Carver ICB - die Aufbaustory

Ich habe schon viel mit Lenkerhöhen und Vorbaulängen auch per Angle Set mit unterschiedlichen Winkeln herum probiert. Ich kann nur sagen, dass meine Erfahrung dabei ist, dass ich die kurzen Vorbauten nicht mag. Sie verleihen zwar Wendigkeit, aber irgendwie ist das imm so "gefühlte Wendigkeit" nicht tatsächliche. Wie wenn man einem 1,7 Tonnen Sportwagen eine super direkte Lenkung verpasst. Fährt sich erstmal super, haut man das Ding aber richtig in die Kurve merkt man das hohe Gewicht aber schieben. Vielleicht ein blöder Vergleich, aber so ähnlich kommt mir das vor.
Außerdem muss man mit so extrem kurzen Vorbauten schon aktiv Druck auf´s Vorderrad legen, um davon genug zu haben. Meine Erfahrung war bisher immer, dass wenn man ein Bike mal so richtig in Kurven rein haut, sich ein Bike mit einer guten Balance aus Kettenstrebenlänge und "länge nach vorne" und einem Vorbau von 45-50mm immer am bestem macht. Aber ja, kommt alles auf persönliche Vorlieben und Einsatzbereich an.
 
@foreigner

Zu deiner Theorie noch eine zweite von mir. ;)

Vorteile des größeren Rahmens: Durch den längeren Radstand vorne hinaus werden hohe Stufen flacher. Gerade im techinschen Gelände ist das ein Vorteil. Wendigkeit geht mE nicht wirklich viel verloren, weil die Kettenstreben nicht mitwachsen.

Das ist für mich schlichtweg kein Thema. Ich bin mit meinem uralten Hardtail mit 72° Lenkwinkel, -5mm Tretlagerhöhe (höher als das ICB im Sag) und 1070mm Radstand schon vor 14 Jahren Stufen gefahren, dass man über den aufsetztenden Rockring gekippt ist, wenn´s sein musste auch mehrere davon hintereinander.
Also sorry, aber die Theorie: :lol:
 
In der theorie ist das schon richtig mit der länge an Stufen.
Aber etwas härtere Gabel macht da mehr aus. sobald die ein federt wird der Radstand ja viel kürzer.

Die super kurzen Vorbauten kann ich gar nicht haben. Zumindest komm ich damit nicht klar. Und als großer Fahrer mit hohem Schwerpunkt macht das bergauf extrem viel aus. da machen 15mm Vorbau den unterschied zwischen Wheelie und Rad am Boden.

Auf Trails in der ebene würde mir der XXL Radstand nichts ausmachen da ich da mit sehr wenig Gewicht auf dem Vorderrad fahre. Also eher wheelie durch die Kurven.
Bergab geht das aber nicht und da fängt es schnell an zu nerven. Die Harald Philipp Technik kann ich zwar - aber es gibt so stellen da lass ich das lieber :-)
 
Mehrdimensionales Problem... Kommt auch auf die Geschwindigkeit an :-)

oder ob man HS oder XX1 fährt

oder nimmst das ION 16. Das hat brutal hohes Tretlager
 
Das hast du aber mit nem BB-Drop von 16 eingetragen, das wäre nochmal 8mm tiefer als das ICB?
Oder muss das in deiner Tabelle -16 heißen? :confused:
 
ja ist nicht eindeutig.
Zellen werden rot wenn negativ. also z.b8 ist +8
negativ wäre -10

Logischer wäre beim drop -10 bedeutet das es höher ist. kann ich mal ändern.
 
die 4 bikes sind vom Gewicht ja alle in der selben Kategorie.
ohne Dämpfer wird man einfach mit 3,2 kg +- rechnen müssen.

finde das aber völlig im "Rahmen" :-)
 
Also sorry, aber die Theorie: :lol:

Sie stimmt insofern, dass mit längerem Reach der Schwerpunkt weiter zurück verschoben wird. Ob Stufe oder nicht (das hängt von der Stufe ab), ist da gar nicht so entscheidend. Der Unterschied ist ab einer gewissen Steilheit doch spürbar. Ich bin (aus diesem Grund) von einem S Rahmen auf einen L Rahmen umgestiegen und habe den direkten Vergleich.
Gut, bei Stufen, die man übers Kettenblatt kippen kann, ists Rad wohl ziemlich wurscht - das kannst mit einem Trialrad vermutlich auch machen.
Ich glaube, da wird etwas einander vorbeigeredet, richtig relevant wird es eher bei solchen Sachen - feiner ists natürlich schon davor:
Bild-8-von-14.jpg

(nein, das kann man nicht droppen - es ist eine Spitzkehre)
Bild-6-von-14.jpg

(jahaa, das HR ist in unnötigerweise der Luft - aber das wär mit kurzem Rad nicht gegangen)
 
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Sie stimmt insofern, dass mit längerem Reach der Schwerpunkt weiter zurück verschoben wird. Ob Stufe oder nicht (das hängt von der Stufe ab), ist da gar nicht so entscheidend. Der Unterschied ist ab einer gewissen Steilheit doch spürbar. Ich bin (aus diesem Grund) von einem S Rahmen auf einen L Rahmen umgestiegen und habe den direkten Vergleich.
Gut, bei Stufen, die man übers Kettenblatt kippen kann, ists Rad wohl ziemlich wurscht - das kannst mit einem Trialrad vermutlich auch machen.
Ich glaube, da wird etwas einander vorbeigeredet, richtig relevant wird es eher bei solchen Sachen - feiner ists natürlich schon davor:
Bild-8-von-14.jpg

(nein, das kann man nicht droppen - es ist eine Spitzkehre)
Bild-6-von-14.jpg

(jahaa, das HR ist in unnötigerweise der Luft - aber das wär mit kurzem Rad nicht gegangen)

Respekt!! :daumen:
 
@thomas.h: Stufen dieser Kategorie sind auf den Trails, die ich so fahre eigentlich immer springbar (zumindest die obere wäre ich auch in guter, alter Trial-Mannier gehüpft, da ist ja Platz). Alpeneinsatz gibt´s doch eher äußerst selten, daher ist bei mir dieser Punkt dann doch völlig vernachlässigbar. Ich glaube aber auch, dass es da beispielsweise deutlich mehr auf die Gabelabstimmung ankommt, als auf 20mm Reach.
 
(nein, das kann man nicht droppen - es ist eine Spitzkehre)

@thomas.h: Stufen dieser Kategorie sind auf den Trails, die ich so fahre eigentlich immer springbar

Ich hatte doch fast erwartet, dass diese Antwort kommt! ;)
Ja, die erste Stufe kann man - statt dem Wegverlauf folgend die Spitzkehre auszufahren - auch über eine Wiese anfahren und droppen - aber darum gehts hier nicht.
Wenn du auf deinen Trails genug Platz zum Springen hast, bin ich der letzte, der dir ein längeres Rad aufzwingen will. Aber darauf rückzuschließen, dass DESWEGEN die gesamte Menschheit auf ihren gesamten Trails immer genug Platz zum Springen haben wird (!) und deshalb kleine Räder braucht (!!), und alle anderen Gedanken von Idioten sind und ausgelacht werden müssen, das halte ich für nicht optimal argumentiert.
 
Es ist halt schwer zu argumentieren, wenn man die Leute nicht kennt.

So wie du, Thomas, schreibst: Wenn man immer genug Platz hat, wird man sich kein Radl für so einen Sonderfall aufbauen. Wenn man "dauernd" solche Stellen fahren muss, kauft man sich eben ein auf diesen Sonderfall hin aufgebautes Bike. Ist halt sehr individuell.

Ich freu mich ja schon auf warmes Frühlingswetter und auf diverse Versuche und Vergleiche zwischen langem und eher steilen und langem aber sauflachen Bike. :) Den Flowtrail Test und mittelschwere Stellen Test hat das flache Radl bis dato mit Bravour bestanden. ;)
 
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Wenn man jetzt ganz böse ist, sagt man einfach dass es bei fahrerrischen Können fast nur noch eine Sache der Optik ist ;-) also zwischen M und L.
 
Ich hatte doch fast erwartet, dass diese Antwort kommt! ;)
Ja, die erste Stufe kann man - statt dem Wegverlauf folgend die Spitzkehre auszufahren - auch über eine Wiese anfahren und droppen - aber darum gehts hier nicht.
Wenn du auf deinen Trails genug Platz zum Springen hast, bin ich der letzte, der dir ein längeres Rad aufzwingen will. Aber darauf rückzuschließen, dass DESWEGEN die gesamte Menschheit auf ihren gesamten Trails immer genug Platz zum Springen haben wird (!) und deshalb kleine Räder braucht (!!), und alle anderen Gedanken von Idioten sind und ausgelacht werden müssen, das halte ich für nicht optimal argumentiert.

Habe zig mal eingebaut: "Meiner Meinung nach", "für mich persönlich", "ist geschmacksache" und "kommt auf den Einsatz und Vorlieben an".
Als Idiot bezeichnet habe ich keinen. Und gelacht habe ich auch nur, weil wir aneinander vorbei geredet haben. Ausgelacht war das aber auch nicht. Ruhig blut, war alles nix böses.:cool: :)

Ich fahre solche Stufen auch mal gerne zum Spass, wenn ich welche finde. Bin früher auch bischen Trial gefahren. Vermute aber, dass die wenigsten mit dem Bike Vertriden werden, daher wage ich dann doch meine Meinung zu sagen und nicht den Tipp zu geben "kauft lange Rahmen für den Einsatzbereich Steilstufen im Grenzbereich".;) Darfst du, wenn du der Meinung bist, aber gerne anfügen. Dass man kleine Räder zum Springen braucht, habe ich auch nicht geschrieben.

Übrigens: zum Trial-mäßigen Springen brauch man die Fahrradlänge plus vielleicht einen halben Meter. Mit droppen hat das nix zu tun.
 
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Übrigens: zum Trial-mäßigen Springen brauch man die Fahrradlänge plus vielleicht einen halben Meter. Mit droppen hat das nix zu tun.

Interessant, von welcher technik redest du? (schreib mal ne PN)

Zum rest, naja ich fahre derzeit ein uuuuultra wendiges Torque ES und hab jetzt ein paar mal auf der Fanes vom thomas gestanden. Wenn man weis wie man mit einem rad umgehen muss, dann stört einen die fehlende wendigkeit eher nicht (so sehr) aber es wird einfach alles* viel entspannter und gelassener. Deswegen werde ich auch vom Torque größe M auf das ICB in größe XL umsteigen.

*-ausgenommen hinterradhüpfer, aber das liegt auch stark am kurzen vorbau und gehört wahrscheinlich auch eher nicht zum MTB-alltag.
 
Ich versteh die Logik des langen Radstandes nicht ganz. Je größer das Bike, desto länger wird ja auch das Sitzrohr, das stört mich bei meinem TorqueXL mit 54cm schon einwenig:



Was sollte das bringen, wenn die Füsse drei vier cm weiter hinten wären, meine Arme werden ja nicht länger???
 
Radstand ist egal, es geht um den Abstand vom Tretlager zur Vorderradnabe, das Hauptgewicht lastet ja auf den Pedalen. Dein Bild ist da eh sehr schön: Überleg dir, was passiert, wenn du mit dem Tretlager 20cm weiter vorne wärst: da würds viel leichter kippen. Wenn es 20cm hintenn wäre, würdest du dementsprechend schwerer nach vorne über die VR-Nabe kippen.
-> mit kurzem Rahmen und langem Vorbau holst du dir den Kipppunkt (die VR Nabe) zu dir zurück, mit langem Rahmen und kurzem Vorbau (vielleicht noch flachem Lenkwinkel) schiebst du den Kipppunkt weiter von dir weg.
Ist schon klar, dass wir hier nicht in riesigen Dimensionen sprechen, aber spürbar ists schon.
Das Sitzrohr ist in XL beim Carver ja nur 50cm lang, ist aber ab einem gewissen Bereich ein Nachteil. An deinem Foto sieht man aber eh sehr schön, dass der Sattel aber erst an die Brust stoßen müsste, um zu stören (solang du beim Nachhinten-gehen nicht anstößst) - das Thema wird oft etwas überbewertet.

@ Grenzbereich: Ja. Aber es erleichtert auch den Nicht-Grenzbereich. Übrigens kommt mir mein L Rad (mit kurzen Kettenstreben) deutlich wendiger vor als das S-Rad (mit langen Kettenstreben), das ich vorher hatte.
Und ja, es gibt auch Trialtechniken, wo ich gar keinen Auslauf brauche, fallen mir sogar einige ein. Das steht aber nicht zur Diskussion. Aber überspitzt gesagt: ich fahr ja auch nicht ohne Bremsen im Auto, weil man es eh oft auslaufen lassen kann...
 
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hier mal die eloxierte wippe und die ausfallenden. hat jetzt inklusive versand ca. 2,5 wochen gedauert und ich bin mit dem ergebniss sehr zufrieden :)
eigentlich sollte die wippe auch gestrahlt werden. hat der eloxierer wohl vergessen, aber die schmiedeoptik der wippe kommt echt gut in schwarz:



 
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