Einsteiger-Enduro - BP und alltagstauglich?

Seebl

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Verstehe nicht was meinst. Das Vorderrad haut dir gerade früher ab wenn die Kettenstreben kurz sind bei einem langen Bike mit flachem Lenkwinkel. Die wirken ja dagegen das Vorderrad zu entlasten.
Ja klar ist das so, ich verstehe nun aber nicht so ganz was du nicht verstanden hast?

Ich wollte dich einfach nur etwas sensiblisieren, dass es auch zu lang, zu flach werden kann. Deine Beiträge klingen teils so, ob es niemals zu "modern" geht. Bzw. alles mit Fahrstil überwunden werden kann. Was eben einfach nicht so ist, alles muss irgendwie in die Waage gebracht werden und im Einzelfall bewertet werden, was an dieser Stelle hier nicht möglich ist.
Mir ist aber auch klar, dass ich nicht der Norm entspreche mit 1,75m und einer Schrittlänge des TEs hier, daher möchte ich gar keine Empfehlungen aussprechen, aber darauf aufmerksam machen.
 
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Wie hier schon geschrieben, wenn du nichts machst, rettet dich auch massiver Federweg nicht. Nasser Sack Fahrstil wird nicht gerettet von Federweg.

Glaube ich gerne - hoffe aber das auch bedingt durch die anderen bislang ausgeübten Sportarten Körperspannung und Co. jetzt nicht das Problem sein sollten und es auch nicht komplett nach nassem Sack aussieht (wollte ggf. im Frühjahr auch noch mal einen Kurs machen).

Ich erwarte ja auch auch von einem Bike nicht, dass das alles alleine macht oder es der Federweg schon richten wird. Das mit dem „rollbar“ hatte ich aufgegriffen, weil weiter oben ja die Aussage kam, dass in Andreasberg alles rot/blaue rollbar wäre - und das ist ja soweit auch vollkommen zutreffend.

Nur soll es da für mich ja nicht zu Ende sein. Mit einem Leihbike bin ich mittelhohe Drops gefahren ohne mich zu zerstören, die ich mit dem Kato so nicht fahren würde und die ich persönlich dann auch nicht mehr praktikabel für rollbar halte.

Da ist mit Sicherheit auch wieder viel Kopfsache dabei, da das Bike effektiv wahrscheinlich viel mehr aushält als ich ihm zutraue - nützt ja nur nichts wenn der Kopf dann eben nicht mitmacht.

Über die Friends Funktion hat sich sogar sehr schnell jemand gefunden der mich mal Probe sitzen lässt - das Giant werde ich auch mal anfragen.

Und ansonsten einfach auch mich noch mal mehr (ein-)lesen. Ich habe es nicht eilig und wenn dann eine Entscheidung da ist spielt es keine Rolle ob gleich oder erst in 5 Monaten - bis zur nächsten Saison sollte sich da was finden lassen.
 
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Ich wollte dich einfach nur etwas sensiblisieren, dass es auch zu lang, zu flach werden kann.
Es hat sich viel getan in letzter Zeit. Auch in kann mit 1,86m und SL 88cm wieder öfters mal auch das L anschauen statt eigentlich immer erst beim XL zu schauen. Wobei ich dann oft doch beim XL lande.
Ja es wird auch nicht jedem alles liegen, es gibt immer persönliche Vorlieben, wenn jemand diese hat ist das ein ganz klares Argument wo man nicht diskutieren muss.

Deine Beiträge klingen teils so, ob es niemals zu "modern" geht. Bzw. alles mit Fahrstil überwunden werden kann. Was eben einfach nicht so ist, alles muss irgendwie in die Waage gebracht werden und im Einzelfall bewertet werden, was an dieser Stelle hier nicht möglich ist.
Natürlich wäre mein Leben hier im Forum viel einfacher wenn ich den umgedrehten weg gehen würde und alles neue verteufeln würde und ablehnen würde. Auch hier in diesem Thread sind die Beiträge wo nie probiert aber bereits ablehnende Haltung, kann ja nicht passen. Meine Meinung ist hat das Gegengewicht dazu.
Interessanterweise tun sich Einsteiger häufig deutlich leichter mit "modernen" Geo als Umsteiger die vielleicht schon lange auf 26" unterwegs waren.

Glaube ich gerne - hoffe aber das auch bedingt durch die anderen bislang ausgeübten Sportarten Körperspannung und Co. jetzt nicht das Problem sein sollten und es auch nicht komplett nach nassem Sack aussieht (wollte ggf. im Frühjahr auch noch mal einen Kurs machen).
Absolut korrekt was du schreibst. Mich selbst hat es auch schon aus den Pedalen gehoben weil ich viel zu sehr ein nasser Sack war.
Kurs ist nicht verkehrt, umso früher desto besser. Wenn sich mal was falsches eingeschliffen hat, ist es schwer es weg zu bekommen.
Ich zwinge mich oft selbst mal etwas Gas raus zu nehmen und auf Basics wie Körperspannung, zentrales Stehen und den richtigen Blick zu konzentrieren. Man verfällt in Gewohnheit und wird unkonzentriert weil man denkt ... ich kann es doch....

Da ist mit Sicherheit auch wieder viel Kopfsache dabei, da das Bike effektiv wahrscheinlich viel mehr aushält als ich ihm zutraue - nützt ja nur nichts wenn der Kopf dann eben nicht mitmacht.
Grundsätzlich wird dir das Kato FS wenig Vertrauen geben. Handelt sich wohl um einen Vorgänger von diesem Bike , vermutlich in L

Das wird dich nicht ermutigen.

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Ich kann so gebaute Sachen z.B. gar nicht fahren. Bin nicht schwindelfrei 🥴 Kumpels lachen mich deswegen aus,.... auf dem Trail ballerst über alles darüber direkt am Abhang und hier was viel einfacher und niedriger ist......
Aus der Fahrt raus ergeben sich solche Absätze, die langsam gefahren abrollbar sind, aus der Fahrt raus teilweise komplett ins flat gesetzt sind, ohne gemachte Landungen etc. Für sowas reichen dann locker 150/140mm wenn man etwas anständig und gleichmäßig aufkommt.

Über die Friends Funktion hat sich sogar sehr schnell jemand gefunden der mich mal Probe sitzen lässt - das Giant werde ich auch mal anfragen.
Denke du könntest mit einem 29 Tyee in XL glücklich werden wenn es das Budget hergeben würde. Auch das Ghost Riot wäre in meinen Augen einen Blick wert in L. Ich persönlich finde aber das Trail von allen drei Riot Varianten am interessantesten. Wobei dort die 34 Gabel wenig optimal ist am Einsteigermodell.

a ist spielt es keine Rolle ob gleich oder erst in 5 Monaten - bis zur nächsten Saison sollte sich da was finden lassen.
Wenn du was neues zur nächsten Saison willst, dann solltest jetzt bestellen.

Hier gibt es schon die ersten Käufer vom Riot. Mit 1,88m ein XL.
 
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Aktuell ist mein Kato XL - das kommt mir teilweise etwas zu groß vor bzw. ich kann den Sattel nicht so tief stellen wie ich gern würde.

Von daher hätte ich jetzt eher an L und 29er gedacht - die jeweiligen Rechner von Ghost und PP schlagen das bei meinen Daten auch so vor?
 

Seebl

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Oh Boy, so mit Einlesen hast du es nicht so?

Ein Größenbuchstabe ist nur ein Indiz, ob das Bike passen könnte. Wie du vielleicht überflogen haben könntest hier, hat sich das in der Zeit auch gewandelt. Was genau für ein Kato ist das denn?

Das Tyee sollte einsteigerfreundlicher sein. Ob 27.5'' oder 29'' ist recht egal, die sollten beide das machen, was du verlangst.
Um einen völligen Fehlkauf zu vermeiden und auch in Anbetracht, dass du scheinbar ganz am Anfang der Reise bist, würde ich überlegen den Neukauf aufzuschieben und noch Erfahrung auf dem Kato sammeln.
 

sebhunter

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Aktuell ist mein Kato XL - das kommt mir teilweise etwas zu groß vor bzw. ich kann den Sattel nicht so tief stellen wie ich gern würde.

Von daher hätte ich jetzt eher an L und 29er gedacht - die jeweiligen Rechner von Ghost und PP schlagen das bei meinen Daten auch so vor?
denke beim Riot, speziell beim AM oder EN, würde L schon passen, genau wie beim Trance X....da ist L das neue XL.
 
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Aktuell ist mein Kato XL - das kommt mir teilweise etwas zu groß vor bzw. ich kann den Sattel nicht so tief stellen wie ich gern würde.
Hat das Kato FS nicht ein 540mm Sitzrohr? Das Tyee in XL hat ein 480 Sitzrohr.
Laut PP Seite kannst dann also eine 150 LEV fahren oder eine BikeYoke 160.

Sind die 83,5cm SL von dir zaghaft gemessen oder ohne Angst was kaputt zu machen ;)?

Der Trend ist ja seit 2-3 Jahren kurze Sattelrohre zu verbauen um die Möglichkeit zu haben auch mit kürzeren Beinen ein längeres Bike zu fahren. Wobei einige wenige Hersteller wie Cube oder Canyon noch immer lange Sattelrohre verbauen. Teilweise wohl der Anlenkung vom Dämpfer geschuldet wieso eine Dropper mit viel Hub nicht geht.

Ist es dir das Kato im Sitzen zu groß oder im Stehen beim Fahren? Durch den steileren Sitzwinkel hat das Tyee in XL sogar 5mm weniger Oberrohr. Da der reale SW beim Tyee größer sein dürfte, sollte es sich bei Sattelauszug sogar noch deutlicher ausdrücken als beim Kato FS. Also weniger gestreckt.

Ich tippe den Vorbau beim Kato auch auf 60-80mm. Beim Tyee wird er zwischen 35-50mm sein was ebenfalls Einfluss hat.

Von daher hätte ich jetzt eher an L und 29er gedacht - die jeweiligen Rechner von Ghost und PP schlagen das bei meinen Daten auch so vor?
Es sind Empfehlungen vom Hersteller nicht bindend. Jeder Hersteller hat da andere Empfehlungen nach Kundenzielgruppe etc.

Das Tyee CF 29 in XL konnte ich mal spontan auf einem asphaltierten Pumptrack antesten. Nicht klein das Bike, aber auch nicht riesig.
 
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Ich hatte ja mit etwas „Nachdruck“ die SL auf 86 nach oben „korrigiert“. ;)

Und im Prinzip ist es mir im stehen zu hoch - war jetzt auch nicht die vorteilhaftestes Hose, aber ich bin obwohl der Sattel schon komplett unten war das ein oder andere Mal mit dem Schritt am Sattel hängen geblieben wenn ich da auf dem Bike nach vorn und hinten geturnt bin.
 
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Ich hatte ja mit etwas „Nachdruck“ die SL auf 86 nach oben „korrigiert“. ;)

Und im Prinzip ist es mir im stehen zu hoch - war jetzt auch nicht die vorteilhaftestes Hose, aber ich bin obwohl der Sattel schon komplett unten war das ein oder andere Mal mit dem Schritt am Sattel hängen geblieben wenn ich da auf dem Bike nach vorn und hinten geturnt bin.
Das ist das 540 Sattelrohr wenn ich richtig liege, also 5cm Differenz zum XL Propain. Du darfst das Kato FS nicht als Benchmark nehmen. Das ist ein Tourenhuschi.

Natürlich macht es auch Sinn brauchbare Hosen zu tragen und die nicht zwischen den Knie hängend zu haben ;)
 
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Jupp - nachgeschaut und nachgemessen - sind 540 mm Sattelrohr 480 vom PP oder 489 vom Riot sind da schon ein nicht gerade kleiner Unterschied.
 
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Ich würde einen eher unkonventionellen Ansatz wählen: Ich würde mir rein für Bikeparks zusätzlich ein gebrauchtes 26" DH-Bike zulegen. Das Angebot ist riesig, 26" will keiner mehr haben, und viele (vor allem im süddeutschen Raum) haben noch nie hartes Gelände gesehen. Da findest Du Bikes ohne den kleinsten Steinschlag an Unterrohr und Hinterbau. Oder so wie in meinem Fall (mit ebenfalls jungfräulichem Lack), wo der Vorgänger auch noch Fender, Tacho und Licht montiert hatte. Noch Originalbereifung dran, mittig runtergefahren, Seitenstollen bei 100%... :)

Großer Vorteil: Zu der Generation waren DH-Bikes noch wesentlich kürzer und wendiger als heute! Wenn Du auf bike-stats die Geometrien vergleichst, gibt das schon einen guten Anhaltspunkt. Die DH-Geometrien waren damals schon etwas länger und flacher - in etwa so wie die heutigen Enduros, was Länge und Lenkwinkel betrifft. Für die Tage im Bikepark meines Erachtens perfekt passend und kein Vergleich zu den heutigen DH-Boliden, die extrem auf Speed und Laufruhe getrimmt sind!

Wenn der Rahmen zwei Positionen für den Radstand hat (so wie meiner :) ), bekommst Du hinten meistens sogar ohne Probleme 27,5" Laufräder rein, bei vielen Doppelbrückengabeln ist da auch genug Luft. Muss aber nicht sein - 26" mit 2,5er Reifen reichen eigentlich aus.

Hintergrund: Ich hab mir neben meinem Transition Patrol Carbon um 850 Euronen ein Scott Gambler aus 2014 geholt - bezüglich Wendigkeit merke ich (im Park) keine Einschränkungen. Lediglich auf Flow Lines hast Du mit einem Enduro natürlich mehr Spaß - das sollte aber auch mit dem bestehenden Bike einwandfrei funktionieren. Bei mir bleibt das Enduro bei Parkbesuchen mittlerweile immer zuhause...

Wie gesagt - eher unkonventionell, vielleicht passt's aber für den einen oder anderen...
 
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Also bitte! Die sogenannte Hinsbecker Schweiz am Niederrhein hat Hügel zu bieten, die man mit genügend Anlauf komplett hochrollen kann.
Auch wenn es geklungen hat als ob ich mich drüber lustig machen wollte war die Frage ernst gemeint. Mir ist durchaus klar, dass man zum Mountainbiken keine echten Berge braucht. Ich hab auch schon in Fontainebleau Leute biken gesehen und das ist flach wie Holland.
 
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Wieso haben gerade süddeutsche Bikes am wenigsten hartes Gelände gesehen? Ist ja die einzige Gegend in der überhaupt richtige Berge stehen in Deutschland.
Weil der typische Klischee-Bewohner des münchener Großraums immer alles und von dem das Beste braucht. ;) Da findet man am Gebrauchtmarkt auffällig viele Räder (v.a. Rennräder, Enduros) der 3-6000€-Klasse, die mehrere Jahre alt, aber so gut wie neuwertig sind. Ich traue mich wetten, dass es nirgendwo in D mehr neuwertige Gebrauchtbikes gibt als hier...
 

dasK

durchaus ausbaufähig
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Ich traue mich wetten, dass es nirgendwo in D mehr neuwertige Gebrauchtbikes gibt als hier...
Naja es ist ja das klassische Phänomen der Verhältnismäßigkeit. Da wo es mehr Bergregionen, also ein größeres Strecken-Angebot gibt, gibt es die meisten MTB und damit auch die meisten Gebraucht-MTB Verkäufe. Es ist der selbe Grund, warum Eskimos weniger gebrauchte Kühlschränke verkaufen, als die Einwohner Floridas 😉
 
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Ich würde einen eher unkonventionellen Ansatz wählen: Ich würde mir rein für Bikeparks zusätzlich ein gebrauchtes 26" DH-Bike zulegen.
Hast du den Thread gelesen?
Nur weil der TE Whistler und Jumplines schreibt, wirst beim lesen merken was er wirklich meint. Da ist ein DH überflüssig. Es ist keine DH Jumpline gemeint.

Weil der typische Klischee-Bewohner des münchener Großraums immer alles und von dem das Beste braucht. ;) Da findet man am Gebrauchtmarkt auffällig viele Räder (v.a. Rennräder, Enduros) der 3-6000€-Klasse, die mehrere Jahre alt, aber so gut wie neuwertig sind. Ich traue mich wetten, dass es nirgendwo in D mehr neuwertige Gebrauchtbikes gibt als hier...
Meinst nicht dass seit Corona überall Bikes gekauft werden die nicht artgerecht eingesetzt werden?

Neben in einem Thread steht bei 110kg sollte man XY HT nicht von der Bordsteinkante droppen weil es wohl nicht standfest dafür ist.
 
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Hast du den Thread gelesen?
Nur weil der TE Whistler und Jumplines schreibt, wirst beim lesen merken was er wirklich meint. Da ist ein DH überflüssig. Es ist keine DH Jumpline gemeint.
Meinte ich auch nicht. Aber bei viel Bikeparkeinsatz würde ich ein DH der "alten" Schule sinniger sehen, sofern man nicht nur die Flowlines fährt. Die fühlen sich im Park genauso wendig an, schlucken aber deutlich mehr - vor allem bei viel Beanspruchung. Und wenn man mal abfliegt, steckt das Bike deutlich mehr weg als ein Enduro.

Meinst nicht dass seit Corona überall Bikes gekauft werden die nicht artgerecht eingesetzt werden?
Das war im münchener Großraum vor Corona aber genauso, mag sein dass es seitdem nochmal zugenommen hat. Viele Leute dort kaufen aber tatsächlich immer das beste, sofern sie es sich leisten können. Als ich noch in Schwabing gewohnt hab, war ich viel im Olympiapark. Was ich da an Bikes gesehen habe - unglaublich! Nur Carbon und das Beste vom Besten... Die sind da eben gemütlich auf ihren blitzeblank geputzten Bikes auf und ab gefahren. Mag sein, dass sie auch damit ins grobe Gelände gefahren sind - so haben sie aber definitiv nicht ausgesehen...

Ich hab gezielt nach 26"-DH-Bikes gesucht - da waren viele dabei, die auf Straßenbetrieb (!) getrimmt wurden - nicht wenige mit Licht vorne und hinten. Lack einwandfrei, nicht mal die originalen Lenkergriffe waren seitlich abgescheuert. Und wie bei meinem - Die seitlichen Stollen der (brüchigen) Originalbereifung waren nicht mal angekratzt, von den Mittelstollen aber fast nichts mehr da...
 
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Meinte ich auch nicht.
Dann sind wir ja einer Meinung dass ein DH hier sinnlos ist.

Das war im münchener Großraum vor Corona aber genauso, mag sein dass es seitdem nochmal zugenommen hat. Viele Leute dort kaufen aber tatsächlich immer das beste, sofern sie es sich leisten können. Als ich noch in Schwabing gewohnt hab, war ich viel im Olympiapark. Was ich da an Bikes gesehen habe - unglaublich! Nur Carbon und das Beste vom Besten... Die sind da eben gemütlich auf ihren blitzeblank geputzten Bikes auf und ab gefahren. Mag sein, dass sie auch damit ins grobe Gelände gefahren sind - so haben sie aber definitiv nicht ausgesehen.
Vielleicht bin ich zu alt um nicht mehr pauschal nach Äußerlichkeiten zu urteilen.
Mein Bike mag ich auch geputzt.

Ich hab gezielt nach 26"-DH-Bikes gesucht - da waren viele dabei, die auf Straßenbetrieb (!) getrimmt wurden - nicht wenige mit Licht vorne und hinten. Lack einwandfrei, nicht mal die originalen Lenkergriffe waren seitlich abgescheuert. Und wie bei meinem - Die seitlichen Stollen der (brüchigen) Originalbereifung waren nicht mal angekratzt, von den Mittelstollen aber fast nichts mehr da...
Glaube nicht dass die nur in Muc der Fall ist.
 
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Ich habe mal ein Propain Rage DH und ein Kona DH zur Probe gefahren und für mich festgestellt, dass ein reines DH so nichts für mich

Budget: 2,2 – 2,8 K

Alltagstauglich meint hier: Man kann auch mal eine Runde durch den Wald

Persönlich favorisiere ich eher Jumplines bzw. Flowtrails mit kleineren Sprüngen als verwinkelte / verwurzelte Trails, allerdings werde ich mit Sicherheit nicht mehr mit riesen Sprüngen oder wüsten Tricks anfangen, mir reicht es da sauber drüber zu kommen.

Nö. :) Erklärung siehe oben.
Ich lese da nichts was auf ein DH zutreffen würde.
 
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Ok, dann etwas ausführlicher.

Die DH-Bikes von heute (ich nehme an, dass die getesteten Bikes Von Propain und Kona eher aktuell waren) haben mit den Bikes von sagen wir mal 2013-2015 nicht mehr viel gemeinsam was die Charakteristik betrifft. Eins von heute musst Du auf verwinkelten Trails teilweise richtig heftig um die Kurve drücken, damit es das macht was Du willst. Bei langsamerem Grundtempo fahren sie sich bockig, einfach nur soft und träge. Wenn man Gas gibt, liegen sie dafür satt auf der Piste, sind irre spurstabil und bügeln alles Weg was sich in den Weg wirft. Vor 5, 6 Jahren war die Geometrie aber noch eine andere - der Radstand war deutlich kürzer, ebenso der Reach - und trotzdem hatten sie damals schon einen relativ flachen Lenkwinkel von 62, 63 Grad. Die sind DEUTLICH wendiger, bei weitem nicht so träge und lassen sich auch langsamer super bewegen!

Ich habe mir einen gebrauchten Downhiller mit vergleichbarem Radstand und Reach wie mein Enduro gesucht (wurden dann 19mm weniger Reach und 8mm mehr Radstand). Ein aktuelles DH der gleichen Größe hätte im Vergleich zu meinem DH ca. 30mm mehr Reach und 50mm mehr Radstand! Sowas würde ich definitiv auch nicht empfehlen, hat aber wie gesagt auch nichts mit den damaligen Bikes zu tun.

“Alltagstauglich“ ist immer auch ein Kompromiss - um unter 1000€ würde man aber was Zusätzliches für den reinen Park-Einsatz bekommen und hätte noch immer ein leichtes Tourenbike für alltägliche Strecken - welches darüberhinaus auch noch geschont wird.

Wenn man viel (70% laut TE) Park fährt, macht man auch schnell große Fortschritte. Deshalb würde ich vermuten, dass es nicht bei Flowtrails mit kleineren Sprüngen bleibt, sondern dass auch mal die roten und schwarzen drankommen. Bikeparks sind teuer, da möchte man die Strecken auch nutzen. Und GERADE diejenigen, die sich da gerade erst rantasten, können anfangs noch nicht so smooth fahren und die Line gut wählen um grobe Schläge zu vermeiden. Und gerade wenn das Grundtempo noch nicht so hoch ist, sind viele rote und vor allem schwarze Trails brutal hart zu fahren. Die sind eben dafür ausgelegt schnell(er) gefahren zu werden und über Stein- und Wurzelteppiche drüberzubügeln, dann ist das kein Problem! Aber fahr mal ne ruppige schwarze mit halbem Tempo (zum Beispiel wenn die Bremsleitung abgerissen ist) - da fallen Dir teilweise die Arme ab! Und gerade bei halbem Tempo gehen die Schläge extrem aufs Material - eine einfache Gabelkrone grüßt mit fröhlichem Knacken, die für die Nachmittagstrails getrimmten Dämpfer und Gabeln rauschen auf Anschlag und die Exo-Karkassen sprühen vor Freude. Da sehe ich einen Oldschool Downhiller klar vorne.

Ich sehe außerdem noch den Vorteil, dass sich Anfänger auf einem DH mehr auf die Fahrtechnik konzentrieren können (sie müssen es aber auch wirklich machen!). Nachteil: Wenn sie es nicht machen und einfach nur runterdonnern, wäre es kontraproduktiv.

Man kann im Park auch ausgezeichnet mit einem Enduro glücklich werden! Man kann auch bzw. vor allem Jumptrails und auch die A-Line mit einem Hardtail fahren und mächtig Spaß haben. Man kann auch mit einem Race-Enduro reinrassige DH-Trails bezwingen. Alles eine Frage der Fahrtechnik, alles kein Problem! Ob man damit auch als Aufsteiger jeweils den meisten Spaß hat, steht auf einem anderen Blatt. Manche so, andere so - deshalb hab ich auch von einem „unkonventionellen Ansatz“ geschrieben.
 
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Ich kann das Orbea Occam für einen Einsatzbereich auf jeden Fall empfehlen. Damit kannst du in St. Andreasberg auf jeden Fall alles gut fahren. Und wenn es ist auch 100%ig tourentauglich.
 
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Ok, dann etwas ausführlicher.

Die DH-Bikes von heute (ich nehme an, dass die getesteten Bikes Von Propain und Kona eher aktuell waren) haben mit den Bikes von sagen wir mal 2013-2015 nicht mehr viel gemeinsam was die Charakteristik betrifft. Eins von heute musst Du auf verwinkelten Trails teilweise richtig heftig um die Kurve drücken, damit es das macht was Du willst. Bei langsamerem Grundtempo fahren sie sich bockig, einfach nur soft und träge. Wenn man Gas gibt, liegen sie dafür satt auf der Piste, sind irre spurstabil und bügeln alles Weg was sich in den Weg wirft. Vor 5, 6 Jahren war die Geometrie aber noch eine andere - der Radstand war deutlich kürzer, ebenso der Reach - und trotzdem hatten sie damals schon einen relativ flachen Lenkwinkel von 62, 63 Grad. Die sind DEUTLICH wendiger, bei weitem nicht so träge und lassen sich auch langsamer super bewegen!

Ich habe mir einen gebrauchten Downhiller mit vergleichbarem Radstand und Reach wie mein Enduro gesucht (wurden dann 19mm weniger Reach und 8mm mehr Radstand). Ein aktuelles DH der gleichen Größe hätte im Vergleich zu meinem DH ca. 30mm mehr Reach und 50mm mehr Radstand! Sowas würde ich definitiv auch nicht empfehlen, hat aber wie gesagt auch nichts mit den damaligen Bikes zu tun.

“Alltagstauglich“ ist immer auch ein Kompromiss - um unter 1000€ würde man aber was Zusätzliches für den reinen Park-Einsatz bekommen und hätte noch immer ein leichtes Tourenbike für alltägliche Strecken - welches darüberhinaus auch noch geschont wird.

Wenn man viel (70% laut TE) Park fährt, macht man auch schnell große Fortschritte. Deshalb würde ich vermuten, dass es nicht bei Flowtrails mit kleineren Sprüngen bleibt, sondern dass auch mal die roten und schwarzen drankommen. Bikeparks sind teuer, da möchte man die Strecken auch nutzen. Und GERADE diejenigen, die sich da gerade erst rantasten, können anfangs noch nicht so smooth fahren und die Line gut wählen um grobe Schläge zu vermeiden. Und gerade wenn das Grundtempo noch nicht so hoch ist, sind viele rote und vor allem schwarze Trails brutal hart zu fahren. Die sind eben dafür ausgelegt schnell(er) gefahren zu werden und über Stein- und Wurzelteppiche drüberzubügeln, dann ist das kein Problem! Aber fahr mal ne ruppige schwarze mit halbem Tempo (zum Beispiel wenn die Bremsleitung abgerissen ist) - da fallen Dir teilweise die Arme ab! Und gerade bei halbem Tempo gehen die Schläge extrem aufs Material - eine einfache Gabelkrone grüßt mit fröhlichem Knacken, die für die Nachmittagstrails getrimmten Dämpfer und Gabeln rauschen auf Anschlag und die Exo-Karkassen sprühen vor Freude. Da sehe ich einen Oldschool Downhiller klar vorne.

Ich sehe außerdem noch den Vorteil, dass sich Anfänger auf einem DH mehr auf die Fahrtechnik konzentrieren können (sie müssen es aber auch wirklich machen!). Nachteil: Wenn sie es nicht machen und einfach nur runterdonnern, wäre es kontraproduktiv.

Man kann im Park auch ausgezeichnet mit einem Enduro glücklich werden! Man kann auch bzw. vor allem Jumptrails und auch die A-Line mit einem Hardtail fahren und mächtig Spaß haben. Man kann auch mit einem Race-Enduro reinrassige DH-Trails bezwingen. Alles eine Frage der Fahrtechnik, alles kein Problem! Ob man damit auch als Aufsteiger jeweils den meisten Spaß hat, steht auf einem anderen Blatt. Manche so, andere so - deshalb hab ich auch von einem „unkonventionellen Ansatz“ geschrieben.
Ich fasse es in meinen Worte zusammen.

Der TE sollte einen 5-7 Jahre alten DH kaufen, wo wenn er Pech hat vom Stehen die Dichtungen am Dämpfer und der Gabel porös sind, vielleicht auch die Reifen porös. Natürlich erkennt der TE ob die Lager noch gut sind, notfalls wird er das DOT tauschen und die Bremse sauber mit knackigem Druckunkt entlüften.
Dafür dass DH früher wie heute nicht pedalierbar sind und nie und nimmer für eine Hausrunde taugen, die er mal vielleicht fahren will und damit gestorben ist.

Dafür lernt er durch mehr Federweg weil er von einem Bike mit 69° LW kommt und ca. 120-130mm die Fahrtechnik besser, weil er einfach drauf halten kann wenn er mit seinem Fahrtechniklevel nur mit einer Bremse fährt die er sich abgerissen hat. Hat mein Kumpel nach 15 Jahren Biken nicht geschafft und wir haben den Heli auf 2.700m gebraucht, als eine Bremse versagt hat. Aber mit einem DH geht da auch mit nur einem Jahr Fahrpraxis.

Natürlich werden die bisher nicht genutzten Muskelgruppen ersetzt durch viel mehr Federweg und er kann den ganzen Tag im Bikepark ballern weil die 5-7 Jahren alten Federelemente moderne Geo und moderne Fahrwerke und Hinterbaukinematik ersetzten.
 
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