Leichtes schnelles und preiswertes Hardtail/"Softtail" gesucht

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Hallo zusammen :)

Ich habe seit meiner Jugendzeit ein Fully mit 26" Rädern von Univega (mit 27 Gängen, Shimano Deore XT), welches aber weder meiner Körpergrösse (182cm, 68kg -> Grösse M/L) noch meinem Fahrstil entspricht (fahre kaum technisch schwieriges Gelände).

Ich möchte deshalb auf ein leichtes Hardtail (oder "Softtail") mit 29" Rädern umsteigen, mit dem ich gut bergauf komme und etwas mehr Geschwindigkeit aufbauen kann. Ich möchte es sowohl für kurze Ausflüge in den Wald/ins Gelände, als auch für längere Touren auf Strassen und Feldwegen nutzen (für letzteres werde ich meinen Gepäckträger weiterverwenden).

Ausgeben würde ich gerne ca. CHF 2000.- (1800€). Wenn das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt, kann ich das Budget auch nochmals erhöhen (max. 3000).

Angeschaut habe ich mir bisher:

BMC Teamelite 03 One
Link zur Herstellerseite

Gefällt:

  • Leicht federnder Rahmen ("Softtail") -> angenehmer für längere Touren oder über kleine Hindernisse
  • Design
  • Preis (1899.-)
Gefällt nicht:
  • Kam mir etwas schwer vor
  • Schaltung fühlte sich nicht so direkt und reaktionsfreudig an wie andere und machte in gewissen Gängen andauernde Geräusche
  • Ev. zu teuer gemessen an den verbauten Komponenten?
Der Händler meinte, die Schaltung könne man noch einstellen, aber habe etwas Angst, dass die auf Dauer unangenehm wäre. Ansonsten gefiel mir das Bike ziemlich gut und der Händler wäre mir geografisch am nächsten.

Trek Procaliber 6
Link zur Händlerseite

Gefällt:

  • Leicht federnder Rahmen ("Softtail")
  • Preis (1849.-)
Gefällt nicht:
  • Design etwas "gewöhnlich"
  • Gewicht ist gerade noch ok
Hier würde mich als Alternative das Procaliber 9.6 mit Carbon-Rahmen und neon-grüner Farbe interessieren (damit wären die Negativpunkte abgedeckt). Habe das aber noch nirgends ausprobieren können. Ist der Carbon-Rahmen den Aufpreis von CHF 500.- wert?

Ghost Lector 2.9 und 5.9
Link zur Händlerseite (Lector 2.9), Link zur Händlerseite (Lector 5.9)

Beim 2.9 wollte die Gänge nicht richtig rein (Shimano Deore Shadow Plus). Entweder da war etwas ganz falsch eingestellt, oder die Schaltung ist nichts für mich. Deshalb nur mein Eindruck des Lector 5.9:

Gefällt:

  • Alles fühlte sich extrem präzise, schnell und Reaktionsfreudig an
  • Schaltung gefiel mir sehr gut (SRAM GX Eagle)
  • Carbon-Rahmen
  • Während der Fahrt verstellbarer Sattel
  • Design wie ein Tarnkappenbomber :-D
Gefällt nicht:
  • Das Bike ist extrem hart und steif, was sowohl ein Pro, als auch ein Contra ist. Ich fürchte, auf längeren Fahrten ist das unangenehm
  • Preis an der absolut obersten Grenze (CHF 2999.-)
Meine Fragen an euch:

Auf was muss ich mich bei den Komponenten achten?

Schaltung: Ich hatte bisher 27 Gänge, jetzt haben die meisten Bikes noch 11 oder 12. Habe ich da genug Bandbreite sowohl um den Berg rauf zukommen als auch bergab auf einer Strasse noch einen passenden Gang zu haben?

Dazu kam es mir bei den ausprobierten Bikes mit Shimano Schaltung oft so vor, als gingen die Gänge kaum rein und es gab seltsame Geräusche in gewissen Gängen (falsch eingestellt?). Die SRAM NX Eagle und GX Eagle fühlten sich besser an, kannte ich aber bisher nicht. Sind die empfehlenswert?

Rahmen: Macht ein Carbonrahmen Sinn? Die günstigeren Bikes mit Carbonrahmen scheinen mir kaum leichter zu sein als diejenigen mit Aluminiumrahmen.

Passendes Modell: Welches Modell würdet ihr mir empfehlen (das ich in der Schweiz auftreiben kann, z.B. Canyon liefert nicht in die Schweiz)?

Gibt es z.B. ein preiswertes Carbon Bike, das nicht ganz so hart ist wie das Lector und bei dem die Schaltung ohne Probleme funktioniert und genug Bandbreite liefert (SRAM GX Eagle gefiel mir gut)?

Wenn ich mal über die Grenze schaue und bei Decathlon dieses Carbon Hardtail mit SRAM GX Eagle für 1599€ anschaue, kommen mir meine bisher angeschauten Bikes nicht mehr preiswert vor …

Besten Dank an euch! :)
 
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Keiner schreibt, dann schreibe ich (meistens kommen dann die Kommentare :D)
Zum Ghost schreibe ich nix, das kenne ich nicht.
Deine Wahrnehmung bez. Schaltung kann eigentlich nur daran liegen, dass die Testräder nicht vernünftig eingestellt sind. Was ich aus Händlersicht absolut nicht verstehen kann. Der will doch verkaufen. Auch eine Deore sollte sauber schaltbar sein und keine übermäßigen Geräusche machen. Alles über Deore sowieso. Davon würde ich den Kauf nicht abhängig machen.
Das BMC ist ein Softtail. Hier sind die Sitzstreben vom Rahmen entkoppelt, mit allen Vor- und Nachteilen. Wenn der Schwerpunkt auf Komfort liegt, auch im Stehen, dann wäre das durchaus passend.
Das Procaliber ist dagegen immer noch ein echtes Hardtail. Hier ist das Sitzrohr vom Oberrohr entkoppelt und flext um einen Drehpunkt. Das funktioniert nur im Sitzen. Der Hinterbau ist dagegen steif und setzt jede Pedalumdehung direkt in Vortrieb um.
An dieser Stelle würde ich normalerweise empfehlen mal beide Probe zu fahren, um den den Unterschied der Konzepte zu "erfahren". Das hast Du ja bereits getan. D.h. Du kennst den Unterschied. Was Dir jetzt für Deinen Einsatzzweck mehr liegt, kann keiner für Dich entscheiden. Als CC-Rennfeilen können die beide gut "schnell" und "bergauf".
Bez. "Carbon oder nicht" könnte ich mir vorstellen, dass Treks Isospeed an den Carbonrahmen etwas besser funktioniert, weil der Werkstoff besser auf dieses Feature optimiert werden kann. Das ist aber eine subjektive Vermutung von mir. Ich bin die Alu-Variante noch nicht gefahren.
Zum Procaliber gibt es hier einiges zu lesen: https://www.mtb-news.de/forum/t/der-trek-procaliber-thread.803348/
Die Frage nach Carbonrahmen, die nicht so steif sind, hast Du eigentlich mit dem Trek und dem BMC (02) schon beantwortet (mir fällt gerade auch nix anderes ein). Natürlich lassen sich Trek und BMC die Features (und ihren Namen) entsprechend bezahlen.
Und noch der übliche Hinweis: Am wichtigsten ist der Rahmen. Dann Gabel, Laufräder. Die ganzen Anbauteile lassen sich bei Bedarf relativ leicht und günstig tauschen (wenn wirklich nötig).
 

schoeppi

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Das Lector fühlt sich deswegen extrem präzise, schnell und reaktionsfreudig an weil es einen so steifen Rahmen hat.
Einen Tod muss man sterben, quasi.
Wo sich das mit einer gut flexenden Sattelstütze abmildern lässt.
 
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Vielen Dank für die Hilfe euch beiden :)

Keiner schreibt, dann schreibe ich (meistens kommen dann die Kommentare :D)
[...]
Super, dann bin ich schon mal sehr froh, dass es bei den Shimano Schaltungen nur eine Frage des Einstellens ist. Hatte da echt Angst eines dieser Bikes zu kaufen, wenn das Schalten dann eine so unangenehme Angelegenheit wäre.

Wenn ich das recht verstehe, habe ich beim BMC den besten Komfort (also ein guter Kompromiss zwischen Fully und Hardtail), beim Ghost die höchste Präzision und Geschwindigkeit und das Trek ist etwas dazwischen, da nur der Sattel flexibel ist.

Deutlich schneller und präziser als mein Fully sollten sich aber alle fahren, oder? Ich konnte leider nur auf einem kleinen geteerten Stück Strasse testen.

Wo sich das mit einer gut flexenden Sattelstütze abmildern lässt.
Vielen Dank für den Hinweis. Wäre es also möglich, das Ghost später mit einer gefederten Sattelstütze auszustatten, wenn es mir auf Dauer zu hart wäre? Das wäre nämlich ein guter Kompromiss.

Ich würde in diesem Fall aber wohl das Lector 3.9 statt 5.9 nehmen. Ist etwas günstiger, hat wohl den selben Rahmen und die Komponenten sollten für meine Zwecke reichen.
 

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Tach!
Das Teamelite 03 one ist ein Softail?
Die Entkopplung der Sitzstreben vom Rahmen sind doch nur bei der 01er Reihe verbaut, oder irre ich mich.?
 

schoeppi

Bergaufbremser
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Vielen Dank für den Hinweis. Wäre es also möglich, das Ghost später mit einer gefederten Sattelstütze auszustatten, wenn es mir auf Dauer zu hart wäre?
Ja, aber das meinte ich nicht.
Gefederte Sattelstützen sind ekelhaft.
Was ich meinte ist eine flexende Sattelstütze, also ein Carbonstütze wie die Syntace P6 HifFlex, die Richtey FlexLogic oder die Procraft PRC.
 
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Tach!
Das Teamelite 03 one ist ein Softail?
Die Entkopplung der Sitzstreben vom Rahmen sind doch nur bei der 01er Reihe verbaut, oder irre ich mich.?
Gute Frage. Ich habe auf Bildern gesehen, dass bei den Carbon Bikes tatsächlich eine Entkopplung eingebaut ist, die ich beim 03 one nicht gesehen habe. Allerdings fühlte sich das Bike schon sehr "bouncy" an. Ev. geht das mit Alu auch ohne Entkopplung?

Was mich auch zur Frage bringt, was wohl mit diesen federnden Streben geschieht, wenn ich darauf meinen Gepäckträger montiere.

Ja, aber das meinte ich nicht.
Gefederte Sattelstützen sind ekelhaft.
Was ich meinte ist eine flexende Sattelstütze, also ein Carbonstütze wie die Syntace P6 HifFlex, die Richtey FlexLogic oder die Procraft PRC.
Ah, wusste gar nicht, dass es sowas gibt. Fühlt sich sowas dann ähnlich an wie die Lösung die bei Trek eingebaut ist? Muss mir das definitiv näher ansehen, danke :)
 
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Die Trek-Lösung ist quasi Flexi-Stütze 2.0. Zusätzlich zur Stütze flext ein Teil des Sattelrohrs mit. Dadurch längerer Hebel, mehr Flex, mehr Federung.
So wie ich die Inet-Seite verstehe, haben alle Teamelite das MTT. Ansonsten wäre das ziemlich irreführend.
Der Gepäckträger würde über die Sitzstreben zur ungefederten Masse gehören, wie an einem Hardtail. Die Streben federn nicht, sondern das MTT-Element.
 

Umgeworfen

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???
Das Teamelite 03 one hat einen Alu Rahmen und die Federteile genannt mtt sind nur an den 01er wie ich so lese.
@bthdimension vielleicht bist Du da eines der 01er Reihe gefahren,?
Procaliber find ich schon cool! Aber nachdem ich es einmal probefuhr, erkannte ich, dass ein Hardtail für mich genügt.
 
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???
Das Teamelite 03 one hat einen Alu Rahmen und die Federteile genannt mtt sind nur an den 01er wie ich so lese.
@bthdimension vielleicht bist Du da eines der 01er Reihe gefahren,?
Procaliber find ich schon cool! Aber nachdem ich es einmal probefuhr, erkannte ich, dass ein Hardtail für mich genügt.
Es war definitiv das 03 one. Es hatte den grauen BMC Schriftzug auf roter Farbe und war definitiv nicht aus Carbon (Schweiss-Nähte). Laut Website hat das 03 one die Technologie, aber auf den Bildern auf der Website und auch am realen Fahrrad war nichts zu erkennen. Deshalb ging ich davon aus, dass einfach die Streben als Ganzes etwas elastisch sind (was für meinen Gepäckträger ev. schlecht wäre) ...

Im Anhang mal ein Bild des Bikes, wie es beim Händler steht.
 

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Trittmeinsohn

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Das Ghost ist als Race-Hardtail positioniert. Als Rennhobel muss das steif und hart sein ("Wettkampf" steht nicht umsonst in der Beschreibung). Und bitte bitte mach aus so einem Rennhobel nicht ein Omarad mit Gepäckträger und Federstütze. Das ist wie ein höhergelegter Porsche 911 mit Dachbox. Man sieht zwar, dass der Fahrer Kohle hat - aber eben auch keine Ahnung und keinen Style.
Dann lieber Golf fahren (Ghost Kato, wenn es Ghost sein soll).

Edith: Du überschätzt glaube ich die Gewichtsfrage. Das Gewicht vom Rad ist enorm wichtig, wenn du sprintest, d.h. wenn du an dem Typen vor dir dran bleiben willst, wenn der aus einer Kurve rauszieht. Das Rad, mit dem das geht muss möglichst leicht (besonders die Laufräder) und steif sein weil du beschleunigst.
Im Uphill ist jenseits vom Wettkampf 1 kg am Bike mehr oder weniger eigentlich egal. Da merkst du dann auch eher dein Gepäck. Da hast Du schnell mal ein paar kg zuviel dabei.
 
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Umgeworfen

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@bthdimension alles klar!
Ich tue mir einfach nur schwer bei bisher all genannten bikes mit dem Gepäckträger.??
 

Trittmeinsohn

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Schaltung: Ich hatte bisher 27 Gänge, jetzt haben die meisten Bikes noch 11 oder 12. Habe ich da genug Bandbreite sowohl um den Berg rauf zukommen als auch bergab auf einer Strasse noch einen passenden Gang zu haben?
1x11: Definitiv nein. Das war mal ursprünglich für eMTBs und Stadträder gedacht. 1x11 am MTB ist im Alpeneinsatz eher was für Leute mit sehr dicken Beinen.
1x12: Das kann schon passen.
 

Trittmeinsohn

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So ein Käse... Kommt ganz auf den Fahrer an.
Was steht hier?: 1x11 am MTB ist im Alpeneinsatz eher was für Leute mit sehr dicken Beinen.

Außerdem hat der TE seinen Fitnesslevel und sein Revier klar umrissen. Er wird mit 32/46 nur sehr sehr wenig Spaß bei alpinen Touren und Uphills haben. Mehrere Stunden schieben ist nicht wirklich schön.
 
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Das Teamelite 03 one hat einen Alu Rahmen und die Federteile genannt mtt sind nur an den 01er wie ich so lese.
Du hast Recht. Wenn man genau guckt, hat nur das 01er das MTT. Geht man auf das 03 (oder 02) und scrollt runter kommt aber sofort die MTT-Beschreibung. Das suggeriert, dass das alle Teamelites hätten. Hätte ich auch gedacht. So wie Isospeed bei den Procaliber. Ist aber wohl nicht so.
 

Trittmeinsohn

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Passendes Modell: Welches Modell würdet ihr mir empfehlen (das ich in der Schweiz auftreiben kann, z.B. Canyon liefert nicht in die Schweiz)?
Versender kommen für dich gar nicht in Frage? (Rose wäre in München?).
Schau dir vielleicht auch noch das Ghost Kato X 6.9 an. Das ist deutlich touriger als das Lector und nicht so schwer wie das Kato.

Damit hier keine sinnlose Antriebsdiskussion ausbricht kannst du einfach mit deinem Fully ausprobieren, welche Übersetzung du brauchst:
(1) Fahr mal mit 30/11 oder 40/13 (ich nehme an du hast das an deiner Kurbel) für 5-10 min flach und Vollgas, dann weisst du, ob dir das für den langen Gang reicht. Eigentlich sollte es reichen. Du musst aber ein wenig trainiert sein, um da noch die 40 - 45 km/h halten zu können und nicht völlig unkoordiniert auf dem Rad rumzuhampeln.
(2) Dann suchst du dir eine Strecke, auf der es 300-400 hm kontinuierlich ansteigt (keine normale Straße, die sind zu flach sondern einen Fahrweg zu einer Alp). Du solltest ca. 30 min dafür brauchen. Wenn du ehrlich zu dir selbst bist und auf deine Knie hörst (Trittfrequenz), dann weisst du danach, ob du dicke Gänge treten kannst und was du an Bergsteigefähigkeit brauchst. Vielleicht wäre nämlich sogar ein leichterer Gang als das was du aktuell hast kniefreundlicher.
(3) Dann kuckst du im Ritzelrechner nach, ob dir das dann beim 29er taugt. Ich hab es dir hier ein Beispiel zusammengestellt:
http://www.ritzelrechner.de/?http://www.ritzelrechner.de/?http://www.ritzelrechner.de/?http://www.ritzelrechner.de/?GR=DERS&KB=22,30,40&RZ=11,13,15,17,20,23,26,30,34&UF=2100&TF=90&SL=2.6&UN=KMH&DV=teeth&GR2=DERS&KB2=32&RZ2=11,13,15,17,19,21,24,28,32,37,46&UF2=2309

Du siehst in dem Beispiel, dass dir bei SLX 1x11 nach oben und unten ein Gang fehlt. Der schnelle Gang ist meiner Ansicht nach verzichtbar, der langsame Gang wird dir fehlen. Jetzt könntest du natürlich ein kleineres KB nehmen, aber dann ist das Rad nicht mehr wie von dir gewünscht schnell. Wenn Du beides (Bergsteigefähigkeit und Speed) willst, dann ist 1x12 deine Option.
 
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Und bitte bitte mach aus so einem Rennhobel nicht ein Omarad mit Gepäckträger und Federstütze. Das ist wie ein höhergelegter Porsche 911 mit Dachbox.
Keine Angst, ich werde weder aus dem Bike ein Citybike machen, noch es als solches nutzen. Der angegebene Gepäckträger ist trotzdem extrem praktisch (gerade auf längeren Fahrten), da man dann nicht einen Rucksack am Rücken kleben hat. Finde ich beim Biken einfach unangenehm. Kann das nur empfehlen, auch wenns nicht so cool aussieht :p

Aber danke für den Hinweis bezüglich des Gewichts. Ich fahre klar keine Rennen, möchte aber ein Bike, mit dem ich auch gut einen Pass hochkomme und das sich einfach leicht, schnell, reaktionsfreudig und präzise anfühlt und mit dem es mir Spass macht zu fahren (dabei spielt auch Zuverlässigkeit eine Rolle).

Bezüglich 911 mit Dachbox: siehe Anhang, noch viel cooler als das :D

Was steht hier?: 1x11 am MTB ist im Alpeneinsatz eher was für Leute mit sehr dicken Beinen.
Die SRAM NX/GX Eagle sollte ja tatsächlich eine etwas höhere Bandbreite haben. Könnte schon nützlich sein. Wie sind da so die Erfahrungen wenns mal wirklich bergauf geht?
 

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Die SRAM NX/GX Eagle sollte ja tatsächlich eine etwas höhere Bandbreite haben. Könnte schon nützlich sein. Wie sind da so die Erfahrungen wenns mal wirklich bergauf geht?
Probier's am Wochenende mit deinem Rad einfach aus :D.

Wichtig ist der Test bergauf. Mach das mit Pulsgurt und fahre wirklich mindestens 30 min bergauf (am besten auf Kies und die üblichen Steigungen auf den Alpstraßen). 30 min deshalb, weil deine Herzfrequenz erst nach einiger Belastungszeit wirklich hoch geht. Bergauf schaltest du solange runter und nimmst Tempo raus, bis der Puls in Rahmen für eine Langzeitbelastung ist (ich würde auf 85% Hfmax gehen, das hält man lange aus). Wenn das geht, dann hast du deinen Berggang gefunden. Wenn du absteigen musst, weil dir der Puls durch die Decke geht oder die Knie schmerzen, dann brauchst du einen noch kürzeren Gang (oder dickere Waden). Den Rest machst du mit dem Ritzelrechner.
 

Muckal

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Was steht hier?: 1x11 am MTB ist im Alpeneinsatz eher was für Leute mit sehr dicken Beinen.

Außerdem hat der TE seinen Fitnesslevel und sein Revier klar umrissen. Er wird mit 32/46 nur sehr sehr wenig Spaß bei alpinen Touren und Uphills haben. Mehrere Stunden schieben ist nicht wirklich schön.
Was spricht dann gegen ein 30er Blatt? Oder sogar ein 28er? Zumal es ja um 29 Zoll geht, man also auch mit 30/11 recht flott voran kommt. Wenn der TE keine dicken Beine hat kann er auch 30/11 nicht kontinuierlich auf der Ebene treten.

Ich konnte z.B. ohne besondere Fitness 30/42 am 29er die 1100hm aufn Schattberg Westgipfel raif treten, alles eine Frage des Willens. Wenn Bequemlichkeit Trumpf ist bleibt eh nur ein Mofa.
 

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Was spricht dann gegen ein 30er Blatt? Oder sogar ein 28er? Zumal es ja um 29 Zoll geht, man also auch mit 30/11 recht flott voran kommt. Wenn der TE keine dicken Beine hat kann er auch 30/11 nicht kontinuierlich auf der Ebene treten.
Ich konnte z.B. ohne besondere Fitness 30/42 am 29er die 1100hm aufn Schattberg Westgipfel raif treten, alles eine Frage des Willens. Wenn Bequemlichkeit Trumpf ist bleibt eh nur ein Mofa.
*seufz* in der Kaufberatung geht es nicht darum was du oder ich treten kannst, sondern was der TE treten kann. Der TE kann einfach den Test machen, den ich ihm vorgeschlagen habe, dann weiss er wo er steht. Er darf auch gerne 1100 hm klettern - auch das sollte noch keine besondere Willensanstrengung erfordern.

Das ändert auch nichts an der Faustregel, dass fast alle Einsteiger und Gelegenheitsfahrer eine größere Bandbreite brauchen als trainierte Fahrer (das liegt an der geringeren Kraft, Kraftausdauer und noch nicht ausgebildeten neuromuskulären Koordination = max mögliche TF) Und es ist nun mal so, dass die Einsteiger und Gelegenheitsfahrer die Frage nach dem Antrieb stellen. Wenn man nämlich ein wenig systematisch fährt und trainiert, weiss man eh, was man braucht und fragt nicht andere Leute, von denen man nicht weiss, was die fahren und was die drauf haben.
 
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Wenn Bequemlichkeit Trumpf ist bleibt eh nur ein Mofa.
Es geht doch hier um das bestmögliche Material?
Nach Deiner Logik also die unpassendste Übersetzung und den schwersten Bock kaufen, der einem möglichst stark behindert?

Die Eagle mit 32er Kettenblatt ist für mich der beste Kompromiss aus "damit komm ich überall hoch" und "kann trotzdem bei leichtem Gefälle mittreten". Und dabei sind beide Enden an der Grenze, ich könnte nicht auf Bandbreite verzichten. Zusätzlich sind die ersten drei Gänge für lange Bergaufpassagen eher zu grob abgestuft, wenn man Umwerferschaltungen gewohnt ist.
Und die Eagle hat 500% Bandbreite.
382% Bandbreite der angesprochenen 1x11 würden mir bei weitem nicht reichen.

Und es besteht zumindest die Möglichkeit, dass es dem TE ähnlich ergehen könnte ;)

Ich konnte z.B. ohne besondere Fitness 30/42 am 29er die 1100hm aufn Schattberg Westgipfel raif treten, alles eine Frage des Willens.
Klar, da hat das steilere Stück ja nur so um die 12% Steigung.
Da ist natürlich kein besonders kleiner Gang notwendig.
Und runter gings vermutlich über die Trails, da brauchts dann auch keine besonders lange Übersetzung.
 
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