Pike Tuning (MST, FAST, MP,...)

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Fährt jemand die AWK und das FAST 3-Way Kit in der Pike?

Wenn ja, wie vertragen sich die beiden Tunings miteinander?
Und habt ihr für das FAST Kit spezielle angeben wegen der AWK gegeben?
 
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mal BG, mal DE ...
Ich hab seit kurzen nun beide ... beim FAST fahre ich vorerst HSC voll offen. LSC halb offen oder so auf 2/5 von offen bis zu.
Hatte jedoch noch keine Möglichkeit richtig mit den Einstellungen rumzuspielen (an einem Trail mit verschiedenen Einstellungen testen). Glaube jedoch nicht, daß ich mehr HSC brauche. Scheint auch so etwas mehr als beim regulären Charger zu sein.
Zu beachten aber - bin kein Racer und pusche auch nicht soo hart :)
 
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Ich habe das Pendant von Novyparts verbaut

Funktioniert besser als Token. Vergleich zur AWK habe ich nicht.

Bin zufrieden und habe noch eins in Bestellung
 

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Nabennarben
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ich bin am überlegen eine zu holen.
Es ist quasi wie eine um 2 Token verkleinerte Positivkammer mit größerer Negativkammer. Im Vergleich zu Stock 2 Token soll die Luftkappe ohne Token 50% softer am Anfang sein, 20% härter in der Mitte und die selbe Endprogression wie die Stock Gabel mit 2 Token. Man muss die Gabel aber dann auch hart fahren um den vollen Federweg auszunutzen bei korrektem Sag. Also nichts für Leute die wirklich 1:1 eine Stahlfeder haben wollen.

Rock Shox hat 2018 mit DebonAir ja schon so was ähnliches gemacht, allerdings ist dort die Negativkammer imho immer noch zu klein, vor allem wenn man Token reinmacht.
 
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Klärt mich doch mal kurz auf.. Ich lese immer wieder von Leuten, die von einem Setup mit mehreren Token auf eine AWK oder Luftkappe umgestiegen sind. Soweit ich das verstanden habe, ist das Ziel von AWK und Luftkappe allerdings mehr Gegendruck im mittleren Federwegbereich zu erzeugen - also im Verhältnis eine linearere Kennlinie und damit eine (relativ zur Kennlinie) geringere Progression.
Müsste ein potentieller Umsteiger dementsprechend nicht ohne Token und mit mehr Druck (bis auf das etwas schlechtere Ansprechverhalten im Anfangsbereich) besser bedient sein, als mit mehreren Token?
 
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Und genau das ist, meiner Meinung nach, der Knackpunkt.
Alle wollen immer, dass eine Enduro-Gabel jeden kleinsten Kiesel wegschluckt. Keine Ahnung warum, aber ist scheinbar so.
Das tut die aber auch mit der AWK nicht. Die straffere LSC, im Gegensatz zu meiner vorherigen Recon z.B., merkt man enorm.
 
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Und genau das ist, meiner Meinung nach, der Knackpunkt.
Alle wollen immer, dass eine Enduro-Gabel jeden kleinsten Kiesel wegschluckt. Keine Ahnung warum, aber ist scheinbar so.
Naja, gutes Ansprechverhalten ist ja nicht verkehrt, aber wenn ich mich bei einer Gabel zwischen:
- gutem Ansprechverhalten und Durchrauschen durch den Federweg, bis die Gabel so progressiv wird, dass ich nie mehr als 80% des FW verwenden kann und
- akzeptablem Ansprechverhalten aber vernünftigem Verhalten im mittleren und hohen FW ohne extreme Progression durch Token
entscheiden muss, dann weiß ich was ich lieber will..

Das tut die aber auch mit der AWK nicht. Die straffere LSC, im Gegensatz zu meiner vorherigen Recon z.B., merkt man enorm.
Abgesehen davon, dass die AWK ja die LSC nicht beeinflusst, die Recon kann auch nicht als Vergleich zur Pike hergezogen werden..
 
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Naja, gutes Ansprechverhalten ist ja nicht verkehrt, aber wenn ich mich bei einer Gabel zwischen:
- gutem Ansprechverhalten und Durchrauschen durch den Federweg, bis die Gabel so progressiv wird, dass ich nie mehr als 80% des FW verwenden kann und
- akzeptablem Ansprechverhalten aber vernünftigem Verhalten im mittleren und hohen FW ohne extreme Progression durch Token
entscheiden muss, dann weiß ich was ich lieber will..


Abgesehen davon, dass die AWK ja die LSC nicht beeinflusst, die Recon kann auch nicht als Vergleich zur Pike hergezogen werden..
Danke, das ist mir auch beides klar. Es sollte nur erläutern dass man eine Straffe LSC eben schon merkt wenn man vorher ein Gabel hatte die keinen nennenswerte LSC hatte und dass die AWK eben dort nicht helfen kann sondern nur Dämpfertuning wie FAST/MST es macht.
 
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Klärt mich doch mal kurz auf.. Ich lese immer wieder von Leuten, die von einem Setup mit mehreren Token auf eine AWK oder Luftkappe umgestiegen sind. Soweit ich das verstanden habe, ist das Ziel von AWK und Luftkappe allerdings mehr Gegendruck im mittleren Federwegbereich zu erzeugen - also im Verhältnis eine linearere Kennlinie und damit eine (relativ zur Kennlinie) geringere Progression.
Müsste ein potentieller Umsteiger dementsprechend nicht ohne Token und mit mehr Druck (bis auf das etwas schlechtere Ansprechverhalten im Anfangsbereich) besser bedient sein, als mit mehreren Token?

Ich denke nicht. Meiner Erfahrung nach sind 2-3 Token bei weniger Druck besser. Die Kennlinie wird steiler, der Sag notgedrungen etwas höher (bei mir fast 30% bei 2 Token) um den Federweg auszunützen, aber deutlich mehr Unterstützung im mittleren Bereich.
Mit der "Luftkappe" (meine ist von Novyparts) bin ich ohne Token bei knapp über 20% sag. Fahrgefühl auch gut. Aber keine Welten Unterschied.
 
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Ich denke nicht. Meiner Erfahrung nach sind 2-3 Token bei weniger Druck besser. Die Kennlinie wird steiler, der Sag notgedrungen etwas höher (bei mir fast 30% bei 2 Token) um den Federweg auszunützen, aber deutlich mehr Unterstützung im mittleren Bereich.
Mit der "Luftkappe" (meine ist von Novyparts) bin ich ohne Token bei knapp über 20% sag. Fahrgefühl auch gut. Aber keine Welten Unterschied.
Nochmal von Anfang an. 2-3 Token bei weniger Druck sind besser um was zu bewirken?
Ich würde jetzt rein intuitiv auch nicht zustimmen, dass die Kennlinie bei einer kleineren Luftkammer mit weniger Druck im Allgemeinen steiler wird.
 
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zEpHy2k

Thank you, bicycle!
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Kann mir hier jemand schildern wie sich nach dem MST Tuning bei der Pike die externe LS-Druckstufen-Verstellung anfühlt?
Bin nicht ganz unvorbedarft was Dämpfungen und Tuning daran betrifft, denke also ich müsste es wahrnehmen können wenn der Versteller noch einen Unterschied bringen soll. Darüber dass man beim Parkplatztest zwischen min. und max. absolut nichts merkt habe ich mich zunächst nicht gewundert, beim fahren merke ich aber auch nichts. Wenn dann ist der Unterschied absolut minimal.

Die Dämpfung funktioniert sonst super gut, LS-Rebound zeigt extern auch einen normalen Effekt mit nun sinnvollem Verstellbereich im Gegensatz zur original Charger Dämpfung.

Ist das bei euch auch so? Sonst mach ich das Teil bei nächster Gelegenheit mal wieder auf und prüfe ob da drinnen alles seine Richtigkeit hat.
 
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Trotzdem bleibt die Frage: 2-3 Token bei weniger Druck sind besser um was zu bewirken?
Ich weiß nicht wie die Kennlinie im Bild erzeugt worden ist aber so ganz einleuchtend finde ich sie ja nicht.
1) Wenn die Kennlinie auf einem Prüfstand entstanden ist und wir annehmen, dass die LSC die Verfahrensgeschwindigkeit nicht beeinflusst hat, würde der unregelmäßige Kurvenverlauf bedeuten, dass die Gabel beim Einfedern hakt, was ich mir nicht erklären könnte.
2) Für mein Gefühl müsste die blaue Kennlinie progressiver sein. Abgesehen davon, dass man (ich) wegen der unregelmäßigen Steigung der Kurve nicht wirklich genau eine Tendenz abschätzen kann, scheint es nicht, als ob die beiden Token die Gabel merklich progressiver machen würde, was ich mir physikalisch sehr fragwürdig erscheint.
3) und am wichtigsten:
Du hast immer davon gesprochen, dass Du die Gabel mit mehreren Token und WENIGER DRUCK fahren würdest, was in MEHR SAG resultiert. Die Kennlinie oben wurde allerdings mit dem selben Druck erzeugt, nur einmal ohne Token und einmal mit zwei Token. Du müsstest also wieder Druck ablassen und damit würde die Kennlinie flacher werden.

Daher auch die Frage: 2-3 Token bei weniger Druck sind besser um was zu bewirken?
Du kannst Dir das Druck ablassen vorstellen, indem Du die Kennlinie um den Ursprung rotierst. Willst Du eine steilere Kennlinie mit kleinerem Luftvolumen erreichen, musst Du den Luftdruck gleich lassen oder erhöhen.
Willst Du die selbe Kraft für die komplette Federwegsausnutzung beibehalten, musst du den Luftdruck absenken (da die Gabel ja progressiver wird), was zur Folge hat, dass die Kennlinie im mittleren Federwegsbereich unter jener, einer Gabel mit größerem Luftvolumen, landen würde.

Tatsächlich hätte ich jetzt (ohne die Legende des Diagramms zu lesen) geraten, dass die Gabel mit gleichem Luftkammervolumen vermessen wurde und für den zweiten Durchgang (blau) der Luftdruck erhöht wurde.
 
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So, jetzt hab ich mir doch glatt den Spaß gegönnt und die blaue Kennlinie um den Ursprung gedreht um zwei Situationen darzustellen.

1) die von aemkei77 angesprochene Erhöhung des SAG. Ich habe angenommen, dass die rote Kennlinie 20% sag erzeugt und zwei Hilfslinien eingezeichnet. Die horizontale Hilfslinie zeigt die Kraft an, welche nötig ist um die rote Kennlinie bis zur 20% Marke zu erzeugen. Die vertikale Hilfslinie markiert in etwa 25%.
Hier sieht man sofort, dass die Gabel mit zwei Token und 25% sag (grün) sowohl im mittleren Federwegsbereich schwächer ist, als auch schneller durchschlägt, wenn der sag um nur 5% erhöht wird. Daran, dass der Abstand zwischen rot und grün irgendwo im Bereich zwischen 80mm und 120mm maximal ist, sieht man auch, dass die grüne Kennlinie bis etwa 100mm flacher verläuft, als die rote. Die Gabel bietet also weniger Gegendruck im mittleren Federwegbereich.

Pike Kennlinie 25%sag.jpg



2) Um nochmal den Unterschied in den Kennlinien zu verdeutlichen habe ich die Kurve so gedreht, dass die nötige Kraft, um den Federweg vollständig auszunutzen in etwa konstant ist. Auch hier sieht man sehr deutlich, dass die grüne Kurve im Bereich zwischen 20mm und 130mm unterhalb der roten Kurve ist. Die Gabel gibt also über den ganzen Hub mehr Federweg frei, als ohne die Token.

Pike Kennlinie konstante Endkraft.jpg




Was sagt uns das? Wer entweder Probleme damit hat, den gesamten Federweg zu nutzen, oder findet, dass die Gabel (im mittleren Bereich) zu viel Federweg freigibt/zu einfach durchsackt sollte keine Token verwenden, sondern eher die Luftkammer vergrößern.
 

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Willst Du eine steilere Kennlinie mit kleinerem Luftvolumen erreichen, musst Du den Luftdruck gleich lassen oder erhöhen.

Eine kleineres Luftvolumen bedingt immer eine steilere Kennlinie als ein größeres. Die Kennlinie ist Druckunabhängig

2) Für mein Gefühl müsste die blaue Kennlinie progressiver sein. Abgesehen davon, dass man (ich) wegen der unregelmäßigen Steigung der Kurve nicht wirklich genau eine Tendenz abschätzen kann, scheint es nicht, als ob die beiden Token die Gabel merklich progressiver machen würde, was ich mir physikalisch sehr fragwürdig erscheint.
Wieso betrachtest du steilere Kennlinie und Progressivität als getrennte Größen?
 
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So, jetzt hab ich mir doch glatt den Spaß gegönnt und die blaue Kennlinie um den Ursprung gedreht um zwei Situationen darzustellen.

1) die von aemkei77 angesprochene Erhöhung des SAG. Ich habe angenommen, dass die rote Kennlinie 20% sag erzeugt und zwei Hilfslinien eingezeichnet. Die horizontale Hilfslinie zeigt die Kraft an, welche nötig ist um die rote Kennlinie bis zur 20% Marke zu erzeugen. Die vertikale Hilfslinie markiert in etwa 25%.
Hier sieht man sofort, dass die Gabel mit zwei Token und 25% sag (grün) sowohl im mittleren Federwegsbereich schwächer ist, als auch schneller durchschlägt, wenn der sag um nur 5% erhöht wird. Daran, dass der Abstand zwischen rot und grün irgendwo im Bereich zwischen 80mm und 120mm maximal ist, sieht man auch, dass die grüne Kennlinie bis etwa 100mm flacher verläuft, als die rote. Die Gabel bietet also weniger Gegendruck im mittleren Federwegbereich.

Anhang anzeigen 597962


2) Um nochmal den Unterschied in den Kennlinien zu verdeutlichen habe ich die Kurve so gedreht, dass die nötige Kraft, um den Federweg vollständig auszunutzen in etwa konstant ist. Auch hier sieht man sehr deutlich, dass die grüne Kurve im Bereich zwischen 20mm und 130mm unterhalb der roten Kurve ist. Die Gabel gibt also über den ganzen Hub mehr Federweg frei, als ohne die Token.

Anhang anzeigen 597963



Was sagt uns das? Wer entweder Probleme damit hat, den gesamten Federweg zu nutzen, oder findet, dass die Gabel (im mittleren Bereich) zu viel Federweg freigibt/zu einfach durchsackt sollte keine Token verwenden, sondern eher die Luftkammer vergrößern.

Du verwechselst % mit mm
Du rotierst die Kennline um den Ausgangspunkt
 
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Eine kleineres Luftvolumen bedingt immer eine steilere Kennlinie als ein größeres. Die Kennlinie ist Druckunabhängig

Wieso betrachtest du steilere Kennlinie und Progressivität als getrennte Größen?

Tut mir leid und ich will nicht unfreundlich klingen, aber das ist Blödsinn. Die (Feder-)Kennlinie beschreibt die nötige Kraft um eine Feder eine bestimmte Strecke auszulenken.
Erhöhst Du den Luftdruck oder verwendest Du eine Stahlfeder mit höherer Federkraft ist die Steigung der Kennlinie höher.
Da Kennlinie und Progressivität nicht das selbe sind, sind es folglich auch "getrennte Größen". Ich kann die Kennlinie bei einem ausreichend großen Luftvolumen vollständig unabhängig von der Progressivität erhöhen. Umgekehrt verändert sich bei einer Verkleinerung des Luftvolumens die Progressivität deutlich stärker als die Kennlinie.

Wenn das nicht so wäre, wozu sollte man denn Luftdruck und Luftvolumen Deiner Meinung nach noch getrennt voneinander beeinflussen können?
 
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