Verletzungs-Update zu Brook Macdonald: „Wenn es einer übersteht, dann Brook!“

Verletzungs-Update zu Brook Macdonald: „Wenn es einer übersteht, dann Brook!“

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Nach seinem schweren Unfall bei der Downhill-WM in Mont-Sainte-Anne wurde Brook Macdonald erfolgreich operiert und befindet sich auf dem Weg der Besserung. Wir haben uns mit Brooks Teammanager Lukas Haider über dessen Gesundheitszustand, den weiteren Verlauf der Reha und die chaotische Rettungsaktion vor Ort unterhalten.

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Verletzungs-Update zu Brook Macdonald: „Wenn es einer übersteht, dann Brook!“
 

roliK

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Alles Gute für ihn, schaut ja zum Glück so aus als ob er das einigermaßen überstehen würde. Es hilft offenbar wenn man so ein stabiler Pflock ist wie Brook Macdonald. :D

Es macht mich aber noch immer sauer (auch wenn ich das Interview auf Pinkbike lese), wie das nach dem Unfall dort abgelaufen ist, sowas darf einfach nicht sein. Ich hoffe doch sehr stark, daß die UCI da in Zukunft bei den Veranstaltern noch mehr auf eine reibungslose Einhaltung der Rettungskette besteht.
 
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Das mit dem Rettungs-Heli funktioniert ja sogar bei der E1 besser. Das ist echt schwach für ne WM... :spinner:

wie anderorts schon ausgiebig diskutiert hat das wohl nichts mit der Veranstaltung zu tun, sondern halt mit dem Land wo es stattfindet. Deutschland, Schweiz, Österreich usw haben wohl die mitunter beste Versorgung was Rettung aus der Luft angeht. Scheinbar ist es in anderen Staaten da nicht ganz so flächendeckend. Dass ein Mathias Lanzinger seinerzeit im Rahmen des FIS Skiweltcupfinale in Aare mit einem zivilen Hubschrauber ohne jegliche Sani Ausrüstung abtransportiert wurde hatte man im Vorfeld auch nicht für möglich gehalten.

Dass sowas bei einer Großveranstaltung nicht mehr passieren sollte ist wohl hoffentlich jedem klar. ich hoffe auch auch dass sich da langfristig was ändern wird und es nicht wieder in Vergessenheit gerät. Bei der nächsten WM sollte es zumindest wieder besser sein... Leogang
 

-Kiwi-

enjoy the woods!
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Ich verstehe auch nicht, wieso es nicht möglich ist bei so einer Veranstaltung innerhalb von 15-20 Minuten mit einer Vakuummatraze, einer Schaufeltrage und einem Sanitäter/ Assistenten, der im Zweifel einen lebenswichtigen Zugang legt, vor Ort zu sein.
Optimalerweise noch mit Betäubungsmitteln im Gepäck.
So kann man den Verletzten wenigstens sicher und möglichst schmerzfrei lagern und zu einem Ort transportieren, von dem er barrierefrei abgeholt werden kann.
Ich hoffe, dass an den entsprechenden weltweiten Austragungsorten die Notfallpläne überprüft und optimiert werden.
 

xMARTINx

Echter Nordhäuser!
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Die letzten beiden Rennen allein haben schon viele Opfer gefordert, Weatherley, Brook, jetzt noch Mulally, Walker... Bei solch einem gefährlich Sport MUSS beste Versorgung im Ernstfall garantiert sein. Gregor hat es beschrieben wie es bei Brook lief und das ist durch gar nichts zu rechtfertigen.

Die Strecken sind hart, das ist auch gut so, ist immerhin Weltcup. Aber im Falle eines Falles müssen die Sportler sich auf ihre Versorgung verlassen können.

Alles Gute für Brook, cooler Typ und geiler Style!!!
 
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Die letzten beiden Rennen allein haben schon viele Opfer gefordert, Weatherley, Brook, jetzt noch Mulally, Walker... Bei solch einem gefährlich Sport MUSS beste Versorgung im Ernstfall garantiert sein. Gregor hat es beschrieben wie es bei Brook lief und das ist durch gar nichts zu rechtfertigen.

Die Strecken sind hart, das ist auch gut so, ist immerhin Weltcup. Aber im Falle eines Falles müssen die Sportler sich auf ihre Versorgung verlassen können.

Alles Gute für Brook, cooler Typ und geiler Style!!!

Besser kann man es nicht beschreiben.

Eine optimale Medizinischeversorgung sollte doch die Grundvorraussetzungen für die Austragung solch eines Event sein.
 

Tyrolens

eBiker grüßen nicht.
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Relevant ist der Fall auch, weil offensichtlich dreifaches Versagen vorlag: Bei den Ersthelfern, dem Veranstalter und der UCI.

Übrigens, beim letzten Cathro Vision Video gibt es ein paar nette Ausschnitte von der Arbeit der Sanitäter.
 
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" Wenn schlechtes Wetter ist – das haben wir vor ein paar Jahren in Champery gesehen – und der Hubschrauber stehen bleiben muss, dann wird unter Umständen das ganze Training abgebrochen und das ist dann auch irgendwo kontraproduktiv"

Na klar, Arbeitsdicherheit war schon immer schlecht für geschäft. Sorry, aber kompetent ist anders. Der Vorfall generiert jetzt schon negative Publicity, und das ist gut so.
 
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" Wenn schlechtes Wetter ist – das haben wir vor ein paar Jahren in Champery gesehen – und der Hubschrauber stehen bleiben muss, dann wird unter Umständen das ganze Training abgebrochen und das ist dann auch irgendwo kontraproduktiv"

Na klar, Arbeitsdicherheit war schon immer schlecht für geschäft. Sorry, aber kompetent ist anders. Der Vorfall generiert jetzt schon negative Publicity, und das ist gut so.
Training ist durch aus auch Sicherheitsrelevant. Die Leute vom track walk direkt mit race pace die Strecke runter zu schicken kann durchaus kontraproduktiv sein. Viel Mediacoverage während den Trainings gibts ja eh nicht.

Denke das war so gemeint...
 
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Einfach hanebüchen. Dem Sport fehlt es, wie in vielen Bereichen unserer heutigen "rushing to die-Gesellschaft", am Interesse, die Dinge ganz und richtig zu machen. Jeder Pups wird medial transportiert, die Top 10 Fahrer verdienen mächtig Asche, die UCI macht ohnehin genug Geld, aber einen Notfallplan gibt es im wahrsten Sinne des Wortes nicht. Mag sein, dass der Ablauf mitunter an der vorherrschenden Situation des Landes Kanada lag. Aber das kann und darf nicht Erklärung - und schon gar nicht Rechtfertigung sein. Die UCI ist in der Pflicht, bei ausnahmslos jeder Veranstaltung, egal in welchem Land, für die Sicherheit ihrer Sportler zu sorgen. Mich nerven solche kopflosen Aktionen. Da wird fahrlässig mit der Gesundheit anderer Menschen gespielt, nur weil jemand alles macht, nur nicht seine Hausaufgaben. Und diese Krankheit greift inzwischen in allen Lebensbereichen um sich, sodass der Einzelne immer mehr in die Rolle eines Generalisten gerät, damit er sich im Zweifelsfall selbst helfen kann - auch als Invalide auf einer Matte irgendwo an einem Berg, wo man ihn auf einem Quad abtransportieren will. Erwähnte ich es? Hanebüchen! Gut jedenfalls, dass Herr McDonald durch diesen Pfusch nicht ernsthafte Schäden erlitten hat. Vielleicht lernt die UCI daraus und lässt es nicht auf einen weiteren Fall ankommen, der unter Umständen nicht so glücklich ausgeht.
 

cmon

Master of Disaster
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Ist doch so, war in mehreren berichten nachzulesen, und warum so ein Frage? Um hinterher sagen zu können er ist ja selbst schuld ?

Ein Rückenprotektor schützt bei der Art der Verletzung auch nur eingeschränkt. Wie bereits in einem anderen Bericht geschrieben, sind viele Wirbelsäulenverletzungen aufgrund von Kompression und dann bricht der Wirbel, die Bandscheiben werden teils in den Wirbel gedrückt und der Wirbel sieht dann aus wie ein Holzscheid.

Der Rückenprotektor schützt nur gegen eine horizontale Einwirkung auf die Wirbelsäule.

Ich selbst habe mir auch zwei Wirbel so zerstört (beim Rennradfahren...) und Glück, dass ich noch laufen und sogar wieder biken kann. Die Zeit bis zum Abtransport war damals auch lang, 1,5h mitten in der Stadt und hier lag der Patient auch noch in schwer zugänglichem Gelände in Nordamerika mit deutlich schlechterer Grundversorgung. Kann mir gut vorstellen wie sich Brook fühlt und wünsche ihm alles Gute, das ist ein langer Weg den er vor sich hat.
 

ufp

Daystrom Institut
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Die UCI hat ihren Strafenkatalog der gilt auf der ganzen Welt in Schweizer Franken. Die UCI hat ihr Reglement, das in metrischen Werten niedergeschrieben ist. Die UCI schafft es nicht für die Gesundheit der Athleten einen Standard festzulegen... kann sich jeder seine Meinung bilden.
Hat sie doch festgeschrrieben.
Ua Nofallversorgung und Protektorenpflicht.
 
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Gilt das seitens UCI oder hat dass der nationale Verband vorgeschrieben? Das ist ein riesen Unterschied, allein schon zu meiner Aussage oben.
Und wenn das alles ist, lies dir mal den Punkt durch, wo drin steht wie du auf einem Zeitfahrrad maximal draufsitzen darfst.

Ich war selbst heuer im Glück während einem Austria Cup Bewerb (Marathon) mit dem Hubschrauber aufgrund von bestätigtem Verdachts von Organverletzungen in unwegsamen Gelände abgeholt werden zu müssen. Schätze Zeitpunkt zwischen Sturz und Eintreffen im Schockraum 1h +-10min. Wäre ich 5min weiter gefahren, dort am Liftparkplatz ins Auto gestiegen und ins KH gefahren hätte die Fahrt ca 40min gedauert. Der Hubschrauber musste von Saalfelden nach Kitzbühel angefordert werden, landete und ich musste zuerst 100m über unwegsames Gelände getragen werden. Dort stand an allen möglichen Stellen fähiges Ersthelferpersonal.
Vor der WM in Leogang muss sich diesbezüglich keiner Sorgen machen. Ich wünsche mir dennoch, dass es nur bei Bereitschaft bleibt.
 
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Mein persönliches Empfinden ist, dass der technische Fortschritt bei der Schutzausrüstung, gemessene an dem, was möglich wäre, relativ langsam voranschreitet. Was dann im krassen Kontrast zu der Tatsache steht, dass bei den Rennen doch mitunter sehr begrenzte Budgets für Erstversorgung und Streckensicherung zur Verfügung stehen. Im alpinen Ski-WC wird ja in den Speed-Disziplinen immerhin mit Airbag-Westen experimentiert. Sollte auf dem System Rad noch deutlich einfacher umzusetzen sein, da Sturz meist = Trennung von Fahrer und Rad.

Der Profisport sollte hier der Ort sein, wo die Entwicklungsarbeit stattfindet. Könnte man ja mit einer entsprechenden Werbepräsens honorieren.

Aus marktwirtschaftlicher Sicht gibt es (leider) sicherlich Hemmnisse, keine Frage. Die wenigsten Hobby-Piloten wären wohl bereit, einen vierstelligen Betrag für ein entsprechendes System auf den Tisch zu legen. Schon fast tragisch, greift doch der Kunde nicht selten zu "vergoldeten" Fahrwerkskomponenten, investiert Unsummen in Funk-Schaltungen oder legt für das neue Top-Modell einfach mal 10k aufn Tisch.

Deshalb müssen hier auch die großen Namen ran. ABS, ESP, Airbag etc. gehören mittlerweile in jedem Kleinwagen zur Serienausstattung. Ein Marktführer in diesem Segment, mischt ja bei den E-Bikes seit Jahren ordentlich mit. Und dieser Markt wird sich ganz sicher zu einem Volumenmarkt entwickeln bzw. ist längst ein solcher.

Die vorgeschobenen Sprüche, "Es handelt sich um eine Risiko-Sportart." oder "Absolute Sicherheit wird es niemals geben.", kann ich jedenfalls nicht mehr hören. [Moralapostel-Modus aus] ;)
 
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