Mit (extrem) Übergewicht Fahrradfahren.

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El Medano
ok, aber ich denke das 10-15 KG über dem System Gewicht besser sind als das was du über dem des Fuji liegst. Vermutlich wird das bei ca. 120 KG oder max 130 Kg ausgelegt sein. Zum Gewicht machen sollte es erst mal reichen. Die Vorstellung von einer brechenden Sattelstütze oder Rahmen penetriert zu werden find ich nicht so erheiternd. Es gibt ja 180 KG und 180 KG, wenn Du gebaut bist wie Eddie Hall oder ein Defense Line Spieler der NFL passiert dir im Worst case weniger da ja die Fitness da ist auch mal was abfangen zu können als wenn du die 180 KG bei 170cm Größe hast. Ich wünsche Dir viel Erfolg und vor allem Geduld bei deinem Unterfangen.
 
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Ich würde ehr eine Doppelklemme verwenden als Montagepaste, so als Bauchgefühl.
Ich weis Abnehmen ist die Hölle, aber vielleicht auf 150kg runter kommen und dann weiterschauen.
Viel Erfolg.
PS: Schon mal über eine Magenband OP nachgedacht oder meinst Du es so zu schaffen?
 
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@Jefe Bin 1,86m.

@hansano Früher waren Freunde immer schockert wie wenig ich esse, naja sagen wir mal eher im verhältniss zu früher, als ich noch viel Sport machte. Ich sollte es eigentlich ohne schaffen, es war wirklich 15 Jahre lang der massive Bewegunsmangel. Eltern Pflegen bzw die eigene Mutter ist nicht witzig. Um nicht völlig Bananne zu werden war ich extrem viel am Zocken. Mit arbeiten war da auch nicht viel, bei einer dauer Pflege. Ich bin guter Dinge und motiviert...Gesund motiviert , nicht Übertrieben ;)
 
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Hey,

zuallererst: dranbleiben, du kriegst das hin wenn du wirklich willst. Ist scheisse schwer, weiß ich. Und es frustriert und man wird oft zurückgeworfen, aber es geht. Ich wog zu meinen schwersten Zeiten 172kg bei 1,82m, im Moment bin ich bei 134kg, Tendenz wöchentlich momentan ca. 0,5-1kg fallend. Ich fahre viel und gerne Rad, genaugenommen brachte das MTB zusammen mit einer radikalen (aber nicht diätisch-durchgeplanten) Ernährungsumstellung sogar erst die Wende.

Ziemlich genau jetzt vor einem Jahr war ich bei 168kg und wollte mir ein E-Bike kaufen, damit ich für den Weg zur Arbeit nicht so viel Diesel verballern und Auto verschleißen muss. Damit ging's eigentlich los. Das E-Bike fahre ich heute noch täglich und es hat 3300km runter. Daran sieht man wie kurz der Arbeitsweg ist, und ein normales Fahrrad hätte es auch getan - ich war aber nicht in Form, also GAR nicht, und ich glaube, ohne das E-Bike als Starthilfe wäre das bei mir anders gelaufen. Aber gut. Es standen mittlerweile auch diverse MTBs (alle ohne E) im Stall und keins davon ist unter mir zusammengebrochen (gut, der Carbonrahmen hat 'nen Schaden, siehe unten), nur das E-Bike hat das zweite Hinterrad drin, weil ichs mal mit Einkäufen (und mir) überladen habe, und das fand die Felge nicht gut - Speichenloch ausgerissen. Gerade bin ich MTB-los weil zwei neue kommen und wegen Corona dauert alles länger... aber egal, darum gehts nicht.

Ein paar Tipps zur Fahrrad- und Komponentenwahl, ganz durcheinander und ohne Rücksicht auf dein persönliches MTB-Wissen - als ich angefangen habe hatte ich keine Ahnung von nix, aber wenn man sich vor jedem Komponentenkauf erst mal wiegen und dann abwägen muss lernt man ne Menge...

XXL-Fahrräder sind schön und gut, aber das einzige Fahrrad, das durch mein Gewicht (und die Einkäufe) bisher einen Schaden erlitten hat ist mein XXL-E-Bike von Univega mit 170kg Systemgewicht. Mein erstes MTB war ein Trek Roscoe 6 (899€), zul. Systemgewicht 136kg (mein Gewicht nackt zum Zeitpunkt des Kaufs 165kg, Fahrradgewicht 15kg, also locker um 45-50kg überladen), und es hat keinerlei Schäden davongetragen, trotz einiger Stürze und durchaus unvernünftiger Fahrweise ab und zu (schnell durch Kompressionen) - aber: keine Sprünge, keine Drops. Die sind tabu! Habe ich auch grundsätzlich nie gemacht.

Generell sehe ich es so, dass die Hersteller das zulässige Systemgewicht eines MTBs bei üblichem Gebrauch meinen müssen. Wenn ich ein Trailbike, das 12kg wiegt mit 108kg fahrfertig bei 120kg zulässigem Systemgewicht bewege (Canyon, Rose z.B.), muss es die Fahrweise, für die es gebaut wurde auch aushalten. Dafür garantiert der Hersteller, und er wird sicherlich keine Regressansprüche riskieren. Daraus folgt, dass ein MTB, das auch springen kann/können soll, nicht gleich unter dir zusammenbricht wenn du es überlädst und damit dann einfach nur über Waldwege fährst. Wenn allerdings doch was passiert ist es halt dein eigenes Problem, der Hersteller wird immer mit deinem Gewicht argumentieren und sagen, dass er da raus ist.

Das schwächste Glied, gerade bei günstigen Bikes, sind die Laufräder. Die Rahmen der Markenhersteller halten einiges mehr aus als man denkt, aber die Laufräder sind oft Grütze. Investiere in wirklich gute, sauber aufgebaute und auf Stabilität getrimmte Laufräder und du bist sehr gut unterwegs. Es gibt Systemlaufradsätze, die bis 150kg Systemgewicht zugelassen sind (meist für E-Bikes) und trotzdem nur 28 Straightpull-Speichen haben - ein sauberer Aufbau mit 32 Speichen hält 'ne Menge aus. Ich habe mir einen 27.5"-Satz DT Swiss 350 Hybrid-HX581 mit 32x Alpine III Speichen aufbauen lassen und die Dinger sind Panzer.

Alles andere ist eigentlich egal, Gabel, Antriebsgruppe usw. - Der Rahmen muss nicht mal viel kosten... kann er aber, und deshalb sei gesagt: von Carbon würde ich rückblickend die Finger lassen, denn wenn man schwer ist, ist die Einlaminierung der Tretlagerhülse ein Schwachpunkt, wenn man "richtig" (also stehend) MTB, besonders Hardtail fährt und ein großer Teil vom Körpergewicht mit jedem noch so kleinen Schlag vom Boden ins Tretlager eingeleitet wird. Spreche aus Erfahrung. Zwischen Hülse und Carbon waren irgendwann einige Millimeter Luft und die Hülse im Rahmen frei beweglich. Das war gruselig.

Vermeide eine Schnellspannachse am Hinterrad. Wenn man viel wiegt wird der Hinterbau schnell so weich, dass die Schaltperformance leidet, weil sich da alles verwindet. Vermeide am besten auch eine Schnellspannachse am Vorderrad. Steckachsen sind dein Freund.

Gabeln sind erstaunlich gut belastbar, meines Wissens schreibt nur DT Swiss ein maximales Fahrergewicht vor. Nimm aber maximal große Standrohre und hör dich nach der Steifigkeit um. Ich habe bisher Erfahrungen mit DVO, Rockshox und Fox und bei allen war die Abstimmung gut machbar, innerhalb der (oft schwer recherchierbaren) Maximaldrücke - aufgrund des hohen Luftdrucks nutzt man nur evtl. aufgrund der großen Progression gegen Ende nicht den ganzen Federweg. Spacer dazu tu geht ja immer, aber wenn schon keine mehr drin sind kann man auch keine mehr rausnehmen...

Ein Fully mit Luftdämpfer und über 120, 130kg fahrfertigem Gewicht kannste vergessen. Mit Stahlfeder kann es evtl. gehen... wird dann aber teuer. Mir ist außer Nicolai (die es auch nur fürs G1 offiziell freigeben) keiner bekannt.

Die (meines Wissens) einzige Dropper Post (Vario-Sattelstütze) ohne Gewichtsbeschränkung ist die Fox Transfer. Ich habe drei Stück davon, alle funktionieren problemlos.

Dein Problem mit einsinkender Sattelstütze hatte ich auch am E-Bike, Abhilfe brachte letztlich nur Carbonmontagepaste. Wenn das Sitzrohr nicht wirklich sauber gefertigt ist reicht die schmale Klemmung oft nicht und die Stütze arbeitet sich durch die ständige seitliche Biegebelastung schnell locker.

Achtung, größter Trugschluss beim Abnehmen: du musst zwingend Sport machen. Das ist falsch. Du musst zwingend deine Ernährung umstellen, ich hab mal gelesen dass 90% von der Ernährung kommen wenn man nicht gerade Extremsport betreibt, und ich kann das bestätigen. Zu meiner MTB-Anfangszeit habe ich so weitergegessen wie immer und mich halt die Hügel hochgequält, es hat sich aber kaum was getan gewichtstechnisch. Das ging erst mit meiner Ernährungsumstellung los, dann aber richtig... du musst was finden, das langfristig für dich funktionieren kann. Bei mir ist es, dass ich Mo-Fr täglich zwei Mahlzeiten zu mir nehme: morgens gegen 11 zwei belegte Brote (vorher nur Kaffee und Wasser), Abends ein Stück Fisch und Salat (Feld, Romana, Rucola, whatever) mit Paprika, Tomaten, Gurke, Zwiebel, Essig/Öl. Am Wochenende wird normal gekocht, aber der Kalorien-Intake und die Zusammensetzung der Mahlzeiten wird dennoch beachtet, also nix mit Burger, Pommes, Schnitzel. Keine Chips (schmacht....), keine Süßigkeiten, nur ab und zu Obst/Beeren, Vitamine kommen aber über den Salat rein und ich ha eigentlich auch kein Bedürfnis mehr nach Süßem (verschwindet nach ein paar Wochen von selbst). Das funktioniert für mich, für dich wird es aber mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht funktionieren ;) du musst einfach was finden, das bis an dein Lebensende für dich denkbar ist, denn ein Zurück zur alten Ernährung gibt es nicht, wenn du nachhaltig abnehmen willst - du nimmst dann nämlich einfach wieder zu. Das gleiche Problem haben zeitlich begrenzte Diäten... wenn man wirklich schwer ist oder war, bleibt die Tendenz zum Schwersein auch bestehen. Zehn Wochen Fettweg ist also schön und gut, wenn du danach aber keine Erhaltungsdiät machst nimmst du wieder zu. Hab ich alles hinter mir, 25kg runter, 30kg wieder rauf... ist alles Mist. Je langsamer du abnimst und je besser du deine Ernährung in den Alltag dauerhaft integrieren kannst, desto besser. Das schöne ist, dass mit der Zeit auch das Hügelhochstrampeln einfacher wird, dadurch bringt es mehr Spaß, dadurch macht man es öfter, dadurch wirkt es sich dann schon auch auf die Fettverbrennung aus, man nimmt ein bisschen mehr ab als ohne Sport... ich bin zur Zeit so fit wie zuletzt mit 9 Jahren oder so und schaffe mit dem MTB (ohne E natürlich) Touren mit 40km und 750hm und bin danach gut drauf. Am Anfang war nach 10km und 150hm Schluss und Sauerstoffzelt und eine Woche nicht fahren weil alles weh tut und man jetzt gerne sterben will. Und das dann zu sehen und anzuerkennen, dass man echt was geschafft hat, ist eine so hammergeile Motivation, weiterzumachen... :)

So, das war jetzt wild durcheinander, aber ich wollte das mal alles runterschreiben und hoffe, es hilft dir irgendwie weiter. Ziehs durch!
 
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...gundsätzlich gilt zum Abnehmen: Es muss weniger rein kommen als man verbraucht, die beste und schmerzloseste Kombi ist, den Verbrauch hoch zu schrauben und die Aufnahme soweit runter zu schrauben das man knapp unter Verbrauch liegt. Damit können die meisten Leben ohne sich zu quälen. Man kann natürlich auch auf 1000 Kcal. Diät gehen aber das hält man nicht lange durch. Einfach mal 2 Wochen Kcal. zusammen zählen jeden Tag um eine Basis zu haben was man überhaupt zu sich nimmt. (Aber ehrlich sein, nicht schummeln) dann mal ausrechnen was der Grundumsatz so ungefähr ist plus die Aktivitäten. Richtig exakt wäre das natürlich mit einem Ernährungsberater und einem Arzt. Aber um überhaupt mal zu gucken kann man das auch selbst machen. Als Beispiel, Du nimmst ca. 3700 kcal. zu dir, verbrätst aber nur 2900 kcal. ist klar was passiert, dann guckst Du wie du nochmal 500 kcal. mehr verbraten kannst am Tag und muss dann zusätzlich ca. 500 Kcal. weniger zu Dir nehmen. Das ist nicht wirklich hart, ein Snickers oder so...
 
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PhatBiker

FRC Pellens e.V.
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Um das absacken der Sattelstütze zu verhindern, würd ich auch den Reibwert innerhalb des Sattelrohres erhöhen und auf einer Klemme, die beides klemmt, zurück greifen.
Wenn es denn um stabilere Laufräder geht, würd ich welche aus dem Downhill Bereich nehmen oder gar ein gebrauchtes DH Bike mir anschaffen.
Hab selber 2 davon und 13 km zu mein Hometrail hin, ohne Auto, also ist treten angesagt, macht fast sogar Spaß strecken mit ein DH Bike zu fahren.
Wenn jetzt wer meckert, "ist doch alles zu weich, zu viel Federweg" oder ähnlich, das ist alles einstellbar und total egal ob zu viel Federweg.
 

JensDey

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Sattel herausziehen. Da gibt es ja die Max-Markierung an der Sattelstütze. Hier könnte ich mir vorstellen, dass mit dem Mehrgewicht die Sattelstütze auch weiter drinnen sein sollte. Ggf wäre hier ne olle Stahlstütze sicherer als Alu.
@Daveben
Hast du einen Händler vor Ort mit dem du mal reden kannst.

Ansonsten würde ich mal noch Fat-Bikes oder Plus-Bereifung in den Raum werfen.
Bei mir fährt einer auf einem Fat-Bike (in der Stadt) rum, den ich auch weit über 150kg schätzen würde (wobei ich mich auch täuschen kann).
 

Jaerrit

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Bei Fatbikes bezieht sich das „FAT“ aber auf die Reifenbreite, nicht auf den Fahrer 🤭

Finde der TE hat schon ein paar gute Tipps bekommen, wünsche auf jeden Fall viel Erfolg 👍🏼👍🏼
 
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Wenn die 400er Stütze eigentlich zu kurz ist, passen wohl Körpergröße und Rahmengröße nicht zusammen. Ein großer Stützenauszug ist bei Übergewicht schon problematisch, eigentlich wäre ein größerer Rahmen besser. Könntest du mal ein Bild vom Rad einstellen.
 
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Wenn die 400er Stütze eigentlich zu kurz ist, passen wohl Körpergröße und Rahmengröße nicht zusammen. Ein großer Stützenauszug ist bei Übergewicht schon problematisch, eigentlich wäre ein größerer Rahmen besser. Könntest du mal ein Bild vom Rad einstellen.
Hat sich schon erledigt, die viele Tipps waren Gold wert. Rutscht nichts mehr ;)
Aber ist schon ein großes Rad. Bin 1,86 und ist ein 29er rahmen mit 29er laufrädern.
 
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Mal noch ein Tip, der vielleicht für dich beim Abnehmen relevant sein kann (falls du ihn nicht schon kennst):
Die meisten gesetzlichen Krankenkassen bieten im Rahmen der Ergänzungs/Förderprogramme auch finanzielle Förderung beispielsweise zur Ernährungsberatung an (da zahlst du dann ~20€ Selbstanteil, den Rest übernimmt deine KK). Ggf. Funktioniert da sogar eine Überweisung vom Hausarzt, so dass du gar nichts zahlen musst. Ruf einfach mal bei deiner KK an und frag da nach ( da sind auch so Sachen wie Yoga, Rückentraining, Stressbewältigungsseminare usw. enthalten), die meisten haben dann eine entsprechende Homepage die man gezielt nach den entsprechenden Angeboten durchsuchen kann.

Der Punkt ist das es sehr sehr viele Ressourcen und unterschiedliche Meinungen zu "optimaler" Ernährung gibt, was einen schnell überfordern kann, wenn man anfängt sich damit auseinanderzusetzen (leider ist auch viel Blödsinn im Umlauf der nur für eine begrenzte Gruppe von Menschen "funktioniert" - diese sehen dass dann aber gern und schnell als Allheilmittel an) - ein professionell ausgebildeter Ernährungsberater kann dir da sicher besser und im Zweifel nachhaltiger helfen.
 
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Irgendwo muss man sich mal Outen im Sinne vom Gewicht um mal Hilfe zu bekommen. Ich war früher sehr sportlich, doch durch einen Familären Pflegefall war ich Tag und Nacht fast 15 Jahre lang leider nur Zuhause und setzte dabei viel an. 2019 Starb besagte Pflegefall und als ich was 2020 ändern wollte, kam Corona. Nun ihr wisst es sicher selbst, man musste unglaublich viel im Internet Bestellen und extrem lange Liefer und Wartezeiten in Kauf nehmen.

Ich Wiege mittlerweile knapp 180 KG, ja richtig gelesen und ich fahre Fahrrad. Leider gibt es keine Hilfe bei der suche nach Informationen für Gewicht oder Toleranzgrenzen. Lustigerweise erfährt man super leicht beim Bergsteigen das man bei manchen Sachen selbst ein Auto dran hängen kann. Bei Fahrrädern wird sich drüber Totgeschwiegen.

Ich habe ein 29er Rahmen und eine 400mm Sattlestüze. Leider bekomme ich Schmerzen beim Rahdfahren, andere Fahrradfahre sagten mir das ich viel zu tief Sitze. Höher kann ich ab die Sattlestüze nicht machen. Weil wenn ich es tue wird die Stütze durch den Schnellspanner wegen meines Gewichts durch Gedrückt und ich bleibe an besagte tiefen Sitzposition...
Auch wenn das Thema Ungewöhlich ist und ich mir sicher bin das ich da eher ein verdammter Exot im bereich dicke Fahrradfahrer bin, hat jemand eine Idee oder weiß sogar jemand was genaueres?


PS. Wenn z.b bei einer Stattlestüze wie bei der by.schulz Sattelstütze G2 ein max Gewicht von 150 Kg dran steht, darf dieses Gewicht mit keinem Gramm überschritten werden? Wo ist die Toleranzgrenze? Kann sich jemand mit 180 Kg da drauf setzten oder verletzt man sich sogar dabei schwer?
Ich finde es schon recht Amüsant, bei fast Sportarten erfährt man dies (Bergsteigen, Schwimmen, usw) Jedoch nichts beim Thema Fahrrad zu finden :(
180 Kilo ist aber ein echtes Problem, das Du nicht mit nur Radfahren lösen kannst. Geh mal zu einem Facharzt, auch mit der Aufgabe, sich um einen Pflegefall zu kümmern, kommt man da nicht so ohne weiteres hin. Lass Dir von einem Experten helfen, das ist kein Thema, das man in einem MTB Forum lösen kann.
 
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Sein Problem war hier ja das die Sattelstütze rutschte, mehr nicht und das ist gelöst. Fertig . . .
Ob das wohl eher Symptom als Problem war? Eltern pflegen ist extrem belastend, daran gibt es keinen Zweifel. Aber wenn das dann dermaßen mit Zocken und Essen kompensiert wird, dass man mit 1,86 Meter körperlicher Größe auf 180 Kilo kommt, war da eine extreme seelische Belastung am Werk, weshalb ich dem TE dringendst empfehlen würde, sich professionelle Hilfe zu holen. Das ist keine Schande und hilft ihm vielleicht, wirklich wieder fit zu werden und zu verhindern, dass er gleich bei der ersten Runde den Rahmen zerlegt.
 
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Ob das wohl eher Symptom als Problem war? Eltern pflegen ist extrem belastend, daran gibt es keinen Zweifel. Aber wenn das dann dermaßen mit Zocken und Essen kompensiert wird, dass man mit 1,86 Meter körperlicher Größe auf 180 Kilo kommt, war da eine extreme seelische Belastung am Werk, weshalb ich dem TE dringendst empfehlen würde, sich professionelle Hilfe zu holen. Das ist keine Schande und hilft ihm vielleicht, wirklich wieder fit zu werden und zu verhindern, dass er gleich bei der ersten Runde den Rahmen zerlegt.
Wie gesagt, problem wurde gelöst. Ich finde es lustig das immer alle auf Essen kommen. Bewegst du dich im Grunde Null und das 15 Jahre lang setzt du an. Ohne wenn und aber zumindest wenn deine Ernähung nicht umstellst. Schön immer Cola dazu und schon setzt man an. Lustigerweise traff ich letzte Wochende über Ostern einen Freund auf einer meiner Radtouren. Der war schockiert wie viel ich Abgenommen hatte. Ich habe das garnicht bemerkt..... 165kg nur noch :) Ob die 180 noch stimmten weiß ich garnicht, ich hatte letztes Jahr schon mit Thai-Chi und so angefangen. Aber seitdem Arzt besuch mich nicht mehr auf eine Waage getraut...naja findet mal auch eine die so viel wiegt xD
 
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Wie gesagt, problem wurde gelöst. Ich finde es lustig das immer alle auf Essen kommen. Bewegst du dich im Grunde Null und das 15 Jahre lang setzt du an. Ohne wenn und aber zumindest wenn deine Ernähung nicht umstellst. Schön immer Cola dazu und schon setzt man an. Lustigerweise traff ich letzte Wochende über Ostern einen Freund auf einer meiner Radtouren. Der war schockiert wie viel ich Abgenommen hatte. Ich habe das garnicht bemerkt..... 165kg nur noch :) Ob die 180 noch stimmten weiß ich garnicht, ich hatte letztes Jahr schon mit Thai-Chi und so angefangen. Aber seitdem Arzt besuch mich nicht mehr auf eine Waage getraut..naja findet mal auch eine die so viel wiegt xD
Also 165 ist ja schon mal eine Nummer besser und sicher ist mein Ziel nicht, hier irgendetwas ins lächerliche zu siehen oder jemanden anzuklagen.
Was ich meinte mit "professionelle Hilfe" ist jemand, der Deine Sation vielleicht aus einem anderen Blickwinkel als Du selbst betrachten kann und vielleicht helfen einen Weg zu finden, seelische Belastungen nicht durch Nahrungsmittelaufnahme zu kompensieren, sondern, statt dessen, etwas anderes zu machen.
So wird es leichter für Dich, wieder auf normales Gewicht zu kommen.
Ich selbst bin auch gerade kein Fliegengewicht (100 Kilo bei 1,87 meter) und ich habe bei mir selbst mal eine interessante Erfahrung gemacht, die mir geholfen hat, von den Atmungsintensiven 105 Kilo runterzukommen: Wenn ich gestresst bin habe ich die Fähigkeit, Stress durch Essen kompensieren zu wollen. Wenn ich dann zu essen anfange, wird das ganze ein Fass ohne Boden, weil ich ja reell keine Befriedigung im Essen erfahre.
An meinem ersten Arbeitsplatz kam ich nach 8 Stunden Arbeit und einer stunde Autofahrt oft gestresst nach Hause und beobachtete diese meine Eigenschaft. Wenn ich dann, statt zu essen, aufs Bike stieg, litt ich die ersten 15 Minuten und fragte mich, was ich eigentlich tue. Dann sah ich nur noch den Weg. Nach einer halben Stunde war es mir egal und ich konzentrierte mich auf mein Ziel (meist am Gipfel) und nach einer Stunde kam ich glücklich und zufrieden zu Hause an und essen war mir egal.
 
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