Cherusker 500 - Bikepacking Challenge in Ostwestfalen

Dabei seit
28. Mai 2017
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27
Ein kurzer Bericht von meinem Cherusker 500 Solo-Zeitfahren letzte Woche:
Ich hatte schon länger vorgehabt die Cherusker Strecke nochmal in Angriff zu nehmen. Die Strecke war mir vom 2017er Gruppenstart noch als Hammerhart in Erinnerung, dieses Mal wollte ich austesten was geht und versuchen die Strecke möglichst schnell zu bewältigen. Also all-out im ITT Modus. Am 24.6. war es dann soweit. Die Fährzeiten waren ein bisschen undurchsichtig, also bin ich direkt per Brücke auf die andere Weserseite und bin um 10:00 gestartet. Die Bedingungen waren echt optimal: Nicht zu warm, nicht zu kalt und weitestgehend trocken. Die Trails waren überwiegend gut in Schuss. Die üblichen versumpften Abschnitte gab es natürlich noch und einige Male waren Forstarbeiten im Weg oder es mussten Bäume umtragen werden. Insgesamt lief es aber supergut und ich war echt überrascht als ich schon um 18:00 an der Stelle vorbeikam, an der ich 2017 geschlafen habe. Bin dann in der ersten Nacht noch ungefähr bis Kilometer 200 gefahren und hab dann 2,5 Stunden im Shelter geschlafen. Der nächste Tag brachte ein bisschen Verwirrung, da die Durchfahrung des Wildparks in Bielefeld pandemiebedingt gesperrt war. Kann sein, dass mir die Umleitung ein bisschen Zeit gespart hat, hab irgendwie in Erinnerung, dass direkt nach dem Wildpark ein paar sehr schwere/steile Trails kommen. Danach lief es wieder sehr gut. 1-2 Mal Supermarktpause und am Nachmittag irgendwo Pommes und Cola an einem Campingplatz. Die letzten Kilometer im Dunkeln wurden nochmal richtig zäh und ich war kurz davor mich 20km vor dem Ziel nochmal für ne Stunde hinzulegen. Auf den letzten Kilometern habe ich dann viel geschoben und viele Pausen gemacht, aber kurz vor 2:00 am Morgen war ich dann wieder am Fähranleger und habe mich fix und fertig dort auf dem Fußballplatz schlafen gelegt. Alles in allem war ich 39 Stunden und 43 Minuten unterwegs, also ~12 Stunden schneller als 2017. Wird nicht das letzte Mal gewesen sein, die Strecke ist einfach viel zu gut! Vielleicht irgendwann wieder bei einem Gruppenstart?
 
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