Enduro für alles ? oder Hardtail + Downhillbikes

Danke für die vielen Meldungen. Wie schon gesagt hat mir mein hardtail (ein 8 Jahre altes genesis...wenn es um ausstattung geht kann man es mit einem Stein vergleichen) für trails gereicht und da ein Mittelweg nie gut genug ist werde ich mir 2 bikes zulegen. Ich habe vor mit dem Downhill bike alle österreichischen bikeparks abzuklappern (leoberg, saalbach...) und ich glaub da macht das richtige Werkzeug mehr Spaß.
 
Ich bin nicht sehr gelehrt in der Kunst des aktuellen Mountainbiking. Ich komme von einer Zeit wo die Scheibenbremse neu war und die Federwege auf freeride bikes um die 120mm war.

Habe letztlich mein erstes, aktuelles, Enduro bestellt und warte noch drauf. Davor konnte ich ein Paar davon fahren, aber leider nicht im Bikepark, nur auf den lokalen Trails. Jedoch glaube ich das die modernen Enduros tatsächlich für alles gut sind. Ein Orbea Occam den ich testete war unter 12 Kilos schwer, mit 160mm Federweg, das ist absolut verrückt. Im Bikepark sind 140-150mm genügend. Generell sind ja alle neuen bikes mit mindestens 160mm unterwegs, was sie alle Schluckfreudig genug macht. Absolutes Zeitfahren wird nicht möglich sein, aber schnell wirst du schon vorwärtskommen.
 
Wer Hardtail fahren kann, d.h. vorausschauend, gute Linienwahl, Bikebeherschung, Balance, etc., der wird mit nem Fully definitiv schneller werden, es ist unter dem Strich entspannter, komfortabler und man spart auch auf Touren etwas Kraft, zumindest geht es mir so. Ich möchte mein Hardtail trotzdem nie missen, auch wenn es beim Geballer in verblockten Trails manchmal grenzwertig ist wenn ich vor lauter Geschüttel nix mehr sehe :) - es ist aber irgendwie eine gewisse Art von Herausforderung und besonders beim Stolperbiken ist das Hardtail für mich die bessere Waffe. Im Bikepark lieber aufs Fully (Enduro, Freerider oder DH) gehen, je nach Fahrstil, Können und Häufigkeit.

Um die Eingangsfrage zu beantworten. Ich würde lieber 2 Räder nehmen, die mit weniger Kompromissen aufbauen, d.h. für Tour eher Leicht mit weniger Federweg bzw. Hardtail, und für den Park was stabiles mit mehr Federweg. Bei mir wären es AM-Touren-Hardtail mit 140mm Gabel mit nem 66-67er Lenkwinkel (max 12kg), und dazu ein stabiles Enduro mit 160-170mm Gabel und hinten 150-170mm und 65-66 Lenkwinkel. So könnte ich bei nem Defekt des Hardtails immer noch aufs Enduro zurückgreifen für Touren.
 
Ich fahre aktuell 3 Räder bzw. 2 Räder weil mein Freerider noch als Ersatzeillager dient.
Das HT als Matsch-Winter Bike. Macht mega mäßig Laune. Mein Pitch (in meinen Augen das Enduro) ist das Ballerbike.
Dazu das Enduro Evo was ich momentan etwas umbaue (Bike Yoke und dann ein Luftdämpfer ala Cane Creek / Fox X2 rein). Gefühlt komme ich mit 2 Rädern klar aber das Evo ist bergab einfach genial. Anstatt dem HT habe ich momentan mehr den Gedanken mir eine Trailkiste (130mm) zu holen aber ein HT lässt sich im Winter einfacher waschen (keine matschigen Lager usw..) :)
 
Wenn ich vor dem kompl. Neukauf stehen würde und regelmäßig in versch. Parks fahren würde würde ich zu folgendem greifen:

- günstiges DH-Bike (~ 2000-2500 Euro) fürn Park
- 29er Fully mit 100-130 mm, eher flacher Geometrie und eher leichten Reifen für alles andere. Budget ergibt sich.

Ich bin sehr großer verfechter von Ein-Bike-für-Alles, praktiziere das auch seit Jahren. Wenn dann aber irgendwann doch wirklich viel flotte DH-Fahrerei im Park dabei ist will man das nem Enduro (und sich selbst) irgendwann nicht mehr antun.

Wenn man nur paarmal im Jahr in gemäßigteren Parks unterwegs ist und/oder die ganz groben Strecken (ala Wildbad-DH, LacBlanc Nuts oÄ) und/oder großen Sprünge eh auslässt und/oder man nicht ständig im Renntempo runterfährt tuts natürlich auch das Enduro.

Grüße,
Jan
 
Wenn man nur paarmal im Jahr in gemäßigteren Parks unterwegs ist und/oder die ganz groben Strecken (ala Wildbad-DH, LacBlanc Nuts oÄ) und/oder großen Sprünge eh auslässt und/oder man nicht ständig im Renntempo runterfährt tuts natürlich auch das Enduro.
außer man heißt @Radde , schon krass wo und wie er mit dem Enduro durch die Gegend ballert. Kann den YT-Kanal von Radde nur empfehlen ;-) https://www.youtube.com/user/Weissherbschdschorle/videos
Aber aus o.g. Gründen bin ich dieses Jahr von 26" DH-Bike auf 27,5 Enduro umgestiegen. Fahre i.d.R. in Wibe und Willingen, hier reicht denke ich das Enduro locker und 1x im Jahr PDS und Saalbach. So kann ich aber auch mal Abends eine Runde drehen oder den ein oder anderen Flowtrail fahren wo ein DH imho noch weniger Sinn macht. Bin mal gespannt ob es die richtige Entscheidung war.
 
...würde ich zu folgendem greifen:
- günstiges DH-Bike (~ 2000-2500 Euro) fürn Park
- 29er Fully mit 100-130 mm, eher flacher Geometrie und eher leichten Reifen für alles andere. Budget ergibt sich.

... Wenn dann aber irgendwann doch wirklich viel flotte DH-Fahrerei im Park dabei ist will man das nem Enduro (und sich selbst) irgendwann nicht mehr antun.

... tuts natürlich auch das Enduro.
Ich sehe das ebenso. :) Komme aber subjektiv zum klaren Fazit, zwei Bikes sind besser. :D

Ich fahre im Park einfach gerne ein DH-Bike. Mit dem Enduro könnte ich 99%, von dem, was ich mache, auch. Aber mit dem fetten Gerät draufhalten, macht mir dort mehr Spass. Dass selbst ich auf vielen, insb. roten und blauen Strecken mit dem Enduro ev. sogar schneller wäre, ist egal.

Nebst dieser Vorliebe und Spassmaximierung gibt es aber auch handfeste Argumente. Ein Bike leidet im Park, ziemlich sogar. Ein robuster Downhiller kann das auf Dauer einfach besser ab als ein gewichtsoptimiertes Enduro. Selbst wenn der Rahmen hält, Anbauteile, Lager, Laufräder usw., alles unterliegt wesentlich grösserem Verschleiss. Da ist mir mein Enduro schlicht zu schade. Und dh-tauglich robust aufbauen, will ich es um der Touren- und Uphilltauglichkeit willen nicht.

Womit ich bei einem weiteren Aspekt bin. Ein separates Parkbike erlaubt, beim anderen Bike die Prioritäten etwas anders zu setzen. Ich überlege mir z.B. ein SC Hightower als 'Enduro' zuzulegen. Andernfalls würde ich wohl eher ein Nomad ins Auge fassen. So kann ich mehr Wert auf Effizienz für lange Touren legen.
 
Auf der anderen Seite... Um den Anschaffungspreis eines DH Bikes "aus zu gleichen", kann ich ganz schön viele Teile am Enduro ersetzen.

Ich würde die Entscheidung wirklich davon abhängig wie oft man wirklich im Park unterwegs ist... Wenn man eh nur 2Tage im Park ist, dann macht ein spezielles Bike wenig Sinn...
 
Ich sehe das ebenso. :) Komme aber subjektiv zum klaren Fazit, zwei Bikes sind besser. :D
Wenn ich öfters im Bikepark wäre, dann könnte ich mir sogar vorstellen drei Bikes anzuschaffen.

Beispiel:
Bikepark = DH-Bike
Enduro-Touren/Ballergeschichten = Enduro
Stolperbiken/gemächliche Touren/Konditionstraining/Winter = Hardtail

Ich bin da aber durchaus ein Spezialfall, nicht jeder will sich noch ein Hardtail in der heutigen Zeit antun.

Da ich definitiv zu wenig in den Bikepark gehe und ich es schlichtweg auch nicht drauf habe mit nem DH die größeren Sachen zu fahren, brauch ich mir auch keines anzuschaffen. Hab mir hin & wieder mal eins geliehen.

Mein Fully ist schon etwas in die Jahre gekommen und soll in den nächsten 12 Monate durch 29er Fully ersetzt werden. Ich habe immer wieder mit Defekte/Reparaturen zu kämpfen, und da ich ungerne aufs Biken verzichten will und nicht immer sofort alle Ersatzteile da habe, bin ich ganz froh drum dass ich ein 2t Bike habe.
 
Auf der anderen Seite... Um den Anschaffungspreis eines DH Bikes "aus zu gleichen", kann ich ganz schön viele Teile am Enduro ersetzen.

Ich würde die Entscheidung wirklich davon abhängig wie oft man wirklich im Park unterwegs ist... Wenn man eh nur 2Tage im Park ist, dann macht ein spezielles Bike wenig Sinn...

In den Jahren wo ich viel im Park/ DH mäßig unterwegs war war am Enduro eigentlich alles Verschleißteil... Die Laufräder (ZTR Flow, also nichtmal was sehr leichtes) waren jeweils nach einer Saison durch (Risse in den Felgen), 2 Sätze Rahmenlager im Jahr und ne Pike die regelmäßig im DH bewegt wird will ich auch nicht länger als nen Jahr fahren... Von dem ganzen Kleinkram mal abgesehen.
Da hat man den DHler sehr schnell wieder drin wenn man wirklich oft im Park ist. Von dem Vorteil der Stressfreiheit mal ganz abgesehen.

Grüße,
Jan
 
In den Jahren wo ich viel im Park/ DH mäßig unterwegs war war am Enduro eigentlich alles Verschleißteil... Die Laufräder (ZTR Flow, also nichtmal was sehr leichtes) waren jeweils nach einer Saison durch (Risse in den Felgen), 2 Sätze Rahmenlager im Jahr und ne Pike die regelmäßig im DH bewegt wird will ich auch nicht länger als nen Jahr fahren... Von dem ganzen Kleinkram mal abgesehen.
Da hat man den DHler sehr schnell wieder drin wenn man wirklich oft im Park ist. Von dem Vorteil der Stressfreiheit mal ganz abgesehen.

Grüße,
Jan

Wenn man einen Downhiller regelmässig benutzt ist der Verschleiss auch recht hoch ;)


Ich würde mir ein leichtes Trailbike und einen Downhiller zulegen.
Mit dem Trailbike ist man einfach sehr flexibel und flott. Der Downhiller dann für den Park. Da hat man einfach mehr Reserven/Sicherheit/Stabilität
Wenn du eher selten im Park fährst, kannste dich ja nach einem gebrauchten umschauen (nicht zu alt).
Ich denke, wenn dir das HT gelangt hat, ist ein Enduro ein schlechter Kompromiss für dich. Aber das ist natürlich Geschmacksache...
 
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