Welche Realisierung für eine Lichtanlage ist sinnvoll?

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Ich bin momentan in der Planung für eine Lichtanlage fürs Reise/Trekking-Rad, was auch für den täglichen Weg zur Arbeit genutzt werden soll. Folgende Punkte sind für mich schonmal fix gesetzt, die die Randbedingungen für die Realisierung bilden.

- Dynamo-Nabe dient als Quelle
- StVo gerechte Beleuchtung oder blendfreie Lösung für den Gegenverkehr
- Front und Rücklicht
- Standlicht-Funktion
- Weitere Verbraucher sollen auch geladen werden können

Mit diesen Randbedingungen bin ich schnell beim Forumslader gelandet, der eigentlicht alle Punkte abdeckt. Jedoch bin ich dann ins grübeln gekommen, welcher Aufbau der für mich besser geeignete ist.
Die Realisierung mit einer Parallelschaltung von Lampe und Lader am Dynamo oder den Aufbau mit dem Lader direkt am Dynamo und über den 12V Ausgang an die Lampe.
Letztere Lösung klingt für mich nach der besseren Lösung. Mit einem ausreichend groß dimensionierten Pufferspeicher wäre der Punkt fürs Standlicht abgehakt und es wäre sogar ein reiner Akku-Betrieb möglich. Desweiteren können Lichtanlage und weitere Verbraucher wie z.B. ein Smartphone im Parallelbetrieb vom Dynamo/Pufferspeicher bedient werden. Was für mich noch ein weiterer Vorteil wäre, ist die konstante Versorgung der Lampe mit Strom, die der Lader übernimmt. Gibt es bei dieser Überlegung meinerseits irgenwelche Nachteile die ich nicht auf dem Schirm habe oder ist das ganze sogar nicht Sinnvoll?
 
Die letztere Lösung ist die technisch bessere, es gibt keine Nachteile. Exakt dafür habe ich ursprünglich den Forumslader entwickelt, USB-Ausgang kam später. Ich nutze selber den Forumslader hauptsächlich für die (kräftige) Lichterzeugung- allerdings früher mit Eigenbaulampen und jetzt mit dem MKIII von Steffen Schadt.
Ich betreibe dauerhaft und autark die Lichtanlage (6W) und gleichzeitig das Phone, das Phone kommt nie ans Stromnetz. Das funktioniert hier im Flachland bei langem Arbeitsweg (täglich 2x27km), bei anderen Bedingungen sollte die Lichtleistung etwas niedriger gewählt werden. Mit den 3W einer regulären Lichtanlage dürfte aber auf jeden Fall auch die autarke Versorgung eines Phones möglich sein.

Viele Grüße von
Jens.
 
Für den Fall: Dynamo->Lader->12Volt-Ausgang->Lampe: was wird zwischen den Ausgang und die Lampe geschaltet, wenn es ein normaler Dynamoscheinwerfer ist (z.B. IQ-X oder Philips Saferide Dynamo 60lux)? Die ursprüngliche Elektronik aus dem Scheinwerfer ist ja bei Gleichstrom unbrauchbar. LEDs werden ja üblicherweise an KSQs betrieben, kann dann sowas wie ein TaskLed verwendet werden? Ich denke da an zwei Modi, einmal 500-800mA (wie im Originalzustand) und dann einen Powermodus mit 1000-1500mA (natürlich Kühlung der LEDs usw. vorrausgesetzt). Bin über die aktuell verfügbaren LED-Treiber gerade noch nicht so gut informiert.

Danke.
 
Natürlich sind am 12V-Ausgang erstmal nur DC-Scheinwerfer direkt anschliessbar (das war ja die Ausgangsfrage). Diese gibt es inzwischen Dank der Pedelec-Welle in vielen verschiedenen Ausführungen bis hin zum EdeluxII für DC.

Sehr viele Dynamoscheinwerfer (6V AC) hatten bisher eine Elektronik, welche auch an 7.2V DC perfekt läuft- technisch eleganter wäre eine Konstantstromquelle mit 450 oder 500mA. Die Empfehlung mit 7.2V DC für AC-Scheinwerfer kam mal von Bumm.

Ob das auch für die angesprochenen Scheinwerfer gilt weiss ich aber nicht- ein Versuch am Labornetzteil sollte Aufklärung geben.

Viele Grüße von
Jens.
 
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