Saint 2009 - viel Leerweg bis sie greift ...

Hallo!
Hab meine Saint auch schon einige mal entlüftet..
Wenn mann von unten mit ner Spritze reindrückt bis es oben übergelaufen ist und dicht macht ,unten mit der Spritze noch was reinquetscht und dann den Entlüftungsnippel schließt gibts keinen Leerweg.
Da zieht die Bremse nach 1mm, war nicht fahrbar und mußte sogar Flüssigkeit ablassen .
 
Hallo!
Hab meine Saint auch schon einige mal entlüftet..
Wenn mann von unten mit ner Spritze reindrückt bis es oben übergelaufen ist und dicht macht ,unten mit der Spritze noch was reinquetscht und dann den Entlüftungsnippel schließt gibts keinen Leerweg.
Da zieht die Bremse nach 1mm, war nicht fahrbar und mußte sogar Flüssigkeit ablassen .

das hatte ich bei meiner XT auch
 
Okay, den Trick kann ich nun bestätigen. Nach der Entlüftungsorgie (oder quasi jederzeit bei zu viel Leerweg): Spritze ansetzen, Schraube auf, Öl reinpressen, Schraube zu. Wenn man das "heftig" macht, endet man mit 1 mm Leerweg. Allerdings liegen dann auch die Beläge permanent an der Scheibe an. Das ist sicher auch nicht die Lösung. Jedenfalls konnte ich so meinen Leerweg auf was vernünftiges einstellen und hab immernoch genügend Abstand von Bremsbeläge zur Scheibe. Passt! Danke für den Tipp. Gruß, Oli
 
Hi!
Also ich hatte das gleiche Problem mit meiner Bremse, wollte mir allerdings nicht das teure Entlüftungsset mit Spritze kaufen (ok, vielleicht geht es auch mit einer billigeren Variante, aber ich habe mit Entlüften etc. sehr wenig Erfahrung). Ich habe heute einfach mal die Räder ausgebaut und an den Hebeln gezogen, so dass die Belagsnachstellung greift. Habe also den Hebel einmal komplett bis zum Lenker gezogen und die Beläge lagen natürlich enger aneinander. Bei beiden Zangen hatte ein Kolben etwas zu viel rausgestanden, so dass ich per Schraubenzieher den Kolben etwas zurückgedrückt habe, damit die Beläge auch parallel stehen. Dann Räder eingebaut, Bremszangen neu zentriert. Ergebnis: Beläge stehen zwar sehr nahe an der Scheibe, aber kein Schleifen und (für meine Vorstellungen) einen wunderbaren kurzen Leerweg und knackigen Druckpunkt! Vom Aufwand her weniger Arbeit, als mit Spritze Öl nachfüllen. Was jetzt besser ist, muss wohl jeder für sich entscheiden, aber ich bin zufrieden, wobei ich das ganze noch auf der Strecke testen muss ;)

Viele Grüße
Sebi
 
Wenn die Bremse richtig entlüftet ist versuche mal das:

meistens ist der Abstand zwischen Belag und Scheibe zu groß weil der Kolben sich noch nicht nachgestellt hat.
Dazu braucht er manchmal eine harte/ hollprige Abfahrt beim bremsen.
Manchmal genügt das aber nicht.

Dann einfach die Scheibe mit dem Daumen feste gegen einen Belag drücken, so dass er sich zurück in den Sattel schiebt.
Mit der anderen Hand dabei am Hebel feste pumpen, dabei aber den Daumen festhalten

Normalerweise drückt dich dabei der freiliegnde Kolben weiter aus dem Sattel.
Das ganze Spiel dann in die andere Richtung.

Ggf. mehrmals wiederholen.

Anschließend sollte der Spalt zwischen belag und Scheibe kleiner sein, der leerweg demnach auch weniger.

Ich muss das bei meiner Magura durchführen, wenn sich die beläge abnutzen ohne dass ich eine heftige Abfahrt hatte.
meist im Winter.

Wenn du die Leitungen gekürzt hast ohne stark zu wackeln, ist in der regel keine Luft im System.
Entlüften ist dann überflüssig.
 
hat eigentlich irgendjemand eine logische erklärung dafür, warum das hinzugügen von öl und das entluften (wenn die bremse auch vor dem entlüften einen harten druckpunkt hat) den leerhub verändert?
nach meinem verständnis der funktion des ausgleichsbehälter wird der leerhub allein vorgegeben durch die position der bohrungen, die den ausgleichsbehälter mit dem eigentlichen bremssystem verbinden. das heißt, es fließt so lange öl in den ausgleichsbehälter, bis die vorangehende dichtung des bremszylinders das letzte loch (schnüffelloch, wie es hier mal genannt wurde, kann den thread gerade nicht finden) passiert hat. der weg, den der zylinder dafür machen muss, wird durch die position der o.g bohrungen zum zylinder festegelegt. dieser weg ist der leerhub.
dies könnte im übrigen auch heißen, dass diejenigen, die das öl "zwangsweise" nachfüllen, wie hier von einigen beschrieben, riskieren, den ausgelichsbehälter beim bremsen unter druck zu setzen, wenn dieser voll wird, bevor die vorangehende dichtung der bremszylinders das schnüffelloch passiert hat.
 
Also dazu würde ich sagen: Richtig: Wenn man mehr Öl in das System reinfüllt, dann setzt man alleine dadurch schonmal den Ausgleichbehälter unter Druck. Und wenn man nun den Hebel zieht, wird eben kein Öl mehr in den Ausgleichbehälter fließen sondern die Bremsbacken bewegen sich schonmal (da das der schwächste Punk im System ist, der erstmal nachgibt). Jetzt muss man quasi nur darauf achten, dass der Leerweg noch groß genug ist, dass das Schnüffelloch geschlossen ist, bevor man wirklich eine Bremsleistung erzielt. Sonst Bremst man quasi mit dem was der Ausgleichbehälter an Druck aushält. Aber ich denke, wer den Leerweg nicht all zu krass einstellt, der hat immer ein geschlossenes Schnüffelloch, bevor es ans echte Bremsen geht. Oder ist jemand schonmal der Ausgleichbehälter (oder zumindest der Deckel) um die Ohren geflogen?

Gruß, Oli
 
Hmm,würde mich auch mal interessieren,ob jemandem schon mal der Deckel um die Ohren geflogen ist???
 
Hab' gleich nach dem Lesen die Spritze angesetzt, Schraube geöffnet usw...
Super :daumen: noch nie so einen klasse Druckpunkt gehabt!

Vielen Dank für den super Tipp, Felixxx ;)
 
Was bei Bremsen mit einem zu öffnenden Ausgleichsbehälter auch immer gut geht ist folgendes: Pumpen bis zu hartem Gegendruck, gezogen halten und eine Schnur um den Bremshebel und den Griff wickeln. Am nächsten Morgen Deckel des Bremsflüssigkeitsbehälters öffnen, Wicklung lösen und ein paar Mal bremsen. Voilá - ein paar kleine Bläschen steigen auf und schon ist der Druckpunkt härter. Funktioniert ungeachtet der Frage, ob man mit Mineralöl oder Bremsflüssigkeit fährt. Und zwar bei Motorrad wie Bike.
 
Mit "zuviel" Flüssigkeit im System vermutlich kurzfristig ja. Der Effekt kann aber nicht lange anhalten, da der Pegelstand ja mit dem Belagverschleiß wieder sinkt. Beim Zwangsenlüften über Nacht kann gar nix passieren.
 
Hallo Anfänger!:love:

Das Entlüften habt Ihr ja schon ordentlich bis amateurhaft diskutiert - lassen wir´s dabei!
Aber: Um dei Beläge näher an die Scheibe zu bringen, bitte nicht mit Öl rumspritzen!
Einfach entlüften, Bremsbeläge entfernen, Bremsflüssigkeitsbehälterdeckel entfernen, Bremse 1x betätigen, Bremsflüssgkeit ggf. nachfüllen + Deckel montieren, Beläge einbauen - fertig!
Ggfs. Vorgang wiederholen, falls Abstand noch enger sein soll!
Duch das Betätigen der Bremse ohne Beläge wird das automatischen Nachstellen der Hydraulikbremse simuliert, wie es beim normalen Verschleiß der Beläge immer automatisch erfolgt!

Gruß aus dem Schwarzwald
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn Du uns schon als Anfänger betitelst:
Bremsflüssigkeitsbehälter entfernen???
Beläge nach dem entlüften entfernen???
:confused::eek::blah:
 
Zuletzt bearbeitet:
@dmr-bike:
Zu Beitrag 30: bei mir funktioniert die Bremse bisher super mit dieser Lösung. Habe auch keinerlei Probleme mit Schleifen. Finde es so auch besser, als die Methode mit mehr Öl im System, da ja der Ausgleichsbehälter dafür wohl nicht ausgelegt ist.
 
Wenn Du uns schon als Anfänger betitelst:
Bremsflüssigkeitsbehälter entfernen???
Beläge nach dem entlüften entfernen???
:confused::eek::blah:

- Anfänger war lieb gemeint (bin ja sonst auch ein Doofer!)

- Bremsflüssigkeitsbehälterdeckel entfernen um die Menge Öl, die durch den anschließenden Arbeitsschritt absinkt, wieder auffüllen zu können!

- Beläge nach dem Entlüften entfernen und dann den o.g. Arbeitsschritt durchführen, um eine automatische Belagsnachstellung zu simulieren (wie sollen sonst die Zangen näher an die Scheibe, wenn diese durch Beläge und Scheibe wieder gestoppt werden?)!

Gruß aus dem Schwarzwald
 
Zuletzt bearbeitet:
Du läßt beim entlüften also die Bremsbeläge drin?!?!
Ausserdem: wenn du die Beläge entfernst ("um die Belagnachstellung zu simmulieren")
mußt Du entweder das Laufrad ausbauen oder den Bremssattel abmontieren.
Da kannst Du die Beläge ja drinn lassen,und so die Belagnachstellung simmulieren...
es ist wohl besser,Du gibst uns anfängern keine Techniktipps mehr:daumen::D
 
Du läßt beim entlüften also die Bremsbeläge drin?!?!
Ausserdem: wenn du die Beläge entfernst ("um die Belagnachstellung zu simmulieren")
mußt Du entweder das Laufrad ausbauen oder den Bremssattel abmontieren.
Da kannst Du die Beläge ja drinn lassen,und so die Belagnachstellung simmulieren...
es ist wohl besser,Du gibst uns anfängern keine Techniktipps mehr:daumen::D
:daumen:
 
Kein Problem!
Das das Simulieren auch durch Entfernen des Bremssattel geht oder Ausbau des Rades, stelle ich auch nicht in Frage, es ging eigentlich darum, nicht mit ÖL rumzuspritzen.

Gruß aus dem Schwarzwald
 
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