Tourenberichte aus Sachsen und Vogtland

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Kesslebach an der Knatter
Heute noch ma ne kleine Runde Nach Freital/Somsdorf/Tharandt bevor der Weihnachtsstress richtig losgeht.
Noch nen ganz wilden mit nem AllMountain am Soldatengrab getroffen.....wink:daumen:
Aber der Reihe nach.....

Nach ner Kurbelei gegen den Wind in Weissig
Anhang anzeigen 344946
Nachdem das erledigt war an der Opitzer Höhe vorbei
in den Pastritzgrund,
raus aus dem ollen Wind
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Und ab auf den den schönen Trail der sich wirklich gut fahren lässt. Noch paar Fotos
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Nur das Laub ist an manchen stellen ein wenig Tückisch Aber getreu dem Motto Augen zu und durch....
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Als Zweites ziel war der Backofenfelsen dran auch wenn der so eigentlich garnicht geplant war.
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Ging es danach nach Somsdorf. erst mal Strasse irgendwie hoch und dort dann wieder im Wind Weiter zum Soldatengrab.
Vorher noch ein Stop am Pfarrweg....Blick zur Opitzer Höhe. Die hatten wir ja schon
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Irgendwie fetzte der Anschliessende Trail ganz schön...
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Nachdem der Dann auch zu Ende war bin ich noch mal fix in Tharandt zur Burg und danach ab nach Hause.
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Wünsche allen ein Frohen Fest und nen Fleissigen Weihnachtsmann:geschenk::frostig:
Gruss Steffen


ps Sorry für die ni so schicken bilder aber die Kamera is ne de beste
 

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darkJST

Fahrschulanfänger
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Aber wenigstens hast du irgendwann gemerkt, dass die Anzeige des Datums im Bild nicht sein muss, besonders wenn sie so dermaßen falsch ist;)
 
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4. Advent und immer noch kein Schnee :(

Mit dieser niederschmetternden Einstellung sollte unser Wochenende abgeschlossen werden.
Wenigstens trafen wir am Treffpunkt 2 neue Mitfahrer, das hob die Stimmung wieder.

Doch Robert war noch nicht da, Micha erfuhr über das Forum das er Andres Startzeitverschiebung nicht Rechtzeitig gesehen hat und etwas später kommt. So warteten wir noch ein paar Minuten bis wir mit einer Gruppenstärke von 6 Personen starten konnten.

Bergauf war das Tempo zwar Straff, aber gleichmäßig. Dennoch hat es Robert etwas abgeschlagen. Bergab war er dafür umso schneller



Wir sind natürlich brav jede Wurzel einzeln gefahren anstatt sie alle zu überspringen:



Trotzdem waren wir zum Advent nicht so richtig Glücklich ohne Schnee. Wir fanden aber passenden Ersatz mit ähnlichen Eigenschaften.

Schlamm :D



Und wenn es mal kein Schlamm gab, amüsierten wir uns auf Pfaden, die bei zügigem durchfahren an den Rummel erinnern



Auf der folgenden Abfahrt hat sich Micha ganz genau angeschaut wie der Robert das mit den Wurzeln so macht



Mit der 2014 Pechsträhne in den Knochen wollte er die gewählte Linie aber nicht selber ausprobieren.

Der Abhang am Ehemaligen Steinbruch macht ihm allerdings nicht zu schaffen, höchstens die Äste, die einen Versuchen da herunter zu stoßen



Zwischen den spannenden Abschnitten gab es mehr vom schwarzen Schnee:



Ein paar Wasserdurchfahrten



Und noch mehr Braun-Schwarzen Schnee



Gleichmäßig damit benetz ging es nun darum die mühsam erarbeitete Schlammschicht durch Lufttrocknung am Körper zu konservieren. Wir wählten dazu die Kuhschwanz Abfahrt, da diese in der Heide den meisten Fahrtwind bot.

Doch auch dort gab es direkt noch ein paar weitere Schichten „Schnee“ auf Bike und Biker.



Und zwar nicht zu knapp



Wir genossen jeden Spritzer und freuten uns über die Erfrischung



Das Knistern des Antriebes begleitete uns noch ein Weilchen, jeder war schon am Rechnen wie viele hunderte Kilometer Antriebs- und Bremsverschleiß mit unserem Nassschleifmittel auf dieser Tour wohl simuliert wird.

Langsam sollte es aber genug sein, sicher vor jeder Pfütze ging es Berge hinauf auf dennen sicher kein Wasser zum Stehen kommt. Auch wenn es brannte, da mussten wir durch:



Da zu viel angetrockneter Schlamm nur die Wohnung versaut, mussten die Überreste abgeschüttelt werden.



Leider hat das dort auf den Wurzeln nicht so gut funktioniert, da mussten größere Geschütze aufgefahren werden: Stufen mit ordentlichen Kanten



Bei Roberts Rad ist dabei leider immer noch nichts abgefallen



Doch auch dafür gab es eine Lösung:



Die Treppe war endlich lang genug um auch bei ihm trotz des ganzen Federwegs den überschüssigen Dreck vom Rad abzuschütteln.
Ziel erreicht!

Anders als weißer Schnee, konnten wir den schwarzen Schneeersatz nach der Tour voller Stolz am ganzen Körper und Rad tragen. Dank geschickter Streckenwahl hatten wir auch das Problem unserer sonst üblichen Krümelspur gelöst. Wir verabschiedeten uns also am Fuße der Abfahrt bevor neuer Schlamm unser Werk kaputt machen konnte und mit den gegen Streusalz geschützten Rädern konnten wir voll zufrieden den Heimweg antreten.

Alle Fotos gibt es hier:
http://fotos.mtb-news.de/s/72529?limit=40

 
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Am 20.12. waren wir uns etwas unschlüssig was mit dem Samstag passieren soll. Doch Matthias hatte für so einen Tag bereits etwas vorbereitet und so ging es um 10Uhr ab Pirna in die Sächsische Schweiz.

Zu unserer Freude hatten wir seltene Gäste dabei, Silvio war am Start.

Das ist der, der mit mir im Sommer mit seinem 26 Zoll Hardtail mit Stattgabel und 2,5 Zoll Breiten 1,5kg Drahtreifen Reifen durch das Müglitztal gefahren ist und knifflig Steile Downhill Passagen einfach mal so hinauf fährt. Das schlimme an ihm, er macht dich trotz Monsterreifen auch auf Asphalt platt :D

Diesmal hat er aber einen „schnellen“ Reifen am Hinterrad aufgezogen. Mit dem 2,4 Zoll Fat Albert hat er mal eben direkt 700g Gewicht gespart.

Nachdem ich der Gruppe erklärt habe wer Silvio ist, brach fast schon Panic aus und es wurde zur Schlichtung betont dass die Tour gemütlich werden soll.

Kurz nach 10Uhr ging es los, Matthias führte uns direkt Wettinhöhe hinauf und es passierte was passieren musste. Nach und nach stiegen wir alle ab und Silvio räumte das Feld gemütlich von hinten auf und erklomm den steilen Berg wie eine Zahnradbahn ohne jeglichen Schlupf am Hinterrad. Kaum die Tour gestartet und schon wurden wir allesamt deklassifiziert. Oben angekommen reihte er sich dann wieder zwischen den Mitfahrern ein um jemanden zum Vernichten vor sich zu haben ;)

Nach ein paar schmalen wegen präsentierte uns Matthias in Krietzschwitz einen 1A Wiesenweg mit hohem Matschanteil.

Silvio verfluchte seinen 800g Hinterreifen, mit 2,4 Zoll zu schmal und setzt sich zu schnell zu. Es hat Andre mit seinen Rennreifen direkt die Sprache verschlagen wie man mit der Bergauf Performance von so einem breiten Reifen mit Schaufelrad ähnlichen Profil unzufrieden sein kann.

Aber wer hier http://fotos.mtb-news.de/p/1607818 hoch statt runter fährt, hat eben andere Ansprüche.

Um überhaupt irgendwie mal als erster oben anzukommen, wurde der Klettersteig ähnliche Aufstieg zur Königsnase gewählt, erst wenn man Bikes Tragen muss, kann Silvio das Fahrerfeld nicht von hinten aufrollen ;)

Über Laubberge fuhren wir mit Elbblick an der Felskante entlang



Die Alljährig bestehenden Schlammlöscher wurden nach den Regenfällen umso mehr genossen.



Den Ausflug hinauf zur Festung Königstein gönnten wir uns natürlich auch, nur um die Gewonnene Höhe auf schönen Trails direkt wieder zu vernichten.



Der darauf folgende Hofmühlenweg war wieder was für Silvio, mit dicken Gängen hat er sein Stahlrad wie ein Stier hinauf getreten, so das man nicht mal ansatzweise dran bleiben konnte.

Am Pfaffenstein vorbei wurde der Quirl erklommen auf dem Gipfel vernünftig Pause gemacht



Frisch gestärkt konnte es wieder weiter gehen



Und die Trails wurden wieder Felsig





Wieder zurück auf der Bielatalstraße mussten wir Silvio leider Verabschieden, damit er noch rechtzeitig zur Pflichterfüllung nachhause kommt.

Wir fuhren ohne ihn weiter Richtung Rauenstein und sind einen meiner Lieblingsauffahrten hinauf. Felsig ohne Ende, wundervoll, auch wenn man es nicht fahren konnte. Alleine der Versuch macht Laune :)

Oben angekommen Rungen wir völlig erschöpft nach Sauerstoff. Klasse :daumen:

Der Malerweg bildete nach der Plackerei das Finale der Tour





Besten Dank an Matthias, die völlig vergessenen Trails in gelungener Kombination in einer Tour zu vereinen.
 

tanztee

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Wieder ein schöner Bericht! :daumen:
Eigentlich sind Falcos Fotos dank GPS-Daten ja eine riesige Trail-Datenbank, da hat man Anregungen für Jahre ...

ride on!
tanztee

P.S. Melde mich auch mal demnächst wieder mit Trailnews! ich war "Ihm" --> :frostig: auf der Spur ...
 
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Wieder ein schöner Bericht! :daumen:
Eigentlich sind Falcos Fotos dank GPS-Daten ja eine riesige Trail-Datenbank, da hat man Anregungen für Jahre ...

Danke dir.

Und ja, ich bin zufrieden mit meiner Fotoverteilung. Hier und da noch ein paar kahle Stellen, aber ansonsten gut gefüllt.

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tanztee

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Er kanns nicht lassen (um mit einem Filmzitat einzusteigen) ... mal wieder ordentlich Frischluft tanken, dem Geböller entfliehen:

Bike statt Böller

war das Motto meiner Biketour über Silvester.

So grob gesehen peilte ich die Lausitzer Berge / Luzicke Hory an, beginnend im Schluckenauer Zipfel. Da beim Wetter die einzige Konstante die Veränderung ist, konnte ich zwar einen "Wunschtrail" ins Laptop häckern, musste den Rest aber dann operativ entscheiden.
Wochenlang hatte ich am "Equipment" gefeilt, so würde ich zum ersten Mal meinen selbstgenähten Ultralight-Rucksack #2 draußen testen, Primaloft-Booties sollten für warme Füße sorgen - aber auch bewährte Ausrüstung konnte ihre Wintertauglichkeit unter Beweis stellen.

Startpunkt ist der Endpunkt der Nationalparkbahn in Rumburk:



Graues Wetter und matschige Straßen begrüßen mich. Nachdem ich aus dem Automaten noch ein paar Kronen gezogen habe, geht es direkt auf den Rauchberg / Dymnik.
Heute gibt es statt Aussicht aus dem Turm nur Aussicht auf den Turm:



Anbei ist ein netter Rastplatz, Zeit für Tee und Riegel mitsamt wärmender Pausenjacke:



Der erste Downhill beginnt mit mörderisch quietschenden Bremsen, welche aber bald verstummen.



Ich folge dem blauen Wanderweg nach Schönlinde / Krasna Lipa. Dank unermüdlicher Forstinspekteure sind die Waldwege alle gut befahrbar, solange man in der Reifenspur bleibt:



In Schönlinde hat zunächst das schöne Cafe im Fachwerkhaus zu, auch die kleine Brauerei "Falkenstein" schenkt erst zu späterer Stunde ihren gerühmten Gerstensaft aus. Andermal vielleicht:



Weiter kurbel ich einen durch Fußgänger und Langläufer radtauglich präparierten Forstweg Richtung Karlshöhe /Hrabencin Skok hinauf. Den Abstecher hatte ich mir bei einer vorigen Tour vorgemerkt für spätere Erkundung.
Seit einiger Zeit hat sich ein feiner Nieselregen zum Himmelsgrau gesellt.
Überfrorene Standrohre - hatte ich so noch nicht erlebt:



Kurze Rast am Abzweig zur Karlshöhe:



Kürzlich wurde der Abstecher über die Karlshöhe gelb markiert, was noch nicht alle Karten aktualisiert haben.

Jedenfalls gelingt mir auch gleich eines der 3 "F" jeder Radtour ( die Fruststrecke, der Falschrumtrail und der "F"erfahrer) im Sinne des letzteren, jedoch gelange ich doch noch zur Karlshöhe.
Eine beeindruckende Aussicht - bei passendem Wetter:



Aber die "Shades of Gray" haben auch so ihre Reize:





Während ich so schaue und knipse, kommen die beiden Tschechen mitsamt Hund angelaufen, welche ich schon am Rauchberg gesehen habe. Während der eine an meiner Tour und Ausrüstung interessiert ist und auch verblüffend gut Deutsch spricht, kommuniziert sein Kompangion mit einem Walkie-Talkie mit irgendwem auf tschechisch.
Dann unterhalten sich die beiden und ich werden schlußendlich gegen einen winzigen Obulus in eine kleine Hütte unweit im Wald eingeladen, wo die beiden mit weiteren Freunden ein paar Tage verbringen. Na, da sag ich nicht nein!:p

Wir steigen den gelben Weg ab, welcher sich als steiler, glatter Pfad entpuppt und bald erreichen wir eine kleine Holzhütte ohne Strom und fließend Wasser, welche die Zeit wohl dort vergessen hat.

Wasser gibts an der Quelle und geschäftlich gehts in eine original Herzelbude :i2:

Wie sich dann herausstellt, ist die Hütte eigentlich auch nicht erlaubt, aber exisitiert eben noch. Der Freundeskreis entstammt der tschechischen Umweltbewegung "Brontosaurus", welche schon in tiefsten Ostzeiten gegründet wurde und sich mit diversen Umweltprojekten beschäftigt.

Es kommt noch verrückter: Die halbe Truppe sind Vegatarier :eek: (Tschechen! Vegetarier!! In einem Satz!!! ) und einer davon ist sogar vegan angehaucht, trägt konsequent lederfreie "vegetarische" Wanderstiefel! Ich kann nur noch Bauklötzer staunen. Bin ich in ein Paralleluniversum geraten?
Der kleine Eisenofen bollert und knistert, während ich mich mit dem Veganer in perfektem Deutsch über alles Mögliche unterhalte.
Wie ich erfahre, gibt es sie immer noch - die tschechischen Tramper! Es ist zwar schwieriger geworden mit dem Biwakieren, da auch der tschechische behördliche Naturschutz dahingehend unentspannter geworden ist. Dennoch ziehen sie immer noch durch die Lande, mit ihren Tarnklamotten, Hund und Rucksack.
Es gibt richtige Treffen, viele haben sogar einen individuellen Stempel, wo sich sich nebst Grußworten in den Tourenbüchern ihrer Kameraden verewigen.

Dann gibt es selbstgekochte Linsensuppe, aus uralten Emailletöpfen wird Tee ausgeschenkt und mittlerweile zwei Hunde haben das Talent, immer in die engste Ecke kriechen zu wollen.

Um Mitternacht stoßen wir mit einem Gläschen Sekt draußen an, ansonsten halten sich alle mit Alkohol angenehm zurück, kein Saufgelage, keine Böller :)

Am Ende kommt, was kommen musste: selbstgebrannter Sliwowitz! Nach ein paar Verkösterchen geht es dann aber hoch unters Dach, wo alle dann mitsamt Hund in den Schlaf sinken.

Am nächsten Tag kann ich so in trockene Klamotten steigen, die Flasche voll mit heißem Tee füllen und dann wird es auch schon fast Zeit zum Adieu sagen:



Ahoj kamarádi!

...bis dahin in diesem Post. Morgen geht es auch wieder mehr ums Radfahren, versprochen :D

ride on!
tanzteee
 

Th.

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Starke Nummer!
Vor dem ganzen Weihnachts-/Silvestergedöns würde ich auch gerne jedes Jahr flüchten...wie hast du das nur deiner Familie verklickert?
Ein Solo-Biwak im (Früh-)Winter finde ich hart, letztendes ist es von 16.00Uhr bis 08.00Uhr finster - solange kann man unmöglich im Schlafsack pennen. Ich habe das einmal so um den Jahrtausendwechsel gemacht, um " 'ne Boofe zu besetzen" (hatte sich im Endeffekt sogar gelohnt). In der Erinnerung verblieben müßige Stunden - einmal abends, aber vorallem am Morgen wo es einfach nicht hell werden wollte...
 

tanztee

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... da @Falco auch noch einige Pfeile im Köcher hat, folgt jetzt der 2. und letzte Teil meiner Tour

Bike statt Boller #2

Gemeinsam mit der tschechischen Truppe verlassen wir die Hütte. Nach einem kurzen Stück gemeinsamen Weges und einem herzlichen Abschied wähle ich wieder die einsame Landstraße:



Ein Waldweg lockt mit Försters Reifenspuren:



Der Förster hat dann die Kurve gekratzt und es geht in purem Schnee weiter.



Irgendwann verendet der Forstweg im Unterholz und ich folge schiebenderweise irgendwelchen Fußspuren, bis ich schließlich den grünen Wanderweg erreiche und wieder fahren kann. So erreiche ich Chribska (Kreibitz):



Auffällig ist das Kirchenensemble, welches schon schloßartige Züge annimmt.
Ansonsten fahre ich um die Böllerhaufen drum herum und gelange über die Cyklotrasa (CT) 3052 zur CT 211. Ich nehme an, dass aufgrund der Schneeverhältnisse nurmehr salzfreie Nebenstraßen dem Weiterkommen dienlich sein können.
Ja, genau solche zwar geräumten, aber ansonsten unbehandelten Fahrwege:



Zudem streicheln Sonnenstrahlen mein Gemüt - ach, wie kann das Leben herrlich sein!

So kurbel ich stetig bergan, immer bemüht, nicht zu sehr ins Schwitzen zu geraten. Die dünneren Handschuhe sind dann später dennoch durchfeuchtet und wandern für den Rest der Tour in den Rucksack.

Die Paßhöhe ist erreicht:



Da lockt doch tatsächlich ein schön freigefahrener Forstweg:



Da sage ich nicht nein und folge eine zeitlang dem rot markiertem Wanderweg. Ohne größere Niveauunterschiede schlängelt sich der Weg durch die Berge.

Die Jägerschaft hat hier einen der zahlreichen Ohrenbunker etwas gepimpt:



Der Tannenberg / Jedlova grüßt von gegenüber:



Weiter geht es so grob Richtung Bahnhof Jedlova. Wanderer, Skifahrer und schon andere Biker sind spurenmäßig auszumachen, es fährt sich ganz passabel.



Es geht nun bergab und der Bahnhof Jedlova kündigt sich mit betagten Sicherungseinrichtungen an (noch aus der KuK-Monarchie?):



Den Bahnhof links liegen lassend, folge ich dem gelben Wanderweg.



Gleich nach dem Abzweig schiebe ich mein Gefährt zunächst einen steilen Hang hinauf (da hätten wir eindeutig den Falschrumtrail, bergab sicher ein spaßiger S2er).

Oben geht es auf einem zuerst holperigen, dann gut ausgebautem Forstweg Richtung Schöber / Stozec-Pass.
Die gelb markierte Route ist dank forstlichen Kahlschlags eine Panoramaroute "par excellence", Tannenberg, Tollenstein / Tolsteijn und Finkenkuppe / Penkavci vrch reihen sich aneinander:



Großbildschirmbesitzer Klick

Ein Stück Straße muss ich noch zum Schöber hinaufkurbeln, dann geht es wieder in den Wald. Skifahrer haben mittels V-Bremse den Weg optimal eingeglättet, es fährt sich erstaunlich griffig.

Nachdem mir das dann wiederum zu langweilig ist und mir ohnehin zahlreiche Langläufer entgegenkommen, beschließe ich, den bequemen Weg zu verlassen und seitwärts abbiegend die Finkenkuppe zu erklimmen.

Anfangs wird es steil:



Aber ich strebe der Sonne entgegen und die Mühen sollen sich lohnen. Auf halber Höhe zur Finkenkoppe ist auch die Aussicht "Petikostelni kamen" (Fünfkirchenstein) zu finden, da der Gipfel selber keine solche bietet:



Die Sonne schmilzt den Schnee vom Geäst, und es tropft unaufhörlich von den Bäumen herunter. Regensachen habe ich natürlich keine mit, aber eine Badehaube aus dünner Folie hatte noch den Weg in die Werkzeugtasche gefunden und so behalte ich wenigstens einen trockenen Kopf.

An Fahren ist im matschigen Schnee nicht zu denken, umso mehr kann eben der Blick in die umgebende Szenerie schweifen.

Märchenwald:



Schattenspiele:



Weiter oben hat der Winter alles noch fest im Griff.
Leider liess sich das Bild im Album nicht mehr drehen, also den Kopf nach links neigen ...



Während ich den Abstecher zum Gipfel der Finkenkoppe zu Fuß zurückgelegt habe, geht es dann in einen spaßig-rutschigen Donwhill hinab.

Der weiter unten wieder feuchte Schnee haftet gut am Rad:



So gelange ich zu einer Kreuzung mit vielen Wanderwegen und da auf wiederum bremsverdichteten Untergrund. Ich fahre dann den gelben Wanderweg auf die deutsche Seite und an der Grenze treffe ich auf den neuen-alten Kammweg:



Klar doch, in der Loipe wird nicht gelaufen, also muss ich jetzt alles fahren ;)
Weiter geht es, zuerst über den blauen Wanderweg und dann wieder auf den roten Wanderweg zur südlichen Lauscheseite.

Am Aufstieg zur Lausche treffe ich auf zahlreiche Spaziergänger, welche über den glatten Weg schimpfen. Nachdem ich bis zur Quelle schiebe, ist dann Fahren doch besser. Die Contis schlagen meine Wanderschuhe griptechnisch um Längen! Nur in zwei Spitzkehren muss ich kurz absteigen, die sind zu eng und steinig.

Oben angekommen bestaune ich mit zahlreichem anderen Publikum den Sonnenuntergang. Erstaunte Blicke und auch Fragen bleiben natürlich nicht aus. Noch nie nen Radfahrer gesehen, häh?

Egel, lassen wir den Blick ins weite Land schweifen:



Nachdem der Zoom wieder eingefahren ist, sieht es in südlicher Richtung so aus:



Nordwestlich ist schon Nacht:



Es weht ein heftiger, böiger Wind - also besser den Sattel runterstellen, Licht an und auf gehts zum letzten DH des Tages.

Yeah, das ist so ein genialer Sundowner:



Es fährt sich im schön glatt gelatschten Schnee fast besser als seinerzeit in feuchtem Herbstwetter.

An der vorhin erwähnten Quelle fasse ich erstmal Wasser für mein Biwak, was angesichts des Rinnsales dauert.

Unten angekommen, versuche ich mich unter dem Schutzdach direkt am Wanderweg so gut es geht häuslich einzurichten. Zuerst muss ich einigen Silvestermüll beräumen, dann spanne ich ein kleines Tarp flach ab.
Danach geht es an die Essens- und Teezubereitung, wozu ein riesiger, tischartiger Baumstumpf hilfreich ist.
Mit Hilfe eines geheimen Bushcrafter-Tricks gelingt es mir, für Minuten das Lager zu erhellen:



Tipp: Wattepad zuhause in flüssiges Wachs tauchen; vor dem Anzünden kicken und an der Knickstelle entzünden. Soll ein prima Feuerstarter sein ... wenn man denn Holz hätte ...

Trockenes Holz für ein kleines Feuerchen ist beim besten Willen nicht zu finden, aber ich habe ja durch die vorige Hüttennacht einiges an Spiritus und Essen über, so dass mein Spiritusbrenner einige Füllungen vom guten tschechischen Tankstellen-Spiritus von der Sommertour bekommt. Das Zeug ist sehr brennfreudig trotz der Kälte, fackelt aber auch schneller ab als reiner Sprit.

Jetzt wird es Zeit für den Schlafsack. Eingemummelt in Primaloft-Jacke, darüber noch eine Primaloft-Weste, ebensolche Booties, gefütterte Mütze und quasi zwei Unterhosen versuche ich mich so gut es geht zwischen Baumstumpftisch, Sitzbänken und Minitarp einzupuzzeln.

Tatsächlich ist es erst gegen früh merklich frischer und so gelingt es mir wider erwarten bis halb acht an der Isomatte zu horchen.
Nun heißt es aber aufgestanden, ehe sich der Wanderweg belebt. Dicker Nebel hängt im Wald und ein kühler Hauch lässt jeden Anflug von Gemütlichkeit verfliegen.

Sämtliche Kondens- und Schwitznässe hat sich in optisch durchaus interessanten festen Aggregatzustand verwandelt:



Jetzt aus den warmen Schlafklamotten raus ... ne, nur in die Freeridehose wird wieder geschlüpft, der Rest bleibt zum Warm-Up am Mann.

Schnell Kaffee und Getreidebrei gemacht, nach dem Frühstück alles Geraffel rin in die grüne Murmel und schnell noch ein Abschiedsfoto von meiner luftigen Behausung geschossen:



Zum Warmwerden geht es nochmal hoch zur Quelle, Flasche füllen:



Mit fast allen Klamotten am Leib geht es den Kammweg direkt wieder runter. Ich habe den Weg für mich fast alleine, bis auf zwei Wanderer später.
Es nieselt :eek: gleichmäßig, was zum einen meine Windjacke stetig durchfeuchtet, am Cockpit jedoch unmittelbar gefriert:



Das GPS funktioniert trotzdem tadellos, irre.
Es mag verrückt klingen - aber der Kammweg fährt sich einfach genial und ich fühle mich eigentlich ganz entspannt bis auf die immer noch kalten Füße.

Bekannter Ort - andere Jahreszeit:



Vergleich:


Aufgrund des Nieselregens und keiner Aussicht auf auch nur einen Sonnenstrahl geht es heute eigentlich nur noch um den geordneten Rückzug.
Nächster Bahn-Haltepunkt ist Dolni Podluzi, welcher auch fast durchgehend ohne Gegenanstieg zu erreichen ist.

So fahre ich den Kammweg praktisch wieder zurück und gelange ich erneut zu der Kreuzung von gestern. Hier folge ich eigentlich nur noch der blauen Markierung, welche rund um den Weberberk führt.

Der Schnee wird matschiger. Rätsel gibt mir die Spur auf, ist da tatsächlich jemand mit Lastenanhänger im Gebirge rumgegurkt? Spinner gibts :spinner: :D



Nach dem Forstweg-Prolog zeigt sich der "Blaue" von einer anderen Seite und generiert mit feuchtem Laub, losem Geröll und Schneematsch ein ganz spezielles Fahrgefühl:

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Das Gematsche hat die Güte "extra sticky". Frage: wo ist das Rad versteckt?

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Zunehmend wird es weniger weiß und dafür feucht und feuchter.
In nicht nachlassendem Niesel fahre ich zum Haltepunkt nahe der Fernstraße und stelle fest, dass der nächste Zug erst in einiger Zeit fährt.

So fahre ich erst nach Jiretin zum Marktplatz, wo Zopfkäse und Kofola den Weg in den Rucksack finden. Die restliche Zeit wird dann in einer kleinen gemütlichen Kneipe sinnvoll genutzt:



Über Rybniste / Teichstädt, Schönlinde /Krasna Lipa gelange ich mit durchaus modernen tschechischen Zügen wieder nach Rumburk zur Nationalparkbahn, welche mich dann nach Bad Schandau bringt. Im Nachhinein wäre es zwar schlauer gewesen, von Teichstädt nach Decin zu fahren und da in die Nationalparkbahn zu steigen - aber das fand ich erst heraus, als ich schon zu weit in die "falsche" Richtung gefahren war.

Egal, beim Zugfahren schweift der Blick nochmal in die Landschaft und ich lasse die Tour Revue passieren.

Fazit:
Selbst bei wechselhaften Wetterbedingungen - irgendwas geht immer! Die besten Erlebnisse kann man sowieso nicht planen - vegetarische Tschechen, das glaubt einem keiner 8-)

Ausrüstungsmäßig ist das Schlafsetup noch nicht so toll, es ging zwar, war aber gegen früh dann schon eher supoptimal. Auch werde ich das nächste Biwak wettergeschützter angehen, da muss entweder doch das große Tarp mit oder eine geschütztere Hütte gefunden werden.
Insgesamt ließ sich mit dem Rucksack (Startgewicht knapp 8 kg) aber gut fahren, gerade am Ende der Tour fühlt sich das fast wie ein Tagesrucksack an.
Biwakieren im Winter ist schon speziell - viel Platz für Fehler ist da nicht; gerade nasse Sachen sind zum Beispiel kaum trocken zu bekommen, trockene Kälte oder feuchte Null Grad machen einen definitiven Unterschied für die Klamotten.
Aber warm und trocken habe ich es ja schließlich 362 Tage im Jahr, sollte reichen ...

Auf dem Tripzähler standen am Ende insgesamt lumpige 55 km, aber was sagt das schon über die Tour aus?

ride on!
tanztee

So Falco, Feuer frei :winken:
 
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CC.

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Da kommen Erinnerungen an rußige Gestalten, durchzechte und durchgesungene Nächte am Feuer, speckige Gitarren, tuzemsky a Ženský und prima Kopfweh am nächsten Morgen... die Böhmen haben's schon immer draufgehabt!
Schön, daß der Naturgedanke noch da ist und toll, daß Du in dieses Paralleluniversum hineingefunden hast ;)
Tolle Idee, Deine Silvestertour!
Die Argumentationskette für Deine Familie würde mich jetzt auch interessieren. ..

Edit ist vom zweiten Teil überrascht worden. Tolle Tour! Abenteuer!
 
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firlie

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auf der Lausitzer Platte
@ tanztee
"Bike statt Böller"
Jaaa.... wie geil ist das denn !?
Da wird man direkt aus seiner nicht endenden Winterlethargie gerissen und total vom Neid zerfressen !
Suvival-Adventure pur!!!!
Eigentlich sind wir das mittlerweile 1..2 mal im Jahr von Dir gewöhnt, aber Du kannst dich jedes Mal noch toppen. Meine Hochachtung :anbet: !
Die Sache mit den "vor sich hin vegetierenden Tschechen" ...der Sundowner...die Bilder !!!
Impressionen für ein ganzes Jahr :daumen::daumen::daumen::daumen::daumen:
Auf dem Tripzähler standen am Ende insgesamt lumpige 55 km, aber was sagt das schon über die Tour aus?
Eben!!!!
In diesem Sinne, ein suboptimales, abenteuerreiches Bikejahr für Dich !
Ride on und fange als Geschäftsfüher/Produktentwickler/Tester (oder was weiß ich...) bei Globetrotter oder irgend ner anderen Outdoorbude an, kauf Dir ne Cam, drehe nen Film ---------ich nehme das DVD-Set auch für 199,- € !

Grüße vom -firlie- der staunend und neidisch mit weit aufgerissenem Fischmaul vor Deinem reichbebilderten Bericht sitzt !
 

darkJST

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Trocknen? Alles nasse/feuchte mit in den Schlafsack und mit Körperwärme trockenheizen, dazu besser einen Schlafsack, in welchem es auch früh morgens noch warm ist;) Frostbeulen packen sich noch ne Flasche mit heißem Wasser an die Füße.
 
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Ich war bisher nur 2 mal im Winter draußen schlafen. Am Anfang friert man und wenn man irgendwann dahin gefroren ist, fängt man mitten in der Nacht an in dem Ding zu schwitzen.
Frühs ist das dann der Horror, das ganze klamme Zeug und die frostige Luft...
 
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mathijsen

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tanztee

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Hallo @all,

vielen Dank für die vielen "Gefälltmirs"! :winken:

Da will ich auch gleich mal Rede und Antwort stehen:

@Raumfahrer Ich habe keine Spikereifen, weil ich a) sowieso immer das ganze Jahr nur noch Conti Rubber Queen / Trail King BCC fahre (die aus Dschörmänie, und nur in Protection-Ausführung) und b) Spikereifen im Schnee gar nichts bringen, sondern Spezialisten für Eis und eisartig festgefahrenen Schnee sind.

Schlafsetup: Ich habe einen umgearbeiteteten Yeti-Schlafsack (Fighter 500 Dry, Daune, wasserabweisende Außenhülle, fast 10 Jahre alt), den ich zu einer Art Deckenschlafsack mit Fußbox gemacht habe (Ultralight-typische Schlafsackform).
Original mit 500g Daune und 1100 g, komme ich so durch "weglassen" auf 737g.
Dazu kommt noch eine selbstgenähte Primaloftjacke (133 g/qm Primaloft = PL) und eine PL-Weste aus 60er PL, weiterhin PL-Booties, eine lange Unterhose und eine selbstgenähte Fleecehose.
Das Systemgewicht wäre also (Schlasa, PL-Jacke, PL-Weste, Booties) 1371 g bzw. mit Fleecehose 1648 g (jeweils ohne dünne lange Unterwäsche, die hat wohl jeder im Schlafsack an).
Durch die dicken Klamotten funktioniert das Deckenschlafsack-Prinzip nicht so dolle, wo man quasi auf den Rändern des Schlafsacks liegt. Da bin ich noch am Überlegen. Mit meinem Sommer-Deckenschlafsack (ein anderer, umgearbeiteter Schlafsack) geht das aber prima.
Vorteil dieses Setups ist ja, dass ich in Pausen auch die PL-Jacke anziehen kann, während ein dicker Schlafsack eben nur ein Schlafsack ist.

So sehen PL-Booties aus (quasi Schlafsack-Socken):



Mein Sommer-Deckenschlafsack (mitsamt abeschnittenem Zeugs), so ähnlich sieht auch mein umgenähter Yeti-Schlasa aus:



@Falco Zeug Trocknen ist ja überhaupt das Problem winters. Zuviel feuchtes Zeugs im Schlafsack mach diesen wieder feucht und kalt, außer, du hast einen massiv zu warmen Schlasa mit. Man hat ja nur die eigene Körperwärme.
Regel Nr. 1 im Winter lautet, nicht zu sehr zu schwitzen und nichts nass werden zu lassen (gar nicht schwitzen geht nicht, aber eben nicht klitschnass). Mit nicht naß werden lassen ist so eine Sache bei +/- 0 Grad und Nieselregen ... zumindest am letzten Tag hat sich das Primaloftzeugs super bewährt, hält ne Menge Nässe aus und war dann in der Kneipe, die ich dann entsprechend "umdekoriert" hatte, schnell wieder trocken.
Früh hatte ich meine Handschuhe unter den Pullover gesteckt und so durch Körperwärme getrocknet, ging so einigermaßen.

@darkJST ebenfalls ne abgefahrene Story, wobei die mit deutlich mehr Gepäck durch den Schnee schlittern!

Der Witz ist, dass ich eigentlich gar nicht gern frieren oder doll schwitzen mag ... ich hasse kalt Duschen :mad: ... eigentlich will ich nur an der frische Luft herumtollen und dann gemütlich mit nem Kaffee und nem Schokoriegel in der Boofe sitzen :D

ride on!
tanztee

gerade noch gefunden: Unterforum Light-Backpacking

Edit ist noch eingefallen: Ray Jardine, der "Erfinder" des Lightweight-Trekkings, beschreibt auf seiner Seite die wichtigsten selbstgemachten UL-Ausrüstungsgegenstände. Seinen Deckenschlafsack nennt er "Quilt", weil er die Isolierung nicht durchgehend festnäht wie üblich, sondern mit einer Quilt-Technik punktuell fixiert. Dadurch hat sich der Begriff "Quilt" in der UL-Szene für diese Art Deckenschlafsack mit Fußbox eingebürgert.
 
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Während Tanztee noch an der Planung der Silvestertour saß oder vielleicht schon dabei war sich für die Tage in irgend einer Form freizukaufen, haben wir mit unser jugendlichen Freiheit einfach einen beliebigen Ort und Zeit ins Forum geschrieben und schon konnte es am 27. Los gehen :D

Wir wurden durch die dunklen und grauen Weihnachtstage ohne Schnee langsam schon depressiv und wollten um jeden Preis etwas von der weißen Pracht sehen. So wurde auf der Suche nach Schnee eine Schneebergrunde geplant.
Um die faulen Rennfahrer wie @leler mal wieder aus dem Haus zu locken, wurde eine Tour auf breiten Wegen geplant. Das oberste Ziel hieß Strecke machen um auf große Berge zu gelangen um endlich Schnee zu sehen. Unser Weltenbummler Richard kam das sehr ganz gelegen um nach einem enthaltsamen Jahr ohne extremsportarten langsam wieder zu starten.

Ein Tag vor Tourstart gab es dann die große Überraschung: Schnee! Und zwar direkt vor der Haustür. An der Streckenführung hat das nicht viel geändert, nur an den Kilometern wurde geschraubt um eine Chance zu haben bei Tageslicht irgendwo anzukommen.
Kurz vor der Angst hat sich leler in seinem Häusschen verkrochen und hat das ungeeignete Material für die Absage verantwortlich gemacht. Da hat auch mein Notfallplan mit den Spikereifen Angebot nicht geholfen um ihn durch Vernichtung der Argumentationsbasis umzustimmen. Vielleicht klappt es beim nächsten mal :)
Trotzdem hielten wir an unserer Feldwegtour fest, es sollte schließlich die erste Schneetour werden, da kann man sich die fetten Trails auch mal für später aufheben.
Am 27. war es dann soweit, um 10Uhr trafen wir uns ohne leler in Heidenau.
Vor Tourstart musste noch Ausrüstung verteilt werden, das hielt sich allerdings mit der Übergabe einer Selbsttönenden Brille in Grenzen. Natürlich sollte es damit nicht getan sein, wäre ja zu schön ;)
Richard musste noch nach einer Gabelpumpe fragen. Nachdem er die Gabel auf seinen Wunschluftdruck aufgepumpt hat, war plötzlich weniger Luft drin als vorher…
Wir haben es erstmal auf einen Anwendungsfehler geschoben, denn Gabelpumpen die kaum größer als ein Kuli sind, haben so ihre Eigenheiten. Beim wiederholten Versuch stellte sich heraus, dass sich das Gabelventil nicht mehr von alleine schloss.
Also musste ich ein 3. Mal in meinem Rucksack kramen um Ersatzventilkern und Ventilschrauber zu holen. Mit repariertem Ventil funktioniert es dann endlich und wir konnten los.
Wir fuhren über verschneite Feld und Radwege Richtung Bahratal. Bergab wurde jede glänzende Stelle, jede Kurve und jede Bodenwelle misstrauisch gemustert und mit Zurückhaltung vorsichtig überfahren. Man merkte das der letzte Winter lange her sein musste, doch irgendwann wurden wir mutiger und fingen wieder an die Kurven zu schneiden, egal wie sehr es spiegelte und glitzerte. Ruckzuck gab es dann auch Rückmeldung vom Hinterrad, welches das Gefährt in einer Kurve Ruckartig um 90° herum schwenkte. Was für ein Spaß :daumen:
Nachdem wir das mit den Kurven und flachen Auf- und Abfahrten geklärt hatten, wollten wir mehr. Vor uns lag ein schöner Hügel mit einer unberührten Schneedecke. Dick eingehüllt in der weißen Pracht, schrie er förmlich danach sich mit ein paar Reifenspuren zu schmücken. Doch das war eine List, unter der Schneedecke des einladenden Pfades versteckte sich eine gemeine Wiese und der flache Anstiegswinkel war scheinbar auch eine optische Täuschung. Das alles konnte uns jedoch nicht davon abhalten unsere tiefen Linien durch den Schnee zu ziehen



Oben angekommen zog ein eiskalter Wind über die Kuppe, der Berg rebellierte förmlich und zwang uns tatsächlich zur raschen Abfahrt und gönnte uns den Sieg in keiner Weise.
Wir suchten uns im Anschluss einen weniger garstigen Weg und folgenden den Pfade zwischen den Bäumen, diese waren immer noch unsere Freunde und zogen sogar ihre holperigen Wurzeln unter der Schneedecke ein um uns schneller vorankommen zu lassen.
Auch die Felsen haben mitgespielt, keiner hat eine Eisschicht angesetzt um uns zu Fall zu bringen, alle boten ausreichend Haftung für eine stressfreie Überfahrt.



Irgendwann musste es zwangsweise auch wieder hochgehen, auch wenn es keine Hindernisse gab musste Richard langsam leiden. Zum ersten Mal fühlten sich seine Beine so an wie die von denen, die sonst immer hinter ihm her gehechelt sind: schwer und kraftlos.



An der Hauptstraße wollte Richard nachhause, so lange nicht auf dem Rad, macht sich vor allem beim Sitzen bemerkbar.
Ich prüfte kurz das Navi, etwas herausgezoomt und dann gemessen: 2-3 Daumenbreite bis zum Ziel las ich ab und sagte daraufhin das es nicht mehr weit sei bis Königstein. Er ließ sich jedoch nicht umstimmen und verließ uns leider trotzdem nach 25km.
Auf dem Weg durchquerten wir ohne Richard einen wunderschönen Winterwald.





Es war dort einfach nur wunderschön und es gab reichlich Schnee zum spielen



bergab ging es am Ende auch noch, was will man mehr?





Man konnte nach so langer Zeit ohne Schnee einfach nicht genug Fotos machen





Aus den 2-3 Daumen wurden dann doch 2 Stunden, fast wie im Urlaub, da läuft das auch immer so wenn solche Angaben mache :D
Doch irgendwann kommt man immer an, unser Ziel war der Trail bei Gohrisch welchen Matthias im Sommer unbedingt mal nachfahren wollte, der Spitzhübel Trail. Und da erreichten wir auch schon den letzten anstieg.



Wir mussten nur noch über den Alte Jäke Trail. Doch der war irgendwie nicht mehr da. Erst nach dem wir 3 mal im Schritttempo dran vorbei gefahren sind, haben wir mit ganz viel Phantasie den Einstieg wiedergefunden.
Und da waren wir nun, am Kammweg, der Trail über dem Großen Spitzhübel. Ich hatte Bedenken wegen der Fahrbarkeit, da der Weg durchgängig kaum 30cm breit ist. Wir wagten es trotzdem und wurden belohnt



Es hat einfach gepasst auch wenn der eine oder andere Anstieg selbst im Sommer kaum machbar ist. Die Krönung, eine schwere Abfahrt am Ende des Trails, haben wir gar nicht erst probiert, das wäre sicher schief gegangen. So sind wir über die Forstweg Serpentinen zurück ins Tal nach Königstein.
Mittlerweile war es auch schon fast dunkel.

Nun wurde der Heimweg abgestimmt. Malerweg war zeitlich nicht mehr machbar, aber für mich und Andrè war es klar, wir fahren trotzdem bis Dresden durch. Ich gebe zu, wir wohnen etwas im Randbereich und haben so den kürzesten Weg.
Matthias hat sich zwar schon seit einigen Kilometern auf nichts anders als die warme S-Bahn gefreut, doch kurz vor dem Bahnhof, viele Tarifzonen vom Ziel entfern, hat dann doch der Geldbeutel gewonnen :D
So sind wir zu viert gemeinsam über den Elbradweg bis Pirna, wo dann doch der Ruf der S-Bahn lauter geworden ist als der Geiz ;)
Die letzten paar Meter nach Dresden sind wir am Ende zu zweit gefahren.

 
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