es nur wenige Hundertstel pro Kurve sind.... Es summiert sich. Und genau das müssten die rausfinden. Gewöhnung hin oder her: es ist für mich völlig unverständlich, dass ein Fahrer mit unterschiedlichen Setups genau gleich gut sein soll. Das ergibt einfach keinen Sinn. Wenn man eine Sektion 300x fährt mit 4 verschiedenen Rädern und Messung auf 1000stel, super Slomo Kameras usw usf....da geht dann richtig viel. Das ist halt Knochenarbeit, aber zählt sich aus (wie man im Skizirkus sehen kann! Da wird mit so vielen Parametern gespielt und sie wissen haargenau was welcher tut.) Ich wette, dass da irgendwann einer kommt, der das Thema einmal ordentlich ausschlachten wird. Und der wird deutlich besser sein als alle anderen.
Der Vergleich mitn Skirennsport ist komplett falsch dort wird schon Jahrelang nichts Revolutionär neues probiert die Ski sind von der Geometrie alle gleich längen Radien und Standhöhen sind reglementiert die Abfahrtsski sind meistens schon mehrere Saisonen alt und weil immer da Hirscher erwähnt wird der hat gewisse Freiheiten bei der Material wahl bekommen schauts euch einmal die Platten und Bindungen seiner Rennski an. Außerdem sind die Rennski für 95% der Skifahrer unfahrbar. Im Mtb Sport wird mehr experimentiert und getestet schauts euch einmal die Vorstellung vom Loic Bruni seinen Demo an eigene Hebel eigenes Fahrwerk und ein Bike steht mit Datarecording bereit.
 
Die Frage die bleibt, und wir nicht beantworten können ist, testen nun die Profis diese radikalen Geometrie oder nicht. Wenn die Profis nur halb so gut informiert sind, wie wir Forumsbiker sollten sie ja schon was davon gehört haben. Also wenn ich Profi wäre, ich könnte ja nicht mehr ruhig schlafen bis ich so radikale Geometrie getestet hätte. PB kann ja ein Testival für die WC-Fahrer machen😷.
 
Ein Test wo man von einem Bike was nichts mit der Serie zu tun hat einfach mal die Geo vom Serienbike einträgt?
Ein Interview mit sich selbst wo genau der Hersteller von dem oberen Bike über den Klee gelobt wird, das die Werbung schon stinkt?

Jahrelang man längere Bikes und breitere Lenker predigt und plötzlich Rolle rückwärts.

Auch wenn ich mir ab und an selbst ein paar Verbesserungen an den Tests hier wünschen würde, sind die mir deutlich lieber und einfach authentischer.
Hier müssen die Tester nicht auf jedem Bild in die Kamera grinsen und posen wie Hip und trendy man selbst ist. Hier ist das Bike, Technik etc. im Vordergrund und nicht Lifestyle und Selbstdarstellung.

Ich persönlich finde das ganze Projekt klasse. Machen und probieren statt mi mi mi mi :daumen:
Bitte mehr davon. Mehr mutige und unmögliche Sachen.
Ich finde damit machst Du Dir es etwas zu einfach. Die Kernaussagen dieses "Race-Tests" ist doch daß eine gute Balance zusammen mit einem guten Fahrwerk schnell macht. Und daß hinsichtlich der Balance die an manchen Modellen nicht mitwachsenden Kettenstreben zu sehr unterschiedlichen Ergebnissen führen kann, wie es am Beispiel des Nukeproof dargestellt wurde. Besonders lange Geometrien haben beim Ballern Vorteile, die aber in den Kurven mehr als aufgefressen werden. Diese Grundaussagen wirken auf mich stimmig und nachvollziehbar, auch wenn ich selber da nur stark eingeschränkt auf eigene Erfahrungswerte zurückgreifen kann, fahre ich doch selber nur ein ziemlich kurzes altes verschlimmbessertes 26er, welches bergab überraschend gut mit modernen Rädern mithalten kann, was m.E. an der ausgezeichneten Balance und dem recht gut funzenden Fahrwerk liegt. Aber auch @Grinsekater scheint dies ja so zu sehen, daß in Rennen die überlangen Geometrien nicht unbedingt die Schnellsten sind, da sie in den Kurven Zeit liegen lassen. Und er verfügt nun wirklich über unglaublich viele Erfahrungswerte.
 
Wenn jemand behauptet, dass Rennen in der Kurve gewonnen werden, behaupte ich, dass sie vor der Kurve gewonnen werden.

Wie lange es dauern wird, bis solche Geometrien Rennen gewinnen werden? Bis die nächste Generation von Rennfahrern antritt. Die werden gar nichts anderes mehr kennen.
Sie werden vor, in UND nach der Kurve gewonnen. Schnell rein, möglichst schnell durch UND möglichst schnell wieder raus.
 
Ich kann mir schon vorstellen, dass ein Bruni glaubt mit einem kürzeren Bike wendiger zu sein und dass er keinen großen Vorteil in den schnellen Passagen für sich sieht. Wenn er es nicht probiert hat ist er selber schuld. Einen Prototypen zu schweißen sollte für die Big Player ja kein Problem sein. Ich für mich werde mir ein Hightower2 in L (470mm Reach) mit meinen 170cm gönnen. Der LW ist zwar mit seinen 65° nicht sonderlich flach, aber ich denke es ist ein guter Kompromiss aus Wendigkeit und Laufruhe.
Gerade bei dem superehrgeizigen Bruni kann ich mir nicht vorstellen daß er nicht längere Geometrien ausprobiert haben soll. Dazu brauch es ja nicht einmal unbedingt eines Prototypen.
 
Wer zu langsam in eine Kurve rein fährt, wird immer auch zu langsam aus der Kurve raus kommen.
Die Zeit des Pushens stirbt langsam aus. Seht euch die Kurse an.
Sam Hill wird mit seinem Fahrstil nicht so falsch liegen. Das einzige was auf lange Sicht schnell macht ist ein runder Fahrstil. Alles andere ist für die Show.

Loic Brunis Bike hat einen Lenkwinkel von 61° und einen Radstand von wahrscheinlich über 1.300 mm.
 
Ich finde damit machst Du Dir es etwas zu einfach. Die Kernaussagen dieses "Race-Tests" ist doch daß eine gute Balance zusammen mit einem guten Fahrwerk schnell macht. Und daß hinsichtlich der Balance die an manchen Modellen nicht mitwachsenden Kettenstreben zu sehr unterschiedlichen Ergebnissen führen kann, wie es am Beispiel des Nukeproof dargestellt wurde. Besonders lange Geometrien haben beim Ballern Vorteile, die aber in den Kurven mehr als aufgefressen werden. Diese Grundaussagen wirken auf mich stimmig und nachvollziehbar, auch wenn ich selber da nur stark eingeschränkt auf eigene Erfahrungswerte zurückgreifen kann, fahre ich doch selber nur ein ziemlich kurzes altes verschlimmbessertes 26er, welches bergab überraschend gut mit modernen Rädern mithalten kann, was m.E. an der ausgezeichneten Balance und dem recht gut funzenden Fahrwerk liegt. Aber auch @Grinsekater scheint dies ja so zu sehen, daß in Rennen die überlangen Geometrien nicht unbedingt die Schnellsten sind, da sie in den Kurven Zeit liegen lassen. Und er verfügt nun wirklich über unglaublich viele Erfahrungswerte.
Einfach wird es dort gemacht.
Dem Leser wird vorgespielt er bekommt das Race-Bike wie es der Fahrer fährt. Dabei ist dies komplett verändert und hat nichts mehr mit dem Serienbike zu tun.

Es gibt Test die sind "leichte Kost", aufgemacht wie Bike Bravo, nur nicht zu viel Details. Auf der anderen Seite werden hier halt die Nerds bedient.
 
Einfach wird es dort gemacht.
Dem Leser wird vorgespielt er bekommt das Race-Bike wie es der Fahrer fährt. Dabei ist dies komplett verändert und hat nichts mehr mit dem Serienbike zu tun.

Es gibt Test die sind "leichte Kost", aufgemacht wie Bike Bravo, nur nicht zu viel Details. Auf der anderen Seite werden hier halt die Nerds bedient.
Das hab ich nicht ganz so empfunden, aber will mich da auch nicht streiten.
Es ist mir auch nicht entgangen daß über deren Tests hier gerne die Nasen gerümpft werden. Dennoch hab ich häufiger dort gut auf den Punkt gebrachte klare und stimmige Aussagen wahrnehmen können, die mir häufiger auf der Suche nach dem heiligen Gral weitergeholfen haben. Auch wenn der Tiefgang nicht den hiesigen Testgepflogenheiten entspricht.
 
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Gerade bei dem superehrgeizigen Bruni kann ich mir nicht vorstellen daß er nicht längere Geometrien ausprobiert haben soll. Dazu brauch es ja nicht einmal unbedingt eines Prototypen.
Gerade deshalb kann ich es mir nicht vorstellen dass er es nicht probiert hat.

Wer zu langsam in eine Kurve rein fährt, wird immer auch zu langsam aus der Kurve raus kommen.
Die Zeit des Pushens stirbt langsam aus. Seht euch die Kurse an.
Sam Hill wird mit seinem Fahrstil nicht so falsch liegen. Das einzige was auf lange Sicht schnell macht ist ein runder Fahrstil. Alles andere ist für die Show.

Loic Brunis Bike hat einen Lenkwinkel von 61° und einen Radstand von wahrscheinlich über 1.300 mm.
Und anscheinend hat er für Sich das Optimum gefunden. Deshalb auch die Aluminiumrahmen. Da ist halt SC deutlich eingeschränkter.
 
Wer zu langsam in eine Kurve rein fährt, wird immer auch zu langsam aus der Kurve raus kommen.
Andererseits: Schnell reinfahren können viele, aber schnell wieder rausfahren nur wenige. Ich bin da ein ausgezeichnetes Beispiel für "viele".. ^^
 
Andererseits: Schnell reinfahren können viele, aber schnell wieder rausfahren nur wenige. Ich bin da ein ausgezeichnetes Beispiel für "viele".. ^^
..ich auch, mit Warp 9 rein in die Kurve, dann entweder spektakulärer Feuerball im Gegenhang oder Schleichfahrt heile wieder raus. Unabhängig von der Geo. Die meisten Räder können einfach mehr als ich, vermutlich sogar ein altes Bonanza Rad...
 
Aber es ist immernoch Alutech ... der Chef wusste lange genug nicht das man am Ende er Schweißnaht den Strom absenkt . Hoffentlich hat er mittlerweile entsprechende Prüfungen.
 
Ich bin kein Fahrradtechniker, aber bei immer flacher werdenden Lenkwinkel, geht auch die Dämpfungseigenschaften der Gabel verloren.
Dabei meine ich nicht die Erhöhung der Reibung auf die Gleitbuchsen, sonder die Gabel wird weniger auf Fahrbahnunebenheiten reagieren können.
Als extrem Beispiel, ist die Gabel waagrecht, dämpft sie gleich null.
Dann wird eine Trust Fork usw. nötig sein.
Oder seht ihr das anders.
 
Zuletzt bearbeitet:
Weil die Mehrheit der Leute mit den heutigen Geometrien schon überfordert ist
Schau dich im Wald um wie die Leute fahren. Und wie der Wald deshalb aussieht, kommt ne Kurve wird gleich abgekürzt weil man mit seinem Gerät vollkommen überfordert ist,aber in den YouTube Filmchen vor dem Kauf wurde der Eindruck vermittelt das das jede affe fahren kann

Stimmt sogar im Bikepark wird, wo gut gebaute Anlieger sind, geradeaus abgekürzt weil's so furchtbar cool ist 🤦
Aha und das kommt davon, dass es lange Bikes gibt und nicht weil manche Spezialisten inspiriert durch fragwürdige Videos und Gier nach KOM´s abkürzen? :spinner:
 
Edit: ..und wenn der erste Enduro Fahrer mit so einem Rad bei der EWS aufläuft und dem Rest des Feldes damit um die Ohren fährt, werden alle nachziehen, egal ob die ihre alte Geo gewöhnt sind oder nicht, das sieht man in allen "materialorientierten" Sportarten. Wenn jemand mit neuem Zeug anrückt und plötzlich dominiert, kommen alle auf den Trichter...
Genau das ist nicht passiert. Pole hat seit Jahren ein Enduro Team dessen Fahrer mit (besonders damals) Ultra langen und flachen Geos am Start waren. Nur sind die niemandem um die Ohren gefahren sondern die Podiumsplätze gingen alle an Leute auf kürzeren, steileren Bikes. Oder auch gern mal an Leute auf vollkommen unfahrbaren Bikes wie z.B. dem alten Rocky Altitude (27.5“, 452mm reach in Large, 65grad LW, 426mm Kettenstrebe)
 
Ich bin kein Fahrradtechniker, aber bei immer flacher werdenden Lenkwinkel, geht auch die Dämpfungseigenschaften der Gabel verloren.
Dabei meine ich nicht die Erhöhung der Reibung auf die Gleitbuchsen, sonder die Gabel wird weniger auf Fahrbahnunebenheiten reagieren können.
Als extrem Beispiel, ist die Gabel waagrecht, dämpft sie gleich null.
Dann wird eine Trust Fork usw. nötig sein.
Oder seht ihr das anders.
Bei großen Hits dafür umso besser. Und genau dafür sind solche Bikes gedacht.
 
Genau das ist nicht passiert. Pole hat seit Jahren ein Enduro Team dessen Fahrer mit (besonders damals) Ultra langen und flachen Geos am Start waren. Nur sind die niemandem um die Ohren gefahren sondern die Podiumsplätze gingen alle an Leute auf kürzeren, steileren Bikes. Oder auch gern mal an Leute auf vollkommen unfahrbaren Bikes wie z.B. dem alten Rocky Altitude (27.5“, 452mm reach in Large, 65grad LW, 426mm Kettenstrebe)
Und das liegt nicht evtl unter anderen daran das Pole nicht die top Athleten unter Vertrag hat ?
 
Ich bin kein Fahrradtechniker, aber bei immer flacher werdenden Lenkwinkel, geht auch die Dämpfungseigenschaften der Gabel verloren.
Dabei meine ich nicht die Erhöhung der Reibung auf die Gleitbuchsen, sonder die Gabel wird weniger auf Fahrbahnunebenheiten reagieren können.
Als extrem Beispiel, ist die Gabel waagrecht, dämpft sie gleich null.
Dann wird eine Trust Fork usw. nötig sein.
Oder seht ihr das anders.
Das ist eine durchaus richtige Überlegung. In der MotoGP sind sie neuerdings auch mit diesem Umstand konfrontiert. Schräglagen von mittlerweile bis zu 63° erfordern flexende Rahmen und Reifenkarkassen um den fehlenden Imput auf die Gabel einigermassen zu kompensieren. Kommt bei dieser Schräglage ein nur etwas gröberer Schlag und die Gabel kann nicht reagieren, schmiert das VR schlagartig weg.
Bei großen Hits dafür umso besser. Und genau dafür sind solche Bikes gedacht.
Kommt darauf an, wie der Impuls auf die Gabel wirkt. Von vorne auf einen Buckel auflaufen, ja; nach einem Sprung mit beiden Räder aufkommen, eher nicht. Mit dem HR zuerst, platscht die Gabel (übertrieben dargestellt) wie eine Peitsche auf den Boden. Da werden sich Pro und Kontra die Waage halten.
 
Das ist eine durchaus richtige Überlegung. In der MotoGP sind sie neuerdings auch mit diesem Umstand konfrontiert. Schräglagen von mittlerweile bis zu 63° erfordern flexende Rahmen und Reifenkarkassen um den fehlenden Imput auf die Gabel einigermassen zu kompensieren. Kommt bei dieser Schräglage ein nur etwas gröberer Schlag und die Gabel kann nicht reagieren, schmiert das VR schlagartig weg.

Kommt darauf an, wie der Impuls auf die Gabel wirkt. Von vorne auf einen Buckel auflaufen, ja, nach einem Sprung mit beiden Räder aufkommen, eher nicht. Mit dem HR zuerst, platscht die Gabel (übertrieben dargestellt) wie eine Peitsche auf den Boden. Da werden sich Pro und Kontra die Waage halten.
Man muss seine Fahrweise anpassen. Ich lande seither mit dem Vorderrad zuerst. Liegt aber auch daran das ich meist Hardtail fahre.
 
Und das liegt nicht evtl unter anderen daran das Pole nicht die top Athleten unter Vertrag hat ?

Ja eben, darum gehts doch. 29 sind schneller, ne...lange Räder sind schneller, ne...Klickpedale sind schneller, auch net. Wird alles ständig behaupte, dann kommt einer und beweißt das Gegenteil. So war es immer und so wirds immer sein.

G.:)
 
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