Neues Bike gesucht

metalmatrix

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Ich wollte doch nochmal für ein Fully plädieren. Bei dem Beitrag lasse ich es dann aber auch 🙂
Ein bisschen Erfahrung habe ich schon gesammelt, da ich nicht nur in der Werstatt sondern auch immer wieder im Verkauf tätig bin und natürlich auch wegen der Prozente bei Family und Freunden beraten habe.
Früher auch 100% die „lieber gutes Hardtail für Einstieg/Budget“ Empfehlung; die Erfahrung hat aber was anderes gezeigt: Wenn’s funkt, wird erstmal viel in „Upgrades“ investiert (da sind in paar Monaten auch schnell paar Hunderter weg) und dann ziemlich schnell die Entscheidung „Ich glaub ich brauch doch ein Fully“… diese Budget-Rechnungen ala ich hab am Rad 500,-€ gespart dafür kauf ich Helm, Flatschuhe etc. Da macht man sich was vor.

Und wenn’s nicht funkt? Dann ist es sowieso so…
Irgendwelche Gewichtsthemen sind mal ehrlich einfach Quatsch. Wenn du max Druck fährst bekommst du auch mit 140kg keinen Dämpfer zum Durchschlagen, ausser bei höheren Drops. Und die Lager schlägts dir auch nicht gleich aus.
Das Zeug ist ja nicht aus Zucker. Es gibt auch 78kg Fahrer die prügeln die Räder zusammen, das bekommst du in der ganzen Nutzungsdauer nicht hin. Lass dich da nicht verunsichern. Wenn jemand mit 110kg beim Alpen-cross mit 15kg im Rucksack fährt, ja was passiert dann? Rad explodiert?! Viele EWS und DH Fahrer haben locker 90+ und die haben das Fahrwerk so stramm dass die selbst beim Training weicher fahren. Weder Rakententechnik noch fragil…

So das war’s 🙂👍
 
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DeKa79

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Ich wollte doch nochmal für ein Fully plädieren. Bei dem Beitrag lasse ich es dann aber auch 🙂
Ein bisschen Erfahrung habe ich schon gesammelt, da ich nicht nur in der Werstatt sondern auch immer wieder im Verkauf tätig bin und natürlich auch wegen der Prozente bei Family und Freunden beraten habe.
Früher auch 100% die „lieber gutes Hardtail für Einstieg/Budget“ Empfehlung; die Erfahrung hat aber was anderes gezeigt: Wenn’s funkt, wird erstmal viel in „Upgrades“ investiert (da sind in paar Monaten auch schnell paar Hunderter weg) und dann ziemlich schnell die Entscheidung „Ich glaub ich brauch doch ein Fully“… diese Budget-Rechnungen ala ich hab am Rad 500,-€ gespart dafür kauf ich Helm, Flatschuhe etc. Da macht man sich was vor.

Und wenn’s nicht funkt? Dann ist es sowieso so…
Irgendwelche Gewichtsthemen sind mal ehrlich einfach Quatsch. Wenn du max Druck fährst bekommst du auch mit 140kg keinen Dämpfer zum Durchschlagen, ausser bei höheren Drops. Und die Lager schlägts dir auch nicht gleich aus.
Das Zeug ist ja nicht aus Zucker. Es gibt auch 78kg Fahrer die prügeln die Räder zusammen, das bekommst du in der ganzen Nutzungsdauer nicht hin. Lass dich da nicht verunsichern. Wenn jemand mit 110kg beim Alpen-cross mit 15kg im Rucksack fährt, ja was passiert dann? Rad explodiert?! Viele EWS und DH Fahrer haben locker 90+ und die haben das Fahrwerk so stramm dass die selbst beim Training weicher fahren. Weder Rakententechnik noch fragil…

So das war’s 🙂👍
Es geht nicht ums Durchschlagen, sondern um eine funktionierende Abstimmung der Federlemente (Druckstufe, Zugstufe und Sag). Nimm nochmal das Occam H30 bzw. die verbaute Bomber Z2. Da entspricht der Luftdruck für den korrekten Sag in etwa dem Körpergewicht:
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Bei 140 kg (oder mehr mit Bekleidung/Ausrüstung) aber nur 120 PSI maximalem Druck wird es schwer möglich sein, die empfohlenen Sag-Werte (15-20%) zu erreichen. Die Gabel wird also viel zu tief im Federweg hängen. Beim Dämpfer wird es ähnlich sein.

Die Pike im Bonero braucht etwa 10 PSi mehr als das Körpergewicht in kg (110 PSI bei 100 kg) und darf mit einem maximalen Druck von 163 PSI gefahren werden. Hier sollte es also schon eher möglich sein, auch für Schwergewichte eine noch passende Abstimmung des Fahrwerks zu finden.

Lieber ein vernünftig ausgestattetes Hardtail, bei dem nur ein Federelement Probleme bereiten kann, als ein günstiges Fully, bei dem Gabel und Dämpfer problematisch sind.
 
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und dann ziemlich schnell die Entscheidung „Ich glaub ich brauch doch ein Fully“
Von welchen Hardtails redest du denn hier? Mit modernen Trailbikes ist meist nicht weniger möglich als mit ihren vollgefederten Brüdern. Shuttletage mal ausgeklammert.

Ich bin ebenfalls der Meinung das man bei sehr wenig Budget lieber zum Hardtail greifen sollte. Man bekommt einfach üblicherweise teile die direkt funktionieren. Gute Beispiele liefert der neuste Pinkbike Value Fieldtest. Da waren z.b. fullys dabei ohne funktionierende Bremsen....
Anders Gesagt: Wenn du mit deinem Budget nichtmal ein Bike bei nem Versender bekommst dann kauf dir ein Hardtail!

Dazu kommt das gute Trailhardtails in sehr vielen Situationen funktionieren und richtig viel Spaß machen.

Zudem gibt es noch den Faktor "das erste bike wird sowieso schnell ersetzt". Diese These gibt es hier zumindest häuftig. In dem fall wäre es egal ob Fully oder Hardtail. Spricht aber auch wieder fürs HT weil günstiger.
 

metalmatrix

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Von welchen Hardtails redest du denn hier? Mit modernen Trailbikes ist meist nicht weniger möglich als mit ihren vollgefederten Brüdern. Shuttletage mal ausgeklammert.

Ich bin ebenfalls der Meinung das man bei sehr wenig Budget lieber zum Hardtail greifen sollte. Man bekommt einfach üblicherweise teile die direkt funktionieren. Gute Beispiele liefert der neuste Pinkbike Value Fieldtest. Da waren z.b. fullys dabei ohne funktionierende Bremsen....
Anders Gesagt: Wenn du mit deinem Budget nichtmal ein Bike bei nem Versender bekommst dann kauf dir ein Hardtail!

Dazu kommt das gute Trailhardtails in sehr vielen Situationen funktionieren und richtig viel Spaß machen.

Zudem gibt es noch den Faktor "das erste bike wird sowieso schnell ersetzt". Diese These gibt es hier zumindest häuftig. In dem fall wäre es egal ob Fully oder Hardtail. Spricht aber auch wieder fürs HT weil günstiger.
Das ist die Erfahrung über viele Jahre… aber ja: dann immer aktuell gute Trail Hatdtails, Specialized Fuse, NS Eccentric etc…
Nochmal zum Gewicht/Fahrwerk Einstellung: Hier werden immer Worst-Case Szenarien und pauschales „ja aber dann arbeitet nicht mehr effizient“ Analysen geechot. Ich sag’s jetzt ganz unverblümt. Das ist einfach Unsinn.
Schon bei max. psi in Gabel und Dämpfer bekommt auch ein 150kg Fahrer nicht mal mehr 10% Sag zusammen. Es gibt auch sowas wie Spacer und ne Druckstufe, bzw sinnvolle Einstellung der Zugstufe.
Rechenspiele und hearsay.
Wir stellen täglich 27kg Pedelec Bomber für 90+ Fahrer ein. Da ist auch nur ein DPS oder Deluxe drinnne und die Kinematik an den E-Panzern ist meist weniger ausgetüftelt. Das dürfte ja dann gar nicht möglich sein und ganz schlimm.
Einfach mal machen… die Fabelwerte aus Foren und Magazinen vergessen und Reifen und Federung so einstellen dass es passt. Und wenn am Ende doch 10psi über max sind? Nix… fahren!
 
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Einfach mal machen… die Fabelwerte aus Foren und Magazinen vergessen und Reifen und Federung so einstellen dass es passt. Und wenn am Ende doch 10psi über max sind? Nix… fahren!
Fabelwerte?

Du willst also dem TE sagen:
"Scheiß egal, kauf was du willst. Wenns nicht passt/gut funktioniert ists egal: Fahr einfach."

Also sorry wenn das mein Anspruch sein sollte, dann will ich kein Verkäufer sein.

Wir wollen doch gerade dem TE ein stimmiges, nachhaltiges Paket empfehlen und nicht nur stumpf sagen
"ja egal, ist zwar scheiße, aber du wirsts eh nicht merken dass es scheiße ist, weil dazu hast du zu wenig Erfahrung"

Klar, würde ich zumindest auch gerne dem TE ein schickes DC Fully empfehlen wollen, klar hat er damit spaß, und wenn er ein Fully möchte, warum nicht? Aber manchmal ist es eben nicht so einfach wie man es gerne hätte...

Und ich bleibe dabei. Das Rad ist nicht alles. Das drumrum was ich angesprochen hatte ist genauso wichtig. Das sagt dir natürlich kein Verkäufer, aber die Leute aus dem Forum werden mir hier sicherlich zustimmen, da bin ich mir sicher. Und ich finde es nur fair, das auch dem TE mitzuteilen, zum Fahrspaß gehört nicht nur das Rad.
 

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Fabelwerte?

Du willst also dem TE sagen:
"Scheiß egal, kauf was du willst. Wenns nicht passt/gut funktioniert ists egal: Fahr einfach."

Also sorry wenn das mein Anspruch sein sollte, dann will ich kein Verkäufer sein.

Wir wollen doch gerade dem TE ein stimmiges, nachhaltiges Paket empfehlen und nicht nur stumpf sagen
"ja egal, ist zwar scheiße, aber du wirsts eh nicht merken dass es scheiße ist, weil dazu hast du zu wenig Erfahrung"

Klar, würde ich zumindest auch gerne dem TE ein schickes DC Fully empfehlen wollen, klar hat er damit spaß, und wenn er ein Fully möchte, warum nicht? Aber manchmal ist es eben nicht so einfach wie man es gerne hätte...

Und ich bleibe dabei. Das Rad ist nicht alles. Das drumrum was ich angesprochen hatte ist genauso wichtig. Das sagt dir natürlich kein Verkäufer, aber die Leute aus dem Forum werden mir hier sicherlich zustimmen, da bin ich mir sicher. Und ich finde es nur fair, das auch dem TE mitzuteilen, zum Fahrspaß gehört nicht nur das Rad.
Nein das sage ich nicht.
So ein Unsinn, im Gegenteil.
Ich sage es fährt sich gut und dass man mit 130kg statt 75kg nicht plötzlich kein Fully fahren sollte oder was weiß ich für technische Probleme zu erwarten hat.
Die meisten haben einfach keinen Plan, nicht wie ein Dämpfer funktioniert, was Kinematik ist und spüren und analysieren einen rechten Unfug zusammen. Und nur weil man sich seitenlang gegenseitig befeuert wird es dadurch nicht mehr zur Tatsache.
Wie kommst du denn darauf pauschal zu sagen, dass ein Fully bei ihm schlecht funktionieren wird oder problematisch sein könnte?
Vielmehr wird’s vermutlich besser funktionieren als bei den meisten hier wenn er nach Gefühl und mit ein bisschen Verstand einstellt.
Als großer und schwerer Fahrer hat man bergab beim Fully alle Vorteile auf seiner Seite. Da arbeitet das Fahrwerk sogar besser, das ist Physik.
Wenn man selbst in dem Bereich arbeitet wird man ein bisschen allergisch gegen Foren-Mythen, tut mir leid sollte ich zu herb argumentiert haben.
Ich finde es nur schade weil hier bei technischen Fragen oft problematisiert und verkopft wird.
Das tut schon alles, nicht irgendwie oder gar „schxxx“ sondern richtig gut und korrekt. Ein bisschen Ahnung muss man halt haben.
Natürlich ist auch die Bekleidung und Zubehör enorm wichtig. Es geht doch um die Milchmädchenrechnung Erspartes am Rad gegen zu rechnen. Das geht sich in der Wirklichkeit nie aus… die Leute kaufen dann doppelt und dreifach, und nach zwei Jahren dann die Erkenntnis, ja Mensch wenn ich das alles gleich gewusst hätte… am Ende hat man viel mehr ausgegeben als wenn man einmal die Zähne zusammenbeißt. Dein Traumrad dein Wunschelm, die Schuhe und Pedale, Rucksack Klamotten… Handschuhe wenn man empfindliche Hände hat, und Spaß haben.
 
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Ich habe nicht gesagt, dass ein Fully für schwere Fahrer nicht geeignet ist.
Als großer und schwerer Fahrer hat man bergab beim Fully alle Vorteile auf seiner Seite. Da arbeitet das Fahrwerk sogar besser, das ist Physik.
Du kannst jedes Feder/Dämpfersystem für jedes Gewicht gleich gut auslegen. Und genau das ist der springende Punkt. Es gibt einen Auslegungspunkt in der Entwicklung von Fahrwerksbauteilen. In einem bestimmten Bereich um den Auslegungspunkt herum soll nun das System gut funktionieren. Aber je weiter man vom Auslegungspunkt (gewichtstechnisch) entfernt ist, desto weniger gut funktioniert das System.

Die Besonderheit bzw. Schwierigkeit ist beim Fahrrad gegenüber dem Automobil, dass man ein sehr stark schwankendes Systemgewicht hat (beeinflusst durch das Fahrergewicht).
Das ist bei einem PKW nicht so. Dort kann die Federauslegung relativ unabhängig vom Fahrergewicht erfolgen (okay, ja bei Kombis werden teilweise je nach Beladung Kennlinien verstellt).
Ein bisschen Ahnung muss man halt haben
Ja richtig
Ich wills nicht breittreten, aber ich hab Maschinenbau studiert mit dem Schwerpunkt Fahrzeugtechnik. Ich will deinen Beitrag deshalb nicht so stehen lassen, sonst könnte man wirklich meinen, dass die Gewichtskraft des Fahrers ultima ratio ist..
 
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metalmatrix

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Ich habe nicht gesagt, dass ein Fully für schwere Fahrer nicht geeignet ist.

Was soll ich dazu sagen...
Du kannst jedes Feder/Dämpfersystem für jedes Gewicht gleich gut auslegen. Und genau das ist der springende Punkt. Es gibt einen Auslegungspunkt in der Entwicklung von Fahrwerksbauteilen. In einem bestimmten Bereich um den Auslegungspunkt herum soll nun das System gut funktionieren. Aber je weiter man vom Auslegungspunkt (gewichtstechnisch) entfernt ist, desto weniger gut funktioniert das System.

Die Besonderheit bzw. Schwierigkeit ist beim Fahrrad gegenüber dem Automobil, dass man ein sehr stark schwankendes Systemgewicht hat (beeinflusst durch das Fahrergewicht).
Das ist bei einem PKW nicht so. Dort kann die Federauslegung relativ unabhängig vom Fahrergewicht erfolgen (okay, ja bei Kombis werden teilweise je nach Beladung Kennlinien verstellt).

Ja richtig
Ich wills nicht breittreten, aber ich hab Maschinenbau studiert mit dem Schwerpunkt Fahrzeugtechnik. Ich will deinen Beitrag deshalb nicht so stehen lassen, sonst könnte man wirklich meinen, dass die Gewichtskraft des Fahrers ultima ratio ist..
Finde ich gut. Dann ist dir ja klar für welche Spitzenlasten die Bauteile ausgelegt sind und dass Kinematik bei angepasster Federate, Progression und Dämpfung, immer gleich „gut“ funktioniert. Und mit 130kg ist man sicherlich noch nicht in einem Bereich in dem physikalisch oder von den Bauteilen irgendwelche Grenzwerte erreicht werden. Zudem hat der OP ja seine Intention und „Lastenheft“ echt gut beschrieben. Wenn ihm die Fahrt auf dem Fully so gefallen hat, auch weil das natürlich die Gelenke etc schont… dann ist doch nochmal ein Hardtail, nur besser, gar keine Frage mehr. Und dann muss man ihm auch keine Angst machen wie schlecht das dann funktioniert und was alles kaputt gehen kann. Soviel Vertrauen kann man schon haben dass jemand Dämpferpumpe bedienen und Klicks zählen kann.
 

metalmatrix

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Oft sind es doch die selben Leute die fabulieren wie sie jetzt den Anti-Squat bein neuen VPP Modell toll finden, aber die Sensibilität bei Bodenwellen hätte schon gelitten und ein Jahr später fahren sie einen handgelöteten Eingelenker und preisen die Berechenbarkeit. Dann aber doch High Pivot wegen Square-Edge… alles Vodoo. Jedes Fahrwerk bekommt man gut eingestellt. Man muss nur schauen was wirklich beim Mountainbiken passiert… und das passiert erstmal am Reifen der unzählige verschiedene Hindernisse in allen möglichen Winkeln bei verschiedenen Geschwindikeiten überollt. Das hat mit PKW Federung soviel zu tun wie Gitarre stimmen mit Oberleitungen spannen. Grundsätzlich gleich ja, aber doch komplett was anderes.
 
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Zu mir selbst ich bin 1.96 groß , wiege derzeit noch 130 kg und habe eine Schrittlänge von 80cm.

Speiseeis Stumpjumper in S6

Und mit 130kg ist man sicherlich noch nicht in einem Bereich in dem physikalisch oder von den Bauteilen irgendwelche Grenzwerte erreicht werden.
Ich bin mir wirklich nicht sicher ob du deine Empfehlungen hier so gründlich bedacht hast.
Ich will nicht bestreiten das es evtl fullys gibt die auch mit 135kg-140kg fahrer +ausrüstung funktionieren, das von dir vorgeschlagene Stumpjumper ist allerdings das perfekte beispiel für ein Bike das nichts für einen schweren fahrer ist. Danke dafür.

Das Stumpjumper quetscht 130mm heck Federweg aus 45mm Dämpferhub. Das heißt der Hinterbau arbeitet mit einem ausserordendlich hohen Übersetzungsverhältnis von durchschnittlich 2,889. Das führt wiederum dazu das der druck im Dämpfer steigt. man braucht sozusagen eine härtere feder im verlgeich zu manch anderem mtb.

Ich schätze das ist auch der grund wieso man im Suspension calculator von Specialized maximal 113 kg eingeben kann
1651318073661.png

mit den 113 kg landet man dann schon bei 350 PSI im dämpfer.
1651318126954.png


Wenn man hier jetzt 20kg-25kg mehr mitbringt kann man das rad komplett vergessen.
Das stumpjumper wird sicher nicht das einzige fully mit dem problem sein.
 
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Ich bin mir wirklich nicht sicher ob du deine Empfehlungen hier so gründlich bedacht hast.
Ich will nicht bestreiten das es evtl fullys gibt die auch mit 135kg-140kg fahrer +ausrüstung funktionieren, das von dir vorgeschlagene Stumpjumper ist allerdings das perfekte beispiel für ein Bike das nichts für einen schweren fahrer ist. Danke dafür.

Das Stumpjumper quetscht 130mm heck Federweg aus 45mm Dämpferhub. Das heißt der Hinterbau arbeitet mit einem ausserordendlich hohen Übersetzungsverhältnis von durchschnittlich 2,889. Das führt wiederum dazu das der druck im Dämpfer steigt. man braucht sozusagen eine härtere feder im verlgeich zu manch anderem mtb.

Ich schätze das ist auch der grund wieso man im Suspension calculator von Specialized maximal 113 kg eingeben kann
Anhang anzeigen 1468789
mit den 113 kg landet man dann schon bei 350 PSI im dämpfer.
Anhang anzeigen 1468790

Wenn man hier jetzt 20kg-25kg mehr mitbringt kann man das rad komplett vergessen.
Das stumpjumper wird sicher nicht das einzige fully mit dem problem sein.

Zu dumm zum editieren: der Xfusion im günstigsten stumpjumper darf sogar nur bis 300 PSI:
1651319237790.png
 
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Der Sohn von meinem Mädel wog damals 110kg, ich hab die Gabel vom Rebound nicht langsamer bekommen, war auf Endanschlag. War für sein Gewicht zu schnell.
@sebhunter welche ist da nochmal drin?

Mein DPX2 habe ich nach dem 54th Upgrade zum Tuner geschickt, ich wiege nur ca. 80kg, hab zu viele harsche Schläge auf die Pedale bekommen was bei Flatpedalen wenig optimal ist.

Hier lese ich dann das angeblich alles problemlos abgestimmt werden kann. Interessant und gar nicht passend zu meinen Erfahrungen.
 

sebhunter

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Der Sohn von meinem Mädel wog damals 110kg, ich hab die Gabel vom Rebound nicht langsamer bekommen, war auf Endanschlag. War für sein Gewicht zu schnell.
@sebhunter welche ist da nochmal drin?
Du meinst im Nirvana?
Da ist ne wunderbare x-Fusion RC 32 drin. Die ist super, steif, relativ leicht und neu für unter 200€ zu bekommen...aber über 90kg ist die nix...gleiches haben die auch im Pinkbiketest gesagt: Super Gabel fürs Geld, aber nix für schwere Fahrer, und Rebound hat nur nen kleinen Bereich.
 

metalmatrix

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Gut beim Stumpjumper wäre dann ein Spacer angesagt, dann müsste sich auch bei max. Druck genügend Progression aufbauen um das Fahrwerk voll zu nutzen. Und dann wird der auch beim normalen Trails Fahren nicht gleich in die Knie gehen. In den Herstellerangaben sind ja immer, je nach Bauteil, Toleranzen Faktor 2, 1,5 eingeplant.
Ich schaue halt auch worums konkret geht. Ein Fahrer der schon Erfahrung hat und dann natürlich, unabhängig vom Gewicht, noch Bedarf hat für bestimmte Situationen das Fahrwerk zu optimieren oder wie hier der OP der fragt ob nach einem Cube AIM, und der Motivation die Sache weiter zu verfolgen ein Fully angesagt wäre. Bei einem Budget um die 2.500€
wieso nicht? Und ich bleibe dabei dass wegen der Gelenke und Ermüdung gerade schwere Fahrer vom Fully profitieren.
Ist eben meine Empfehlung und wie ich die Situation beurteile, ich kann ehrlich sagen dass wir im Laden einem Kunden auch abraten, selbst wenn er meint dass es geht und wir auch nichts Alternatives hätten. Ich bin wirklich überzeugt dass der OP mit einem Fully mehr Spaß, Komfort und Sicherheit hat.
Links ein Bonero, Versender, für 2.199,-€ rechts ein Occam H30 für 2.599,-€ beim Händler vor Ort…ich glaub mein Tipp wäre klar.
 

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Du meinst im Nirvana?
Da ist ne wunderbare x-Fusion RC 32 drin. Die ist super, steif, relativ leicht und neu für unter 200€ zu bekommen...aber über 90kg ist die nix...gleiches haben die auch im Pinkbiketest gesagt: Super Gabel fürs Geld, aber nix für schwere Fahrer, und Rebound hat nur nen kleinen Bereich.
off topic, aber: in der RC is ne Kartusche drin, hach früher konnte man einfach noch Öl mit höherer Viskosität reinleeren… bei den RS Motion Control geht das glaube ich noch.
 
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Links ein Bonero, Versender, für 2.199,-€ rechts ein Occam H30 für 2.599,-€ beim Händler vor Ort…ich glaub mein Tipp wäre klar.
Das Occam ist leider auch nicht wirklich besser als das Stumpy. Wenn ich das richtig sehe 140mm Federweg aus 50mm shockstroke.
Ausserdem vergleichst du 2 unterschiedliche ausstattungsniveaus.

Wenn @RuckZuck33 unbedingt ein Fully haben will würde ich ihm raten nichts ohne ausgiebige testfahrt zu kaufen. Er sollte unbedingt vor dem kauf ausprobieren ob ein Rad überhaupt auf sein gewicht abgestimmt werden kann. Ich glaube es wird wirklich nicht leicht überhaupt ein geeignetes Bike zu finden.

Ein weitere punkt der bei hohem gewicht mehr aufmerksamkeit verlangt sind die Bremsen. Die müssen viel mehr leisten als bei leichten fahrern.
Laufräder könnten auch problematisch sein, je nach einsatzgebiet.
Das alles zusammen mit dem knappen budget macht es sicher schwer ein bike zu finden.
 

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Das Occam ist leider auch nicht wirklich besser als das Stumpy. Wenn ich das richtig sehe 140mm Federweg aus 50mm shockstroke.
Ausserdem vergleichst du 2 unterschiedliche ausstattungsniveaus.

Wenn @RuckZuck33 unbedingt ein Fully haben will würde ich ihm raten nichts ohne ausgiebige testfahrt zu kaufen. Er sollte unbedingt vor dem kauf ausprobieren ob ein Rad überhaupt auf sein gewicht abgestimmt werden kann. Ich glaube es wird wirklich nicht leicht überhaupt ein geeignetes Bike zu finden.

Ein weitere punkt der bei hohem gewicht mehr aufmerksamkeit verlangt sind die Bremsen. Die müssen viel mehr leisten als bei leichten fahrern.
Laufräder könnten auch problematisch sein, je nach einsatzgebiet.
Das alles zusammen mit dem knappen budget macht es sicher schwer ein bike zu finden.
Ist alles richtig was du sagst. Ich will auch keine grundsätzliche Wertung Fully/Hardtail. Bei dieser Frage und dem beschriebenen Zweck bzw was der OP fragte, wäre das mein Tipp/Anregung. Das verschieden Räder besser ausgestattet, preiswerter sind und für den Kundenwunsch passen gilt ja immer egal ob Hardtail oder Fully.
Da du jetzt immer von der Übersetzung und Hub sprichst, du musst ja erstmal die Progression wissen um was aussagen zu können. Oder meinst du dass ne hohe Übersetzung grundsätzlich ein Problem wäre? Wieso eigentlich? Wegen Belastung aufm Dämpfer… naja. Und dann ist natürlich den Anti-Squat interessant. Selbst die Viergelenker sind ja da inzwischen recht straff gezeichnet. Ich hatte zu besten Zeiten auch mal 120kg fahrfertig. Stumpjumper, Prime, Occam… hätte da jetzt keine Beschwerden. Frust machen eher die Gabeln.
 
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Da du jetzt immer von der Übersetzung und Hub sprichst, du musst ja erstmal die Progression wissen um was aussagen zu können
Die progression spielt eine untergeordnete rolle. Wenn bikes bei dem einfach ausgerechnetem FW/Hub sehr nah bei einander sind kann die progression vlt einen kleinen unterschied machen. Aber da haben wir es mein kleinen unterschieden zu tun. Optiv vs Spur in dem beispiel.

Hier ein beispiel. das Izzo ist übrigens ein bike das viel besser für schwere leute geeignet ist:
FW/Hub ist bei folgenden bikes:
Norco Optic: 2,7778
YT Izzo: 2,3636

Wie man sieht Sind beide bikes progressiv allerdings das Izzo bei deutlich niedrigem übersetzungsverhältnis.

1651339979546.png

Oder meinst du dass ne hohe Übersetzung grundsätzlich ein Problem wäre?
Hohe Übersetzung ist grundsätzlich ein problem für schwere fahrer. Je höher die übersetzung desto stärker miss die Feder im dämpfer sein.

Ich versuche es mal anhand des CoilSpring calculators von EXT zu verdeutlichen.
130mm aus 45mm(Stumpjumper):
1651341165379.png


130mm Aus 55mm(Izzo)
1651341221799.png


Klar in beiden bikes sind luftdämpfer aber das spiel eigentlich keine rolle. Da wird halt ne härtere feder druch mehr luftdruck erreicht.
Obwohl beide bikes 130mm Federweg haben benötigt man beim stumpy eine fast 50% stärkere Feder. Bei stahlfederdämpfern wären wir längst am limit da es so weit ich weiß keine 1000lbs federn gibt, bei luftdämpfern würde der max druck massiv überschritten. Die einstellbarkeit der dämpfung bei so starken federn kommt auch noch dazu.

 
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