Die Blätter fallen...

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Ich wollte einfach mal in die Runde fragen, ob es euch auch so geht, dass ihr bei herbstlichem Wetter eine Banane im Kopf habt. Ich komm mir vor wie ausgewchselt. Trails, die ich bei trockenem Wetter im Hochgeschwindigkeisblindflug nehm, kommen mir bei widrigen Bedingungen unfahrbar vor und tatsächlich bin auch ich deutlich verkrampfter... Hat jemand Psychotipps, wie man die Furcht (oder sogar Angst?) überwindet? Einfach fahren mach ich schon, fühlt sich aber schlecht an. Vor allem treppenartige Konstruktionen werden mir zum Grau, wenn sie mit Laub übersät sind...

Grüße
 

4mate

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Trails, die ich bei trockenem Wetter im Hochgeschwindigkeisblindflug nehm, kommen mir bei widrigen Bedingungen unfahrbar vor und tatsächlich bin auch ich deutlich verkrampfter... Hat jemand Psychotipps, wie man die Furcht (oder sogar Angst?) überwindet?
Weich und sanft und rund fahren, dabei hellwach wie ein Krieger sein, aber ohne Agressivität:
<---Klick mich :)
Dabei stets sorgsam, aber nicht ängstlich, genau den Fahrbereich auf 10 Meter vor dem VR scannen.
Hinter jeder blinden Kurve kann eine schmierige Stelle lauern, in der das Vorderrad blitzschnell
wegschmiert. Da braucht es die Reflexe eines @4mate, gestählt und geschult in Jahrzehnten
auf schweren MX- und GS-Krädern, ist das in Fleisch und Blut übergegangen Die Reaktion und
das Gegenlenken kommen so schnell und automatisiert, dass er erst danach der Situation
gewahr wird. Das kann ein jeder lernen, doch das dauert seine Zeit, die in Jahren zu messen ist.

Es ist einfach eine angepasste Fahrweise erforderlich. Man kann nicht wie im Sommer bei trockenem
Geläuf "ra bretzeln" mit 82,7kmh auf der Uhr, als gäbe es kein Morgen. Das geht im Herbst nicht.
Treppen mit Laub, vor allem wenn dieses nass ist, sind mit der allerallerallergrößten Vorsicht zu
befahren. Rutscht man weg, hat man keinerlei Chance das Vorderrad einzufangen, man fällt hart
auf Treppenkanten und tut sich bitter weh, wenn nicht gar schlimmer.

Es fällt einem beileibe kein Zacken aus der Krone, wenn man solche Stellen schiebt, anstatt mit gebrochener
Schulter/Arm/Rippe/Oberschenkelhals schmerzgekrümmt in der Notaufnahme eines Spitals zu hocken.

Deshalb: Nicht so viel wollen, Einstellung anpassen. Wer fahren will wie im Sommer, liegt komplett
verkehrt. Ein übler Ausgang ist da vorprogrammiert.

:winken:
 

4mate

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RetroRider

Pfadtrampel
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Reifengrip nutzt da auch nix. Im Gegenteil: Je besser der Reifen die oberste Laubschicht festhält, desto besser kann sie auf der unteren Schicht rutschen. (Edit: Gut- stimmt nicht ganz, aber beim gripstärkeren Reifen kommt Gripverlust überraschender.)
Das Problem ist, daß die Reflexe erwarten, daß auf einen Impuls ein Gegenimpuls erfolgt. Also wenn man nach rechts will, setzt man einen Impuls nach links. Wenn der Gegenimpuls ausbleibt (oder erst verzögert am nächsten Baum erfolgt), ist die beste Fahrtechnik nutzlos.
Mehr als "so langsam fahren, daß man das Bein rausstellen kann" fällt mir auch nicht ein.
 
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Wir harken unsere trails. ;)
Und sonst... Die richtige Haltung, Lastwechsel auf dem Rad und die richtigen Reaktion werden natürlich bei schlechtem Grip wichtiger als bei sommerlich festklebenden Reifen. Besonders bei Schmiere braucht es anständige Seitenstollen, die wiederum benötigen Schräglage um in Kurven zu greifen. Bremsen... ist klar?! :)
Ich rutsche lieber mit dem HR rum (eigentlich sehr gerne sogar) als das VR zu verlieren. Bringe also (sehr vereinfacht) in Kurven Druck auf das HR (locker aus der Hüfte) und ziehe das VR aus der Kurve raus. Funktioniert bei Trockenheit sowieso, aber bei Matsch/Schmiere machts mehr Spaß wenn der Reifen irgendwann greift. Und irgendwie nicht verkrampfen.

So stumpf es klingt, englische Bikevideos sind in dem Bereich lobend hervorzuheben.
 
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Im Herbst fahre ich nur häufig befahrene Pfade die ich kenne. Die Blätter sind plattgefahren, du kannst der Spur folgen. Bei wenig befahrenen Trails siehst duc nicht was drunter ist. Schlaglöcher, dicke Äste..., da hats mich schonmal dahingerafft. Vorteil: Du fällst weich... ;)
 
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