Was spielt denn das Körpergewicht für eine Rolle beim Leichtbau?

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Bitte nicht schlagen - habe gerade schon die FAQs bemüht und habe mich noch nicht weiter mit Leichtbau auseinandergesetzt.
Mir ist klar das ein 9 kg Bike vielleicht etwas spritziger ist als ein 13 kg Bike und dass man vor allen bei den bewegten Teilen (Laufräder, Reifen) mit Gewichtsersparnis etwas bewirken kann.

Aber...
welche Rolle spielt denn überhaupt der Fahrer???
Bin mit 90 kg (bei 192 cm) nicht gerade leicht. Ist das jetzt gelinde gesagt nicht sch** egal, wenn mein Rad 2 kg leichter ist als das meines Kollegen, wenn der nur 70 kg auf die Waage bringt? :confused:
Kann mir das mal jemand kurz erklären...

Grüße
Stefan
 
Bei deinem Gewicht macht Leicht nicht wirklich sein - bei Gewicht kleiner 60kg und Wettkampfambitionen - sehe ich den finanziellen Aufwand ein.

Dazu machst du Bike mit leichten Komponenten nicht wirklich zuverläßiger!
 
Ich baue auch leicht. Und das bei 95 kg. Aber eben anders als hier im Forum üblich. Mein Leichtbau HT wiegt 10,8 kg (komplett) . Das ist Leichtbau für Schwergewichtige. Damit kann ich Wurzeltrailabfahrten fahren ohne Anst zu bekommen. Trotsdem ist es so schwer, dass es mit schon peinlich ist überhaupt im Leichtbauforum darüber zu sprechen. Aber den Unterschied ob leicht oder schwer bei 1-2kg differenz kann sogar ich auf meiner Hausstrecke an der Fahrzeit bergauf ablesen. Den von 100g nicht. Aber an 10 Stellen 100g weniger sind auch 1kg.

Bergab sieht das natürlich anders aus, da ist der Freerider mit 18kg am schnellsten.
M
 
schneller <---> nicht schneller ... ist letztlich doch egal oder ?
Ein leichteres Bike macht beim Handling einfach mehr Spass & das merkt man einfach ständig und immer wieder & bei jeder Tour.
Selbst der 100Kg Fahrer bemerkt das sofort & imho ists doch der Spass am biken der uns immer wieder aufs neue motiviert.
 
und zuletzt ist es technische Spielerei, nach dem Motto:
Was ist denn möglich?
Bei einem 50PS Auto bringt ein Spoiler auch nichts an Performance, wohl aber an Optik etc. Tuning halt!

Gruß Walu
 
schneller <---> nicht schneller ... ist letztlich doch egal oder ?
Ein leichteres Bike macht beim Handling einfach mehr Spass & das merkt man einfach ständig und immer wieder & bei jeder Tour.
Selbst der 100Kg Fahrer bemerkt das sofort & imho ists doch der Spass am biken der uns immer wieder aufs neue motiviert.
Word.
ausserdem macht leichtbauen auch Spass in der Werkstatt.
 
Ich gehe auch mal davon aus, daß die meisten die Spaß an sowas haben, es wirklich auch hauptsächlich zum Spaß machen, und nicht um Sekunden auf ihrer "Hausrunde" oder bei einem Rennen einsparen zu können.

Bei schwergewichtigem Fahrer und geplant leichtem Bike muß man an sich "nur" aufpassen, daß der Kram mit dem Gewicht noch gut klar kommt. Manche Teile haben zum Glück Gewichtsbeschränkungen, andere Sachen kann man z.T. wegen nicht vorhandener Steifigkeit oder mangelnder Performance aussortieren.
Ob man das leichte Rad merkt oder nicht hängt wohl viel vom Gespür ab, nicht wie viele Prozentpunkte das Rad vom Fahrergewicht hat.
Früher hab ich auch immer sehr konservativ gebaut, eben wegen meinem hohen Gewicht, aus Angst daß was bricht, und hab mir damit wohl viele Jahre weniger Spaß gegönnt als sein gemußt hätte.
Solange man nicht als 0,1t-Kampfgewichtler das Rad eines 60kg-Fahrtechnik-Gurus 1:1 nachbaut, sollte man wohl definitiv Spaß und Freude durch Leichtbau gewinnen können :)
 
Zur Eingangsfrage bezueglich Koerpergewicht: Zwei Kilo Unterschied am eigenen Koerper merkt man (zumindest oberhalb eines gewissen Mindestgewichts) kaum. Zwei Kilo Unterschied am Bike merkt hingegen jeder.

Zum Thema Leichtbau im allgemeinen: So wie er von vielen betrieben wird, die in diesem Unterforum posten ist Leichtbau natuerlich schon ein eigenes Hobby, das nicht mehr viel mit Verbesserung des Fahrrads zu tun hat, sondern mehr Selbstzweck ist. Ob man jetzt (das Beispiel brachte hier mal irgendwer) den Koelner Dom aus Streichhoelzern nachbaut, oder nochmal 1,5 Gramm am Umwerferkaefig einspart... der Nutzen ist ungefaehr gleich gross, am Ende geht es um den Spass den man dabei hat.

Ganz ohne "Leichtbau" geht es hingegen nicht, Fahrradteile werden allgemein zum Glueck immer weiter gewichtsoptimiert, waere das kein Entwicklungsziel waeren Fahrraeder heute sicher im Schnitt zwei bis drei Kilo schwerer, und die wuerde man, wie eingangs bemerkt, dann durchaus deutlich spuren.
 
Ich bin mit meinem Gewicht auch in deiner Liga und sehe es wie Radical. Für einen 60kg Racer ist eine 460 Gramm ZTR Flow ein unding für mich ist es ein Leichtbauteil das mich halten sollte und ich zudem breite Reifen fahren kann.

Wenn eine XTR-Kurbel 200 Gramm leichter ist als eine LX und die gleiche Steifigkeit bietet, warum nicht eine solche verwenden?

Leichtbau oder sonstiges Tuning sollte für jeden Individuell sein und Sinn machen. Dann macht es auch Spaß und man hat auch als Schwergewicht ein individuelles Bike.

In der Windsurf-Branche wurde mal gesagt, ein Surfbrett das 1 kg leiter ist bietet soviel Performance mehr als hätte man 10 kg abgenommen. Und ein MTB das bei gleicher Stabilität 1 oder 2 kg leichter ist mach auf wendigen Trail auch wesentlich mehr Spaß und fährt sich bergauf auch leichter.
 
Bei deinem Gewicht macht Leicht nicht wirklich sein - bei Gewicht kleiner 60kg und Wettkampfambitionen - sehe ich den finanziellen Aufwand ein.

Dazu machst du Bike mit leichten Komponenten nicht wirklich zuverläßiger!

Dann müsste ich ja noch 20 kg abnehmen bevor ich mit Leichtbau anfangen dürfte.

Oder muss ein Fahrer der 1,85 cm groß und ~ 80 kg schwer ist, einen 13 kg Bomber fahren?


:lol:
 
Dann müsste ich ja noch 20 kg abnehmen bevor ich mit Leichtbau anfangen dürfte.

Oder muss ein Fahrer der 1,85 cm groß und ~ 80 kg schwer ist, einen 13 kg Bomber fahren?


:lol:

Ne, mein erstes Transalp-Bike ( Fullie) hatte 11,8kg bei meinem Gewicht von 75kg + Rucksack 8kg.
wenn Du´s vernüftig erleichterst und nicht wie ein Caterpillar fährst hält es!
 
Ich wiege 60kg komplett rennfertig. Bei meinem Gewicht habe ich das Gefühl, dass sich schon 500 gr. am Bike positiv bemerkbar machen. Es macht auch viel mehr Sinn ein leichtes Bike zu fahren, wenn man selber auch leicht ist, denn ich habe vielmehr an einem 13kg Bike zu schleppen als ein 100kg fahrer. Steifigkeitsprobleme von Biketeilen kenne ich eigentlich nicht, darum verwende ich auch extremere Leichtbauteile im Allmountainsektor. Und bisher hats gehalten.

Der andere Aspekt ist natürlich, wie schon erwähnt die Freude am leicht bauen, die einfach verdammt viel Spass machen:daumen:

Gruss sportec
 
Nö, ich denke ein 9 Kilo "Bomber" hält dich auch noch ganz gut aus. War zumindest bei meinem Kumpel der Fall. Sein Rad hat irgenwas bei 8,8 Kilo gewogen und er ist 1,85 groß und 82 Kilo schwer.

Dann müsste ich ja noch 20 kg abnehmen bevor ich mit Leichtbau anfangen dürfte.

Oder muss ein Fahrer der 1,85 cm groß und ~ 80 kg schwer ist, einen 13 kg Bomber fahren?


:lol:
 
Nö, ich denke ein 9 Kilo "Bomber" hält dich auch noch ganz gut aus. War zumindest bei meinem Kumpel der Fall. Sein Rad hat irgenwas bei 8,8 Kilo gewogen und er ist 1,85 groß und 82 Kilo schwer.

Natürlich ist ein sub 9 kg Bike bei meinem Gewicht kein Problem (baue ja gerade eines auf)

Das war nur auf den Kommentar von Navyseal bezogen, dass Leichtbau nur was für Fahrer < 60 Kg wäre ;)


Gruß Jonez
 
So zur Info, bin ja 07 das Fuji mit 7,8kg im Rennen gefahren, bei 1,81m und 77kg was bekanntlich nicht so leicht ist. Aber mit einwenig Fahrtechnik und vorausschauender Fahrweise, hält auch sowas, auch mit "höherem" Gewicht und wenn man`s durchdacht aufgebaut hat.
 
Hattest Du letztes Jahr nicht eine angebrochene Clavicula & einige verreckte Tune Naben (Freilauf) ?
 
Hattest Du letztes Jahr nicht eine angebrochene Clavicula & einige verreckte Tune Naben (Freilauf) ?
Das der Freilauf:crash: , ist ja wohl keine Gewichtsfrage, eher ist die Frage in der Ecke Ferigungsfehler, oder zu hohe Belastung zu suchen. Und das was an der Clavicula war (mini Riss in einem der vier Kettenblattarme), war ein Verarbeitungsfehler.
 
Also Leute,
ich fürchte, das Ganze ist etwas komplizierter...
Man muß den Fahrer mit Rad als System betrachten. Hier wurde bereits die Notwendigkeit von Gewichtsersparnis an rotierenden Massen (Räder) erwähnt. Also rotierende Massen haben bei Fahrzeugen aller Art einen sehr erheblichen Einfluss auf die Beschleunigung.

Ebenso stellt der Fahrer mit seinem Rad ein dynamisches System da, welches ähnlich zu betrachten ist. Zwar spielen keine rotierenden Teile eine Rolle, doch findet ja auch eine Relativbewegung statt. Genau da sollte man mal ansetzen zur Diskussion ! Leider reicht mein Wissen nicht um das mal in Zahlen auszudrücken...aber ich glaube ganz falsch liege ich mit meiner Vermutung nicht, oder ? Zumindest würde dies erklären, warum Leichtbau bei fast jedem Körpergewicht Sinn macht.

Vieleicht könnte uns ja mal jemand mit hinreichenden Kenntnissen (etwas der Maschinendynamik) erleuchten....
 
Man darf es einfach nur nicht übertreiben! Bei mir ( 100kg 1,90 ) ist nach 7000km noch nichts gebrochen.
Das letzte Gramm ist dann meist der Grund warum was bricht! Schmolke, FRM und AX sind Firmen von denen ich an tragenden Teilen wie Laufräder, Vorbau, Lenker, Sattelstütze, Kurbel und Pedalen die Finger lasse!
Klar wäre es toll einen LRS Disc um 1300gr zu fahren aber der Fahrspass würde leiden da verzichte ich lieber auf die 250gr Gewichtersparniss, bei Syntace muss man sich nun wirklich keine Gedanken machen im Lenk und Sitzbereich dort ist Leicht und Stabil möglich.

Ich habe mein Fully im Moment bei 10,7kg fahrfertig, leichter muss nicht sein. Irgendwann kommt dann der Punkt wo man effektiver Leichtbau an sich selbst betreiben muss. :D
 
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