20.08. 08:00 Rifugio Baleza beim Passo Croce Domini, 1800m
Bevor hier endgültig die Lichter ausgehen, möchte ich mich nochmal herzlich bei all denen bedanken, die mich unterwegs so toll unterstützt haben. Das ging schon am dritten Tag auf La Palma los,
Siggi´s gesponserte protective underpants trag ich bis heute. Bequem wie zu Beginn und mein Hintern freut sich drüber

.[/img][/url]
Die Shuttletrips mit
Carsten auf Gomera waren nicht von schlechten Eltern, und seine Schienbeinschoner haben mich sicher über die scharfkantigen Felsen Kanaren begleitet.
Bei
Ralf auf Teneriffa gabs kostenlosen Bikeservice und eine Menge neue und geniale Trails, selbst für mich als alten Kanarenfreak. Die Insel ist sowieso der Hammer, fahrt einfach mal hin...
Danke auch an
Sofaspenderin und das Team von free-motion für den Riesenhaufen Powerbars, Biketeile, Shuttles, Trailtips und natürlich für Sofa und Pasta. In den Dünen von Maspalomas unter den Sternen schlafen und tagsüber die Pfade Gran Canarias beradeln, das hat schon was. Und euer T-Shirt ist immer noch Teil meiner Abendgarderobe!
Zu Marokko fallen mir dann auch so einige Leute ein, zum Beispiel die beiden
portugiesischen 1000-Euro-Radler, die mit ihrer Spürnase meinen Bikeschuh aus den Klauen des tierischen Diebs befreiten. Und natürlich die Spionin aus dem flachen Land am Meer und ihre deutsche Kontaktperson: In einer perfekt durchorganisierten Nacht- und Nebelaktion wurde mein defekter PocketPC in nur drei Tagen ersetzt, unabdingbar für eine Fortsetzung des Trips.
Spanien begann ebenso angenehm bei
Christel und Francis in Almeria mit wertvollen Tips für die Sierra Nevada und einer Übernachtung auf ihrer wundervollen Finca.
Und dann gabs am Beginn des europäischen Festlands nach einem üblen Defekt in der marrokanischen Wüste eine tolle Überraschung: ein neues Hinterrad für Zorros altes Bike. In einer konzertierten Aktion von
Katz-Bikes und
Rohloff wurde mir per Privatspion ein langstreckentaugliches Antriebssystem zur Verfügung gestellt, das bis heute klag- und problemlos seinen Dienst versieht. Ein Traum!
Weiter durch Andalusien, das Team der
Climbing Lodge in El Chorro hat mich perfekt bekocht, die Grillparty bleibt in leckerster Erinnerung.
Auch in Zentralspanien in den Sierras bei Madrid leben hilfsbereite Menschen:
Willy, Bike-Abenteurer und von-Feuerland-nach-Alaska-Radler, liest mich ungefragt von der Straße auf und läd mich zu Übernachtung und Essen nach Hause ein.
In Pamplona schließlich der Supergau: Rahmenbruch... vorzeitiges Ende des Trips? Mitnichten!
Canyon ersetzt nicht nur das alte Ding sondern schickt mir statt dessen ein komplett neues Radl ins Baskenland. Und zwar nicht irgendeins, sondern gleich mal ihr State-Of-The-Art Karbon-Fully "Spectral". Wenn schon, denn schon oder wie? Anfangs war ich bei dem Material ja ein bisserl skeptisch, aber Specki hat mich seither völlig problemlos viele tausend Kilometer und ungezählte Höhenmeter über die Pyrenäen und durch die gesamten Alpen getragen (manchmal war´s auch andersrum). Bin inzwischen völlig von Karbon überzeugt und hab das Radl richtig lieb gewonnen... ein Traumbike!
In dem Zusammenhang seien auch Ibon und Aitor erwähnt, die mir in Pamplona (sorry, meine natürlich Iruña) für eine Woche Unterschlupf gewährten, einen Einblick in die baskische Lebensweise verschafften und mich in ihrem Bikeshop tatkräftig beim "konfigurieren" von Specki unterstützten.
Nach den Pyrenäen folgten in Frankreich wieder diverse Treffen und auch Biketrips mit verschiedenen
Spioninen, radeln in Begleitung ist auf Solotrips immer eine willkommene Abwechslung. Lustig war´s!
Apropos Begleitung... in der Schweiz kam dann zunächst biketiger (bussi!) mit einem kompletten Carepaket für Specki und mich dazu, wenig später ein wilder Haufen Radler aus München und Kapstadt. Eine Woche lang waren wir das Eigerkringel-Team und hatten viel Spaß und viele Traumtrails. Danke für die Unterhaltung und die vielen Bierchen, an der letzten Spende hab ich noch ein Weilchen zu saufen

.
Eins noch zur technischen Seite: Thomas, admin von mtb-news, hat sich wirklich bemüht und alles sehr gut im Griff gehabt. Das neue email-Interface hat die Arbeit wesentlich erleichtert und die Postingsklaven von ihrer Knechtschaft befreit. Damit wird ein Livereport fast zum Kinderspiel (naja... fast...).
Der letzte Dank schließlich gilt natürlich euch allen für´s virtuelle mitfahren, die vielen Tips und die finanzielle Unterstützung. Einen genauen Überblick hab ich erst von daheim, aber die Kosten für den Livereport und die unvorhergesehenen Überraschungen (neuer PocketPC, französischer und schweizer Datentarifnepp, etc) sind auf jeden Fall gedeckt. Und der eine oder andere Latte Macchiato sprang dann wohl auch dabei raus... Kaffeesponsoring macht Laune

.
Wenn man das so liest, könnte man fast meinen, auf mich allein gestellt wäre ich keinen Meter weit gekommen. Wer weiß, vielleicht stimmt das auch. Aber Probleme und deren Lösungen gehören zu so einem langen Trip einfach mit dazu. Und wenn einem dabei geholfen wird, dann ist das um so schöner!
Man möge mir verzeihen, falls ich in der Aufzählung den einen oder anderen vergessen habe. Die letzten Monate sind einfach so vorbeigerauscht, da kann schon mal eine Begebeheit in den unvollkommenen Windungen des Gehirns verschwinden. Aber dazu gibt's ja diesen Bericht, den ich schlussendlich auch für mich persönlich als Tagebuch schreibe. Ich freu mich schon richtig darauf, die ganze lange Geschichte nach einer kleinen Pause daheim nochmal nachzulesen. Das mach ich auch gerne mit den älteren Trips, dabei erinnert man sich immer wieder an schöne Dinge, die sonst einfach zu schnell in Vergessenheit geraten würden.
So, nun aber erst mal Schluss mit den finalen Gedanken. Der Trip ist zum Glück noch nicht ganz vorbei, ein bis zwei Hammertrails stecken noch in der Kiste und warten auf ihre Befreiung. Los geht's, oder wie der Münchner sagt: Aufi aufn Berg!
Apropos Berg... da fällt mir ein, ich hab eigentlich gar keine Ahnung, wo dieser Trail am Monte Breda überhaupt sein soll. Hat zufällig jemand einen Track?