Eine Abfahrtslastige Rundfahrt in den Alpen. Start: Livigno - ALTA REZiA

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4. November 2009
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17
Ort
Schwäbische Alb, Pfälzerwald/Weinstraße
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Wenn in den Alpen irgendwo der Begriff Trailsurfen, „Flow Trails“ und Freeriden geprägt wurde, dann in Alta Rezia und vorallem Livigno. Hans Ray startete hier schon vor Jahren das Projekt „FLOWTRAIL“. 2005 wurde hier die MTB-Weltmeisterschaft ausgetragen. Seither ist die Region stark dabei die Infrastruktur der beliebten Trails auszubauen. Deshalb fängt unsere Tour genau hier an.
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[FONT=Arial, sans-serif]Die Tourismusregion Alta Rezia hat sich schon lange auf die neuen Gäste eingestellt: die Lifte fahren auch im Sommer, Bikeparks wurden gebaut mit allem was dazugehört (Steilkurven, Tables, große Sprünge, Northshore, Luftkissen zum üben von Sprüngen.) Hotels haben oftmals einen Shuttleservice und kennen die Bedürftnisse der Abfahrts-Biker. Die Infrastruktur ist da![/FONT]

[FONT=Arial, sans-serif]Doch Bikeparks schießen zur Zeit aus dem Boden wie Pilze im Herbst (die italienischen Steinpilze sind übrigens sehr zu empfehlen!), doch darüber soll es in diesem Bericht nicht gehen. Vielmehr um eine bisher einmalige Rundfahrt durch die italienischen und schweizer Alpen. Hunderte km Flowtrails wurde aneinandergehängt und zu einer Rundfahrt der besonderen Art ausgearbeitet. Kulinarische Spezialitäten, epische Landschaften, authentische Alpenbewohner und natürlich Trails die Genussfahrern und Adrenalinjunkies gleichermaßen zufriedenstellen, gilt es zu erleben![/FONT]




[FONT=Arial, sans-serif]Um solch eine Rundtour zu planen benötigt es viel an Erfahrung und noch einmal mehr um diese erfolgreich durchzuführen. Informationen der Einheimischen sind ein MUSS in der Tourplanung und oftmals schwer zu ergattern. [/FONT]

[FONT=Arial, sans-serif]Dafür haben verschiedene Tourveranstalter standardisierte Verfahren, die eine erfolgreiche Tour für jeden Anspruch garantieren. Die Alpinsportschule „bergfühlung“ ist ein Veranstalter, der sogar darüber hinaus den Grundsätzen eines nachhaltigen und sanften Tourismus nachgeht. Sport, Kultur und Natur wird in den Touren verbunden.[/FONT]

[FONT=Arial, sans-serif]Angefangen bei landestypischen Unterkünften, regionaler Verpflegung, bis zu ergänzenden Informationen und nicht zuletzt der Auswahl der Touren, ist alles aufeinander abgestimmt und folgt einem ganzheitlichen Konzept.[/FONT]



[FONT=Arial, sans-serif]Die Tourismusführer der Region Alta Rezia haben dazu geladen 4 Tage ihr Konzept der ALTA REZIA MTB-PREMIUM LOOP auszuprobieren. Also stand den Guides die komplette Infrastruktur zur Verfügung: local-Guides, Lift, Shuttleservice, Bikehotels, Wellnessprogramm und natürlich die exzellente kulinarische Verköstigung.[/FONT]




[FONT=Arial, sans-serif]TAG1- FlowTRAILS, Bikepark Livigno[/FONT]





[FONT=Arial, sans-serif]Es ist 7Uhr morgens, die Sonne taucht gerade die umliegenden Berge in einen goldenen Schimmer. Dazu ein kontrastreicher, blauer Himmel ohne Wolken. So soll es anfangen denk ich mir -mit gutem Wetter![/FONT]

[FONT=Arial, sans-serif]Das Frühstück lässt nichts zu wünschen übrig, der Kaffee wird einem individuell serviert und das Büffet ist üppisch bestückt, so dass ich mir für alle Fälle einen Tourenproviant zusammenstellen kann.[/FONT]

[FONT=Arial, sans-serif]Und schon sitze ich, mit meiner Kollegin und unseren hightech-Drahteseln, in einer Kabine der mottolino-Seilbahn. 2300m. Los geht’s! Bikeparkaction zum warmmachen wartet auf uns! Meine Euphorie wird nicht von jedem geteilt, „die werden mir alle davon fahren! Ich bin doch kein Downhillracer!“ doch die Zweifel meiner Kollegin sind nach den ersten Metern Trails verflogen. Adrenalinjunkies kommen genauso auf ihre Kosten wie genüssliche Trailsurfer. Es sind Flowtrails. Sprünge und Northshore-elemente sind nicht zwingend. Dafür aber der berauschende Blick ins Livigno-Tal, von dem man sich immer wieder abwenden muss um nicht die nächste Serpentine oder Steilkurve zu überfahren.[/FONT]

[FONT=Arial, sans-serif]Auf halber Höhe, in Trepalle, schlagen wir wieder einen anderen Kurs ein. Der Reifengrip ist getestet und die Muskeln gelockert. Nun wird etwas pedalliert und wir finden uns 300hm höher, am [/FONT]
[FONT=CenturyGothic, sans-serif]Passo del Foscagno wieder. Ein Teil der Gruppe genießt die Abfahrt auf dem Jeeptrack durch den Wald. Der Rest stürzt sich den mit Felspassagen, Wurzeln und Stufen versehenen Singletrail runter. „Woas oan geiler Trail!“ jault es in regelmäßigen Abständen hinter mir, bis wir im Tal von Isolaccia angekommen sind, wo schon der nächste Lift wartet.[/FONT]

[FONT=CenturyGothic, sans-serif]Einige hundert Höhenmeter weiter oben angekommen, gleiten wir gemütlich auf einer Schotterpiste entlang. Unser italienischer Guide erzählt plötzlich von einer „riiiesen Kanonie“ und man wartet gespannt was um die nächste Ecke auf einen lauert. Wie in so vielen Gebiete in den Alpen, wurde auch hier in den Weltkriegen gekämpft und Abwehrstellungen sind noch heute zu besichtigen. So auch hier. An diesem geschichtsträchtigen Ort hat man definitiv einen schönen Ausblick, darin sind wir uns einig.[/FONT]

[FONT=CenturyGothic, sans-serif]Der nächste Trail wartet auf uns! Und es ist wieder ein Bikepark in dem wir uns plötzlich befinden. Der Waldboden fühlt sich noch jungfräulich an. Enge Kurven und Pumptrack-sections am steilen Hang! Dann wieder Wiese und ein paar doubles zum springen. Die nächste Steilkurve leitet die letzte, schnelle Downhillsection ein. So muss es sein![/FONT]




[FONT=CenturyGothic, sans-serif]Unser nächstes Ziel heißt Bormio und liegt am Ende des Tals. Der altdeutsche Name ist „Worms im Veltin“. Nicht ganz so prunkhaft wie sein Namensvetter, hat die Altstadt allerdings auch einiges zu bieten und man kann sich leicht in den engen Gässchen verlieren. [/FONT]

[FONT=CenturyGothic, sans-serif]Am romantischen Stadtplatz [/FONT]
[FONT=CenturyGothic, sans-serif]Piazza S. Crocifisso [/FONT][FONT=CenturyGothic, sans-serif]ist im Restaurant [/FONT][FONT=CenturyGothic, sans-serif]Vecchia Combo[/FONT][FONT=CenturyGothic, sans-serif] schon für uns eingedeckt. So genießen wir die italienische Salami, den Schinken und Käse auf traditionell selbstgebackenem Brot. Noch ein Espresso und weiter geht’s. Der 3000er wartet auf uns![/FONT]





[FONT=CenturyGothic, sans-serif]Bormio3000 heißt der legendäre Trail, den Hans Ray und Fischknecht „Frischi“ schon in ihrem Video bewerben.

http://vimeo.com/14133968

Bei Ihnen gab es Regen und Gewitter – wir haben super Wetter! Perfekte Bedingungen um meinen ersten alpinen Trail zu (er-)fahren.[/FONT]

[FONT=CenturyGothic, sans-serif]WOW! Hier liegt Schnee. WOW! Ich muss so schnell atmen. WOW! Die Aussicht.... das sind meine ersten Gedanken bevor ich den Trail sehe und mich in ihn verliebe.

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Meine Kamera kommt mit dem Auslösen kaum noch hinterher, soviele Fotos will ich machen. Vor lauter Aufregung vergesse ich vor dem losfahren, meine Wasserblase aufzufüllen. Daraus soll ich später eine Weisheit ziehen: trinke niemals kaltes Gletscherwasser wenn dein Kreislauf erschöpft ist! Du wirst Blut spucken ;)[/FONT]

[FONT=Arial, sans-serif]Ebenfalls sollte man auf solch einer Höhe keine unnötigen Risiken eingehen. Auch wenn der Trail noch so sehr zum verspielten fahren anregt und man am liebsten alle Felsen droppen will und jeden Hügel als potentiellen Sprung sieht – Contenance! Konzentriertes fahren ist angesagt. Die Höhenluft hat weniger Sauerstoff, darunter leidet die Körperliche Leistungsfähigkeit.
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[FONT=Arial, sans-serif]Leider kommt man auf solche Vernünftigen Schlussfolgerungen oftmals erst wenn es zu spät ist. Ich muss mir erst Schlüsselbein, Rippe und Hüfte prellen. Es hätte schlimmer kommen können! [/FONT]




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Unsere Guides schlagen mir eine bequeme Alternativroute zum technischen Singletrail an. Da sich die Gruppe sowieso in Fahrtechniker und Genussfahrer teilt, fuhr ich mit letzteren die alternative Schotterpiste hinunter ins Tal. Gesäumt von Almen und neugierig schmatzenden Kühen, hatte der breite Weg auch so seine Vorzüge. Vorallem bietet sich endlich die Gelegenheit sich mal in Ruhe am grandiosen Anblick der Berge sattzusehen.[/FONT]





TAG2



[FONT=Arial, sans-serif]Nachdem das Wetter am ersten Tag beste Vorraussetzungen bot, ist es heute eher bescheiden. Wir stehen vor unserem Hotel in [/FONT]
[FONT=CenturyGothic, sans-serif]S.Caterina Valfurva und beratschlagen.
Die beste Lösung scheint uns Entspannung zu sein! So kommt es, dass wir in den Genuss der warmen Thermalbäder von Bormio kommen.
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[FONT=CenturyGothic, sans-serif]Schon die Römer ließen es sich hier gut gehen und badeten im warmen Wasser, welches durch eine schmale Spalte im Berg gepresst wird und so bis auf 40 Grad erhitzt wird. Es steht eine Vielzahl an Becken zur Verfügung: ein Außenbecken mit fantastischer Sicht und sprudelndem Wasser, dunkel gehaltene „Grotten“ mit entspannender Beleuchtung oder Unterwassermusik und ein Heilschlammbecken mit anschließender Sauna und Dampfbad. Um nur einige zu nennen. Verschiedene Größen der Weltgeschichten badeten hier schon. Der berühmteste war wohl Leonardo da Vinci. Wer hier badet bekommt auch schnell das Gefühl etwas Besonderes zu sein.[/FONT]

[FONT=CenturyGothic, sans-serif]Eins steht jedenfalls fest: die Thermalbäder von Bormio darf keiner missen. Am besten kommen sie Abends, nach einer ausgiebigen Alpentour zur Geltung und werden so auch in unseren Touren zu finden sein.[/FONT]






[FONT=CenturyGothic, sans-serif]Nach so viel Entspannung kann es dann auch weiter gehen. Der Regen hat nachgelassen und es kommt sogar die Sonne zum Vorschein. „Sofort aufs Rad!“ liest man in einigen Gesichtern der Teilnehmer. Doch wie so oft überraschen uns die Italiener mit ihrer Leichtigkeit und dem Drang zum kulinarischen. Ein 4-Gänge Menü wartet auf uns und der beste Rotwein der Region (man glaubt es kaum aber in den Alpen wird auch Wein angebaut!). Also wird erstmal genüsslich geschmaust im Hotel-Restaurant Sassella, im Ort Grosio.[/FONT]


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Unsere Siesta fällt etwas ruppig aus: eine halbe Stunde im Landrover DEFENDER, in der wir mit unseren Rädern schon den nächsten Pass hinaufgeshuttelt werden. Auf einmal ist das italienische Motto wieder „tutti avanti!“ Und uns soll es recht sein. Wir sind ja nicht zum entspannen hier, sondern wollen die genialsten Trails der Alpen befahren. [/FONT]

[FONT=CenturyGothic, sans-serif]Der Mortirolopass ist bekannt bei den Rennradfahrern. Er ist eine der Königsetappen des Giro d'Italia und wir sind einfach nur froh, dass wir ihn nicht hochfahren müssen.[/FONT]

[FONT=CenturyGothic, sans-serif]Oben angekommen werden wir nicht enttäuscht: Wir überqueren die Alpe Trivigno und fahren in den tiefsten Wald den die Alpen bisher zu bieten hatten. Die Wegführung ist einmalig, es geht durch Wälder auf sehr sehr sehr wenig befahrenen Wegen, die eher an Trampelpfade erinnern aber durchaus fahrbar sind. Der griffige Waldboden macht unglaublich Spass und das ganze erinnert an einen Querfeldeinpumptrack. Immer wieder begegnen uns vereinzelte Kühe, Wanderer oder Pilzesucher. Irgendwie hat hier alles einen märchenhaft Touch und man erwartet eigentlich einen winkenden Kobolt hinter dem nächsten Baumstumpf. „Wir sind hier auf einer ehemaligen Schmugglerroute“ Wird uns erklärt. Die zollfreien Händler wählten Routen, die nicht so leicht einzusehen waren. So konnten sie ihre Ware unbemerkt durch die Wälder bringen. Und genau auf diesen alten Schmugglerwegen sind wir nun mit unseren Rädern unterwegs.[/FONT]

[FONT=CenturyGothic, sans-serif]Zur richtigen Jahreszeit findet man hier sogar etliche Steinpilze. Und so kommt es, dass immer wieder aus der Gruppe einen Freudenschrei kommt, als ein besonders großes Exemplar erblickt wird. Die Rucksäche unserer Guides waren später gespickt mit Pilzen, welche wohl zu köstlichem Risotto verarbeitet wurden...[/FONT]

[FONT=CenturyGothic, sans-serif]Eine tiefe Klippe mit tollem Ausblick lädt uns zu einer kleinen Rast ein. Mit dem nächsten Anstieg leistet uns der Regen auch wieder Gesellschaft. Doch er ist nur kurz und wir werden mit technischen Trails belohnt, die tatsächlich ziemlich gut ausgebaut sind! Die ein oder andere präparierte Kurve und sogar Northshore Elemente tauchen auf einmal auf! Den einheimischen bereiten solche Trails anscheinend auch viel Spaß.[/FONT]




[FONT=CenturyGothic, sans-serif]Doch so langsam sind wir froh unser Tagesziel vor Augen zu haben: vereinzelte Sonnenstrahlen geben den Ort Tirano Preis, der bisher im Dunst des Tales verborgen war.[/FONT]
[FONT=CenturyGothic, sans-serif]So schlängeln wir uns noch ein wenig am Hang entlang, bis wir auf eine schmale Asphaltstraße kommen und es bis zum Ort ausrollen lassen. Eine mittelalterliche Brücke gilt es noch zu überwinden, dann kommen wir an. Im Contrada Bertramelli in Villa di Tirano. Eine „Burg“ mitten im Ort die sehr exklusiv mit Gästezimmern und -wohnungen renoviert wurde und einen tollen Anblick bietet. [/FONT]

[FONT=CenturyGothic, sans-serif]Exklusiv ist auch die Begrüßung! Heiße Maroni werden für uns in einem Pott über dem Feuer geröstet, frisch gebackenes Fenchelbrot hängt im Hof und im urigen Steinkeller ist mit Käse und Salami angerichtet. Leckere Trauben und Feigen gibt es zu allem -wir sind restlos glücklich.[/FONT]

[FONT=CenturyGothic, sans-serif]Als wir dann noch die neuen, rustikalen Zimmer besichtigen und feststellen dass die Heukammer als Schlafzimmer ausgebaut wurde sind wir begeistert. Einmal im Heubett schlafen – definitiv ein highlight![/FONT]







[FONT=CenturyGothic, sans-serif]TAG3[/FONT]



[FONT=CenturyGothic, sans-serif]Der Lago di Poschiavo ist ein typischer See in den Alpen. Er taucht das ganze Tal in einen bläulichen Schimmer und man freut sich von jedem Standpunkt im Tal, den strahlenden See zu erblicken. Dieses „Valposchiavo“, auch bekannt als „Puschlav“ ist unser Aufenthaltsort heute Vormittag. Der erste Shuttle bringt uns auf die nördliche Talseite.[/FONT]
Danach werden wir auf der südlichen Talseite verweilen.

[FONT=CenturyGothic, sans-serif]Die Abfahrt führt uns zuerst durch Fichtenwälder, welche in eine Alm übergehen an der ein sehr kleines Örtchen grenzt. Hier werden die Lebensmittel noch traditionsbewusst aufbewahrt: die sogenannten „Puschlaver Crot“ hatten früher die Funktion eines Kühlschrankes und sehen aus wie Steiniglus. Die Temperatur ist durch ein durchlaufendes Rinnsal Wasser gleichbleibend.[/FONT]

[FONT=Arial, sans-serif]Kühe stehen herum, die Wiesen sind grün und große Vögel fliegen über uns im blauen Himmel. Unverkennbar: wir sind auf der Alm. Diese großen Vögel sind Bartgeier. Seit 2006 leben sie wieder hier.[/FONT]






[FONT=Arial, sans-serif]Nachdem wir uns nun dem Almleben und der Fauna widmeten, wird es mal wieder Zeit für eine aufregende Abfahrt. Die bekommen wir auch! In dutzenden Serpentinen schlängelt sich der Weg vor uns ins Tal. Also „surfen“ wir auf dem weichen Waldboden die Kurvenreiche Strecke herunter. Wir vernichten so schnell die Höhenmeter, dass der Druckunterschied unsere Ohren knacken lässt. Strahlend kommen wir im Tal an und der Anhänger für die Räder und Shuttle stehen schon zum beladen und hineinsetzen bereit. Kurz am kühlen Gletscherwasserbrunnen erfrischt und weiter geht’s! Die andere Talseite wartet schon auf uns! :)[/FONT]





[FONT=Arial, sans-serif]Ein ganzes Stück höher sind wir jetzt, auf der anderen Seite. Man kann die kleinen Ortschaften erkennen, die uns vorher mit dem "Steiniglu" vertraut machten. Auch die Sonne ist mit uns wie angekündigt. Und unsere Route beginnt gleich mit einem verwurzeltem, am Hang entlang schlängelndem Wanderweg. Mehrere Kilometer rollt man so durch den Wald und die gelegentlichen Anstiege verschaffen einem eine gute Möglichkeit auch mal stehen zu bleiben um die Idylle der Waldes und des durchschimmernden Lagi di Poschiave zu genießen. Zwischen den Bäumen erkennen wir plötzlich einen Turm! Der kleine Kirchturm des mittelalterlichen Kirchleins „San Romerio“. Hier hat sich eine kleine Familie niedergelassen und bewirtschaftet eine Berghütte, gleich hinter der Kirche. [/FONT]





„Wer einmal vollständig um das Kirchlein läuft, wird niemals mehr krank. „ [FONT=Arial, sans-serif]So heißt es im Volksmund. Wahrscheinlich hat sich das bei allen Versuchen bewahrheitet: das Gebäude ste[/FONT][FONT=Arial, sans-serif]ht direkt am Abgrund und liegt 800m über dem Lago di Poschiavo.[/FONT]
[FONT=Arial, sans-serif]Ein schöner Ort zu Rasten. Und genau das haben wir hier vor. Also setzen wir uns an den großen Holztisch, essen lokale Spezialitäten, gönnen uns ein paar Schlucke des italienischen Rotweins und kosten von der einmaligen Buchweizen-Polenta die im Garten mit der wohl schönsten Aussicht angebaut wurde.[/FONT]




[FONT=Arial, sans-serif]Dann werden allmählich unsere sonst so legeren italienischen Guides etwas hektisch. Wir müssen einen Zug bekommen! Hier oben will man eigentlich an alles andere als an einen verpassten Zug denken...aber dennoch, unser Zug, der uns hoch zum höchstgelegenen Bahnhof der Schweiz bringt, fährt in einer Stunde unten im Tal ab. Das sollte zu schaffen sein und so verpackt sich die ganze Meute wieder in ihre Abfahrtsausrüstung und wir stürzen uns das Tal zum See hinunter.[/FONT]






[FONT=Arial, sans-serif]Wir fahren noch eine ganze Weile einen romantischen Weg am See entlang, kommen an duftenden Kräuterfeldern vorbei (welche später einmal in Ricolabonbons landen), bis die nächste Ortschaft auftaucht. Poschiavo. Die Stadt die dem See ihren Namen gibt, hat einen sehr schönen alten Stadtplatz der gesäumt ist von Cafés. Hier kommt auf einmal mediterraner Flair auf! Vermutlich ist deswegen auch schon für uns eingedeckt und wir kommen trotz [/FONT]
[FONT=Arial, sans-serif]Zug-fährt-in-einer Stunde!-Hektik[/FONT][FONT=Arial, sans-serif] auch noch in den Genuss von Espresso und traditionellem Kastanienmousse mit Früchtetörtchen. [/FONT]





[FONT=Arial, sans-serif]Ganz entspannt erreichen wir den Bahnhof von Poschiavo. Die „Rhätische Bahn“ stellt uns sogar einen extra Fahrrad-Waggon (und Mitarbeiter!) zur Verfügung, um die 25 Räder bequem und sicher zu verstauen. Nach Schweizer Pünktlichkeit fährt die Bahn los und es folgt die bisher schönste Bahnfahrt meines Lebens. Man merkt kaum etwas von den unzähligen Kurven und 180Grad Drehungen (die für einen Zug sehr untypisch sind). Doch immer nach der Durchfahrt eines Tunnels ist dort, wo gerade noch der epische Blick ins Tal war, ein Berghang und das bläuliche Schimmern des Sees kommt auf einmal vom gegenüberliegendem Fenster. [/FONT]




[FONT=Arial, sans-serif]Durch die Fenster der Bahn sieht alles aus wie ein gerade gefertigtes Alpengemälde im Bilderrahmen. Ab und an kann man die MTB-Trails verfolgen, wenn sie die Bahnlinie kreuzen oder daran entlangführen. Wir fahren das ganze Tal wieder hoch und es tauchen immer wieder neue Bergspitzen auf. Ein Gletscher glänzt uns entgegen. Die Bahnhöfe sehen aus wie Burgen. Und vom Tal und dem strahlendem Lago di Poschiavo ist gänzlich nichts mehr zu sehen.[/FONT]

[FONT=Arial, sans-serif]Da ist er! Der höchstgelegene Bahnhof der Schweiz. Hier steigen wir aus und fahren die letzten Meter mit dem Rädel hoch zum „Passo del Bernina“. Wir sind nun auf 2330m Höhe. Die letzte Abfahrt der Tour endet in Livigno. Der Kreis schließt sich also – wir sind ja auch auf einer Rundfahrt![/FONT]

[FONT=Arial, sans-serif]Hier die letzte Abfahrt in Bildern:




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Wow, da hast du dir aber was gutes gegönnt. Schöne Landschaft und Abfahrten, dazu das leckerer Essen. Die Bilder sind auch schön geworden :) - So was nennt man Geniesser-Biker
 
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Würde gerne in der Region nächstes Jahr eine 5tägige Rundtour machen, allerdings mit deutlich weniger Aufstiegshilfen (Seilbahn ist ok, aber kein Shuttle). Highlights wie Chaschauna, Trails runter nach Poschiavo, Ketschhütte sollten enthalten sein. Die Highlights östlich von Livigno (Pedenolo, Alpisella etc.) kenn ich schon, würde gerne mehr auf der Schweizer Seite bleiben. Vorschläge und Ideen? Tagespensum so 1500-2000hm
 
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Würde gerne in der Region nächstes Jahr eine 5tägige Rundtour machen, allerdings mit deutlich weniger Aufstiegshilfen (Seilbahn ist ok, aber kein Shuttle). Highlights wie Chaschauna, Trails runter nach Poschiavo, Ketschhütte sollten enthalten sein. Die Highlights östlich von Livigno (Pedenolo, Alpisella etc.) kenn ich schon, würde gerne mehr auf der Schweizer Seite bleiben. Vorschläge und Ideen? Tagespensum so 1500-2000hm

Hier gibt es jede Menge Anregungen unter Top auf Graubünden
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Grüße
 
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