Dipl.-Arbeit zu MTB-Schäden?

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Es gab vor ca. 2-4 Jahren mal eine Diplom- oder Doktor-Arbeit in der untersucht wurde inwiefern das MTBiken gegenüber dem Wandern den Wald, insbesondere den Waldboden beeinträchtigt.
Interessanterweise kam dabei heraus, daß wandern mehr zur Bodenerosion beiträgt als das (normale) biken.
Jetzt hätte ich gern gewußt wo ich den Artikel finde oder kennt jemand vielleicht den Autor?
MfG, Franzi.
 
das klingt so wie die "Rauchen ist gesund" Studie von Dr. Marlboro.
Im Ernst, solch Diplomarbeiten klingen sehr nach Prof. v.d.Osten-Sacken von der RWTH Aachen...guck da mal nach
(der hat nämlich nicht nur Fahrräder kaputt gemacht sondern auch alles mögliche andere untersuchen lassen)
DickHard
 
@DickHard: Was soll ein MaschBau-Prof/Materialprüfer mit Biologie/Ökologie zu tun haben?

Von einer Abhandlung zu dem Thema hab ich auch schon gehört, weiß aber nicht, von wem sie sein soll. Mich würde auch der Originaltext interessieren :)
 
ähm ich habs unten stehn... guck gleich ma nach von welchem autor das is... hatte mir das bestellt als ich meine facharbeit darüber geschrieben habe... :D
 
Na ja... wenn ich ne wissenschaftliche Arbeit schreibe, dann weiß ich vorher schon, was für ein Ergebnis rauskommen soll und verarbeite eben entsprechende Quellen (wissenschaftliche Arbeiten = Literaturarbeiten), bzw. beziehe Stellung zwischen kontroversen Quellen.

Also...:bier:
 
Ich glaube, du meinst dieses hier:

WÖHRSTEIN, Thomas: Mountainbike und Umwelt; Ökologische Auswirkungen und Nutzungskonflikte, Dissertation am Umweltforschungsinstitut der Universität des Saarlandes, Saarbrücken 1998, Verlag Pirrot Saarbrücken,
ISBN 3-930714-36-1

und

WÖHRSTEIN, Thomas: Ökologische Auswirkungen des Mountainbike-Sports, Diplomarbeit an der Universität des Saarlandes, Fachrichtung Geographie, Saarbrücken 1993

Was die Beschaffung angeht, so steht das erste logischerweise bei uns in der Uni-Bibliothek in einer Ausgabe, das zweite wahrscheinlich bei den Geographen in irgendeiner Seminarbib. Da dir das aber nicht so wirklich weiterhelfen wird, könntest du es ja mal mit der Fernleihe einer Uni-Bibliothek in deiner Nähe versuchen. Es hat ca. 200 Seiten, falls du gar nicht anders dran kommst und es unbedingt brauchst, könnte ich dir noch kopieren und zuschicken anbieten.

Falls dich das Thema allgemein interessiert, gibt dieser Artikel noch mehr Quellen an:
http://www.fa-tourismus.adfc.de/index.htm?/mtbhandrkapmtb.htm

Kleine Ergänzung: Das ganze gibt's online unter:
http://www.mountainbike-und-umwelt.de/
Gerade gefunden!

Grüße,

Christina
 
Original geschrieben von Mudracer
@Rune Roxx: Es soll auch Leute geben, die gewissenhaft arbeiten und ihre Ergebnisse nicht frisieren :rolleyes:

Auch ich arbeite gewissenhaft und stelle keine Unwahrheiten dar (das würde mir auch jeder Prof zerreißen...); dennoch sind wissenschaftliche Arbeiten immer von einem bestimmten Tenor gezeichnet. Glaub's mir einfach (oder schreib dich irgendwo ein und mach nach ein paar Jahren bei deiner eigenen Diplomarbeit die selben Erfahrungen...).

Das ist ja auch nichts schlechtes - ganz im Gegenteil.
 
Original geschrieben von Rune Roxx


Auch ich arbeite gewissenhaft und stelle keine Unwahrheiten dar (das würde mir auch jeder Prof zerreißen...); dennoch sind wissenschaftliche Arbeiten immer von einem bestimmten Tenor gezeichnet. Glaub's mir einfach (oder schreib dich irgendwo ein und mach nach ein paar Jahren bei deiner eigenen Diplomarbeit die selben Erfahrungen...).

Das ist ja auch nichts schlechtes - ganz im Gegenteil.

Mir ist schon bekannt, daß man eine wissenschaftliche Abhandlung mit einer gewissen Erwartung beginnt, aber trotzdem kann man Fakten nicht so drehen, daß man dadurch das Gegenteil der ursprünglichen Bedeutung als Ergebnis erhält.
Auch das Auslassen von Quellen, die eine andere Meinung oder ein anderes Ergebnis darstellen, ist eine Art von Unwahrheit. Außerdem ist die Literaturrecherche nur ein Teil der wissenschaftlichen Tätigkeit, ein bischen selber denken muß man auch noch.

Im übrigen kannst Du Dir Deine Belehrungen über dieses Thema ersparen, ich habe vor 6 Wochen eine Dissertation eingereicht, über das Stadium der Diplomarbeit bin ich also schon längst hinaus...
 
Hab gerade in deinem Profil gesehen, dass du ja Ingenieur bist... denke trotzdem, dass es auf anderen Gebieten - z. B. Waldschäden durch Biken - viel mehr um Softfacts geht (wobei ich mich nun echt nicht mit Ingenieurwesen auskenne).

Und wenn du gerade deine Dissertation eingereicht hast, müsstest du doch bereits den gewissen Abstand zum Studium an sich haben, um zuzugeben, dass die meisten Studis wie von mir beschrieben verfahren werden...
 
Das mag evtl. auf bestimmte Fachbereiche zutreffen. Was beispielsweise Germanistik oder Theologie betrifft, stimme ich Dir wohl zu, da in diesen Bereichen viele Dinge Interpretationssache sind. Da geht es wohl wirklich nur um das Zusammentragen von Literaturstellen (will man böse sein: Literaturstellen, die einem passen).

Was aber die Arbeit von diesem Thomas Wöhrstein angeht, habe ich doch aus den Leseproben den Eindruck gewonnen, daß er sich schon auf Fakten stützt. Insbesondere für die Kapitel 6-8 scheinen Meßdaten und eigene Untersuchungen verwendet worden sein. Ich würde gern mal die komplette Arbeit sehen, scheint schon interessant zu sein. Vielleicht werde ich mir das Buch noch kaufen...
 
@mudracer:
nur weil literaturwissenschaftler (und theologen) nicht messen und zählen, arbeiten sie deshalb noch lange nicht unwissenschaftlich. eine literaturwiss. interpretation ist an wiss. grundsätze gebunden und mehr als einfach nur stoffhuberei, zudem kann man textstellen/zitate etc. nicht einfach "verbiegen" (das wäre unwissenschaftlich)! man bedenke auch die kenntnisse der literatur- und kulturgeschichte, die grundlage sind für interpretationen. ich würde zustimmen, wenn du sagen würdest, daß es aufgrund der vieldeutigkeit von texten dazu kommt, daß es versch. ansätze gibt, den text so oder so zu lesen. das hat aber nichts mit willkür zu tun!!!
das nur ganz kurz und am rande...wahrscheinlich denkst du beim thema "literaturwissenschaft" noch an die schulzeit...
gruß patrick
 
Also wenn man mit dem MTB durch den Wald donnert, vor jeder Kehre mit blockierenden Reifen den Boden abträgt, Äste abbricht, kleine Pflanzen und Büsche platt fährt usw dann ist das auf jedenfall schädlicher für den Wald als ein Spaziergänger.
Und nun behauptet mal nicht alle ihr fahrt ganz vorsichtig :lol:
 
Original geschrieben von Manni
Also wenn man mit dem MTB durch den Wald donnert, vor jeder Kehre mit blockierenden Reifen den Boden abträgt, Äste abbricht, kleine Pflanzen und Büsche platt fährt usw dann ist das auf jedenfall schädlicher für den Wald als ein Spaziergänger.

Hast du dazu Belege in der (zitierfähigen) LITERATUR??

Muaaaaaaahaaaaaahaaaaa...
 
wenn besoffene wanderer nach dem einkehren besoffen die berge abseits aller wege runterstolpern ist das auch nicht sooooo umweltverträglich...von weg geworfenen kippenstummeln etc. ma ganz zu schweigen, und jetz sacht nicht dass es keine rauchenden wanderer gibt....aber auf dem bike hab ich zumindest noch niemanden rauchend den berg rauf oder runter kommen sehn

was wissenschaftlichkeit bei solchen untersuchungen angeht....keine ahnung, meine diplomarbeit steht noch lange nicht an, kenne aber fälle aus der familie(alles ingenieure) bei denen die diplomarbeit doch einen anderen ausgang hatte als ursprünglich angenommen....na und? die 1,0 is trotzdem gut, oder?
fakten lassen sich bei naturwissenschaftlichen themen normalerweise nicht verbiegen

ich kenne die herren nicht die diese arbeiten verfasst haben....würde mich ma interessieren mit welchem hintergrund sie die arbeiten geschrieben haben....kann schon einen unterschied machen ob ein vogelschützer und pfandfinder die arbeit schreit oder n biker der pro jahr drei ma an den gardasee zum biken fährt
 
Original geschrieben von Hugo
fakten lassen sich bei naturwissenschaftlichen themen normalerweise nicht verbiegen
aber es kommt darauf an wie man sie interpretiert und in welche kontexte man sie stellt ;)

r°b, der bei sich in der geographiebibliothek schauen wird, ob es da besagtes buch gibt...
 
Original geschrieben von Hugo
fakten lassen sich bei naturwissenschaftlichen themen normalerweise nicht verbiegen

nein das nicht, aber man kann sie selektiv interpretieren und das so wie man das möchte. dort gibts genug spielraum. ein schönes und auch populäres beispiel sind die mendelschen gesetze. der herr mendel hat es bei seinen versuchen mit der wahrheit auch nicht ganz so genau genommen. rausgekommen ist dennoch etwas revolutionäres und vor allem richtiges :).
 
Original geschrieben von sharky
jaja, wahrscheinlich mit hektoliteratur und bierologie :lol:

Verflucht... heute wurde unser für morgen geplantes Sommerfest gecancelt, weil es in dieser Drexstadt unentwegt regnet (sollte Open Air sein). Dabei wäre ich Cheffe des Rigo- und Smirnoff-Stands gewesen und hätte als solcher alleinigen Zugriff auf die Freigetränkemarken gehabt...

Ja, dann bleib ich halt zuhause und lern... Personalwesen? Aktienanalyse? ...:(
 
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