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GALERIE unterwegs Trekking-/Reise-/Lasten-/City-...Bikes

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Wir haben eine zweiwöchige Tour von Berlin nach Göteborg über Rostock und entlang der schwedischen Westküste gemacht. Ein Kind im Anhänger war mit an Bord. Das Wetter war bis wir in der Fähre waren eher bescheiden, danach perfekt -- weder zu warm noch kalt. Mich hat es sehr gefreut, jeden Abend in einem Shelter zu schlafen und das Zelt nicht aufbauen zu müssen. Es hat mich sehr beeindruckt, wie gut diese Infrastruktur dort ausgebaut ist, behandelt und gepflegt wird. Wir waren durch den Tagesrhythmus vom Kind eher früh am Shelter und dadurch die Freitheit uns dort auszubreiten. Wegen des Anhängers konnten wir nicht viel offroad fahren, es war aber auch in Ordnung. Auf den Landesstraßen haben die Autofahrer weitestgehend auf uns Rücksicht genommen und sind langsamer und mit viel Abstand vorbeigefahren. Nie wurden wir angehupt. Manchmal haben wir einen Zug genommen, was auch immer gut geklappt hat. Wichtig war, die Regionalzüge zu nehmen. Wir mussten sogar einmal den Ersatzverkehr nehmen, einen Expressbus. Da waren die Fahrer sehr nett und haben die Fahrräder im Gepäckbereich mitgenommen. Insgesamt waren die Menschen in dieser sehr kurzen Erfahrung sehr hilfsbereit, freundlich und kooperativ.
Die Landschaft war wirklich atemberaubend. Die Schären, Seen, Wälder, Küste, ... Unbedingt zu empfehlen.
Ein paar Bilder hänge ich hier an für die Galerie:
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Es ist schon erstaunlich, wie es jeden Morgen hell wird...
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...und jeden Abend wieder dunkel.
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Auch wir Menschen gehen auf wie Sterne und zerfallen nach einer Weile wieder zu Sternenstaub. So ist es auch meinem Vater ergangen, einem
wunderbaren Menschen und grossartigen Tourenfahrer.

Letztes Jahr trat er seine letzte Tour an und hinterliess mir nebst ein bisschen Sternenstaub dreiundzwanzig Chromosomen und ein Liegerad.

Ein Streetmachine von HP Velotechnik!
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Für meine erste grössere Tour damit lieh es mir mein Vater vor vielen Jahren aus. Wie so oft zog es mich in die Berge. Ich fuhr in den Spiggengrund und wanderte von dort auf die mythische Alp Hohkien. Damals war Fotografie kein grosses Thema für mich (und MTB-News sowieso nicht 😅), entsprechend gibt es kein Bild von dieser Ausfahrt. Als Ersatz kann ich aber ein Handyfoto aus ungefähr dieser Zeit bieten, auf dem man den Spiggengrund und Hohkien links der zwei Schwebewolken sieht.
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In der Abfahrt vom Spiggengrund kamen zwei Nachteile des Streetmachine zum Vorschein: wenn es abwärts geht, rutscht das Hinterrad wegen der geringen Belastung gerne weg beim Bremsen. Als Folge möchte man stark mit dem Vorderrad bremsen, aber da überhitzt die kleine Felge irgendwann dermassen, dass der Schlauch platzt. Und so kam ich an diesem Tag wegen der Vorderschlauchflickerei nicht meine übliche Viertelstunde zu spät nach Hause, sondern sicher eine gute Stunde.
Mein Vater hat immer sehr Sorge getragen zu seinen Velos; ich nicht sonderlich (witzigerweise schaut jetzt mein Sohn wieder sehr gut - irgendwie scheint in unserer Familie die Velopflegerei ein Mittel zur Abgrenzung gegenüber dem Vater zu sein 😅). Jedenfalls fand mein Vater nach dieser Tour, ich sei nicht pfleglich mit dem Streetmachine umgegangen (ja, nebst dem Schlauchplatzer gab's wohl wegen der rasanten Schotterfahrt noch 1-2 kleinere Lackschäden 😬), und entsprechend durfte ich es nur noch für Kurzausfahrten ausleihen.

Dann trat mein Vater die ganz grosse letzte Tour an. Der Familienrat war sich schnell einig, dass ich das Streetmachine erben darf, und so führte ich es ein paar Wochen nach der Beerdigung ins Wallis über. Die Berner Alpen durchquerte ich dabei per Bahnverlad - immer wieder ein schönes Erlebnis, auf den Zug zu fahren!
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Im Wallis gibt's ja eigentlich nur Berge, entsprechend ging's mit dem Streetmachine in die Höhe.
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Die Abfahrten waren wegen den oben genannten Nachteilen meistens nicht sonderlich entspannt, und auch bergauf hielt sich der Spass in Grenzen: Das Gewicht! Die Position! Das Gewippe!
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Mir ging auch das ewige Gegucke der Leute ein bisschen auf den Senkel - toll fand ich hingegen die Reaktion der Tiere: die merkten immer, dass da was Anderes daherkommt, und reagierten entsprechend neugierig oder irritiert.
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Ich versuchte mich noch an Hügeln statt an Bergen, aber auch dort fand ich die Fahrerei sehr anstrengend.
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Es war nicht gerade wie in den Höllen (Les Enfers)...
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...aber sehr cool war es halt auch nicht. Entsprechend blieb das Streetmachine immer öfter im Keller und setzte langsam Staub an. In der Familie wollte es niemand übernehmen, und ich fand es Schade, wenn das schöne Teil nicht gebraucht wurde. So beschloss der Familienrat, es Velafrica zu spenden.

Letzte Woche dämmerten die letzten Stunden des Streetmachines im Kreise unserer Familie.
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Ich fuhr damit nach Sion und schoss noch ein letztes Bild vor den Walliser Bergen.
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Mit dem Zug ging's nach Bern und dort zum Drahtesel. Die Leute von Velafrica konnten mir noch nicht sagen, ob's wirklich nach Afrika geht oder ob es in der Schweiz verkauft wird. Falls jemand Interesse hat: vielleicht taucht es in den nächsten Wochen hier auf 😅
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Tja, und so kommen und gehen nicht nur die Sonne und die uns lieben Menschen, sondern auch Velos... Ich hoffe, dass jemand noch viele schöne Stunden mit dem Streetmachine verbringen wird, so wie auch mein Vater viele schöne Stunden damit verbracht hat 🙏
 
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Es ist schon erstaunlich, wie es jeden Morgen hell wird...
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...und jeden Abend wieder dunkel.
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Auch wir Menschen gehen auf wie Sterne und zerfallen nach einer Weile wieder zu Sternenstaub. So ist es auch meinem Vater ergangen, einem


Letztes Jahr trat er seine letzte Tour an und hinterliess mir nebst ein bisschen Sternenstaub dreiundzwanzig Chromosomen und ein Liegerad.

Ein Streetmachine von HP Velotechnik!
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Für meine erste grössere Tour damit lieh es mir mein Vater vor vielen Jahren aus. Wie so oft zog es mich in die Berge. Ich fuhr in den Spiggengrund und wanderte von dort auf die mythische Alp Hohkien. Damals war Fotografie kein grosses Thema für mich (und MTB-News sowieso nicht 😅), entsprechend gibt es kein Bild von dieser Ausfahrt. Als Ersatz kann ich aber ein Handyfoto aus ungefähr dieser Zeit bieten, auf dem man den Spiggengrund und Hohkien links der zwei Schwebewolken sieht.
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In der Abfahrt vom Spiggengrund kamen zwei Nachteile des Streetmachine zum Vorschein: wenn es abwärts geht, rutscht das Hinterrad wegen der geringen Belastung gerne weg beim Bremsen. Als Folge möchte man stark mit dem Vorderrad bremsen, aber da überhitzt die kleine Felge irgendwann dermassen, dass der Schlauch platzt. Und so kam ich an diesem Tag wegen der Vorderschlauchflickerei nicht meine übliche Viertelstunde zu spät nach Hause, sondern sicher eine gute Stunde.
Mein Vater hat immer sehr Sorge getragen zu seinen Velos; ich nicht sonderlich (witzigerweise schaut jetzt mein Sohn wieder sehr gut - irgendwie scheint in unserer Familie die Velopflegerei ein Mittel zur Abgrenzung gegenüber dem Vater zu sein 😅). Jedenfalls fand mein Vater nach dieser Tour, ich sei nicht pfleglich mit dem Streetmachine umgegangen (ja, nebst dem Schlauchplatzer gab's wohl wegen der rasanten Schotterfahrt noch 1-2 kleinere Lackschäden 😬), und entsprechend durfte ich es nur noch für Kurzausfahrten ausleihen.

Dann trat mein Vater die ganz grosse letzte Tour an. Der Familienrat war sich schnell einig, dass ich das Streetmachine erben darf, und so führte ich es ein paar Wochen nach der Beerdigung ins Wallis über. Die Berner Alpen durchquerte ich dabei per Bahnverlad - immer wieder ein schönes Erlebnis, auf den Zug zu fahren!
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Im Wallis gibt's ja eigentlich nur Berge, entsprechend ging's mit dem Streetmachine in die Höhe.
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Die Abfahrten waren wegen den oben genannten Nachteilen meistens nicht sonderlich entspannt, und auch bergauf hielt sich der Spass in Grenzen: Das Gewicht! Die Position! Das Gewippe!
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Mir ging auch das ewige Gegucke der Leute ein bisschen auf den Senkel - toll fand ich hingegen die Reaktion der Tiere: die merkten immer, dass da was Anderes daherkommt, und reagierten entsprechend neugierig oder irritiert.
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Ich versuchte mich noch an Hügeln statt an Bergen, aber auch dort fand ich die Fahrerei sehr anstrengend.
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Es war nicht gerade wie in den Höllen (Les Enfers)...
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...aber sehr cool war es halt auch nicht. Entsprechend blieb das Streetmachine immer öfter im Keller und setzte langsam Staub an. In der Familie wollte es niemand übernehmen, und ich fand es Schade, wenn das schöne Teil nicht gebraucht wurde. So beschloss der Familienrat, es Velafrica zu spenden.

Letzte Woche dämmerten die letzten Stunden des Streetmachines im Kreise unserer Familie.
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Ich fuhr damit nach Sion und schoss noch ein letztes Bild vor den Walliser Bergen.
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Mit dem Zug ging's nach Bern und dort zum Drahtesel. Die Leute von Velafrica konnten mir noch nicht sagen, ob's wirklich nach Afrika geht oder ob es in der Schweiz verkauft wird. Falls jemand Interesse hat: vielleicht taucht es in den nächsten Wochen hier auf 😅
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Tja, und so kommen und gehen nicht nur die Sonne und die uns lieben Menschen, sondern auch Velos... Ich hoffe, dass jemand noch viele schöne Stunden mit dem Streetmachine verbringen wird, so wie auch mein Vater viele schöne Stunden damit verbracht hat 🙏
Schönes Rad. So eines hatte ich auch mal gehabt. Mit Streamer und noch Low-Ridern, unter dem Sattel. Damit konnte wesentlich mehr transportiert werden. War damit allerdings nie in den Bergen. In und um Berlin ging es, die Blicke sind mir noch wohl vertraut. Hoffen wir, dass es in gute Hände kommt.
 
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