Eisenschwein ist Wildschwein

Registriert
27. Juli 2001
Reaktionspunkte
38
Ort
Berlin
Folgender Bericht wurde unserem Nachrichtendienst zugespielt:

Geheime Verschlusssache:

Was tut eigentlich der ESK, dem in vertrauenswürdigen Berichten der Dopingvorwurf im Stile des DDR-Kadersports gemacht wird, um den physischen Wettrüsten Stand zu halten. Viele kennen bestimmt die Erzählungen über kriegerische Völker, die das Blut ihrer erschlagenen Feinde tranken, um deren Kraft und Mut zu übernehmen. Ähnlich den Methoden einiger Radsportprofis die mit Eigenbluttransfusionen ihr Blut mit leistungssteigernden Präparaten versehen, um den Gegner die entscheidenden Zehntelsekunden abzunehmen. Bekannt ist, dass schwächelnde Mitstreiter auf ESK-Touren mit dem Klappspaten verbuddelt werden. Da jedoch noch keines dieser Gräber inklusiver der Gebeine eines solch armen Schweins gefunden wurde, kann auch nicht ausgeschlossen werden, dass sich die mordlustige Meute am Blut des Dahinsiechenden noch erquickt haben. Um den schrecklichen Vermutungen auf den Grund zu gehen, werden wir einer kleinen Abordnung dieser sehr verdächtigen Truppe an den südlichen Rand von Berlin folgen.

Über dunkle Kanäle konnten wir für Sonnabend, den 05.02.2005, den Zeit- und Treffpunkt ausfindig machen und unbemerkt der Truppe folgen. Sehr bemerkenswert war das pünktliche und aus allen Richtungen plötzliche Zusammentreffen der Gruppe. Ebenso verhindert der schnelle Aufbruch einen zu langen Aufenthalt an einem Ort und so mit die zufällige Entdeckung des Unternehmens. Der anscheinende langsame Start erleichterte die Verfolgung. Die wurde abe durch die plötzlich auftauchenden Rampen merklich erschwert. Sogar einige Truppenteile fielen hin und wieder leicht zurück. Sind das vielleicht die heutigen Opfer und wir können endlich dem grotesken Praktiken dieses Hochleistungssportkaders auf die Schliche kommen? Oder fallen wir nur auf ein taktisches Manöver herein und werden bald selbst durch die legendäre Nachhut des ESK zur Strecke gebracht?

Wir folgen mit unsicheren Schritten der Meute über Täler und Berge, umrunden Seen, schlagen uns quer durchs Gehölz und überqueren reißende Flüsse. Der strahlend blaue Himmel und die klare Luft lenken ab vor dem was uns erwartet. Die tiefen Temperaturen der letzten Tage erleichtern uns die Verfolgung selbst auf sandigstem Untergrund. Nur auf den hartgefrorenen Spuren von Wildschweinen und Pferden wird uns die Härte der Truppe wieder bewusst. Mit Mühe können wir den tanzenden Bildern vor Augen einen Weg abringen und mit schmerzenden Händen und Hinterteilen diesen folgen.

Kurz bevor wir die Truppe endgültig aus den Augen verloren, half Kollege Plattfuß uns an die Nachhut wieder heranzuschleichen und konnten einem männlichen und weiblichen Exemplar diese Vereins bei der Zwangsbeatmung ihres Sportgerätes beobachten. Das wir kurz vor dem Ziel waren ahnten wir noch nicht. Erst als die versprengte Truppe zusammenfand und ein nahe gelegenes Gehöft gemeinsam ansteuerte, vermuteten wir an den geheimen Laboren des Kaders angelangt zu sein. Unbemerkt folgten wir in dieses Gebäude, das wahrscheinlich zur Tarnung einer Gastwirtschaft glich. Hier wurde sie vermutlich nach Nennung einer Parole in die hinteren Räume geleitet. Leider wurden hinter ihnen die Türen verschlossen, so dass uns nur die Möglichkeit bestand ihren Gesprächen zu lausche. Die lautstarke Unterhaltung erleichterte ungemein ihren Worten durch die geschlossenen Türen zu folgen. Mehrmals wurde die Tür geöffnet um mehrere Liter unverdächtige gerstenhaltige Getränke gegen leere Gläser auszutauschen, bis plötzlich nach mehrere Näpfen mit Klößen und Rotkohl Teller mit einem Stück Fleisch heringereicht wurden . Auf einmal ging ein Raunen und Gemurmel durch den Raum, sogar Streit um dieses Stück Fleisch war zu vernehmen. Hier konnte klar vermutetet werden, dieses Stück Fleisch war das Objekt der Begierde - die Geheimwaffe des ESK!

Leider wurden die Teller so schnell hereingebracht, das ein längere Blick unmöglich war. Selbst der Geruch konnte nicht wahrgenommen werden, er wurde einfach durch den Rotkohlduft und den Gestank der Meute überlagert. Und auch die Hoffnung auf ein paar Reste zur Bestimmung wurde vernichtet, als ob ein Hund unter dem Tisch lag, war jeder Teller und jeder Napf leer gefressen und abgeleckt.

In der Hoffnung auf ein paar Exkremente oder Urinproben versuchten wir der aufbrechende Gesellschaft zu folgen. Hier fielen wir aber die Taktik der versprengten Abfahrt herein. In sämtliche Winde verstreuten sie sich, dass eine Verfolgung unmöglich war. Wir hatten wie immer verloren. Das Geheimnis konnte nicht gelüftet werden.


Der ESK möchte dazu nur sagen:

Wir sind einfach nur eine kleine Tour gefahren, haben Wildschweinbraten gegessen und haben uns köstlich amüsiert. Jegliche Dopingvorwürfe sind in Bezug auf unser Sauf- und Fressverhalten richtig aber nicht nachgewiesen. Für weitere Vorwürfe sind wir dankbar und bitten darum. Mehr ist dem nicht hinzuzufügen und wenn doch, dann ist es die genaue Tourbeschreibung.

i.A. Ritzelflitzer
 
In der Hoffnung auf ein paar Exkremente oder Urinproben...

Mir scheint die Verfasser dieses geheimen Berichtes gehen noch weiter: wurde doch versucht mich zur Mitarbeit bei der Beschaffung genannter Exkremente und Urinproben zu erpressen. Es wurde mir gedroht folgende Bilder zu veröffentlichen:

Konspiratives Treffen am Potsdamer Hbf.

8197RIMG00031-med.JPG


Aufgenommen mit einer in einem Astloch getarnten Kamera

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Nur scheinbar ging ich auf den Deal ein und konnte einen bereits geraubten Helmuntezieher der Marke Spark, welcher für DNA-Analysen missbraucht werden sollte, zurück erobern.

Der Veröffentlichung dieser Bilder durch diese Scharlatane komme ich hiermit zuvor!
Ich lasse mich nicht erpressen und gebe nicht preis was ich neheme....never!

OnkelW
 
ritzelflitzer schrieb:
Mehr ist dem nicht hinzuzufügen und wenn doch, dann ist es die genaue Tourbeschreibung.
Na dann:

Es war Sonnabend früh um kurz vor acht, als sich ein Sonnenstrahl in den Eiskristallen an meinem Fenster brach und mir ins Auge fiel. Sofort war ich hellwach, machte das Fenster auf und atmete tief durch. Die Luft roch nach Abendteuer.
Der treue Gefährte auf vier Pfoten hatte für frische Schrippen gesorgt und als diese verzehrt waren, ging es auch schon los. Kurz nach meinem Eintreffen in Potsdam sah ich auf Gleis 3 den RE1 einfahren und wenige Augenblicke später kamen die auch schon Iris, Pda, Husten, Rikman, Onkel W, Ackebua und der Herr Ritzelflitzer die Treppe hinunter - alle mit dem Zug und alle pünktlich wie die Maurer.
Da niemand weiter erwartet wurde, sattelten wir auf und machten uns an die erste Steigung hinauf zum Einsteinturm. Im Zick Zack ging es durch teilweise von Forstmaschinen zerfurchtes Gelände und über einige Kuppen zum kleinen Ravensberg und nach einem kurzen genießen des Ausblicks weiter zum Großen. Von dort holperten wir über eine steile Wurzelabfahrt hinab zum Teufelssee und umrundeten ihn einmal um dann die Eisenbahn zwischen Pirschheide und Saarmund zu überqueren und in den Schönen Bergen bei Wilhelmshorst die nächsten Höhenmeter abzureißen.
Die RE3 Strecke unterquerten wir am Bahnhof Wilhelmshorst und fuhren vorbei am Balnken Teich in Richtung Galgenberg. An der Langerwischer Windmühle angekommen schlugen wir Kurs Richtung A115 ein. Nach einem kurzen Stück über eine Wiese unterquerten die Autobahn und dabei über/durchquerten wir den Mittelgraben. Weiter ging es entlang am Fuße des Eichbergmassivs bei Saarmund und vorbei an dessen International Airport. Auf der Straße ging es unter der A10 durch und bald darauf wieder in den Wald, wo wir in den wilden Canyons des Ziebchenbergs und der Fresdorfer Heide fast vom Weg abkamen. Irgendwann erreichten wir dann aber die kleine Straße zwischen Tremsdorf und Fresdorf, auf deren andere Seite wir sofort wieder in den Wald stachen und die Grämitzberge in Angriff nahmen.
Unter uns im Tal lag still, in der Sonne glitzernd das Poschfenn, an dessen Nordufer wir uns zur Straße nach Stücken durchschlugen. Aber auch auf dieser Straße verweilten wir nicht lange und bogen schon bald nach rechts ab. Auf breiteren Waldwegen fuhren wir Richtung Nordosten am Rauen Berg vorbei zum Seddiner See und nach Wildenbruch. Auf einem lieblichen Singletrail holperten wir zwischen See und Golfplatz zur B2 um auf der anderen Straßenseite sofort wieder im Wald zu verschwinden. Die letzen Kilometer von Neuseddin nach Ferch rollten wir dann auf der Straße aus und kehrten hungrig und durstig in die Kaschemme zum vorgeorderten Wildschwein und reichlich Gerstensaft ein. Dort trafen dann auch noch Staubi, Zwock und Jockel ein, so dass mal wieder ein Großteil des Kaders gemeinsam an einer Tafel saß und über vergangene Heldentaten berichtete und zukünftige plante.

Mit dem Heimweg waren es dann etwa 60km und knappe 700 Höhenmeter und das im flachen Brandenburg und obwohl wir noch einige Hügel ausgelassen haben.

Schön war’s!
 
eine sehr schöne geländeradsportfahrt bei traumhaftem wetter. und ich wusste, dass auf euch verlass ist und ihr den keiler den ihr vertilgt vorher selber erlegt habt:
Sau_oder_Eber.sized.jpg


Sehr bemerkenswert war das pünktliche und aus allen Richtungen plötzliche Zusammentreffen der Gruppe.
na der feind soll ja der startenden gruppe ja nicht gleich zu beginn auf die schliche kommen.

wer war denn da noch mit euch dabei? auf den bildern sind noch ein paar langhaarige bombenleger und andere unbekannte gesichter zu erkennen. hat der kolpoteur seine kriminellen bandkollegen mit geschleppt? ;-)

rb
 
rob schrieb:
hat der kolpoteur seine kriminellen bandkollegen mit geschleppt? ;-)

Nee, kolpi war janich dabei. Aber dit koennte Acke sein. So langhaarig und so.

Und die Strategen am Tisch sind Kumpels vonne J-CooP, verstehste?!

/m

Verdammt geiler Samstag Leute!
 
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